Porsche AG HGB Abschluss (Kurzfassung)
Ertragslage
Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr von 30.795 Mio. € um 16,0 % auf 25.879 Mio. € rückläufig. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einem niedrigeren Absatz.
Den Umsatzerlösen standen im Wesentlichen Materialaufwendungen in Höhe von 16.608 Mio. € (2024: 18.500 Mio. €), Personalaufwand in Höhe von 2.743 Mio. € (2024: 3.070 Mio. €) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 5.936 Mio. € (2024: 4.840 Mio. €) gegenüber. Die im Geschäftsjahr 2025 beschlossene Neuausrichtung der Produktstrategie, welche die Markteinführung bestimmter vollelektrischer Fahrzeugmodelle zu einem späteren Zeitpunkt vorsieht, beinhaltet ebenfalls die Neuterminierung der Entwicklung der geplanten neuen Plattform für Elektrofahrzeuge für die 2030er Jahre. Aus dieser Neuterminierung ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie Rückstellungen für ausstehende Verpflichtungen, die das Ergebnis der Porsche AG belasten.
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1.562 Mio. € (2024: 2.337 Mio. €.) entfielen 151 Mio. € (2024: 136 Mio. €) auf Währungskursgewinne sowie 879 Mio. € (2024: 628 Mio. €) auf Erträge aus der Bewertung von Derivaten.
Der Materialaufwand entfällt auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 13.920 Mio. € (2024: 15.413 Mio. €) und auf Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 2.692 Mio. € (2024: 3.087 Mio. €). Der im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportionale Rückgang um 10,2 % ergibt sich durch gestiegene Materialkosten pro Fahrzeug, insbesondere bedingt durch Veränderungen im Produktmix sowie Lieferantenmehrkosten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 5.936 Mio. € (2024: 4.840 Mio. €) waren Währungskursverluste von 346 Mio. € (2024: 131 Mio. €) enthalten. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus außergewöhnlichen Aufwendungen in Höhe von 855 Mio. € im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Produktstrategie. Der Rückgang der Personalaufwendungen um 327 Mio. € auf 2.743 Mio. € ist im Wesentlichen bedingt durch einen Rückgang der Bonus- und Sonderzahlungsaufwendungen sowie eine rückläufige Mitarbeiterzahl.
Das Beteiligungsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr von 535 Mio. € auf 749 Mio. € angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 1.318 Mio. € (2024: 372 Mio. €), bedingt durch die Ergebnisabführung der Porsche Nordamerika Holding GmbH, Ludwigsburg, in Höhe von 794 Mio. € (2024: 3 Mio. €). Gegenläufig ergaben sich Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 481 Mio. € (2024: 206 Mio. €), sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen von 166 Mio. € (2024: 73 Mio. €), welche in Höhe von 117 Mio. € auf die Anteile an der V4Smart GmbH & Co. KG, Nördlingen, entfallen.
Im negativen Zinsergebnis von 6 Mio. € (2024: 16 Mio. €) waren im Wesentlichen Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen, Zinsaufwendungen aus der Verzinsung langfristiger Rückstellungen sowie Zinsaufwendungen für die ausgegebenen Schuldscheindarlehen enthalten.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Geschäftsjahr 2025 belaufen sich auf 129 Mio. € (2024: 1.135 Mio. €). Die niedrige Steuerquote in Höhe von 11,2 % (2024: 21,3 %) ist im Wesentlichen auf steuerfreie Dividenden im ertragsteuerlichen Organkreis zurückzuführen.
Der Jahresüberschuss vor Gewinnverwendung beläuft sich auf 1.006 Mio. € (2024: 4.175 Mio. €).
