Risiko- und Chancenbericht

Grundsätze des Risiko- und Chancenmanagements

Für den nachhaltigen Erfolg des Porsche AG Konzerns ist es entscheidend, die Risiken und Chancen, die sich aus der unternehmerischen Tätigkeit ergeben können, frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu steuern. Der verantwortungsvolle Umgang mit unternehmerischen Risiken zur Zielerreichung ist ebenso wichtig wie die rechtzeitige Identifikation von Chancen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Hierfür sind im Porsche AG Konzern Steuerungssysteme im Einsatz, die in ein umfangreiches Risiko- und Chancenmanagement eingebettet sind.


Der Porsche AG Konzern hat ein umfassendes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. Risiken sollen dadurch sowohl im Hinblick auf die Erreichung strategischer und operativer Ziele als auch auf die Einhaltung gesetzlicher und interner Vorgaben identifiziert und angemessen gesteuert werden. Auf diese Weise soll drohender Schaden für den Porsche AG Konzern abgewendet und die Gefahr einer Bestandsgefährdung rechtzeitig erkannt werden.


Im Rahmen des Chancenmanagements verfolgt der Porsche AG Konzern die Identifizierung und Umsetzung von kurz-, mittel- und langfristigen Chancen, indem er diese konsequent eruiert, bewertet, operationalisiert und schlussendlich in messbare Erlös-, Kosten- und Liquiditätspotenziale überführt.


Identifizierte Risiken bzw. Chancen sind bereits im Prognosebericht verarbeitet, sofern deren Eintreten als ausreichend wahrscheinlich einzuschätzen ist. In den weiteren Ausführungen des Risiko- und Chancenberichts sind mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse abgebildet, die zu einer positiven (Chance) bzw. negativen (Risiko) Abweichung gegenüber der Prognose für den Porsche AG Konzern führen können.


Eine regelmäßige Berichterstattung zum Risikomanagement soll den Vorstand der Porsche AG bei der rechtzeitigen Erkennung von Risiken, insbesondere solcher, die zu bestandsgefährdenden Entwicklungen führen können, unterstützen.


Das RMS sowie die Implementierung und Einhaltung der definierten Mindeststandards in den operativen Bereichen werden durch die interne Revision des Porsche AG Konzerns fortlaufend geprüft.


Nachfolgend beschreibt der Bericht zunächst die methodischen Änderungen des Risikomanagementsystems im aktuellen Geschäftsjahr sowie die Risikostrategie des Porsche AG Konzerns, bevor er näher auf die Funktionsweise des Risiko- bzw. Chancenmanagements eingeht, um dann im Anschluss die konkrete Situation der Risiko- und Chancensituation zum 31. Dezember 2025 zu erläutern.

Methodische Änderungen des Risikomanagementsystems

Im Berichtsjahr 2025 wurden Änderungen am RMS des Porsche AG Konzerns vorgenommen. Diese Änderungen beziehen sich ausschließlich auf die Systematik der Risikokategorisierung. Während im Vorjahr sechs Risikokategorien unterschieden wurden – Absatzrisiken, Versorgungsrisiken, Finanzwirtschaftliche Risiken, Personalrisiken, Operative Risiken sowie Strategische Risiken – wurde die Struktur im aktuellen Geschäftsjahr inhaltlich präzisiert und an die Bedeutung einzelner Themenfelder angepasst.


Um eine differenzierte Betrachtung und Berichterstattung der Risikosituation im Entwicklungs- und Technologieumfeld zu ermöglichen, wurden Entwicklungs- und Technologierisiken als eigenständige Risikokategorie eingeführt. Die dort verorteten Risiken waren im Vorjahr überwiegend den beiden Risikokategorien Absatzrisiken und Versorgungsrisiken zugeordnet. Darüber hinaus werden Personal-, Organisations- und Rechtsrisiken in einer gemeinsamen Kategorie gebündelt, um die Übersichtlichkeit der Berichterstattung zu erhöhen.


Die bisherigen Risikokategorien „Operative Risiken“ und „Strategische Risiken“ werden nicht mehr als eigenständige Risikokategorien geführt. Stattdessen dienen sie nun als Dimensionen, die jedem identifizierten Risiko zugeordnet werden: Konkrete Risiken innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums (aktuelles Geschäftsjahr und drei Folgejahre) werden der Dimension „operativ“ zugewiesen, während langfristige Unternehmensrisiken, welche über den RMS-Betrachtungszeitraum hinausgehen, der Dimension „strategisch“ zugeordnet werden.


Aus den beschriebenen Anpassungen ergeben sich nun fünf Risikokategorien im Porsche AG Konzern:

  • Absatzrisiken
  • Versorgungsrisiken
  • Entwicklungs- und Technologierisiken
  • Personal-, Organisations- und Rechtsrisiken
  • Finanzwirtschaftliche Risiken


Die Zuordnung der Einzelrisiken zu den angepassten Risikokategorien ist in der Risiko- und Chancensituation zum 31. Dezember 2025 des Porsche AG Konzerns dargestellt. Die Berichtsgrundlage bleibt dabei gegenüber dem Vorjahr unverändert, sodass die Vergleichbarkeit der Ergebnisse weiterhin gewährleistet ist. Dabei fließen alle wesentlichen quantifizierten Risiken innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums in die Berichterstattung ein, das heißt Risiken mit einem potenziellen finanziellen Netto-Worst-Case-Potenzial von mindestens 100 Mio. €. Dieses umfasst die größtmögliche Schadenswirkung des Risikos unter Berücksichtigung von Risikosteuerungsmaßnahmen. Dabei handelt es sich um Risiken der Dimension „operativ“.


Gegenüber dem Vorjahr gab es im Berichtsjahr 2025 keine methodischen Anpassungen im Kontext des Chancenmanagements.

Risikostrategie

Risikostrategie des Porsche AG Konzerns

Risikobewertung

Der Begriff Risiko ist definiert als die Möglichkeit einer negativen Abweichung von einem Plan- oder Zielwert. Grundsätzlich findet hierbei eine Netto-Betrachtung statt. Das heißt, Risiken werden unter Berücksichtigung von Risikosteuerungsmaßnahmen bewertet. Das RMS des Porsche AG Konzerns setzt sich aus mehreren integrierten und aufeinander aufbauenden Elementen zusammen und umfasst dabei für den Porsche AG Konzern einschlägige Risikokategorien. Diese werden auf Basis des Geschäftsmodells abgeleitet und dienen der übergreifenden Kategorisierung von Einzelrisiken nach ihren Ursachen. Die Risikokategorien bilden das Risikoinventar des Porsche AG Konzerns.


Innerhalb jeder Risikokategorie erfolgt die Zuordnung von Einzelrisiken zu einer der beiden Dimensionen „operativ“ oder „strategisch“. Konkrete Risiken innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums, welcher dem aktuellen Geschäftsjahr und den drei Folgejahren entspricht, befinden sich dabei in der Dimension „operativ“. Die konkreten Risiken können auf quantitativer Basis bewertet werden. Risiken aus dem Nachhaltigkeitsumfeld sind in diese Prozesse ebenfalls integriert. Im Rahmen der Quantifizierung werden dabei die finanziellen Auswirkungen der Risiken innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums ermittelt. Diese Risiken bilden die Basis für die Ermittlung der Risikotragfähigkeit und spiegeln die aktuelle Risikosituation des Porsche AG Konzerns wider, welche in die Berichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat einfließt.


Im Rahmen der Risiko- und Chancensituation zum 31. Dezember 2025 sind die innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums als wesentlich identifizierten und quantifizierten Risiken des Porsche AG Konzerns dargestellt. Als wesentlich gelten Risiken mit einem möglichen finanziellen Netto-Worst-Case-Potenzial größer gleich 100 Mio. €. Dieses umfasst die größtmögliche Schadenswirkung des Risikos unter Berücksichtigung von Risikosteuerungsmaßnahmen.


Risiken der Dimension „strategisch“ sind langfristige Unternehmensrisiken, welche die Fähigkeit des Porsche AG Konzerns beeinträchtigen können, seine langfristigen Unternehmensziele zu erreichen. Aufgrund ihres langfristigen Charakters werden sie stets qualitativ bewertet und jährlich an den Vorstand und Aufsichtsrat der Porsche AG berichtet. Die frühzeitige Identifikation von langfristigen Unternehmensrisiken sowie die Implementierung von wirksamen Steuerungsmaßnahmen sollen dabei die Resilienz des Porsche AG Konzerns stärken. Auch langfristige nachhaltigkeitsbezogene Aspekte werden im Rahmen des strategischen Risikomanagements betrachtet. Diese Risiken bilden den Rahmen für die Risiko- und Chancensituation und werden auf Basis übergeordneter Risikofelder in der Berichterstattung einleitend dargestellt. Risiko- und Chancensituation zum 31. Dezember 2025 Sofern sich im Rahmen der langfristigen Unternehmensrisiken Sachverhalte konkretisieren und sich Risiken innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums ergeben, werden diese innerhalb der Dimension „operativ“ in der relevanten Risikokategorie erfasst und bei entsprechender Wesentlichkeit quantitativ bewertet. Diese Risiken fließen in die Risikotragfähigkeitsrechnung des Porsche AG Konzerns ein und werden in der aktuellen Risiko- und Chancensituation innerhalb der relevanten Risikokategorie berücksichtigt.

Risikosteuerung

Die Risikokategorien werden in der Risikostrategie festgelegt. Darüber hinaus beinhaltet die Risikostrategie vier übergreifende Möglichkeiten zur Steuerung von Risiken:

  • Risikoakzeptanz: Das Risiko wird so akzeptiert, wie es identifiziert wurde.
  • Risikovermeidung: Die ursächliche Situation wird nicht eingegangen, um das Risiko auszuschließen.
  • Risikoverminderung: Die Wahrscheinlichkeit und/oder Auswirkung des Risikos wird reduziert.
  • Risikotransfer: Übertrag des Risikos auf ein anderes Unternehmen.

Risikoaggregation und Tragfähigkeit

Risiken können einzeln, vor allem aber auch in ihrem ungünstigen Zusammenspiel zu einer bestandsgefährdenden Situation führen. Damit das Zusammenspiel der Einzelrisiken adäquat berücksichtigt wird, aggregiert das zentrale Risikomanagement die wesentlichen quantifizierten Einzelrisiken, demnach Risiken mit einem möglichen finanziellen Netto-Worst-Case-Potenzial größer gleich 100 Mio. €, zu einem übergeordneten Gesamtrisiko, welches der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt wird. Das Gesamtrisiko wird dabei anhand des Value at Risk auf dem 99 % Konfidenzniveau für den RMS-Betrachtungszeitraum ermittelt. Risiken mit einem möglichen finanziellen Netto-Worst-Case-Potenzial unterhalb der 100 Mio. € Bewertungsschwelle fließen über eine pauschale Berücksichtigung in die Gesamtrisikosituation mit ein. Die Risikoaggregation wird mit IT-gestützten Simulationsverfahren (Monte-Carlo-Simulation) durchgeführt.


Das Risikotragfähigkeitskonzept des RMS basiert auf den Perspektiven Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit. Das Gesamtrisiko wird hinsichtlich seiner möglichen negativen Auswirkungen auf das operative Ergebnis (EBIT) und den Cashflow bewertet. Anschließend wird es mit der Risikodeckungsmasse verglichen: Den möglichen Verlusten im operativen Ergebnis (EBIT) steht das Eigenkapital gegenüber und den möglichen negativen Cashflows die verfügbare Liquidität. Dabei werden die beiden Segmente Automobile und Finanzdienstleistungen gesondert betrachtet, um die spezifische Risikotragfähigkeit des Unternehmens zu ermitteln.


Um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, enthält das Risikotragfähigkeitskonzept Grenzen, deren Überschreitungswahrscheinlichkeiten in die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat einfließen. Über diese Grenzen kann die maximal tolerierte Höhe des Gesamtrisikos abgeleitet werden (Risikoappetit).

Aufbau- und Ablauforganisation

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement des Porsche AG Konzerns ist dezentral organisiert. Neben der zentralen Risikomanagementfunktion als Methoden- und Berichtsstelle gibt es in jeder Hauptabteilung der Porsche AG sowie in jeder an das Risikomanagement angebundenen Tochtergesellschaft einen verantwortlichen Risikomanager, der die Umsetzung und Einhaltung der Mindeststandards steuert, die beispielsweise die einheitliche Identifikation, Bewertung und Dokumentation von Risiken sowie definierte Meldeprozesse umfassen. Die dezentrale Organisationsstruktur soll das Bewusstsein für das Thema Risikomanagement in den lokalen operativen Einheiten fördern und eine effektive Identifikation und Steuerung von Risiken gewährleisten.


Der Konsolidierungskreis des RMS orientiert sich an dem Konsolidierungskreis des Porsche AG Konzerns. Sofern es aus Risikogesichtspunkten sinnvoll ist, kann der Risikokonsolidierungskreis um einzelne Tochtergesellschaften reduziert werden. Vorliegend wurde der Risikokonsolidierungskreis entsprechend angepasst und im Wesentlichen um Enkel- und Holdinggesellschaften reduziert.


Der dezentralen Organisationsstruktur folgend werden die Risiken durch die Fachbereiche der Porsche AG bzw. durch die an das Risikomanagement angebundenen Tochtergesellschaften als Risikoeigentümer identifiziert und im Risikomanagement-IT-Tool gemeldet.


Im Rahmen der Risikomeldung werden seitens der Risikoeigentümer Steuerungsmaßnahmen sowie eine Einschätzung bezüglich des finanziellen Netto-Worst-Case-Potenzials des Risikos hinterlegt. Das finanzielle Netto-Worst-Case-Potenzial umfasst dabei die größtmögliche finanzielle Schadenswirkung über die gesamte Laufzeit des Risikos für den Porsche AG Konzern unter Berücksichtigung von finanziellen Schäden aus Reputationsrisiken sowie strafrechtlichen Konsequenzen. Alle bereits ergriffenen Risikosteuerungselemente werden dabei berücksichtigt. Zur Einordnung des finanziellen Netto-Worst-Case-Potenzials sind im Rahmen festgelegter Risikoklassen Bandbreiten definiert.


Im nächsten Schritt werden die Risiken durch das zentrale Risikomanagement, die Risikoeigentümer und weitere wesentliche Funktionen plausibilisiert und gemeinsam bewertet. Dabei werden die wesentlichen Risiken quantifiziert, sofern sie der Dimension „operativ“ zugeordnet sind. Hierzu stimmt sich das zentrale Risikomanagement mit dem Risikoeigentümer und weiteren wesentlichen Funktionen ab, um die erforderlichen Informationen in der stochastischen Risikosimulation zu berücksichtigen.


Die stochastische Risikosimulation erfolgt mit geeigneten Wahrscheinlichkeitsverteilungen (bspw. Gleichverteilung, Dreiecksverteilung etc.) und unter Anwendung IT-gestützter Simulationsverfahren (Monte-Carlo-Simulation). Im Rahmen der Risikosimulation wird unter anderem der Erwartungswert des finanziellen Schadens sowie der Value at Risk auf dem 99 % Konfidenzniveau für den RMS-Betrachtungszeitraum ermittelt.


Die wesentlichen quantifizierten Risiken werden quartalsweise im Risk Council auf Vollständigkeit überprüft. Das Risk Council ist ein Beratungsgremium, das sich vorrangig mit der Überprüfung von Mindeststandards für Instrumente und Methoden des RMS sowie des dazugehörigen Berichtswesens beschäftigt. Die Risikosituation und das Gesamtrisiko werden quartalsweise an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.


Ein Kernelement des Risikomanagements des Porsche AG Konzerns ist, dass Risiken über die eingerichteten, konzernweiten Berichtswege unverzüglich gemeldet bzw. aktualisiert werden können. Außerhalb des Regelprozesses gibt es einen anlassbezogenen Meldeprozess für eilbedürftigkeitspflichtige Risiken.


Ein eilbedürftigkeitspflichtiges Risiko liegt dann vor, wenn ein finanzielles Netto-Worst-Case-Potenzial über die gesamte Laufzeit des Risikos von größer gleich 1 Mrd. € für die Porsche AG oder 100 Mio. € für Tochtergesellschaften erreicht und die Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % in den nächsten zwei Jahren überschritten wird.


Der Porsche AG Konzern hat Mitarbeitende, die in den Risikomanagementprozess involviert sind, umfangreich qualifiziert und geschult. Dabei werden neben Pflichtschulungen auch freiwillige Schulungen zur Aktualisierung von Fachkenntnissen angeboten. Das zentrale Risikomanagement überprüft kontinuierlich den Trainingsfortschritt sowie den Abdeckungsgrad und berichtet diesen jährlich an das Risk Council.


Für die Dokumentation des konzernweiten RMS sowie zur Ausübung der Überwachungsfunktion existiert ein IT-System, das sämtliche Risikomanagement-prozesse abbildet. Es unterstützt die in den Risikomanagementprozess involvierten Mitarbeitenden bei der Durchführung der Risikomanagementprozesse und der Einhaltung der im Risikomanagement definierten Mindeststandards. Darüber hinaus unterstützt das zentrale Risikomanagement die beteiligten Mitarbeitenden über alle Phasen des Prozesses hinweg.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) des Porsche AG Konzerns, das ein wesentlicher Bestandteil des RMS ist, umfasst Prozesse, Richtlinien und Mechanismen, die die betrieblichen Abläufe, die finanzielle Berichterstattung sowie die Einhaltung von Gesetzen und (internen) Vorschriften sicherstellen und überwachen. Als zentrales Unternehmenssteuerungsinstrument trägt es dazu bei, die Transparenz innerhalb der Prozesse zu erhöhen, die notwendige Prozessstabilität zu gewährleisten und dafür Sorge zu tragen, dass die Verantwortlichkeiten klar zugeordnet sind. Dabei werden auch nachhaltigkeitsbezogene Aspekte berücksichtigt. Die Überwachung erfolgt mithilfe definierter Prozessrisiken, die durch wiederkehrende Kontrollhandlungen gesteuert werden.


Das IKS besteht aus verschiedenen Teilprozessen, die im Sinne eines Kreislaufs aufeinander aufbauen. Die definierten Prozessrisiken und Kontrollziele werden einmal im Jahr im Rahmen des Test of Design aktualisiert. Die Risikoeigentümer haben hierbei sicherzustellen, dass die dargestellten Prozessrisiken und Kontrollziele durch entsprechende Kontrollaktivitäten vollständig und wirksam abgedeckt werden.

Danach folgt die Prüfung der Funktionsfähigkeit der Kontrolle im Rahmen des jährlichen Test of Effectiveness. Der Umfang des Test of Effectiveness wird anhand verschiedener Kriterien risikoorientiert ermittelt.


Abschließend erfolgt die jährliche Berichterstattung zur Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS an Vorstand und Aufsichtsrat der Porsche AG. Daneben erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung im Risk Council über den aktuellen Umsetzungsstand der im Test of Effectiveness identifizierten Schwachstellen.

Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems und des Compliance-Management-Systems

Um die Wirksamkeit des RMS und des IKS sicherzustellen, werden im Rahmen der kontinuierlichen Überwachungs- und Verbesserungsprozesse Optimierungsbedarfe identifiziert und umgesetzt. Dabei werden interne sowie externe Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt. Dies gilt ebenfalls für das Compliance-Management-System der Porsche AG gemäß der Richtlinie Compliance Management, welches auf die Einhaltung der dort betrachteten relevanten rechtlichen Vorschriften und Regelungen abzielt und kontinuierlich unter Berücksichtigung interner sowie externer Anforderungen überwacht und risikoorientiert weiterentwickelt wird.


Die Ergebnisse des kontinuierlichen Überwachungs- und Verbesserungsprozesses des RMS/IKS münden in die jährliche Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat der Porsche AG.


Ebenso erfolgt eine quartalsweise Berichterstattung zur Risikosituation und einmal jährlich zu den Ergebnissen der IKS-Wirksamkeitsprüfung an Vorstand und Aufsichtsrat der Porsche AG. Zum Compliance-Management-System der Porsche AG wird regelmäßig sowie anlassbezogen an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.


Basierend auf diesen Berichtsinhalten liegen dem Vorstand und Aufsichtsrat der Porsche AG keine Hinweise vor, dass das RMS/IKS oder das Compliance-Management-System der Porsche AG im Geschäftsjahr 2025 in ihrer jeweiligen Gesamtheit nicht angemessen oder nicht wirksam gewesen wären.


Dessen ungeachtet gibt es inhärente Beschränkungen der Wirksamkeit eines jeden Kontroll- und Risikomanagementsystems bzw. Compliance-Management-Systems. Auch ein als angemessen und wirksam beurteiltes System kann beispielsweise nicht sicherstellen, dass alle tatsächlich eintretenden Risiken oder Rechtsverstöße vorab aufgedeckt werden oder jedwede Prozessstörung unter allen Umständen ausgeschlossen wird.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess 

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem zielt darauf ab, das Risiko von materiellen Falschaussagen in der Rechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung zu minimieren.


Das interne Kontrollsystem umfasst Methoden und Grundsätze sowie daraus abgeleitete Maßnahmen und Kontrollen, die eine vollständige, zeitnahe, einheitliche sowie korrekte Erfassung und Übermittlung der relevanten Informationen für den Einzel- und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht der Porsche AG sicherstellen.


Das Rechnungswesen des Porsche AG Konzerns ist grundsätzlich dezentral organisiert. Die Aufgaben des Rechnungswesens nehmen die konsolidierten Tochtergesellschaften überwiegend eigenverantwortlich wahr. Als Grundlage zur Sicherstellung einer einheitlichen Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften wird das IFRS-Bilanzierungshandbuch des Volkswagen Konzerns verwendet. Zusätzlich konkretisiert der Porsche AG Konzern diese Vorgaben durch Quartals- und Jahresabschlussanweisungen sowie weitere Regelungen zur Berichterstattung.


Zentrales Element des internen Kontrollsystems ist die regelmäßige Risikoanalyse und -bewertung, um bedeutsame Risiken für die Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse in den rechtlichen Einheiten des Porsche AG Konzerns und Zentralfunktionen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Dabei werden die einzubeziehenden Konzerngesellschaften im Rahmen eines quantitativen sowie risikoorientierten Verfahrens identifiziert. Die anschließende Definition und Implementierung von Kontrollen sowie deren Durchführung und Dokumentation erfolgen einheitlich gemäß konzernweiten Vorgaben. Das Kontrollsystem beinhaltet präventive und aufdeckende Kontrollen und ist bei den jeweiligen Konzernfunktionen und Gesellschaften in den rechnungsrelevanten Prozessen integriert.


Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips sind weitere Elemente des internen Kontrollsystems, die neben den Plausibilitäts- und Konsistenzkontrollen bei der Erstellung des Jahres- und des Konzernabschlusses der Porsche AG angewendet werden. Weitere Kontrollaktivitäten auf Konzernebene umfassen die Analyse und gegebenenfalls die Anpassung der Meldedaten der von Tochtergesellschaften vorgelegten Finanzabschlüsse sowie der durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen. Weiterhin werden im Porsche AG Konzern Datenanalysen genutzt, um etwaige Prozess- und Kontrollschwächen zu erkennen und zu beheben.


Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird durch standardisierte Verfahren systematisch bewertet. Dabei werden regelmäßig Tests auf Basis von Stichproben durchgeführt. Dies bildet die Grundlage für die Beurteilung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind.

Sofern im Rahmen der prozessintegrierten Kontrollen oder Wirksamkeitsprüfungen Schwächen identifiziert werden, ergreift der Porsche AG Konzern mitigierende Maßnahmen zur Beseitigung der Schwächen.


Die Standards des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sind konzernweit einheitlich definiert und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die relevanten Konzerngesellschaften bestätigen am Ende des jährlichen Zyklus die Umsetzung der konzernweiten Vorgaben. Die Ergebnisse aus dem rechnungslegungsbezogenen IKS werden an den Vorstand und Aufsichtsrat der Porsche AG berichtet.


Auf Basis der durchgeführten Kontrollen, Wirksamkeitstests und mitigierenden Maßnahmen für das Geschäftsjahr 2025 bewertet die Porsche AG das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als angemessen und wirksam.

Chancenmanagement

In einem dynamischen Marktumfeld geht es neben der effektiven Steuerung von Risiken bei unternehmerischen Entscheidungen auch um das bestmögliche Erkennen und die konsequente Realisierung von sich ergebenden Chancen.


Dabei orientiert sich das Chancenmanagement eng an den strategischen Zielsetzungen und ist integraler Bestandteil der operativen Aufbau- und Ablauforganisation in Verbindung mit den allgemeinen Planungs- und Steuerungsprozessen im Porsche AG Konzern. Dieses enthält unter anderem Erlös- und Kostenoptimierungen sowie Verbesserungen an den Produkten sowie Mobilitäts- und Finanzdienstleistungen. Der Porsche AG Konzern analysiert hierzu kontinuierlich das Umfeld seines Geschäftsmodells, um Trends (z. B. aus Markt, Technologie, Gesellschaft und Umwelt) sowie relevante Veränderungen von Schlüsselfaktoren frühzeitig erkennen zu können. Mithilfe von Szenarioanalysen werden – unter Einbezug der strategischen Unternehmensplanung, der betroffenen Geschäftseinheiten und des Controllings – die für das Geschäftsmodell relevanten Entwicklungen betrachtet und bewertet, um mögliche Auswirkungen für den Porsche AG Konzern abzuleiten.

Die Geschäftsbereiche leiten dabei kurz-, mittel- und langfristige Chancenpotenziale ab und operationalisieren diese entsprechend. Neben einer konsequenten Umsetzung seiner Strategie soll die langfristige Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Porsche AG Konzerns unter anderem durch weitere Effizienz- und Chanceninitiativen abgesichert werden. In der Ableitung konkreter Zielvorgaben aus den vorbeschriebenen Initiativen bieten sich weitere Potenziale zur Chancengenerierung.

Mit einer klaren Ausrichtung auf eine nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens wird der Porsche AG Konzern ziel- und chancenorientiert gesteuert.

Risiko- und Chancensituation zum 31. Dezember 2025

Grundsätzlich können aus den dargestellten und im Folgenden näher erläuterten Risikokategorien auch Chancen entstehen. Dies kann sich für den Porsche AG Konzern einerseits ergeben, wenn die real eintretenden Effekte besser als in den zugrunde gelegten Planungsannahmen bzw. antizipierten Prognosen ausfallen oder wenn sich zusätzliche positive Effekte in den vorgenannten Kategorien – bezogen auf die Wertschöpfungskette – erzielen lassen bzw. ergeben.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie die langfristigen Unternehmensrisiken des Porsche AG Konzerns bilden für die in den nachfolgenden Kategorien genannten Risiken und Chancen die maßgeblichen Rahmenbedingungen. Diese fließen als Prämisse in deren Beurteilung ein und werden nachfolgend dargestellt, bevor im weiteren Verlauf die konkrete Risiko- und Chancensituation innerhalb der jeweiligen Risikokategorien berichtet wird.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind von außergewöhnlichen Unsicherheiten geprägt. Handels- und geopolitische Spannungen, zunehmende protektionistische Tendenzen sowie ökologische Herausforderungen belasten die globale Wirtschaft in unterschiedlicher Intensität. Hinzu kommen eine hohe Verschuldung im privaten und öffentlichen Sektor, die die Wachstumsperspektiven trübt, sowie der demografische Wandel mit potenziell wachstumshemmender Wirkung. Volatile Finanzmärkte, erhöhte Wechselkursrisiken, schwankende Energie- und Rohstoffpreise sowie eine zwar rückläufige, aber weiterhin erhöhte Inflationsrate in Verbindung mit restriktiver Geldpolitik führen zu einem anhaltend hohen Zinsniveau und einer insgesamt abgeschwächten Wirtschaftsleistung.

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie weiterer relevanter Einflussfaktoren wurden im Rahmen des strategischen Risikomanagements Risiken identifiziert, die für die langfristige Ausrichtung des Porsche AG Konzerns von besonderer Bedeutung sind. Diese Risiken lassen sich zu übergeordneten Risikofeldern zusammenfassen, die die zentralen strategischen Herausforderungen des Unternehmens widerspiegeln.


Zu den wesentlichen strategischen Risiken zählt dabei die Sicherstellung einer wettbewerbsfähigen Produktentstehung und Kostenstruktur angesichts beschleunigter technologischer Entwicklungen. Verzögerungen oder veraltete Produktentwicklungen können die Innovationskraft und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Porsche AG Konzerns erheblich beeinträchtigen. Ebenso ist eine klare strategische Ausrichtung von entscheidender Bedeutung, um inkonsistente Entscheidungen und Risiken für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu vermeiden.


Darüber hinaus stellen geopolitische und wirtschaftliche Instabilitäten eine erhebliche Herausforderung dar. Zwischenstaatliche Konflikte, Engpässe in der Versorgung und Logistik durch geopolitische Maßnahmen sowie wirtschaftspolitische Eingriffe mit geostrategischem Hintergrund in einem zunehmend komplexen und regulierten Unternehmens- und Produktumfeld können Absatzmärkte und Lieferketten erheblich beeinflussen. Hinzu kommen Risiken in der globalen Wertschöpfungskette, die durch Abhängigkeiten und potenzielle Störungen die Versorgungssicherheit gefährden.


Zudem erfordern Veränderungen im Kundenverhalten, intensiver Wettbewerb und disruptive Geschäftsmodelle eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Marke und eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden. Andernfalls besteht das Risiko einer Beeinträchtigung der Markenstärke und der Marktposition des Porsche AG Konzerns.


Die zunehmende Digitalisierung bringt neben erheblichen Chancen auch Risiken mit sich. Dazu zählen Bedrohungen der IT-Sicherheit durch Cyberangriffe sowie die Komplexität und mögliche Verzögerungen bei der Umsetzung von Transformationsprojekten. Fehlgeschlagene Digitalisierungsinitiativen oder Sicherheitsvorfälle können die Effizienz, die Stabilität des Geschäftsbetriebs und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erheblich beeinträchtigen.


Des Weiteren sind die Sicherung von Fachkräften und die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur entscheidend für die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit des Porsche AG Konzerns. Das Risiko eines Fachkräftemangels sowie potenzielle Kompetenz- und Motivationsdefizite in der Belegschaft und eine nicht ausreichend agile Unternehmenskultur können die Umsetzung strategischer Ziele gefährden und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens schwächen.


Schließlich erhöhen Klimawandel, Ressourcenverbrauch und strengere regulatorische Anforderungen den Druck, Nachhaltigkeitsstrategien konsequent umzusetzen, um Kostenstrukturen zu sichern und die langfristige Leistungsfähigkeit des Porsche AG Konzerns zu gewährleisten.


Im Rahmen der Risikomitigation werden gezielt Maßnahmen identifiziert und umgesetzt, um die Resilienz des Porsche AG Konzerns gegenüber externen und internen Einflüssen nachhaltig zu stärken und seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.


Nachfolgend sind die konkreten wesentlichen Risiken der Dimension „operativ“ nach Risikokategorien für den Porsche AG Konzern zum 31. Dezember 2025 dargestellt. Auf Basis des Erwartungswertes innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums werden die wesentlichen Risiken je Kategorie aggregiert und für den Porsche AG Konzern als „gering“, „mittel“ oder „hoch“ klassifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt dabei die Einstufung der aggregierten Risiken in den jeweiligen Kategorien basierend auf den dargestellten Wertgrenzen. Dabei werden Änderungen der Risikoklassifizierung im Vergleich zum Vorjahr aufgezeigt.

Gesamtüberblick der Risiken im Porsche AG Konzern1

Risikokategorien
Klassifizierung der Risikohöhe
Veränderung zum Vorjahr

Absatzrisiken

Absatzrisiken

 

 

Handelshemmnisse

Handelshemmnisse

Hoch

Unverändert

Marktentwicklung

Marktentwicklung

Hoch

Unverändert

Versorgungsrisiken

Versorgungsrisiken

 

 

Einkauf, Qualität und Logistik2

Einkauf, Qualität und Logistik2

Hoch

Unverändert

Geopolitik

Geopolitik

Hoch

Unverändert

Entwicklungs- und Technologierisiken

Entwicklungs- und Technologierisiken

 

 

Technologieauswahl und Reifegrad

Technologieauswahl und Reifegrad

Gering

Reduziert

Entwicklungsaufwand und Ressourcen

Entwicklungsaufwand und Ressourcen

Gering

3

Personal-, Organisations- und Rechtsrisiken

Personal-, Organisations- und Rechtsrisiken

Personal

Personal

Gering

3

Produktion und Betrieb

Produktion und Betrieb

 Gering

 –3

Informationstechnologie

Informationstechnologie

Gering

Reduziert

Regulatorisches Umfeld

Regulatorisches Umfeld

Mittel

Reduziert

Rechtsstreitigkeiten

Rechtsstreitigkeiten

Gering

Unverändert

Steuern

Steuern

Gering

Unverändert

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Währungen

Währungen

Hoch

Gestiegen

Rohstoffe

Rohstoffe

Gering

Unverändert

Zinsen

Zinsen

Gering

Unverändert

Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken

Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken

Gering

Unverändert

1  Zum 31.Dezember 2025 differenziert der Porsche AG Konzern zwischen fünf Risikokategorien. Methodische Änderungen des Risikomanagementsystems

Zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse wurden die im Vorjahr quantifizierten Risiken in die neuen Risikokategorien überführt. Die dargestellten Veränderungen basieren auf inhaltlichen Entwicklungen und nicht auf Basis der methodischen Anpassung.

2  Zum 31. Dezember 2025 erfolgt lediglich eine namentliche Anpassung der Subkategorie „Einkauf, Qualität und Logistik“.

3  Zum 31. Dezember 2024 lagen keine wesentlichen Risiken innerhalb der dargestellten Subkategorie vor.

Der Klassifizierung der Risikohöhe in den Risikokategorien liegen nachfolgende Wertgrenzen zugrunde:

Klassifizierung
Risikohöhe

Gering

≤ 500 Mio. €

Mittel

> 500 Mio. € – 1 Mrd. €

Hoch

> 1 Mrd. €

Absatzrisiken und -chancen

Handelshemmnisse

Der Porsche AG Konzern sieht sich wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit Handelshemmnissen ausgesetzt. Dies betrifft dabei sowohl tarifäre Handelshemmnisse in Form von Zöllen sowie nichttarifäre Handelshemmnisse, beispielsweise Regulatorik zum Schutz einheimischer Produzenten bzw. die Einschränkung des internationalen Handels. Die Risiken in diesem Zusammenhang befinden sich unterhalb des Vorjahresniveaus, werden aber weiterhin als „hoch“ eingeschätzt.


Auf Basis der Freihandelsabkommen, die die EU mit verschiedenen Ländern geschlossen hat, können Porsche Fahrzeuge zollbegünstigt bzw. zollfrei unter Einhaltung der Local-Content-Kriterien in diese Länder importiert werden. Neue bzw. verschärfte Local-Content-Anforderungen verlangen eine laufende Anpassung der Kalkulationsprozesse. Werden die Local-Content-Vorgaben nicht erfüllt, besteht für den Porsche AG Konzern das Risiko, dass beim Import der Fahrzeuge der Regelzollsatz angewendet werden muss.


Das Risiko möglicher Importzollerhöhungen durch die USA bleibt grundsätzlich bestehen. Nachdem im Berichtsjahr Anpassungen der US-Importzollregelungen vorgenommen wurden, konnte durch die zugleich erzielten Annäherungen zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung das US-Zollrisiko im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden. Das US-Zollrisiko bleibt jedoch angesichts möglicher handelspolitischer Änderungen und der Erhebung von Strafzöllen weiterhin relevant. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wurden im Porsche AG Konzern vorbereitende Maßnahmen, unter anderem in Bezug auf die Preis- und Produktpolitik, entwickelt, die es ermöglichen, schnell und gezielt auf etwaige Veränderungen zu reagieren.


Vor dem Hintergrund eines handelspolitisch volatilen Umfelds ergeben sich zudem Absatzrisiken in Kanada, die durch gesamtwirtschaftliche Implikationen eines sich verändernden Zollumfelds, insbesondere infolge potenziell erhöhter US-Zölle, beeinflusst werden können.


Zudem ergeben sich weitere Absatzrisiken infolge des anhaltenden Handelskonflikts zwischen Europa, USA und China. Für den Porsche AG Konzern sind insbesondere Importbeschränkungen im US-Markt in Form von potenziellen Verboten hinsichtlich des Einsatzes bestimmter ausländischer Komponenten und Softwarelösungen von großer Bedeutung. Infolgedessen können Anpassungen in der Lieferkette erforderlich werden. Der Porsche AG Konzern überwacht die lokalen Entwicklungen im US-Markt fortlaufend und ergreift entsprechende präventive Maßnahmen, um die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit zu reduzieren. Durch die fortschreitende Risikomitigation konnte das Risiko im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden, ist aber nach wie vor wesentlich.


Im Kontext der steigenden Handelshemmnisse spielen außerdem Gesetze im Bereich Exportkontrolle, beispielsweise in China, eine wichtige Rolle für den Porsche AG Konzern. So können Komponenten und Materialien aus dem Ausland, die unter bestimmte Exportkontrollgesetze fallen, nicht oder nur eingeschränkt exportiert werden. Dies kann wesentliche Geschäftsvorgänge beeinträchtigen und sich negativ auf den Umsatz und die Reputation des Porsche AG Konzerns auswirken. Entsprechende Entwicklungen in diesem Zusammenhang werden laufend überwacht und bewertet.


Als Folge von Änderungen handelspolitischer Rahmenbedingungen können auch positive Ergebniseffekte für den Porsche AG Konzern entstehen. Potenziale für günstigere Herstellkosten oder auch die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen günstiger anzubieten, entstehen aus einem möglichen Abbau von tarifären Handelshemmnissen, Importbeschränkungen oder einer Herabsetzung direkter Verbrauchsteuern.

Marktentwicklung

Innerhalb der Kategorie „Absatzrisiken und -chancen“ werden die Risiken im Zusammenhang mit der Marktentwicklung für den Porsche AG Konzern analog dem Vorjahr als „hoch“ eingestuft.


Der Porsche AG Konzern ist weiterhin mit dem Risiko einer weiter sinkenden Nachfrage in China aufgrund des dort rückläufigen Markttrends im Luxussegment konfrontiert. Zudem sind im chinesischen Markt weiterhin eine zunehmende Wettbewerbsintensität, Lokalisierungsbestrebungen sowie strukturelle Veränderungen im Automobilsektor spürbar. Diese Risiken können sich auf die Absatzerwartungen im Markt China weiter auswirken. Die Marktsituation in China wird laufend verfolgt und in der Absatzplanung berücksichtigt. Infolge der Materialisierung des Absatzrisikos in China im Geschäftsjahr 2025 sowie einer an den Markt ausgerichteten und angepassten Absatzplanung hat sich das Risiko eines weiteren Absatzrückgangs innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums im Vergleich zum Vorjahr reduziert.


Im Rahmen der im Berichtsjahr beschlossenen Neuausrichtung der Produktstrategie des Porsche AG Konzerns wurde zudem das Produktportfolio marktorientiert angepasst. Der Porsche AG Konzern setzt auf ein flexibles Produktportfolio, das leistungsstarke Verbrenner, Plug-in-Hybride sowie die Elektromobilität integriert. Infolge dieser strategischen Neuausrichtung reduzieren sich die Risiken im Zusammenhang mit der verlangsamten Transformation der Absatzmärkte hin zur Elektromobilität im Vergleich zum Vorjahr.


Trotz der reduzierten Risikosituation bestehen weiterhin Absatz- und Kostenrisiken im Zusammenhang mit laufenden Produktentwicklungen und der Elektrifizierungsstrategie in der Transformation der Absatzmärkte hin zur Elektromobilität. Diese könnten sich unter anderem daraus ergeben, dass Entwicklungsprojekte bei veränderten Marktbedingungen als nicht mehr wirtschaftlich eingestuft werden. Darüber hinaus ist der Porsche AG Konzern Risiken ausgesetzt, die im Zusammenhang mit einer zurückhaltenden Marktakzeptanz sowie möglichen Abweichungen von Kundenanforderungen stehen. Auch die volatile Entwicklung der weltweiten politischen Rahmenbedingungen und Vorgaben in diesem Zusammenhang, wie beispielsweise die Reduktion oder der Wegfall von staatlichen Förderungen für Elektrofahrzeuge oder auch potenzielle Zulassungsverbote für Verbrennermodelle können die Erwartungen in den Absatzmärkten des Porsche AG Konzerns beeinträchtigen. Darüber hinaus ergeben sich Herausforderungen im Bereich der für die Elektromobilität erforderlichen Schnellladeinfrastruktur. Aufgrund einer nicht hinreichend ausgebauten Ladeinfrastruktur können potenzielle Absatzverluste bei den vollelektrischen Fahrzeugen auftreten.


Die Entwicklungs- und Technologierisiken im Zusammenhang mit der Transformation hin zur Elektromobilität werden im aktuellen Geschäftsjahr in der Kategorie „Entwicklungs- und Technologierisiken und -chancen“ dargestellt. Entwicklungs- und Technologierisiken und -chancen


Sollte sich darüber hinaus die Absatzsituation entgegen den getroffenen Annahmen dennoch positiver als dargestellt entwickeln, können sich hieraus auch Chancen im Rahmen zusätzlicher Ertragspotenziale ergeben. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund einer ausgewogenen regionalen Verteilung zu sehen, indem hierbei verstärkt der Fokus auch auf Übersee- und Wachstumsmärkte gelegt wird.


Zudem können sich der Ausbau der Marktanteile durch ein breites und junges Produktportfolio unterschiedlicher Antriebstechnologien sowie das Wachstum bestehender Geschäftsfelder vorteilhaft auswirken. Ferner kann die Markenstärke, in Verbindung mit der Innovationskraft, die Preisdurchsetzung und damit die Erschließung von Ertragspotenzialen stützen.

Versorgungsrisiken und -chancen

Einkauf, Qualität und Logistik

Im Porsche AG Konzern werden die Versorgungsrisiken innerhalb der Subkategorie „Einkauf, Qualität und Logistik“ weiterhin als „hoch“ eingeschätzt.


Dabei bestehen Risiken durch abgeflachte, verzögerte oder verschobene Fahrzeuganläufe aufgrund von Qualitäts- oder Terminproblemen in der Lieferkette. Auch bei bestehenden Fahrzeugmodellen kommt es im Rahmen dessen zu wesentlichen Risiken, die sich insbesondere aus dem wirtschaftlich steigenden Druck auf Zulieferer infolge der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung sowie des zunehmenden Wettbewerbs, beispielsweise aus China, ableiten. Der steigende Druck innerhalb der Zulieferindustrie kann zu potenziellen Insolvenzen oder Liquiditätsengpässen von Zulieferern führen, welche die Produktionsabläufe des Porsche AG Konzerns und damit die Lieferkettenstabilität negativ beeinflussen können. Dieses Risiko wird insbesondere durch die erhöhten Abhängigkeiten in der Lieferkette verstärkt. Zudem können sich mögliche Rückrufaktionen aufgrund von Qualitätsproblemen in der Lieferkette negativ auf den Porsche AG Konzern auswirken und zu Kosten- und Umsatzrisiken führen. Durch eine enge Überwachung der Lieferantenbeziehung können erforderliche Maßnahmen zur Risikosteuerung frühzeitig eingeleitet werden.


Des Weiteren ergeben sich wesentliche Risiken aufgrund von Betriebsunterbrechungen durch Klimagefahren in der Lieferkette. Im Zuge des Klimawandels kommt es dabei immer häufiger zu Extremwetterereignissen, welche den Betrieb von Zulieferern des Porsche AG Konzerns beeinträchtigen können. Diese Betriebsunterbrechungen können Lieferverzögerungen oder Produktionsausfälle verursachen oder zu einem Anstieg der Betriebskosten für den Porsche AG Konzern führen. Zur Risikosteuerung werden Lieferanten proaktiv auf physische Klimarisiken analysiert und Absicherungsstrategien mit den Lieferanten definiert.


Wesentliche Risiken können zudem bei der Bereitstellung von Software für Produkte und Konnektivitätsdienste für den Porsche AG Konzern entstehen. Ein mögliches Risiko ist die termingerechte Bereitstellung der Software in der geforderten Qualität. Dabei sind Wettbewerbsnachteile denkbar, sollten aufgrund von Qualitätsproblemen die Nachfrageanforderungen nicht erfüllt werden.


Ergänzend zu den im Softwareumfeld genannten Abhängigkeiten in der Lieferkette werden Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung und Technologie, insbesondere hinsichtlich der Auswahl und des Reifegrads von Softwarekomponenten und -plattformen, nun in der Kategorie „Entwicklungs- und Technologierisiken und -chancen“ dargestellt. Ebenso sind die im Vorjahr genannten Risiken hinsichtlich der Batteriezell- und Batteriemodulfertigung nun innerhalb dieser Kategorie verortet. Dabei handelt es sich um Risiken, welche sich auf die Phase vor Produktionsbeginn, also vor dem Start of Production (SOP), beziehen. Entwicklungs- und Technologierisiken und -chancen


Der Porsche AG Konzern ist zudem erhöhten Risiken aufgrund von Abhängigkeiten in der Lieferkette, insbesondere in der Region China, konfrontiert. Die Materialverfügbarkeit, beispielsweise im Bereich von Batterien oder Seltenen Erden, könnte dadurch zunehmend beeinträchtigt werden. Der Porsche AG Konzern arbeitet fortlaufend an Maßnahmen zur weiteren Absicherung der Lieferkette. Dabei wird die Versorgungssituation fortlaufend überwacht und präventive Maßnahmen, wie beispielsweise der Aufbau eines Bankings, zur Versorgungsabsicherung eingeleitet.

Die erhöhten Abhängigkeiten von der Region China werden für den Porsche AG Konzern im aktuellen Geschäftsjahr, insbesondere auch im Bereich der Halbleiterversorgung, spürbar. Aufgrund geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Restriktionen könnte die Materialverfügbarkeit und die Lieferkettenstabilität beeinträchtigt werden. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass die bestehenden Abhängigkeiten im Bereich der Halbleiter weiterhin eine strukturelle Risikokomponente darstellen. Mögliche Risiken können sich für den Porsche AG Konzern in Form von Produktionsunterbrechungen und somit auch Umsatzverlusten äußern. Die potenziellen Auswirkungen von Engpässen können beispielsweise durch längere Vorlaufzeiten in Planung und Beschaffung oder den Abschluss langfristiger Verträge abgemildert werden. Ein solches Absicherungskonzept wirkt sich dabei positiv auf die Lieferkettenstabilität aus.


Des Weiteren können Mehrkostenforderungen von Lieferanten, aufgrund unterschiedlicher Ursachen, zu Kostenrisiken im Hinblick auf Investitionen und Materialeinzelkosten führen. Solche Ursachen ergeben sich insbesondere aus strukturellen Anpassungen innerhalb der Branche. Einzelne Lieferanten können dabei zusätzliche Kosten geltend machen, wenn sie ihre Kostenstrukturen an veränderte Rahmenbedingungen anpassen müssen. Eine konsequente Überwachung durch projektbezogenes Monitoring sowie frühzeitiges Gegensteuern, beispielsweise durch Verhandlungen in der Beschaffung, tragen wesentlich zur Risikominderung bei.


Chancen können sich hierbei grundsätzlich ergeben, sofern sich entgegen der aktuellen Einschätzungen die Versorgungssituation und die damit einhergehenden Auswirkungen positiver entwickeln bzw. eine Normalisierung früher als antizipiert eintreten sollte.

Zudem können sich wesentliche Chancen durch mögliche weitere Synergien bei neuen Fahrzeugarchitekturen innerhalb des Porsche AG Konzerns, aber auch im Verbund mit dem Volkswagen AG Konzern sowie aus technologischen Innovationen ergeben. Diese Synergie- und Innovationseffekte betreffen insbesondere die Bereiche Entwicklung, Beschaffung und Produktion. Des Weiteren können Chancen aus Programmen zu Produktkosten- und Prozessoptimierungen zur Verwirklichung von Ertragspotenzialen in diesem Zusammenhang beitragen.


Darüber hinaus können im Rahmen der Kreislaufwirtschaft die Wiederaufbereitung von Fahrzeugteilen sowie die Rückgewinnung von Rohstoffen wie Nickel, Kobalt, Lithium und Mangan aus Hochvoltbatterien finanzielle Vorteile und Chancen für den Porsche AG Konzern bieten. Durch das Schließen von Rohstoffkreisläufen wird der Porsche AG Konzern unabhängiger von volatilen Rohstoffmärkten und kann so Risiken durch geopolitische Instabilität im Zusammenhang mit der Rohstoffverfügbarkeit reduzieren.

Geopolitik

Mögliche Risiken im Rahmen von geopolitischen Ereignissen können sich verstärkt aus dem anhaltenden Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie den Spannungen im asiatischen Raum ergeben. Der Porsche AG Konzern ist in den betroffenen Regionen mit möglichen Absatzverlusten und der Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten oder Sublieferanten konfrontiert. Zudem können entgegenstehende Sanktionsgesetze zu einer Verschärfung der Risikosituation führen. Geopolitische Entwicklungen in diesem Zusammenhang werden dabei fortlaufend überwacht, um gezielte Risikosteuerungsmaßnahmen, wie beispielsweise den Aufbau eines Bankings, frühzeitig einzuleiten.


Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten können direkt und indirekt negative Auswirkungen auf die unternehmerische Tätigkeit im Porsche AG Konzern haben. Dazu können auch zeitweise Störungen wichtiger Seewege zählen, die sich beispielsweise auf die Lieferketten auswirken können. Der Porsche AG Konzern hat präventive Risikosteuerungsmaßnahmen aufgesetzt, wie beispielsweise die Absicherung alternativer Logistikrouten.


Aufgrund des weiterhin angespannten geopolitischen Umfelds sind die Risiken in diesem Zusammenhang für den Porsche AG Konzern weiterhin als „hoch“ einzustufen.


Sollten sich entgegen der bisherigen Planungs- und Prognoseannahmen die geopolitischen Spannungen in den vorgenannten Regionen abschwächen oder auflösen, könnte dies dazu führen, dass sich die Effekte auf die Weltwirtschaft – unter anderem aus weiter zurückgehenden Inflationsraten, ein weiter sinkendes Zinsniveau, aber auch die Absatzsituation generell sowie die Herausforderungen in den entsprechenden Märkten – positiv auswirken und sich hieraus möglicherweise sogar Chancen auf der Umsatz- bzw. Kostenseite für den Porsche AG Konzern ergeben.

Entwicklungs- und Technologierisiken und -chancen

Technologieauswahl und Reifegrad

Die Risiken im Zusammenhang mit der Batteriezell- und Batteriemodulentwicklung sowie der Auswahl und des Reifegrads von Softwarekomponenten und -plattformen wurden im Vorjahr den Kategorien „Versorgungsrisiken und -chancen“ sowie „Absatzrisiken und -chancen“ zugeordnet. Im aktuellen Geschäftsjahr werden Risiken, welche sich auf die Phase vor dem Produktionsbeginn – also vor dem Start of Production (SOP) – beziehen der Risikokategorie „Entwicklungs- und Technologierisiken und -chancen“ zugeordnet.


Im Bereich der Batteriezell- und Batteriemodulentwicklung sieht sich der Porsche AG Konzern grundsätzlich mit Risiken im Zusammenhang mit dem Reifegrad konfrontiert. Dazu zählen insbesondere die Komplexität und Stabilität der Fertigungsprozesse, die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit der Batteriezellen sowie die Einhaltung dynamischer technischer und regulatorischer Vorgaben. Instabile oder noch nicht vollständig ausgereifte Fertigungstechnologien bei Lieferanten können die Qualität und Verfügbarkeit der Komponenten beeinträchtigen. Dies kann Termin-, Qualitäts- und Kostenrisiken nach sich ziehen. Zudem kann sich der zeitverzögerte Einsatz neuer Technologien im Bereich der Elektromobilität negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Porsche AG Konzerns auswirken. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Porsche AG Konzerns im Geschäftsjahr 2025 und der marktorientierten Anpassung des Produktportfolios wurden die geplanten Plattformen für Elektrofahrzeuge neu terminiert. Dadurch reduzieren sich die Risiken im Bereich der Batteriezell- und Batteriemodulentwicklung und werden innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums nicht mehr als wesentlich eingestuft.


Zudem ergeben sich Risiken aus der Auswahl und dem Reifegrad von Softwarekomponenten und -plattformen. Verzögerungen bei wichtigen Entwicklungsentscheidungen können auftreten, wenn neue Komponenten eingeführt oder bestehende Systeme und Plattformen angepasst werden. Demzufolge können Projektmeilensteine nicht oder nur verzögert gehalten werden, was sich terminlich auf die Fahrzeuganläufe auswirken kann. Gleichzeitig muss ein lizenzkonformer Einsatz von Open-Source-Software sichergestellt werden. Eine Nichtkonformität kann zusätzliche rechtliche und technische Risiken verursachen, Verzögerungen in der Entwicklung und Integration der Systeme in Fahrzeugprojekte nach sich ziehen und letztlich zu erhöhten Kosten führen. Durch eine frühzeitige und systematische Identifikation technologischer Schwachstellen sowie ein enges Monitoring der Entwicklungsprozesse und Lieferantenbeziehungen steuert der Porsche AG Konzern die zuvor genannten Risiken und sichert den Fahrzeuganlauf bestmöglich ab.


Die Risiken in der Subkategorie „Technologieauswahl und Reifegrad“ werden für den Porsche AG Konzern als „gering“ eingeschätzt und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Entwicklungsaufwand und -Ressourcen

Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2025 beschlossenen strategischen Neuausrichtung der Produktstrategie des Porsche AG Konzerns ergeben sich zusätzliche Investitionen, unter anderem aufgrund der Weiterentwicklung des Produktportfolios. Diese sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zunehmend stärken und zur langfristigen Ertragskraft und Resilienz beitragen. Im Zuge dessen sieht sich der Porsche AG Konzern mit Kostenrisiken im Bereich Forschung und Entwicklung konfrontiert. Durch ein etabliertes Monitoring werden die F&E-Kosten fortlaufend überwacht, Abweichungen frühzeitig identifiziert und durch gezielte Maßnahmen gesteuert. Die Risikosituation in der Subkategorie „Entwicklungsaufwand und Ressourcen“ wird für den Porsche AG Konzern als „gering“ eingeschätzt.

Personal- Organisations- und Rechtsrisiken und -chancen

Innerhalb der Kategorie „Personal-, Organisations- und Rechtsrisiken und -chancen“ werden die im Vorjahr betrachteten Kategorien „Operative Risiken und Chancen“ inklusive der zugehörigen Subkategorien sowie die „Personalrisiken und -chancen“ zusammengefasst.

Personal

Im Zuge der Anpassungen der Unternehmensorganisation besteht das Risiko, dass wertvolles Wissen und Know-how im Porsche AG Konzern nicht in ausreichendem Umfang dokumentiert wird und damit verloren geht. Dies kann sich negativ auf Prozesseffizienz, Qualität und Stabilität der Unternehmensabläufe auswirken. Durch etablierte Maßnahmen, insbesondere im Rahmen des Transformationsmanagements, sowie gezielte Aktivitäten zum Wissenstransfer und zur Nachfolgesicherung, wird dem Risiko proaktiv entgegengewirkt. Das Risiko wird dabei als „gering“ eingeschätzt.

Produktion und Betrieb

Die Risikosituation in der Subkategorie „Produktion und Betrieb“, welche potenzielle Störungen in der Produktion sowie Betriebsrisiken aus täglichen Geschäftsaktivitäten umfasst, wird als „gering“ eingestuft.


Dabei sieht sich der Porsche AG Konzern Risiken hinsichtlich möglichen Produktionsunterbrechungen in den Werken gegenüber, welche sich auf Basis infrastrukturbedingter Störungen ergeben können. Zudem bestehen Risiken im Zusammenhang mit schwerwiegenden Havarien beim Fahrzeugtransport über den Seeweg, etwa durch Extremwettereignisse, technische Defekte oder weitere externe Einflüsse. Auch potenzielle Mehrkosten auf Basis verschärfter Vorschriften für den Transport von vollelektrischen Fahrzeugen werden im Zuge dessen bewertet. Zur Risikosteuerung werden die Risiken und die dazugehörigen Prozesse kontinuierlich geprüft und identifizierte Verbesserungspotenziale gezielt umgesetzt.

Informationstechnologie

Im Porsche AG Konzern spielen zudem die Risiken im Zusammenhang mit der Informationstechnologie im Bereich Business Continuity Management eine wesentliche Rolle. Die Geschäftsprozesse des Unternehmens sind stark von Informationstechnologien abhängig, was einen bedeutenden Risikofaktor darstellt. Es bestehen somit Ausfallrisiken, insbesondere in der Produktion aufgrund unvorhergesehener Ereignisse wie beispielsweise Cyber-Angriffe. Dabei ist der Porsche AG Konzern mit Risiken einer möglichen Datenverschlüsselung oder Datenschutzrisiken konfrontiert. Die präventive Absicherung der kritischen IT-Ressourcen und Applikationen erfolgt über das Business Continuity Management System.


Aufgrund von fortlaufenden Maßnahmen im Bereich der Informationssicherheit verringerten sich die Risiken im Vergleich zum Vorjahr und werden auf Basis des Erwartungswerts als „gering“ eingeschätzt. Das Themenfeld bleibt dabei allerdings weiterhin ein wesentlicher Risikofaktor und damit ein zentraler Bestandteil der konzernweiten Risikoüberwachung, da potenzielle Ereignisse in einem Worst-Case-Szenario weiterhin erhebliche Auswirkungen entfalten könnten.

Regulatorisches Umfeld

Der Porsche AG Konzern ist im Rahmen eines weltweit zunehmend unbeständigen regulatorischen Umfelds mit strengen Sicherheitsanforderungen konfrontiert. Diese ergeben sich beispielsweise aus Anforderungen an fahrzeugbezogene Ausstattungsmerkmale, die bestimmten, festgelegten Standards entsprechen müssen und je nach Absatzmarkt variieren können.

Zudem ergeben sich Risiken im Rahmen vorgegebener Emissionsstandards, wie beispielsweise in China, deren Nichterfüllung zu wesentlichen Risiken führen kann, etwa in Form von möglichen Zulassungsverboten.


Auch die Einführung oder Verschärfung von regulatorischen Vorgaben bezüglich der CO₂-Grenzwerte für Flottenemissionen, welche den Kraftstoffverbrauch und den CO₂-Ausstoß von Pkw-Flotten reduzieren sollen, birgt ein wesentliches Risiko für den Porsche AG Konzern. Aufgrund der Nachfrage und der Entwicklung der Elektromobilität in den Absatzmärkten kann sich beispielsweise eine Abweichung der CO₂-Flottenemissionen von der gesetzlichen Zielvorgabe ergeben. Eine entsprechende Verfehlung kann dabei zu Strafzahlungen und Reputationsschäden führen. Zudem besteht das Risiko, dass Fahrzeuge, welche die festgelegten Grenzwerte überschreiten, in den betroffenen Absatzmärkten nicht zugelassen werden dürfen.


Zudem ist der Porsche AG Konzern durch staatliche Regulierungen zum Schutz von Menschenrechten weiterhin hohen regulatorischen Anforderungen ausgesetzt. Dies erfordert eine höhere Transparenz in den internationalen Lieferketten. Ein möglicher Verstoß gegen diese Vorgaben kann bis hin zu Importverboten für Produkte führen, die entweder selbst oder hinsichtlich enthaltener Teile im Verdacht stehen, Menschenrechte zu verletzen.


Darüber hinaus bestehen regulatorische Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Lieferketten, insbesondere in Bezug auf Umwelt- und Sorgfaltspflichten. Auch hier ist eine höhere Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich. Eine Nichterfüllung dieser Pflichten kann behördliche Sanktionen, Strafzahlungen sowie Reputationsschäden nach sich ziehen.


Im Rahmen des regulatorischen Umfelds kann es dabei im Porsche AG Konzern zu einem hohen Aufwand für die Einhaltung der weltweiten Vorgaben innerhalb der Lieferkette, Beschaffung sowie Produktentwicklung, der Produktion und des Vertriebs von Fahrzeugen und deren Ersatzteilen oder zu steigenden direkten Materialkosten führen. Auch die notwendige weltweite Rechtsüberwachung ist komplex und birgt das Risiko von Nichtkonformitäten über Bußgeldzahlungen bis hin zu möglichen Absatzverlusten.


Durch die fortschreitende Risikomitigation und die Berücksichtigung möglicher negativer Effekte im Rahmen der Prognose und Planungsannahmen des Porsche AG Konzerns haben sich die Risiken der Subkategorie „Regulatorisches Umfeld“ gegenüber dem Vorjahr reduziert und werden als „mittel“ klassifiziert.


Den Herausforderungen des komplexen regulatorischen Umfelds begegnet der Porsche AG Konzern, indem er kontinuierlich ein umfassendes regulatorisches Monitoring betreibt, Projekte und Maßnahmen zur Überwachung von internationalen und länderspezifischen Standards sowie Regularien umsetzt und deren Fortschritt stetig überprüft.


In Bezug auf das regulatorische Umfeld können sich Chancen, die die Ertragslage des Porsche AG Konzerns nachhaltig positiv beeinflussen können, dann ergeben, wenn sich die getroffenen Planungs- und Prognoseannahmen positiver als angenommen entwickeln.

Rechtsstreitigkeiten

Der Porsche AG Konzern ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeit im nationalen und internationalen Bereich an einer Vielzahl von Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren beteiligt, woraus sich wesentliche Risiken ergeben können. Diese Rechtsstreitigkeiten und Verfahren treten unter anderem im Verhältnis zu oder im Zusammenhang mit Arbeitnehmern, Behörden, Dienstleistungen, Händlern, Investoren, Kunden, Lieferanten oder anderen Vertragspartnern auf. Infolgedessen können sich finanzielle Verpflichtungen wie Bußgelder oder Schadensersatzforderungen ergeben und kostenintensive Maßnahmen erforderlich werden. Dabei ist es häufig nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, die objektiv drohenden Auswirkungen konkret einzuschätzen.


Darüber hinaus können sich Risiken im Zusammenhang mit der Einhaltung von gesetzlichen Anforderungen ergeben. Dies gilt insbesondere im Falle von Wertungsspielräumen, bei denen es zu abweichenden Auslegungen durch den Porsche AG Konzern und die jeweils zuständigen Behörden kommen kann. Aus Interaktionen mit Behörden, Ansprüchen wegen Verletzung geistiger Eigentumsrechte oder strafrechtlich relevanten Handlungen Einzelner können weitere Risiken entstehen.


Die oben genannten Risiken werden für den Porsche AG Konzern analog dem Vorjahr als „gering“ bewertet.


Sollte die Beurteilung von Rechtstreitigkeiten beispielsweise durch eine positive Rechtsprechung zugunsten des Porsche AG Konzerns ausfallen, können sich bezogen auf die bereits gebildeten Rückstellungen auch Chancen für das Ergebnis des Porsche AG Konzerns ergeben.

Weitere Informationen können den Ausführungen zu den Rechtsstreitigkeiten im Konzernanhang entnommen werden. Konzernanhang – 40. Rechtsstreitigkeiten

Steuern

Neue steuergesetzliche Anforderungen im In- und Ausland stellen mögliche Risiken für den Porsche AG Konzern dar und erfordern eine laufende Anpassung der relevanten Deklarationsprozesse. Risiken einer Doppelbesteuerung aus grenzüberschreitenden, konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig durch Advanced Pricing Agreements oder durch sonstige bilaterale Verfahren reduziert oder beseitigt. Steuerliche Risiken aus Betriebsprüfungen sowie deren Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden fortlaufend und eng überwacht. Für mögliche künftige Steuernachzahlungen und für in diesem Zusammenhang anfallende steuerliche Nebenleistungen wurden Rückstellungen oder Verbindlichkeiten passiviert. Durch die systematische Weiterentwicklung des implementierten Tax Compliance Management System (Tax CMS) werden diese Risiken, welche für den Porsche AG Konzern analog dem Vorjahr als „gering“ eingeschätzt werden, nachhaltig überwacht und gemanagt.


Sollte die Beurteilung steuerlicher Sachverhalte beispielsweise durch die Änderung der Rechtsprechung zugunsten des Steuerpflichtigen und somit zum Vorteil für den Porsche AG Konzern ausfallen, können sich bezogen auf die bereits gebildeten Rückstellungen auch Chancen für das Ergebnis des Porsche AG Konzerns ergeben.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Währungen

Der Porsche AG Konzern führt als international agierendes Unternehmen Transaktionen in unterschiedlichen Währungen durch, wodurch sich Währungsrisiken ergeben können. Wesentliche Risiken im Segment Automobile resultieren insbesondere aus der Tatsache, dass der Porsche AG Konzern hauptsächlich in Ländern des Euroraums produziert, wodurch die Kostenbasis im Wesentlichen in Euro ist. Als international agierender Automobilkonzern fallen die Erlöse aus Fahrzeugverkäufen jedoch zu einem großen Teil in Fremdwährungen an. Diese Währungsrisiken werden durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren in Teilen abgesichert. Der jährliche Absicherungsgrad nimmt dabei im Verlauf des RMS-Betrachtungszeitraums ab. Als Sicherungsinstrumente kommen im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen zum Einsatz. Das Volumen der Kurssicherungsgeschäfte wird auf Basis der geplanten Absatzzahlen unter Berücksichtigung der Beschaffungsumfänge in den jeweiligen Fremdwährungen ermittelt.


Insbesondere aufgrund der Abwertung wesentlicher Fremdwährungen, wie des US-Dollars und des chinesischen Renminbis, haben sich die Währungsrisiken für den Porsche AG Konzern im Vergleich zum Vorjahr erhöht und werden nun als „hoch“ eingestuft.

Rohstoffe

Risiken in Bezug auf Rohstoffe im Segment Automobile bestehen unter anderem im Hinblick auf deren Preisentwicklung. Mögliche Risiken aus der Rohstoffpreisentwicklung werden fortlaufend analysiert, um bei etwaigen Veränderungen im Markt umgehend reagieren zu können. Rohstoffpreisrisiken für Rohstoffe, wie beispielsweise Aluminium, Kupfer, Nickel, Kobalt und Lithium-Hydroxid, werden durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten für einen Zeitraum von mehreren Jahren teilweise abgesichert. Der jährliche Absicherungsgrad nimmt dabei im Verlauf des RMS-Betrachtungszeitraums ab. Als Sicherungsinstrumente kommen Averaging Swaps zum Einsatz. Das Volumen der Sicherungsgeschäfte wird auf Basis des geplanten Rohstoff-Exposure in den jeweiligen Beschaffungsverträgen ermittelt. Die Risiken innerhalb der Subkategorie „Rohstoffe“ werden im Porsche AG Konzern weiterhin als „gering“ eingeschätzt.

Zinsen

Im Porsche AG Konzern ergeben sich Zinsrisiken im Segment Automobile aus Änderungen der Marktzinssätze, vor allem bei mittel- und langfristig verzinslichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Variabel verzinsliche Positionen werden durch den Abschluss von Zinsswaps teilweise abgesichert. Die dargestellten Zinsrisiken werden dabei analog dem Vorjahr als „gering“ eingestuft.

Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalanlage der überschüssigen Liquidität sowie Beteiligungsrisiken sind innerhalb der sonstigen finanzwirtschaftlichen Risiken verortet. Die Risiken dieser Subkategorie werden im Porsche AG Konzern im aktuellen Geschäftsjahr weiterhin als „gering“ bewertet.


In Bezug auf die Kapitalanlage der überschüssigen Liquidität ergeben sich im aktuellen Geschäftsjahr wesentliche Schwankungs- und Verlustrisiken aufgrund von Wertveränderungen im Anteilspreis von erworbenen Spezialfonds. Diese resultieren aus Preisschwankungen der in Fonds gehaltenen Anlagen.


Die im Porsche AG Konzern gehaltenen Beteiligungen werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit geprüft, wobei unter anderem Beteiligungen im Batterie- und Konnektivitätsumfeld von großer Bedeutung sind. Im Zuge der beschlossenen strategischen Neuaufstellung der Batterieaktivitäten im Porsche AG Konzern sind die im Vorjahr berichteten Risiken in Form von außerplanmäßigen Wertminderungen eingetreten. Dadurch hat sich die Risikosituation in diesem Umfeld zum 31. Dezember 2025 reduziert.


Sollten sich die Marktpreise in Bezug auf das Währungs-, Zins-, Rohstoffpreis- und Kapitalanlageniveau im Vergleich zu den aktuellen unterstellten Planungs- und Prognoseprämissen positiv entwickeln, können sich hieraus auch entsprechende Chancen für den Porsche AG Konzern ergeben.

Nichtfinanzielle Risiken

Entsprechend § 289 c HGB erfolgt im Berichtsprozess eine Überprüfung von Chancen und Risiken mit Auswirkungen auf die im Gesetz genannten nichtfinanziellen Aspekte. Wesentliche Chancen und Risiken im Sinne dieses Gesetzes sind dabei solche, die mit der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und den Produkten und Dienstleistungen des Porsche AG Konzerns verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte entsprechend dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) haben können. Im Berichtsjahr wurden im Porsche AG Konzern keine nichtfinanziellen Risiken, die mit den Anforderungen des § 289 c HGB einhergehen, identifiziert.

Gesamtbetrachtung der Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für den Porsche AG Konzern aus den zuvor dargestellten Risiko- und Chancenkategorien. Zur frühzeitigen Identifikation und Steuerung dieser Risiken ist ein umfassendes RMS etabliert. Die Risikosituation innerhalb des RMS-Betrachtungszeitraums ist insbesondere durch ausgeprägte Abhängigkeiten in der Lieferkette sowie das weiterhin angespannte geopolitische Umfeld geprägt. Zudem sind weiterhin hohe Handelshemmnisse, vor allem durch US-Zollrisiken, spürbar. Diese Risiken, welche den für den Porsche AG Konzern bedeutenden Absatzmarkt in den USA betreffen, können sich im Zusammenspiel mit einem schwächeren US-Dollar spürbar auf die Profitabilität des Konzerns auswirken. Darüber hinaus bestehen Herausforderungen im Umfeld der Marktentwicklung. Nach den zum Abschlussstichtag bekannten Informationen und Einschätzungen ist eine Gefährdung des Fortbestands des Porsche AG Konzerns hinreichend unwahrscheinlich.

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