Nachdem die Veranstaltung wegen der Coronapandemie zuletzt ausgefallen war, feierte das alle zwei Jahre stattfindende Event nun nach vierjähriger Pause sein Comeback. Die Vorfreude unter den 200.000 Zuschauern, die aus ganz Europa und der Welt angereist waren, war mit den Händen zu greifen.

Porsche stand im Zentrum des zum zehnten Mal ausgetragenen populären Motorsport-Events: Der 50. Geburtstag des 911 Carrera RS 2.7 war ein perfekter Anlass, um fünf Generationen für die Rennstrecke optimierter RS-Modelle aus dem Porsche Museum zu entsenden.

Ebenfalls ein Star im Porsche Experience Center Le Mans, das mitten im Circuit Maison Blanche gelegen ist: der neue 911 Sport Classic. Das Fahrzeug ist das zweite Projekt, das im Rahmen des Heritage-Design-Programms bei Porsche entstanden ist.

Mit dem 3,7-Liter-Sechszylinder, der über eine 7-Gang-Handschaltung 550 PS (911 Sport Classic: Kraftstoffverbrauch* kombiniert (WLTP) 12,6 l/100 km, CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 285 g/km, Kraftstoffverbrauch* kombiniert (NEFZ) 12,8 l/100 km, CO₂-Emissionen* kombiniert (NEFZ) 292 g/km) an die Hinterräder liefert, ist der Sport Classic in der Limited Edition der leistungsstärkste aktuell erhältliche 911 mit Handschaltung.

Eine weitere Attraktion für die Tausenden von Porsche-Fans war der Überraschungsauftritt des 963, der erst vor kurzem sein internationales Debüt beim Goodwood Festival of Speed feierte. Der Prototyp mit 680 PS und Hybridantriebssystem wird ab 2023 vom Team Porsche Penske sowohl bei der IMSA WeatherTech SportsCar Championship als auch bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC auf die Strecke geschickt. Porsche wird somit in den zwei weltweit bekanntesten Langstrecken-Rennen um den Gesamtsieg konkurrieren.

Weitere Höhepunkte erlebten die Zuschauer bei der Porsche Parade und dem Porsche Classic Race. Zahlreiche klassische 911-Modelle wurden von Exemplaren des 904 Carrera GTS, dem seltenen 910-Prototyp der späten 1960er-Jahre, verschiedenen Porsche 935 mit Turboaufladung sowie frühen Exemplaren des 911 RSR flankiert.

Unter einem wolkenlosen Sommerhimmel warfen die vollen Ränge den unverwechselbaren Sound der luftgekühlten Sechszylinder und das Pfeifen und Rattern der Turbolader zurück, als Dutzende Porsche-Fahrzeuge aus der reichhaltigen Rennsport-Historie der Marke an den vertrauten Ort zurückkehrten, an dem sie schon so oft den Sieg davongetragen haben.

Bei den separaten Runden für Gruppe-C-Sportwagen waren in Le Mans erneut verschiedene 956 von Privateer-Teams und 962-Prototypen dabei – 40 Jahre nach der Einführung der Rennklasse. Porsche fuhr 1982 in Le Mans mit dem noch ganz frischen 956 direkt beim ersten Versuch den Sieg ein und dominierte dann die Gruppe-C-Ära weltweit nahezu eine Dekade lang. Am vergangenen Wochenende sah die unverwechselbare Silhouette des Fahrzeugs mit dem revolutionären geschlossenen Cockpit von Norbert Singer so zeitgemäß und zweckmäßig aus wie vor vier Jahrzehnten.

Besondere Mitgliederversammlung am Rande der Rennstrecke

Neben der Vielfalt und Anzahl der Rennfahrzeuge waren es die hingebungsvollen Fans, die dieses 10. Le Mans Classic zu etwas Besonderem machten: Sie kamen in Scharen zu der berühmten französischen Rennstrecke, vielfach selbst in Oldtimern. Der Porsche Clubs France war zudem Mitveranstalter einer besonderen Mitgliederversammlung am Rande der Rennstrecke: Mehr als 2000 Porsche-Klassiker in privater Hand, nahezu jeden Typs und jeder Spezifikation parkten dort in langen, bunten Reihen. Ein Blickfang, der fast so viel Aufmerksamkeit erregte wie das Geschehen auf der Rennstrecke.

Bekannte Gesichter aus der Renngeschichte von Porsche mischten sich ebenfalls unter die Besucher: So begrüßte Lokalmatador und Le Mans-Veteran Gérard Larrousse die Fans und gab Autogramme. Ebenso der norwegische Amateurfahrer Egidio Perfetti – Teilnehmer des Porsche Carrera Cups, des Supercups und schließlich Gewinner der GTE-Am-Klasse in Le Mans 2019.

Wo immer man hinsah, Porsche war bei Le Mans Classic 2022 omnipräsent: mit Straßen- und Rennfahrzeugen aus den Anfangszeiten bis hin zu brandaktuellen Maschinen von heute und morgen. Da das Event um ein Jahr vorgezogen wurde, um im kommenden Jahr das 100. Jubiläum des 24-Stunden-Rennens gebührend zu feiern, darf man gespannt sein, was 2023 zu bieten haben wird.

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Verbrauchsangaben

911 Targa 4S Heritage Design Edition

WLTP*
  • 11,1 – 10,4 l/100 km
  • 253 – 236 g/km

911 Targa 4S Heritage Design Edition

Kraftstoffverbrauch* / Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert (WLTP) 11,1 – 10,4 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 253 – 236 g/km
NEFZ*
  • 10,3 – 9,9 l/100 km
  • 235 – 227 g/km

911 Targa 4S Heritage Design Edition

Kraftstoffverbrauch* / Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert (NEFZ) 10,3 – 9,9 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (NEFZ) 235 – 227 g/km

911 Sport Classic

WLTP*
  • 12,6 l/100 km
  • 285 g/km

911 Sport Classic

Kraftstoffverbrauch* / Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert (WLTP) 12,6 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 285 g/km
NEFZ*
  • 12,8 l/100 km
  • 292 g/km

911 Sport Classic

Kraftstoffverbrauch* / Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert (NEFZ) 12,8 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (NEFZ) 292 g/km