Auf einen Blick
- Zehn Porsche-Fahrzeuge gingen bei der 104. Auflage des Pikes Peak International Hill Climb an den Start und traten in den Klassen Open, Time Attack 1 und GT4 Trophy an.
- Billy Johnson sicherte sich bei seinem Debüt am Steuer eines Porsche 911 GT3 den Sieg in der Open-Klasse.
- Clint Vahsholtz gewann die GT4-Trophy-Klasse und unterstrich im 718 Cayman GT4 RS Clubsport den Wert seiner Erfahrung – bei seinem 32. Start am Pikes Peak.
- Auch in der Klasse Time Attack 1 kämpfte Porsche um Spitzenplätze: Jeff Zwart und David Donner belegten in ihren GT2 RS Clubsport und 911 Turbo S die Plätze zwei und drei.
Die 20 Kilometer lange, heute vollständig asphaltierte Strecke am Pikes Peak ist seit mehr als 100 Jahren Ziel wagemutiger Fahrer. Bei der 104. Ausgabe des Bergrennens trat ein internationales Starterfeld in mehreren Klassen an – darunter zehn Porsche in drei Kategorien.
In der Klasse „Open“ für modifizierte Fahrzeuge standen ein 718 GT4 Clubsport sowie ein 911 GT‑R (Baujahr 2002), ein 911 GT2 (2013) und ein 911 GT3 Cup (2015) am Start. In der Klasse „Time Attack 1“ für nahezu serienmäßige, straßenzugelassene Fahrzeuge nahmen drei 911 GT2 RS Clubsport sowie ein 911 Turbo S (2022) das Rennen auf. In der Klasse „GT4 Trophy“ gingen zwei 718 GT4 RS Clubsport an den Start.
Die Bandbreite der Fahrer, die sich im Porsche dem sogenannten „Race to the Clouds“ stellten, reichte vom Rookie bis zum erfahrenen Routinier. Clint Vahsholtz absolvierte im 718 Cayman GT4 RS Clubsport in der GT4-Trophy-Klasse bereits seinen 32. Start. Dahinter folgt David Donner, der zum 28. Mal am Pikes Peak antrat und erneut den von 000 Magazine eingesetzten 911 Turbo S pilotierte. Zu den weiteren bekannten Namen zählten Jeff Zwart, der mit einem GT2 RS Clubsport zum 21. Mal an den Berg zurückkehrte, sowie die ehemalige Astrophysikerin Kathy Mead, die als schnellste Frau in der Geschichte der Veranstaltung gilt und in diesem Jahr zum siebten Mal teilnahm.
Nicht weniger eindrucksvoll präsentierte sich Billy Johnson: Der aus der NASCAR stammende Fahrer gab sein Debüt bei dem Event in einem stark modifizierten 911 GT3, der mehr als 1.000 PS auf die Hinterräder bringt.
Für das Team des 000 Magazines bot sich erneut die Chance, mit einem straßenzugelassenen und unveränderten 911 Turbo S um den Gesamtsieg in der Klasse Time Attack zu kämpfen. Donner, mit drei Gesamtsiegen und acht Klassensiegen einer der erfolgreichsten Fahrer in der Geschichte des Bergrennens, reiste mit Blick auf den Streckenrekord an, nachdem er den obersten Podestplatz vor drei Jahren nur knapp verpasst hatte. Am Ende verlief das Wochenende jedoch enttäuschend für Zwart und Donner, die die Plätze zwei und drei in ihrer Klasse belegten – hinter der siegreichen Corvette ZR1X.
Mead zeigte erneut ihr Können und belegte in der Klasse Time Attack den neunten Rang – weniger als eine Sekunde hinter dem ebenfalls im GT2 RS startenden Raymund Guerrero. Vahsholtz spielte seine Erfahrung aus und sicherte sich souverän den Sieg in der GT4-Trophy-Klasse.
Noch bessere Nachrichten gab es für Porsche in der Open-Klasse: Debütant Johnson bewies, dass sich Erfahrung durch reine Entschlossenheit ausgleichen lässt. Der frühere NASCAR-Pilot überzeugte im stark modifizierten 911 GT3 mit einer beeindruckenden Leistung und gewann die Klasse in 9:12,723 Minuten. Damit war Johnson schneller als mehrere speziell für Pikes Peak entwickelte Formel-Fahrzeuge und lag weniger als eine Minute hinter dem Gesamtsieger und ehemaligen Porsche-Werksfahrer Roman Dumas, der in der Unlimited-Klasse mit einem eigens für das Rennen entwickelten Elektrofahrzeug mit 1.400 PS antrat.
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Bilder: Larry Chen Photos 2026