Auf einen Blick
- Rennwagen von Manthey im Sonderdesign zu „75 Jahre Porsche Motorsport“.
- Hommage an ersten Einsatz und Klassensieg 1951 mit dem 356 SL Coupé.
Die Folierung der beiden Rennwagen aus Weissach orientiert sich am Design des Porsche 356 SL Coupé von 1951. In jenem Jahr hatten die beiden Franzosen Auguste Veuillet und Edmond Mouche beim allerersten Einsatz eines Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans den Klassensieg errungen. Insgesamt haben Rennwagen aus der Zuffenhausener Sportwagenschmiede bislang 19 Gesamttriumphe und 112 Klassensiege erzielt. Im 76. Jahr in Folge steht mindestens ein Porsche am Start des größten Langstreckenrennens der Welt.
„Wir sind nicht nur Rekordhalter bei Gesamt- und Klassensiegen, sondern auch der einzige Hersteller, der seit 1951 ununterbrochen mindestens ein Fahrzeug am Start in Le Mans hatte“, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Diese Statistik macht uns sehr stolz. Sie unterstreicht, wie sehr Porsche auf die Entwicklungsbühne Motorsport setzt. Die innenbelüfteten Scheibenbremsen, das heute nicht mehr wegzudenkende Doppelkupplungsgetriebe PDK oder die 800-Volt-Hochspannungstechnologie sind nur drei Beispiele dafür. Diese Innovationen aus Weissach haben wir durch Renneinsätze, unter anderem in Le Mans, zur Serienreife gebracht. Sie sind somit im wahrsten Sinne ‚raceborn‘.“
Der erste Klassensieg in Le Mans
Das Jahr 1951: Nach ersten motorsportlichen Einsätzen wie Stadtrennen oder bei der Midnight Sun Rally mit Straßenversionen des 356 folgt der Schritt auf die große internationale Bühne. Mit einem 356 SL wagt Porsche erstmals den Start bei den 24 Stunden von Le Mans. Intern trägt das Fahrzeug die Bezeichnung „Typ 514 Porsche Sport für Le Mans 1951“. Die An- und Abreise zu und von der Rennstrecke an der Sarthe erfolgte damals auf Achse, elf Stunden über Landstraßen mit Start in Zuffenhausen.
Am 23. Juni 1951 starten die Franzosen Auguste Veuillet und Edmond Mouche mit ihrem silberfarbenen 356 in das 24-Stunden-Rennen. Er trägt die Fahrgestellnummer 356/2-063. Der Weg zum ersten Klassensieg erwies sich als lang, denn bis zum Rennstart waren bereits zwei der drei Wettbewerbs- und Trainingsfahrzeuge verunfallt. Alle Hoffnung lag auf dem verbliebenen Leichtgewicht mit dem luftgekühlten, 46 PS starken Vierzylinder-Boxermotor mit 1.086 Kubikzentimetern. In Le Mans überzeugt der 356 SL mit Standfestigkeit, Effizienz und Präzision. In Runde 158 erreicht der Wagen seine Bestzeit von 5:44,7 Minuten pro Umlauf. Die Höchstgeschwindigkeit des 635 Kilogramm leichten Fahrzeugs liegt bei 160 km/h. Als die Zielflagge sie abwinkt, haben Veuillet/Mouche den Sieg in ihrer Klasse sowie den 20. Gesamtrang erreicht. Insgesamt spulten sie 2.840,65 Kilometer mit einem Schnitt von 118,36 km/h ab.
Kundensport ist eine Kernkompetenz von Porsche Motorsport
Bei der 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans treten am 13./14. Juni zwei Porsche-Rennwagen an. Das Kundenteam Manthey setzt zwei Porsche 911 GT3 R in der LMGT3-Klasse ein. Die beiden Neunelfer gehen dabei in Silber auf die Strecke – eine Hommage an das silberfarbene Porsche Coupé von 1951. Im Fahrzeug mit der Startnummer 91 tritt unter anderem Werksfahrer Ayhancan Güven aus der Türkei an, im Schwesterauto mit der Nummer 92 fährt sein österreichischer Porsche-Kollege Richard Lietz.
Seit vielen Jahren gehört Porsche zu den Herstellern mit den meisten Kundenfahrzeugen im Renneinsatz. Zum aktuellen Portfolio zählen der Porsche 911 GT3 R, der 718 Cayman GT4 RS Clubsport, der 911 Cup sowie der 911 GT3 Cup mit Rallye-GT-Kit. Hinzu kommen der Porsche 99X Electric und der 963, die beide auch vom Werk eingesetzt werden.
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