Die Oberflächen der breiten Speichen sowie das Felgenhorn sind poliert und heben sich ab vom schwarz lackierten Felgenbett und den ebenso schwarzen Flanken der Speichen. Mit dieser Gestaltung in Form eines Flügels oder Kleeblattes erinnern die Räder an die legendäre Fuchsfelge. Sie ist eines der bekanntesten Porsche-Räder und kam erstmals zum Modelljahr 1967 beim Porsche 911 S zum Einsatz.

Die Fuchsfelge: erstes Schmiederad mit Kleeblatt-Design

Porsche sprach damals schlicht vom Leichtmetallrad, das zum Serienumfang des Sportwagens gehörte. So nüchtern die Bezeichnung des Alurades ist, so logisch war die Idee dahinter: Der neue Porsche 911 S sollte leichtere Felgen als der Serien-Elfer bekommen, um die ungefederten Massen zu reduzieren. Rund drei Kilogramm weniger Gewicht pro Rad gegenüber der Variante aus Stahl sollten es sein, so die Forderung im Lastenheft für die leistungsstärkere Variante des 911.

Die legendären Fuchsfelgen

Es gibt viele Gründe, warum die Fuchsfelge zur Legende wurde. Der wichtigste jedoch ist das Design. Den entscheidenden Impuls dazu gab Ferdinand Alexander Porsche. 1966 hatte das Alurad Weltpremiere. Wie auch der 911 S.

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Für klassisch produzierte, das heisst gegossene Aluminiumräder, war das zunächst eine unlösbare Aufgabe. Sie hielten den Belastungen genauso wenig stand wie aus mehreren Teilen zusammengesetzte Räder. Erst eine innovative Idee der Entwickler der Leichtmetallschmiede Otto Fuchs KG aus Meinerzhagen im Sauerland konnte den Widerspruch lösen. Fuchs lieferte ein Rad, das leicht und dennoch allen Anforderungen gewachsen war. Die Firma setzte dafür ein neues Herstellungsverfahren ein: Das Rohteil wird aus einem Stück geschmiedet, der komplette Felgenbereich von Aussen- bis Innenhorn ausgewalzt.

Die verwendete Legierung ALMgSi1 besteht zu 97 Prozent aus Aluminium, dazu kommen Magnesium, Silizium, Mangan, Titan und weitere Zutaten – das alte Rezept hat immer noch Gültigkeit.

Die Urform des Rades mit noch spitz zulaufenden Verbindungsstegen entsteht im Mai 1965, wird von Ferdinand Alexander Porsche jedoch zugunsten einer harmonischeren Optik geändert. Im Protokoll der Sitzung ist vermerkt: „Gegenüber unserem Vorschlag hatte Herr Porsche jun. aus stilistischen und optischen Gründen die Form der fünf Verbindungsstege zwischen Nabe und Felge geändert. Während sich unsere Konstruktion der Form der auslaufenden Serienfahrzeuge gut anpasste, wirkt die von Herrn Porsche jun. entwickelte Form für das neue Fahrzeug harmonischer.“

Porsche Classic: klassische Fuchsfelge weiterhin verfügbar

Die Räder der 911 Targa 4S Heritage Design Edition sind im Rahmen des Porsche Exclusive Manufaktur Programms für sämtliche aktuelle 911 erhältlich. Aber auch fast alle Varianten der klassischen Fuchsfelge sind für historische Porsche verfügbar: Das von F. A. Porsche gestaltete Rad gehört zum Lieferprogramm von Porsche Classic.

Und da die Erfüllung der hohen Porsche-Vorgaben hinsichtlich Qualität und Sicherheit oberstes Gebot ist, werden die Räder im Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach ausführlichen Prüfungen unterzogen.

Ein Beispiel für die harten Testanforderungen für Porsche Originalersatzteile: Der Radzierdeckel aus dem „Porsche Sonderwunschprogramm” der 1980er-Jahre mit geprägtem und farbig ausgelegtem Porsche-Wappen hat den sogenannten Gitterschnitttest mit Bravour bestanden.

Hierbei wird der Radzierdeckel bis auf den Untergrund eingeschnitten, so dass ein gitterförmiges Muster entsteht. Anschliessend wird ein genormtes Klebeband auf das Schnittgitter geklebt, angedrückt und anschliessend in einer vordefinierten Zeit und in vordefiniertem Winkel abgezogen. Nun zeigt sich die hohe Qualität des Porsche Classic Radzierdeckels, da keinerlei Abschälen oder Abblättern der Oberfläche erfolgt. Damit ist der Radzierdeckel für die nächsten 30 Jahre gut gerüstet.

Dieser Beitrag wurde vor dem Start des Porsche Newsroom Schweiz in Deutschland erstellt. Die genannten Verbrauchs- und Emissionsangaben richten sich daher nach dem Prüfverfahren NEFZ und wurden unverändert übernommen. Alle in der Schweiz gültigen Angaben nach WLTP-Messzyklus sind unter www.porsche.ch verfügbar.

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Verbrauchsangaben

911 Targa 4

WLTP*
  • 10,9 – 10,5 l/100 km
  • 247 – 238 g/km

911 Targa 4

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP) 10,9 – 10,5 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 247 – 238 g/km
Effizienzklasse: G

911 Targa 4S

WLTP*
  • 11,1 – 10,4 l/100 km
  • 252 – 236 g/km

911 Targa 4S

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP) 11,1 – 10,4 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 252 – 236 g/km
Effizienzklasse: G