Sonic Flyline: Angus Stone trifft Porsche

Der australische Musiker Angus Stone ist für seine warmen, erzählstarken Songs bekannt. Mit Porsche verbindet er vor allem eines: Authentizität.

Angus Stone hat weltweit ein Millionenpublikum erobert. Zehn Alben – eines solo, fünf zusammen mit seiner Schwester Julia und vier mit seinem eigenen Projekt Dope Lemon –, zahlreichen Auszeichnungen und Tourneen rund um die Welt sind Belege dafür. Doch der markante Sound des Sängers, Songwriters und Produzenten beruht nicht nur auf musikalischem Können, sondern auch auf seiner besonderen Leidenschaft für Geschichten. Und die findet Stone nicht nur in der Musik, sondern auch in einer unerwarteten Sammlung.

„Ich interessiere mich für nautische Artefakte“, sagt er, als er mit dem Taycan 4S Cross Turismo an den Sugar Cane Mountain Studios vorfährt, seinem kreativen Zuhause. „Ich habe detailreiche Schiffsmodelle sowie alte Steuerräder und Anker. Sie alle tragen wunderbare Geschichten in sich.“

Schon früh musikalisch geprägt

Woher kommt diese Faszination? „Von meinen Eltern. Sie waren Segler.“ Von ihnen stammt auch seine Kreativität. Stones Mutter war Meeresbiologin, sein Vater Englischlehrer – und Hochzeitssänger. Hier beginnt seine musikalische Geschichte.

„Als Kinder sind meine Schwester Julia und ich immer unter Hochzeitstischen eingeschlafen. Jede Woche hörten wir meinem Vater und seiner Band beim Proben von Coversongs zu – das hat uns beide in die Musik hineingezogen.“

Heute beeinflussen ihn andere Quellen. „Ich lasse mich zunehmend von Filmen inspirieren. Sie sind so verführerisch und magisch – genau das, was ich mir von einem Song wünsche. Ich schaue einen Film und werde in eine andere Welt getragen. Ich liebe die Coen-Brüder, Wes Anderson und David Lynch.“

Ein kreativer Umweg

Bevor Stone zur Musik fand, schlug er zunächst einen anderen kreativen Weg ein – mit einem völlig anderen Medium. Doch dieser Umweg entfernte ihn nicht von der Musik, sondern führte ihn geradewegs zu ihr zurück. „Ich habe eine Ausbildung zum Schreiner begonnen. Aber den ganzen Tag dachte ich ans Schreiben und an Musik. Dieser innere Reibungspunkt ist entscheidend für Kreativität – dadurch habe ich erkannt, was ich wirklich im Leben machen möchte.“

Diese Erfahrung bestätigt auch seine kreative Grundhaltung: eine Idee konsequent bis zum Ende zu verfolgen. Wie bei der Arbeit mit einem physischen Material gilt für ihn: „Man muss etwas zu Ende bringen, sonst erkennt man nie sein Potenzial.“ Dieser Ansatz prägt viele seiner unvergesslichen Songs – darunter For You, Chateau und Big Jet Plane, das er mit seiner Schwester Julia aufnahm. Die Wirkung seiner Musik berührt ihn immer wieder: „Ein völlig Fremder spricht mich auf der Straße an und erzählt, wie einer meiner Songs ihn in einem besonderen Moment begleitet hat. Das erinnert mich daran, wie schön diese Kunstform ist.“

„Musik kann sich wie ein Puzzle aus tausend Teilen anfühlen.“ Angus Stone

Verbindungen spielen in Stones Kunst eine zentrale Rolle. „Wenn ich unterwegs bin, lasse ich mir von meinem Tourmanager immer eine Karte mit Vintage-Läden und Antiquitätengeschäften zeichnen. Dann ziehe ich los, gehe auf kleine Entdeckungsreisen – und stoße jedes Mal auf besondere Schätze.“

In einem kleinen Laden im kalifornischen Topanga Canyon fand er eine verstaubte Gitarre. „Ich kam mit dem Besitzer ins Gespräch, und er erzählte mir von seinem wunderbaren Leben mit diesem Instrument“, sagt er, während er über die Saiten streicht. „Das gab der Gitarre ein völlig neues Wesen – und sie erzählt mir noch heute Geschichten. Jedes Mal, wenn ich sie in die Hand nehme. Ich habe sie für eine Aufnahme von Broken Brights benutzt.“

Angus Stone, Sänger, Songwriter und Produzent, Australien, 2025, Porsche AG

All das ist Teil von Stones kreativem Prozess. Manchmal besteht er schlicht darin, tagsüber Gedanken festzuhalten und sie später im Studio weiterzuentwickeln. „An anderen Tagen zeigt mir die Musik selbst, wohin ein Song will. Es fühlt sich dann an wie ein Puzzle aus tausend Teilen: Das fertige Bild ist klar vor Augen, aber man muss es Stück für Stück zusammensetzen.“ Das Ergebnis gleiche dem Lösen eines emotionalen Knotens. „Vielleicht ist es das, was Menschen mir am nächsten bringt – auf eine Weise, wie sie mich sonst nie kennenlernen würden.“

Auf Welttournee bringt er all diese Gefühle auf die Bühne. Einen Lieblingsort auszuwählen sei unmöglich, sagt er – aber einer bleibt im Gedächtnis: „Französische Fans sind leidenschaftlich und aufmerksam; die Schweizer sind wunderbar, wie die Fans in Australien und Neuseeland, und in den USA zu spielen ist cool – aber ich liebe es wirklich, vor deutschem Publikum aufzutreten.“

Ein Date im Porsche Museum

Stone war kürzlich in Stuttgart und habe ein Date mit ins Porsche Museum genommen. „Die klassischen Sportwagen zu studieren hat mich daran erinnert, wie lange es dauert, seine eigene Geschichte zu schreiben – etwas, das Porsche definitiv gelungen ist. Trotz aller Weiterentwicklung bleibt die klassische Porsche-Flyline immer bestehen“, sagt er und zeichnet einen Bogen entlang der Silhouette des Taycan. „Sie wird mit dem Alter nur besser. Es ist dieselbe Authentizität, die auch kraftvolle Songs ausstrahlen.“

Für Stone fühlt sich der Taycan vielleicht „wie der Kopf auf einem seidigen Kissen“ an, doch sein Platz unter den Klassikern ist längst gesichert – aus demselben Grund, warum großartige Musik zeitlos wird. „Weil sie alle wunderbare Geschichten in sich tragen.“

Info

Text erstmals erschienen im Christophorus Magazin, Ausgabe 417.

Text: Peter Fadeyev
Bilder: Jamie Green

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Verbrauchsangaben

  • 718 Boxster S (WLTP)*: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,4 – 9,6 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 235 – 218 g/km; CO₂-Klasse: G
  • Taycan 4S Cross Turismo (WLTP)*: Stromverbrauch kombiniert: 21,5 – 18,7 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse: A