Porsche startet neue Open-Source-Offensive

Die Kernkompetenz Software ist für die Zukunftsfähigkeit von Porsche essenziell – Open Source Software spielt hierbei eine Schlüsselrolle und kommt bereits vielfach bei Porsche zum Einsatz. Dank eines neu geschaffenen Regelprozesses können Mitarbeiter nun noch leichter an der Entwicklung von Open Source Software mitwirken und Code auf der Entwicklungsplattform GitHub veröffentlichen.

Free und Open Source Software (FOSS) ist in der digitalen Welt allgegenwärtig, sei es in Form von Webbrowsern, Betriebssystemen oder Online-Enzyklopädien. Dabei handelt es sich um im Internet frei verfügbaren Source Code im Wert von vielen Milliarden Euro, der von jedem verwendet und verändert werden kann. Auch im Software-Ökosystem von Porsche spielt freie und quelloffene Software eine zunehmend bedeutsame Rolle: Denn egal ob mobile Apps oder Steuergeräte im Fahrzeug – kaum eine Software kommt heute noch ohne Open Source-Komponenten aus.

„Die Vorteile von Open Source sind vielseitig und reichen von hohen Software-Reifegraden und hoher Transparenz über Kosteneinsparungen bis hin zu schnelleren Entwicklungszyklen und kürzere Time-to-Market“, sagt Nik Peters, Leiter Porsche Open Source Office.

Nun weitet Porsche sein Engagement aus und schafft einen Ablauf für die Einreichung und Veröffentlichung von Code auf der Entwicklungsplattform GitHub, der sich speziell an Softwareentwickler und Tochtergesellschaften wie die Porsche Digital richtet. Damit wird es für Mitarbeiter noch einfacher, einen Beitrag zu Open Source zu leisten und Code als sogenannte „Contributors“ zu veröffentlichen. Doch damit nicht genug: Porsche erweitert seine Online-Präsenz und ist ab sofort auch mit einem offiziellen Profil auf GitHub vertreten. GitHub ist weltweit die führende Entwicklerplattform für Open Source-Software und wird von mehr als 50 Millionen Menschen genutzt.

Eine Brücke zur weltweiten Software-Community

Mit der Open-Source-Offensive schlägt Porsche eine Brücke zu einer Millionen Entwickler umfassenden Software-Community. Ziel ist es, die Zusammenarbeit bei der Software-Entwicklung auch außerhalb des Konzerns zu fördern und vorhandenes Know-how gewinnbringend zu teilen. So können Mitarbeiter zum Beispiel auf GitHub Mentoren finden oder aber selbst andere Entwickler als Mentor unterstützen. Gleichzeitig will Porsche die Mitarbeiter gezielt als „Contributors“ fördern und diese befähigen, ihre Expertise ständig zu erweitern, um noch bessere Software zu entwickeln.

Das erste Projekt, das im Rahmen der Open-Source-Offensive zu Teilen auf GitHub veröffentlicht wurde, stammt von Porsche Digital. Das Team um Lead Engineer Patrick Puritscher hat für das sogenannte Cookie Consent Management eine Komponente entwickelt, die einfach zu nutzen und flexibel angepasst werden kann. Diese Lösung eignet sich für kleine Landingpages als auch für größere Webprojekte und ist bereits bei VIN Art, Cyklaer und Sounce im Einsatz. Der Fokus der Open-Source-Offensive liegt auf Eigenentwicklungen und neuen Initiativen sowie der Mitwirkung bzw. „Contribution“ zu bestehenden Fremd-Projekten. Jeder Mitarbeiter ist eingeladen, zu bestehenden Projekten auf GitHub beizutragen und als „Contributor“ die weltweite Open-Source-Community voranzubringen.

Porsche Open Source Office

Anders als bei kommerzieller, herkömmlich lizenzierter Software ist der Quellcode von Open Source öffentlich einsehbar und kann von jedem genutzt und bearbeitet werden, um damit eigene Softwarelösungen zu entwickeln. Mit dem Einsatz von Open Source ergeben sich jedoch nicht nur Chancen und Vorteile, sondern auch erhebliche Risiken, zum Beispiel hinsichtlich unbeabsichtigter Lizenzverstöße.

Um diese Risiken zu vermeiden, hat Porsche umfangreiche Maßnahmen implementiert. Vom Entwickler über den Bauteilverantwortlichen bis hin zum Teamleiter müssen alle Beteiligten gewisse Regeln und Grundsätze hinsichtlich FOSS beachten. Das Open Source Office rund um das Team von Nik Peters überprüft nicht nur die Einhaltung des neuen Regelprozesses, sondern geht mit gutem Beispiel voran: In Zusammenarbeit mit den Open Source Offices von Bosch und Here fungiert das Porsche Open Source Office als Contributor auf GitHub. Gemeinsam entwickeln die Teams das OSS Review Toolkit (ORT), mit dem Ziel die Compliance sicherzustellen. Als Mitglied der ToDo Group, zu der unter anderem auch Adobe, SAP und Netflix gehören, arbeitet das Porsche Open Source Office außerdem mit anderen Technologieführern zusammen. Das Ziel: voneinander lernen und Open Source gemeinsam voranbringen.

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Verbrauchsangaben

Taycan Turbo

WLTP*
  • 26,6 – 22,9 kWh/100 km
  • 0 g/km
  • 383 – 452 km

Taycan Turbo

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Stromverbrauch* kombiniert (WLTP) 26,6 – 22,9 kWh/100 km
CO₂ Emissionen* kombiniert (WLTP) 0 g/km
elektrische Reichweite kombiniert (WLTP) 383 – 452 km
elektrische Reichweite innerorts (WLTP) 432 - 498 km
NEFZ*
  • 28,0 kWh/100 km
  • 0 g/km

Taycan Turbo

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Stromverbrauch* kombiniert (NEFZ) 28,0 kWh/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (NEFZ) 0 g/km

Taycan Sport Limousinen Modelle

WLTP*
  • 26,6 – 20,4 kWh/100 km
  • 0 g/km
  • 335 – 484 km

Taycan Sport Limousinen Modelle

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Stromverbrauch* kombiniert (WLTP) 26,6 – 20,4 kWh/100 km
CO₂ Emissionen* kombiniert (WLTP) 0 g/km
elektrische Reichweite kombiniert (WLTP) 335 – 484 km
elektrische Reichweite innerorts (WLTP) 382 – 524 km
NEFZ*
  • 28,7 – 26,2 kWh/100 km
  • 0 g/km

Taycan Sport Limousinen Modelle

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Stromverbrauch* kombiniert (NEFZ) 28,7 – 26,2 kWh/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (NEFZ) 0 g/km