Auf einen Blick
- Markenpokalserie für 911- und Cayman-Rennwagen von Porsche Motorsport
- Auch 2026 mit den Gruppen GT3 Cup, GT4 Clubsport, Open GT und Classic
- Live-Übertragung aller Rennen im YouTube-Stream
Der Porsche Sports Cup Suisse startet auch 2026 in Portugal in die neue Saison: Vom 9. bis 11. April steht das 4,653 Kilometer lange Autodromo International do Algarve in Portimao auf dem Kalender. Anschliessend folgen zwei Rennwochenenden in Italien: Vom 30. April bis zum 2. Mai gastiert die Serie im «Temple of Speed», dem altehrwürdigen Autodromo Nazionale im Königlichen Park von Monza, sowie vom 26. bis 28. Juni im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola.
Noch vor der Sommerpause stattet der PSCS dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg vom 16. bis 18. Juli einen Besuch ab. Die letzten beiden Läufe gehen traditionell wieder im herbstlichen Italien über die Bühne: Das Autodromo Internazionale del Mugello empfängt den Porsche Sports Cup Suisse vom 24. bis 26. September und der World Circuit Marco Simoncelli vom 22. bis 24. Oktober. In Misano werden am Abend des letzten Renntages auch die Preise verliehen.
Das Veranstaltungs-Schema bleibt an allen PSCS-Wochenenden gleich und bietet den Teilnehmer:innen mit über fünf Stunden hinter dem Lenkrad viel Fahrzeit. Zwei Testtagen folgt das eigentliche Renngeschehen, bei dem es auf der Strecke ernst wird. Dann stehen pro Fahrzeuggruppe ein 20-minütiges Qualifying sowie zwei Sprintläufe über 30 Minuten plus eine Runde auf dem Programm. In Portimao und Monza sowie beim Saisonfinale in Misano schliessen sich zweistündige Langstreckenrennen an. Sie ziehen sich teilweise bis in die Dunkelheit, zählen aber zu keiner Meisterschaft.
Spannende Herausforderungen für Rennfahrzeuge von Porsche Motorsport
Egal, ob aus einer aktuellen oder früheren Generation: In den Wettbewerben der Porsche Sprint Challenge Suisse kommen ausschliesslich Rennwagen aus den Modellreihen 911 und Cayman zum Einsatz, die Porsche Motorsport entwickelt und aufgebaut hat. Damit erfüllen sie auch in puncto Sicherheit höchste Anforderungen. Sie gehen in den Gruppen GT3 Cup, GT4 Clubsport, Open GT und Classic an den Start und werden zum Teil noch einmal nach Typ und Spezifikation in unterschiedlichen Klassen gewertet, um einen fairen Wettkampf zu ermöglichen.
Porsche Sprint Challenge Suisse: GT3 Cup
Der eidgenössische Markenpokal mit den 911 GT3 Cup-Fahrzeugen der Generationen 991.2 und 992.1 zeichnet sich durch ein besonderes Alleinstellungsmerkmal aus: Die bis zu 510 PS starken Rennwagen starten im PSCS auch 2026 ohne ABS und Traktionskontrolle – anders als zum Beispiel der Porsche Mobil 1 Supercup, der im Rahmen ausgewählter Formel-1-Läufe stattfindet und ab diesem Jahr erstmals auf die elektronischen Fahrhilfen setzt. Damit legt der GT3 Cup auch weiterhin einen besonderen Schwerpunkt auf das fahrerische Können der Teilnehmenden. Als amtierender Meister konnte Ethan Ischer von dieser harten Schule profitieren: Das im vergangenen Jahr vom Porsche Motorsport Club Suisse und der Porsche Schweiz AG geförderte Nachwuchstalent geht in dieser Saison in der GT World Challenge Europe an den Start und hat damit den Sprung in den internationalen Motorsport geschafft.
Porsche Sprint Challenge Suisse: GT4 Clubsport
In der Gruppe GT4 Clubsport führt kein Weg an der Klasse 10 und dem Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport vorbei: Mit seinem rund 500 PS starken Sechszylinder-Boxer ist diese Rennversion des Mittelmotor-Sportwagen klarer Favorit auf Gesamtsiege. Zeitgleich können aber auch ältere Versionen des Cayman GT4 Clubsport teilnehmen, so etwa der 718 Cayman GT4 Clubsport mit 425 PS in der Klasse 12 oder dessen verbesserte MR-Variante in der Klasse 11. Frühere GT4-Modelle werden in der Klasse 13 gewertet, während zum Beispiel die Trackday-Ausgabe in der Klasse 19 ein Zuhause findet.
Porsche Sprint Challenge Suisse: Classic-Wertung geht in die zweite Saison
Nach ihrer überzeugenden Premiere im vergangenen Jahr zählt die Classic-Rennserie für luftgekühlte Cup-Fahrzeuge auch in der neuen Saison wieder zur Porsche Sprint Challenge Suisse. Die Neunelfer-Generation 964 hatte 1990 die Erfolgsgeschichte des Carrera Cup begründet, aus der bis heute mehr als 30 offizielle Markenpokale von Porsche hervorgegangen sind.
Schon damals galt: Alle Rennwagen rollen gemeinsam mit ihren Serienkollegen in Zuffenhausen vom Band, bevor sie von Porsche Motorsport aufgebaut und an die teilnehmenden Teams ausgeliefert werden – Serientechnik sollte sich auf der Rennstrecke beweisen. Die Grundlage lieferte seinerzeit der Porsche 911 Carrera RS, der zusätzlich zur Sicherheitsausstattung auch ein Sportfahrwerk und eine Rennabgasanlage erhielt. Mit 265 PS war sein 3,6 Liter grosser Sechszylinder-Boxer praktisch halb so stark wie das 4,0-Liter-Aggregat des 911 GT3 Cup mit seinen 510 PS, der auch 2026 im GT3 Cup zum Einsatz kommt. Insgesamt entstanden 297 rennfertige Exemplare.
1994 debütierte mit dem 911 Cup der Generation 993 das Nachfolgemodell. Dessen Sechszylinder schöpfte bis zu 315 PS aus 3,8 Litern Hubraum. Von ihm produzierte Porsche Motorsport 186 Einheiten. Heute hat die Anzahl der gefertigten Markenpokal-Rennwagen auf Basis des Porsche 911 längst die 5.000er-Marke übersprungen.
Porsche Sprint Challenge Suisse: Open GT
Die grösste Vielfalt an unterschiedlichen Porsche-Rennfahrzeugen auf Basis des Neunelfers weist traditionell die besonders teilnehmerstarke Gruppe Open GT auf. Die Bandbreite reicht von älteren Markenpokalversionen bis hin zum 911 GT3 Cup der Generation 992.1, der in der Klasse 21 mit ABS und Traktionskontrolle an den Start geht. Hinzu können aktuelle und ältere Varianten des 911 GT3 R, des 911 GT2 RS Clubsport und des modernen Porsche 935 sowie des 911 RSR kommen.
«Wir führen das bewährte Konzept des Porsche Sports Cup Suisse aus der vergangenen Saison in diesem Jahr fort, denn es hat sich rundherum bewährt – und wir wollten nichts ändern, nur um des Änderns willen», betont Richard Feller, Präsident des Porsche Motorsport Club Suisse. «Mit den Gruppen GT3 Cup, GT4 Clubsport, Open GT und Classic bieten wir einer grossen Vielzahl unterschiedlicher Rennwagen von Porsche ein attraktives Spielfeld und unseren Kund:innen viel Fahrzeit auf der Strecke. Zudem freut es mich sehr, dass wir das Renngeschehen dank des YouTube-Livestreams auch wieder den daheim gebliebenen Fans und Freunden näherbringen können.»
Rennkalender des Porsche Sports Cup Suisse 2026
09. – 11.04.: Portimao (P), Doppelsprint und 2-Stunden-Rennen
30.04. – 2.05.: Monza (I), Doppelsprint und 2-Stunden-Rennen
26. – 28.06.: Imola (I), Doppelsprint
16. – 18.07.: Spielberg (A), Doppelsprint
24. – 26.09.: Mugello (I), Doppelsprint
22. – 24.10.: Misano (I), Doppelsprint und 2-Stunden-Nachtrennen