Souveräner Start-Ziel-Sieg für den Porsche 963 auf der Road America

Porsche Penske Motorsport feiert den zweiten Triumph mit dem Porsche 963. Im Rennen über 2:40 Stunden auf der Road America fuhr die Startnummer 7 einen souveränen Sieg ein. Die beiden Werksfahrer Matt Campbell aus Australien und Felipe Nasr aus Brasilien hielten die Führung im achten Saisonrennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship vom Start bis ins Ziel. Das Schwesterauto mit Nick Tandy aus Grossbritannien und Mathieu Jaminet aus Frankreich hatte grosses Pech: Nach einem Reifenschaden in der Frühphase erreichte die Nummer 6 das Ziel auf Rang sieben. Die Kundenteams JDC-Miller MotorSports und Proton Competition zeigten auf den Positionen fünf und acht eine starke Vorstellung. In den GT-Klassen blieben die fünf Porsche 911 GT3 R erneut ohne Chance auf einen Podestplatz.

Rennen

Das achte Saisonrennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship im US-Bundesstaat Wisconsin begann für das Team Porsche Penske Motorsport mit einer Überraschung: Weil der für die Pole Position qualifizierte Cadillac nach einem Unfall im Warmup nicht rechtzeitig in der Startaufstellung erschien, durfte Matt Campbell vom ersten Platz losfahren. Der Australier war in seinem Stint nicht zu bremsen. Bereits nach drei Runden betrug sein Vorsprung an der Spitze über vier Sekunden. Den Abstand auf die Verfolger baute Campbell anschliessend auf deutlich über zehn Sekunden aus, bevor er das Auto an Teamkollege Felipe Nasr übergab. Der Brasilianer verteidigte in der Folge die Spitze jederzeit souverän. Am Ende brachte er den Hybrid-Prototypen aus Weissach mit einem Vorsprung von 4,635 Sekunden über den Zielstrich.

Das Schwesterauto mit der Startnummer 6 konnte das enorme Potenzial des Porsche 963 nur in der ersten halben Stunde aufzeigen. Nick Tandy arbeitete sich in der Frühphase konsequent bis auf den vierten Platz nach vorn, dann folgte der entscheidende Rückschlag: Reifenschaden hinten rechts. Der Brite musste sein Fahrzeug vorsichtig und in langsamer Fahrt zum unplanmässigen Boxenstopp manövrieren. Insgesamt gingen dabei rund zwei Minuten verloren. Aufgrund ausbleibender Gelbphasen in einem jederzeit spannenden Rennen liess sich dieser Rückstand nicht mehr aufholen. Am Ende rangierten Tandy und Teamkollege Jaminet auf Position sieben.

Porsche 963, Porsche Penske Motorsport (#6), Nick Tandy (UK), Mathieu Jaminet (F), IMSA, Road America, 2023, Porsche AG
Der Porsche 963 mit der Nummer 6

„Gratulation an die gesamte Mannschaft und unsere Fahrer: Das war eine blitzsaubere Teamleistung“, freut sich Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Nach einem schwierigen ersten Trainingstag haben wir mit vereinten Kräften das Ruder herumgerissen und das hohe Potenzial des Porsche 963 im Qualifying und im Rennen abgerufen. Dies ist dank der perfekten Zusammenarbeit der Mannschaft vor Ort und der Crew in Weissach gelungen. Es war eine starke Leistung von allen. Auch unsere Startnummer 6 hatte ein grossartiges Tempo. Leider zerstörte ein Reifenschaden alle Hoffnungen – so läuft es manchmal im Motorsport. Kompliment auch an unsere Kundenteams in der GTP-Klasse, die hier eine saubere Performance und schnelle Rundenzeiten gezeigt haben.“

„Es war eine richtig gute Leistung von allen Beteiligten“, fasst Jonathan Diuguid zusammen. Der Leitende Direktor Porsche Penske Motorsport ergänzt: „Am Freitag fehlte uns das notwendige Tempo, aber das Team hat mit vereinten Kräften daran gearbeitet, eine solch gute Performance im Rennen zu zeigen, wie wir sie heute gesehen haben. Beide Autos waren richtig schnell. Unsere Startnummer 6 fiel leider durch einen Reifenschaden früh zurück, hat es aber immerhin aus eigener Kraft wieder zurück in die Führungsrunde geschafft. Am Steuer der Nummer 7 lieferten Matt und Felipe einen perfekten Job ab. Das hat uns den Sieg gebracht. Nun haben wir mit beiden Autos jeweils ein Rennen gewonnen. Das ist sehr gut. Zudem konnten wir in der Herstellermeisterschaft etwas Boden gutmachen.“

Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport, IMSA, Road America, 2023, Porsche AG
Thomas Laudenbach

In der Markenwertung hat sich Porsche auf den dritten Rang verbessert. Bei noch zwei ausstehenden Rennen beträgt der Abstand zur Spitze nur 47 Punkte. In der Fahrermeisterschaft haben Tandy/Jaminet und Campbell/Nasr auf den Plätzen vier und sieben noch theoretische Titelchancen.

Starke und saubere Fahrten absolvierten die beiden Porsche 963 der Kundenteams. Der Deutsche Mike Rockenfeller und sein niederländischer Teamkollege Tijmen van der Helm zeigten am Steuer der Nummer 5 von JDC-Miller MotorSports phasenweise ein beeindruckendes Tempo auf Niveau der Werksteams. Das leuchtend gelb folierte Auto beendete das Rennen auf Gesamtrang fünf. Der baugleiche GTP-Rennwagen von Proton Competition kam mit Werksfahrer Gianmaria Bruni aus Italien und dem Briten Harry Tincknell beim Debüt in der IMSA-Serie auf Platz acht.

GTD-Klassen: Kundenteams von Porsche landen auf hinteren Plätzen

Die Kundenmannschaften in den beiden GT-Klassen hatten mit dem Kampf um die Podestplätze wenig zu tun. In der GTD-Pro-Kategorie erreichte der Porsche 911 GT3 R von Paff Motorsport mit dem Österreicher Klaus Bachler und dem Franzosen Patrick Pilet den vierten Platz. In der GTD-Klasse fuhren die baugleichen Neunelfer von Wright Motorsports, AO Racing und Kellymoss with Riley auf die Positionen neun, elf, 13 und 14.

911 GT3 R, Pfaff Motorsports (#9), Klaus Bachler (A), Patrick Pilet (F), IMSA, Road America, 2023, Porsche AG
Der 911 GT3 R von Pfaff Motorsports

Der nächste GTP-Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship findet am 17. September auf dem Indianapolis Motor Speedway statt. Die nordamerikanische Rennserie gastiert dann erstmals auf dem sogenannten „Brickyard“. Befahren wird dort eine Kombination von Ovalpassagen und einem Infield-Kurs. Diese Variante nutzte auch die Formel 1 bei ihren Gastspielen zwischen 2000 und 2007.

Fahrerstimmen zum Rennen

Matt Campbell (Porsche 963 #7): „Für uns war es natürlich ein grosser Vorteil, dass wir nach dem Unfall des Cadillac im Warmup von der Pole Position starten durften. Es macht auf dieser Strecke einen sehr grossen Unterschied, auf welcher Seite der Fahrbahn der Startplatz liegt. Abseits der Ideallinie ist viel Schmutz, diesen konnten wir als Erste glücklicherweise vermeiden und waren deswegen in den ersten Runden erheblich schneller als die Verfolger. Unser Porsche 963 liess sich im Rennen wirklich grossartig fahren – das war nach unseren Schwierigkeiten am Freitag nicht zu erwarten. Umso schöner ist diese Performance. Ich freue mich sehr über den ersten Sieg unserer Startnummer 7 in der IMSA-Serie.“

Felipe Nasr (Porsche 963 #7): „Danke an das gesamte Team! Das war eine herausragende Vorstellung von allen. Matt hat einen starken ersten Stint absolviert und unser Auto souverän an der Spitze positioniert. Ich habe am Ende alles gegeben, um diese Position zu verteidigen. Das war alles andere als einfach, denn der Acura auf Platz zwei hatte die frischeren Reifen. Ausserdem waren die Situationen im Überrundungsverkehr oft extrem knifflig. Aber es hat geklappt – endlich!“

Mike Rockenfeller (Porsche 963 #5): „Wir sind von Platz neun losgefahren und als Fünfte ins Ziel gekommen – damit können wir gut leben. Unser Tempo im Rennen war wirklich stark. Ich hatte während meines Stints einige harte Kämpfe und war mit dem Verhalten einiger Kollegen nicht immer einverstanden, ein paar Mal ging es zu hart zu. Es war schwierig, im Auto jederzeit ruhig zu bleiben. Auf der anderen Seite hat es natürlich viel Spass gemacht, auf diesem Niveau in der Topklasse mitkämpfen zu können.“

Mike Rockenfeller (D), JDC-Miller MotorSports, IMSA, Road America, 2023, Porsche AG
Mike Rockenfeller

Harry Tincknell (Porsche 963 #59): „Nachdem ich bei unserem Einsatz bei der WEC in Monza nur ganz wenig Runden im Rennen absolvieren konnte, lief es hier endlich besser. Ich habe am heutigen Tag mehr über das Auto gelernt als an allen Tagen zuvor zusammen. Die Basis des Porsche 963 ist enorm gut – wir liegen nur bezüglich des Setups noch ein wenig in Rückstand, weil die Zeit für entsprechende Anpassungen und Erfahrungen zu kurz war. Wir werden nun alle Daten analysieren und die Schlüsse daraus ziehen. Würden wir schon morgen ein weiteres Rennen fahren, dann wären wir erheblich schneller – ohne jeden Zweifel.“

Patrick Pilet (Porsche 911 GT3 R #9): „Wir geben immer alles, gehen ans absolute Limit, aber unter diesen Voraussetzungen sind wir chancenlos. Es fehlt uns an Topspeed und an Leistung, um halbwegs schnell aus den Ecken zu kommen. Das ist sehr frustrierend. Als Team haben wir eine absolut fehlerfreie Leistung abgeliefert. Daran lag es ganz sicher nicht. Jetzt freue ich mich auf ein paar freie Tage. In Indianapolis werden wir hoffentlich bei der Musik sein.“

Ergebnisse Rennen

GTP-Klasse:
1. Campbell/Nasr (AUS/BR), Porsche 963 #7, 80 Runden
2. Blomqvist/Braun (UK/USA), Acura #60, 80 Runden
3. Taylor/Albuquerque (USA/P), Acura #10, 80 Runden
5. Rockenfeller/van der Helm (D/NL), Porsche 963 #5, 80 Runden
7. Tandy/Jaminet (UK/F), Porsche 963 #6, 80 Runden
8. Bruni/Tincknell (I/UK), Porsche 963 #59, 80 Runden

GTD-Pro-Klasse:
1. Gunn/Riberas (UK/E), Aston Martin #23, 73 Runden
2. Hawksworth/Barnicoat (UK/UK), Lexus #14, 72 Runden
3. Garcia/Taylor (E/USA), Corvette #3, 72 Runden
4. Bachler/Pilet (A/F), Porsche 911 GT3 R #9, 72 Runden

GTD-Klasse:
1. Sellers/Snow (USA/USA), BMW #1, 72 Runden
2. Iribe/Schandorff (USA/DK), McLaren #70, 72 Runden
3. Skeen/Grenier (USA/CDN), Mercedes-AMG #32, 72 Runden
9. Metni/van Berlo (USA/NL), Porsche 911 GT3 R #91, 72 Runden
11. Hyett/Priaulx (USA/UK), Porsche 911 GT3 R #80, 72 Runden
12. Brule/Udell (USA/USA), Porsche 911 GT3 R #92, 71 Runden
14. Brynjolfsson/Hindman (USA/USA), Porsche 911 GT3 R #77, 70 Runden

Alle Ergebnisse: imsa.alkamelsystems.com

Qualifying

Die beiden Porsche 963 des Werksteams Porsche Penske Motorsport starten von den Positionen zwei und sieben in das achte Saisonrennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship. Im Qualifying auf der Road America im US-Bundesstaat Wisconsin fuhr Matt Campbell im Hybrid-Prototyp mit der Startnummer 7 eine sensationelle Runde: Der Australier umrundete den 6,515 Kilometer langen Kurs in 1:47,798 Minuten und verpasste die Pole-Position nur um 0,068 Sekunden. Der Brite Nick Tandy erreichte im Schwesterauto den siebten Rang. Die Porsche 963 der Kundenteams JDC-Miller MotorSports und Proton Competition gehen von den Plätzen neun und zehn in das Rennen.

Die Qualifikation für den achten Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship fand bei bewölktem Himmel und Lufttemperaturen um 22 Grad Celsius statt. Auf dem nur unwesentlich wärmeren Asphalt brauchten die Fahrer mehrere Aufwärmrunden, um die Reifen für den Angriff auf die Pole-Position ins optimale Betriebsfenster zu bringen. Matt Campbell agierte am Steuer des Porsche 963 mit der Startnummer 7 geduldig und setzte erst drei Minuten vor dem Ende der Zeitenjagd seine Attacke auf die Spitze. Mit teils deutlichen Verbesserungen in allen drei Sektoren der Strecke gelang dem australischen Werksfahrer der Sprung von Platz acht auf Rang zwei. Der Brite Nick Tandy verbesserte sich in seinen letzten Umläufen ebenfalls und kam in 1:48,332 Minuten auf die siebte Position.

„Startplatz zwei ist eine positive Überraschung für uns. Damit hatten wir nicht gerechnet“, freut sich Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Wahrscheinlich hat es uns geholfen, dass die Temperaturen im Qualifying nicht allzu hoch stiegen. Auch am Renntag soll es bewölkt und kühl werden. Das sind gute Aussichten für uns. Matt ist wirklich eine sehr gute Runde gelungen. Wir gehen davon aus, dass wir für das Rennen gut aufgestellt sind. Ich freue mich darauf – auch aufgrund der Tatsache, dass erstmals vier Porsche 963 gleichzeitig in der GTP-Klasse fahren.“

Porsche 963, Porsche Penske Motorsport (#6), Nick Tandy (UK), Mathieu Jaminet (F), 2023, Porsche AG

„Es war für alle deutlich zu erkennen, dass wir am ersten Tag auf der Road America noch nicht optimal unterwegs waren. Aber unsere Mannschaft hat nach den Trainingssitzungen hervorragende Arbeit geleistet“, fasst Jonathan Diuguid zusammen. Der Leitende Direktor Porsche Penske Motorsport ergänzt: „Mit Hilfe der Kollegen aus Weissach haben wir erhebliche Fortschritte gemacht, das Auto funktioniert nun deutlich besser. Matt hat eine tolle Runde hingelegt. Theoretisch wäre sogar die Pole Position möglich gewesen, wie die Addition seiner besten Sektorenzeiten zeigt. Nick war zwar etwas weiter hinten, aber ich bin sicher, dass wir beide Autos im Rennen stark erleben werden.“

Am Steuer der Startnummer 5 vom Kundenteam JDC-Miller MotorSports erreichte der Deutsche Mike Rockenfeller in der Qualifikation den neunten Platz. Der baugleiche Porsche 963 von Proton Competition mit der Nummer 59, der auf der Road America sein Debüt in der IMSA-Serie feiert, kam mit Werksfahrer Gianmaria Bruni aus Italien auf Rang zehn.

GTD-Klassen: Kundenteams von Porsche im Qualifying chancenlos

In den beiden GT-Klassen hatten die Kundenteams mit ihren bis zu 415 kW (565 PS) starken Porsche 911 GT3 R einen schweren Stand. In der Kategorie GTD-Pro qualifizierte Klaus Bachler die Startnummer 9 von Pfaff Motorsports für Startplatz fünf. Im Rennen wechselt sich der Österreicher am Steuer des Neunelfers mit dem erfahrenen Franzosen Patrick Pilet ab. In der GTD-Klasse reihten sich die baugleichen Fahrzeuge von AO Racing, Kellymoss with Riley und Wright Motorsports auf den Positionen zwölf, 13, 14 und 15 ein.

Der achte Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship in Elkhart Lake im US-Bundesstaat Wisconsin startet am Sonntag, 6. August um 10:10 Uhr Ortszeit (17:10 Uhr MESZ). Ausserhalb der USA und Kanada ist das Rennen über 2:40 Stunden im kostenlosen Livestream auf imsa.tv zu sehen.

Porsche 911 GT3 R, Wright Motorsports (#77), Alan Brynjolfsson (USA), Trent Hindman (USA), 2023, Porsche AG

Fahrerstimmen zum Qualifying

Matt Campbell (Porsche 963 #7): „Am Freitag waren wir vor allem in den ersten beiden Sektoren nicht bei der Musik. Vor dem Qualifying haben wir umfangreiche Änderungen am Setup vorgenommen – das hat sich absolut ausgezahlt. Vielen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben. Ich habe in der Zeitenjagd alles gegeben und war wirklich nahe am absoluten Maximum. Schade, dass ich die Pole derart knapp verpasst habe. Von Startplatz zwei ist im Rennen aber alles drin.“

Nick Tandy (Porsche 963 #6): „Ich bewerte das Qualifying positiv. Wir haben im Vergleich zu den Trainings am Freitag erhebliche Fortschritte gemacht. Der Abstand zur Spitze ist nun deutlich geringer. Ich persönlich bin aber nicht ganz zufrieden. Als meine Reifen gerade im optimalen Betriebsfenster waren, gab es viel Verkehr auf der Strecke. Wir haben insgesamt auch heute viel gelernt. Diese Erkenntnisse fliessen nun in die Vorbereitungen auf das Rennen ein.“

Mike Rockenfeller (Porsche 963 #5): „Für mich war es ein enttäuschendes Qualifying. Wir hatten vor der Session einige Änderungen am Auto vorgenommen – das ist nach hinten losgegangen. So etwas passiert, wenn die Erfahrung noch fehlt. Wir müssen halt immer viele Dinge ausprobieren. Wir hätten das Auto so lassen sollen, wie es am Freitag war. Wir hatten im Qualifying plötzlich starkes Untersteuern und eine hüpfende Vorderachse. Es war für mich sehr schwierig, unter diesen Bedingungen überhaupt eine saubere Runde hinzubekommen. Ich hatte mir mehr erhofft, aber im Rennen über 2:40 Stunden kann noch viel passieren.“

Gianmaria Bruni (Porsche 963 #59): „Unsere Startposition geht völlig in Ordnung. Wir dürfen eines nicht vergessen: Nach unserem Debüt bei der FIA WEC in Monza haben wir das Auto in die USA transportiert und starten nun ohne jegliche Tests in der IMSA-Serie – das ist alles andere als einfach. Am ersten Tag auf der Road America traten einige Probleme auf, wodurch uns wichtige Trainingszeit verloren gegangen ist. Wir machen konstante Fortschritte und möchten ein sauberes Rennen absolvieren.“

Klaus Bachler (Porsche 911 GT3 R #9): „Wir haben in den Trainings konsequent gearbeitet und ein richtig gutes Setup für unser Auto erstellt. Im Qualifying ist mir eine mega Runde gelungen – trotzdem war nicht mehr drin. Nun blicken wir auf das Rennen. Es geht über 160 Minuten, da kann viel passieren. Wir sind gut vorbereitet und haben ein extrem starkes Team. Hoffentlich können wir noch weit nach vorn kommen. Ich erwarte viel Spektakel mit vier verschiedenen Fahrzeugklassen im Rennen. Ausserdem könnte es am Sonntag etwas Regen geben, dann werden die Karten ohnehin noch einmal ganz neu gemischt.“
 

Porsche 911 GT3 R, Kellymoss with Riley (#92), Alec Udell (USA), David Brule (USA), 2023, Porsche AG

Ergebnisse Qualifying

GTP-Klasse:
1. Derani/Sims (BR/UK), Cadillac #31, 1:47,730 Minuten
2. Campbell/Nasr (AUS/BR), Porsche 963 #7, 1:47,798 Minuten
3. Bourdais/van der Zande (F/NL), Cadillac #01, 1:48,036 Minuten
7. Tandy/Jaminet (UK/F), Porsche 963 #6, 1:48,332 Minuten
9. Rockenfeller/van der Helm (D/NL), Porsche 963 #5, 1:49,212 Minuten
10. Bruni/Tincknell (I/UK), Porsche 963 #59, 1:49,460 Minuten

GTD-Pro-Klasse:
1. Gunn/Riberas (UK/E), Aston Martin #23, 2:02,918 Minuten
2. Gounon/Juncadella (F/E), Mercedes-AMG #79, 2:02,975 Minuten
3. Taylor/Garcia (USA/E), Corvette #3, 2:03,143 Minuten
5. Bachler/Pilet (A/F), Porsche 911 GT3 R #9, 2:03,634 Minuten 

GTD-Klasse:
1. Snow/Sellers (USA/USA), BMW #1, 2:03,291 Minuten
2. Iribe/Schandorff (USA/DK), McLaren #70, 2:03,382 Minuten
3. Montecalvo/Telitz (USA/USA), Lexus #12, 2:03,950 Minuten
12. Metni/van Berlo (USA/NL), Porsche 911 GT3 R #91, 2:06,496 Minuten
13. Hyett/Priaulx (USA/UK), Porsche 911 GT3 R #80, 2:06,776 Minuten
14. Brynjolfsson/Hindman (USA/USA), Porsche 911 GT3 R #77, 2:07,372 Minuten
15. Brule/Udell (USA/USA), Porsche 911 GT3 R #92, 2:08,001 Minuten 

Alle Ergebnisse: imsa.alkamelsystems.com.

Vorschau

Porsche Penske Motorsport will beim achten Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship zurück in die Erfolgsspur. Beim Rennen über 2:40 Stunden auf der Road America im US-Bundesstaat Wisconsin sollen die beiden Porsche 963 des Werksteams wieder um Podestplätze kämpfen.

In der Topklasse GTP treten am ersten August-Wochenende erstmals vier der Hybrid-Prototypen aus Weissach an: Neben der Kundenmannschaft JDC-Miller MotorSports schickt auch Proton Competition einen Porsche 963 ins Rennen. In den beiden GTD-Klassen gehen vier Partnerteams mit insgesamt fünf Porsche 911 GT3 R an den Start.

Porsche Penske Motorsport tritt beim achten Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship mit einem klaren Ziel an: Nach zuletzt mässigen Ergebnissen möchte das Team mit den beiden Porsche 963 auf der Road America an die guten Resultate aus dem Frühjahr anknüpfen. Im Rennen über 2:40 Stunden auf der bei Fans und Fahrern sehr beliebten Strecke sollen die beiden Rennwagen möglichst auf das Siegerpodest fahren und viele Punkte für die Meisterschaften gewinnen. In der Teamwertung belegt die Crew des Werksautos mit der Startnummer 6 aktuell den vierten Rang. Der Rückstand auf die Spitze beträgt allerdings nur 63 Zähler. Für einen Sieg im Rennen gibt es 350, für die Pole Position 35 Punkte.

„Nach unseren nicht zufriedenstellenden Ergebnissen zuletzt in der FIA WEC und der IMSA-Serie müssen wir das Ruder schnell herumreissen“, fordert Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Wir wollen zurück in die Erfolgsspur, mindestens auf das Podest. Ich bin zuversichtlich, dass wir beim Rennen auf der Road America wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz in der GTP-Klasse agieren werden. Die Strecke ist für die Fahrer und Ingenieure eine tolle Herausforderung. Ich hoffe, dass wir uns bei unseren Testfahrten im Juni einen kleinen Vorteil erarbeiten konnten und das volle Potenzial des Porsche 963 in ein gutes Resultat umsetzen werden.“

Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport, 2023, Porsche AG
Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport

„Unsere Testergebnisse und die Rundenzeiten der IndyCar-Serie im Juni haben eines sehr deutlich gemacht: Die Road America ist durch den neuen Asphalt noch einmal viel schneller geworden“, fasst Urs Kuratle vor dem achten Saisonlauf zusammen. Der Leiter Werksmotorsport LMDh fügt hinzu: „Der Belag bietet viel Grip, die Haftung nimmt im Verlauf des Wochenendes wegen des aufgebrachten Reifenabriebs immer weiter zu. Dies müssen wir bei der Erarbeitung eines optimalen Setups für das Rennen berücksichtigen. Ich bin sicher, dass uns speziell in diesem Punkt unser Test auf der Strecke sehr entgegenkommen wird.“

Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh, 2023, Porsche AG
Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh

„Mit dem Lauf auf der Road America biegen wir auf die Zielgeraden der diesjährigen IMSA-Saison ein“, schildert Jonathan Diuguid, Leitender Direktor Porsche Penske Motorsport. „Wir möchten in den drei letzten Rennen des Jahres um die Meisterschaft kämpfen. Die Road America ist komplett renoviert worden. Dies hat die besondere Charakteristik der Strecke verändert. Das Wissen aus den Vorjahren können wir nicht mehr direkt verwenden. Wir haben bei Testfahrten bereits ein Setup für die neue Fahrbahn erarbeitet. Gleichzeitig ist klar, dass sich die Gripverhältnisse im Verlauf des Rennwochenendes verändern werden. Es wäre schön, wenn wir auf die Siegerstrasse zurückkehren könnten. Ein Erfolg würde dem gesamten Team sehr gut tun.“

Jonathan Diuguid, Leitender Direktor Porsche Penske Motorsport, 2023, Porsche AG
Jonathan Diuguid, Leitender Direktor Porsche Penske Motorsport

Die Road America nahe der Ortschaft Elkhart Lake im US-Bundesstaat Wisconsin zählt zu den Lieblingsstrecken vieler Piloten. Der 6,515 Kilometer lange Rundkurs fügt sich mit seinen 14 Kurven harmonisch in die Parklandschaft ein. Die wellige Strecke bietet einige Überholmöglichkeiten und mehrere Mutpassagen – darunter den sogenannten „Kink“ auf der Gegengeraden, eine extrem schnelle Rechtskurve mit nur minimalen Auslaufzonen. Die Eröffnung der Anlage rund 25 Kilometer westlich des Lake Michigan fand im Jahr 1955 statt.

Zur Saison 2023 hat die Rennstrecke eine neue Asphaltdecke. Die ohnehin schon hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 215 km/h (Qualifying DPi-Klasse 2022) werden weiter ansteigen. Das Gastspiel der IndyCar-Serie im Juni machte den enorme Zuwachs an Grip sehr deutlich: Aus dem Stand fuhren die Formel-Fahrzeuge um drei Sekunden schnellere Rundenzeiten als im Vorjahr.

963, 2023, Porsche AG

Die Werksfahrer

In den Cockpits der beiden Porsche 963 von Porsche Penske Motorsport agiert das Stammpersonal der Saison 2023. In der Startnummer 6 wechseln sich der Brite Nick Tandy und der Franzose Mathieu Jaminet ab. Das Duo hatte im April in Long Beach den ersten Sieg für den neuen LMDh-Prototypen von Porsche eingefahren. Aktuell belegen Tandy und Jaminet den vierten Rang in der Fahrerwertung mit nur geringem Abstand zur Spitze. Auf Platz sieben rangieren ihre Markenkollegen Matt Campbell aus Australien und Felipe Nasr aus Brasilien. Das Duo steuert den Porsche 963 mit der Startnummer 7. In der Herstellermeisterschaft belegt Porsche derzeit Rang vier.

Die Kundenteams

Das Team Proton Competition geht mit dem Porsche 963 erstmals in der IMSA-Topklasse GTP an den Start. Die Mannschaft des deutschen Unternehmers und Rennfahrers Christian Ried tritt auf der Road America mit Werkspilot Gianmaria Bruni aus Italien und dem routinierten Briten Harry Tincknell an. „Bei unserem Debüt mit dem Porsche 963 beim Rennen der FIA WEC in Monza haben wir viel gelernt und teilweise schon eine sehr gute Performance gezeigt. Unsere Erkenntnisse möchten wir nun in der IMSA-Serie umsetzen und gleich bei unserem ersten Event möglichst weit vorn fahren“, erklärt Teambesitzer Christian Ried. „Wir haben ein starkes Team sowie ein erfahrenes und schnelles Fahrerduo. Die Zutaten für einen möglichen Erfolg sollten vorhanden sein.“

Ebenfalls in der GTP-Klasse nimmt das Kundenteam JDC-Miller MotorSports mit einem weiteren der rund 515 kW (700 PS) starken Porsche 963 teil. Im Hybrid-Prototypen der amerikanischen Mannschaft wechseln sich der Deutsche Mike Rockenfeller und der Niederländer Tijmen van der Helm ab. Für das Team aus Minneapolis, das die beiden vergangenen Rennen jeweils auf dem vierten Gesamtrang beendet hatte, gilt der Lauf in Elkhart Lake als Heimrennen.

In der GTD-Pro-Kategorie geht der Porsche 911 GT3 R von Pfaff Motorsports an den Start. Die Startnummer 9 der kanadischen Kundenmannschaft teilen sich der Österreicher Klaus Bachler und der Franzose Patrick Pilet. Im Vorjahr hatte das Team den zweiten Platz belegt. In der GTD-Klasse setzen drei weitere Kunden insgesamt vier der bis zu 415 kW (565 PS) starken GT3-Fahrzeuge aus Weissach ein.

Fahrerstimmen vor dem Rennen

Mathieu Jaminet (Porsche 963 #6): „In der Meisterschaft belegen wir derzeit Platz vier. Das ist nicht ideal, aber immerhin sind die Abstände nach vorn relativ gering. Die ersten vier Crews liegen sehr dicht beieinander. Unser Ziel muss es also sein, auf der Road America möglichst viele Punkte mitzunehmen und somit in der Fahrer-, Team- und Herstellerwertung einige Positionen gutzumachen. Wir haben auf der Strecke einen Test absolviert. Das wird sehr hilfreich sein.“

Matt Campbell (Porsche 963 #7): „Die Road America ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken in Nordamerika. Ich fahre dort immer sehr, sehr gern. Wir haben direkt nach dem Rennwochenende in Le Mans einen Test auf der Road America absolviert. Das war enorm wichtig, denn der Kurs ist zu Beginn des Jahres neu asphaltiert worden. Wir haben umfangreiche Erkenntnisse gewonnen, aber dennoch einiges an Arbeit vor uns. Das Setup während des Wochenendes optimal für das Rennen anzupassen, wird einer der Schlüssel zum Erfolg sein.“

Gianmaria Bruni (Porsche 963 #59): „Für uns Fahrer und für das gesamte Team stellt die Veranstaltung auf der Road America eine grosse Herausforderung dar. Ich werde nach sechs Jahren endlich wieder auf jene Strecke zurückkehren, auf der damals meine tolle Reise mit Porsche begonnen hat. Ich bin sehr dankbar, dass mir Christian Ried und Porsche Motorsport diese grossartige Chance in der GTP-Klasse geben. Ich kann es kaum erwarten, mit meinem Kollegen Harry Tincknell zusammen im Porsche 963 in der IMSA-Meisterschaft anzugreifen.“

Klaus Bachler (Porsche 911 GT3 R #9): „Die Road America ist die längste Strecke im Kalender der IMSA-Serie – und dazu ein richtig cooler Rundkurs. Der neue Asphalt bietet sehr viel Grip auf der Ideallinie, aber abseits davon ist es extrem rutschig. Das wird spannend im Überrundungsverkehr. Ich hoffe, dass wir mit unserem Porsche 911 GT3 R vorne mitkämpfen können. Ein Klassensieg wäre perfekt, auch im Hinblick auf die Meisterschaft. Wir liegen aktuell auf Platz vier, aber die Abstände sind nicht allzu gross. Es ist noch alles möglich, wenn wir auf der Road America ein Topergebnis einfahren.“

Porsche 963, Porsche Penske Motorsport (#7), Felipe Nasr (BR), Matt Campbell (AUS), Bowmanville, Kanada. 2023, Porsche AG

Die Fahrzeuge und Piloten in der Übersicht

GTP-Klasse (Porsche 963):
JDC-Miller MotorSports #5: Mike Rockenfeller (D) / Tijmen van der Helm (NL)
Porsche Penske Motorsport #6: Mathieu Jaminet (F) / Nick Tandy (UK)
Porsche Penske Motorsport #7: Matt Campbell (AUS) / Felipe Nasr (BR)
Proton Competition #59: Gianmaria Bruni (I) / Harry Tincknell (UK)

GTD-Pro-Klasse (Porsche 911 GT3 R):
Pfaff Motorsports #9: Klaus Bachler (A) / Patrick Pilet (F)

GTD-Klasse (Porsche 911 GT3 R):
Wright Motorsports #77: Alan Brynjolfsson (USA) / Trent Hindman (USA)
AO Racing #80: PJ Hyett (USA) / Sebastian Priaulx (UK)
Kellymoss with Riley #91: Alan Metni (USA) / Kay van Berlo (NL)
Kellymoss with Riley #92: David Brule (USA) / Alec Udell (USA)

Der Zeitplan (Ortszeit, MESZ -7)

Freitag, 4. August
11:05 Uhr – 12:35 Uhr: Freies Training 1
15:15 Uhr – 17:00 Uhr: Freies Training 2

Samstag, 5. August
13:15 Uhr – 13:30 Uhr: Qualifying GTD-Pro/GTD
14:05 Uhr – 14:25 Uhr: Qualifying GTP

Sonntag, 6. August
08:00 Uhr – 08:20 Uhr: Warmup
10:10 Uhr – 12:50 Uhr: Rennen (2:40 Stunden)

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