Bester Porsche 911 RSR beendet die 6 Stunden von Fuji auf dem Podium

Die beiden 911 RSR des Porsche GT Teams haben das 6-Stunden-Rennen von Fuji (Japan) auf den Plätzen drei und vier beendet. Die Werkspiloten Michael Christensen aus Dänemark und Kévin Estre aus Frankreich fuhren am Steuer der Startnummer 92 auf das Podest. In der Herstellerwertung hat Porsche vor dem letzten Saisonrennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC am 12. November in Bahrain nur einen Zähler Rückstand und somit intakte Titelchancen. Auch in der Fahrer-WM ist noch keine Entscheidung gefallen.

Das Rennen

Im engen Kampf der Hersteller in der GTE-Pro-Klasse war Porsche nach dem erfolgreichen Qualifying von den Plätzen eins und drei mit grossen Hoffnungen in den Langstreckenlauf in Japan gestartet. Bereits in der Frühphase wurde jedoch klar, dass die Konkurrenzfähigkeit am Renntag nicht den Erwartungen entsprach. Die wichtigsten Faktoren im Wettbewerb: die Reifen und die Einstufungen der Fahrzeuge.

„Wir waren nicht fehlerfrei. Aber abseits davon müssen wir klar sagen, dass die heutige Performance niemals gereicht hätte, um Ferrari zu schlagen“, bilanziert Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Es ist enttäuschend, aber das müssen wir nun abschütteln und analysieren. Vielleicht muss man sich das Thema Balance-of-Performance noch einmal anschauen. Unser Ziel bleibt das gleiche: Wir wollen in Bahrain die Weltmeisterschaft gewinnen.“

„Lag es heute an uns? Lag es an der Balance-of-Performance? Das müssen wir uns ganz genau anschauen und dann diskutieren. Auch bei unseren Kunden in der GTE-Am-Klasse stellte sich der Wettbewerb ähnlich dar“, sagt Alexander Stehlig, Leiter Werksmotorsport FIA WEC. „Es war kein guter Tag für uns. Wir haben einige Aufgaben vor uns und sind trotz der heutigen Geschehnisse zuversichtlich, dass wir in Bahrain zurückschlagen und WM gewinnen können.“

Bei Lufttemperaturen um 29 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein heizte sich der Asphalt zum Start am späten Vormittag auf Werte oberhalb von 50 Grad auf. Dies stellte die Teams vor eine besondere Herausforderung, da in den vorangegangenen Trainings stets kühlere Bedingungen geherrscht hatten. Die Haltbarkeit der Michelin-Rennreifen rückte in den Fokus und wurde zum wichtigen Element im Wettbewerb. Das Porsche GT Team hatte zum Start des Rennens auf die weiche Mischung („Soft Hot“) gesetzt. Diese Spezifikation bot nur etwa eine halbe Stunde lang ausreichend Grip, anschliessend lies die Haftung spürbar nach und die Rundenzeiten stiegen an.

Zur Mitte des ersten Stints fielen die beiden Porsche 911 RSR des Werksteams von den Positionen eins und drei auf die Plätze drei und vier zurück. Der Wechsel auf die härtere Medium-Reifenmischung brachte zwar mehr Konstanz, aber dennoch keinen Vorteil im Kampf um den Klassensieg. Die Positionen waren schnell fest bezogen, über weite Strecken lieferte die GTE-Pro-Kategorie ein statisches Rennen. Es gab für die Neunelfer keinerlei Positionsveränderungen mehr. Zwei Strafen und eine Kollision mit einem Amateurfahrzeug warfen die Startnummer 91 deutlich hinter das Schwesterauto zurück.

911 RSR, FIA WEC, Fuji, Japan, 2022, Porsche AG

In der GTE-Am-Kategorie feierte das Team Dempsey-Proton Competition ein besonderes Jubiläum: Die Startnummer 77 fuhr das 77. Rennen in der FIA WEC. Der 911 RSR des deutschen Teambesitzers Christian Ried und der beiden Briten Harry Tincknell und Sebastian Priaulx hatte jedoch keinen Erfolg. Das Auto schied nach rund viereinhalb Rennstunden mit einem technischen Defekt aus. Der bestplatzierte Neunelfer in der Amateurklasse war die Nummer 46 des Kundenteams Project 1 auf Rang sechs. Das Schwesterauto erreichte Platz acht. Die Nummer 88 von Dempsey-Proton Racing überquerte den Zielstrich als Neunter, das Team GR Racing wurde auf Position zwölf gewertet.

In der Gesamtwertung hat Porsche die Führung in der Herstellermeisterschaft abgegeben. Der Rückstand auf die Spitzenposition beträgt jedoch nur einen Punkt. In der Fahrer-WM haben Estre/Christensen als Zweite ebenfalls noch Titelchancen. Das finale Saisonrennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC findet am 12. November in Bahrain statt. Der Lauf nahe der Hauptstadt Manama geht über acht Stunden und ist der letzte Werkseinsatz mit dem erfolgreichen Porsche 911 RSR.

911 RSR, FIA WEC, Fuji, Japan, 2022, Porsche AG

Fahrerstimmen zum Rennen

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Wir haben alles versucht, aber mehr war heute nicht möglich. Uns fehlte einiges an Tempo. Nach dem Start von der Pole-Position konnten wir die Ferrari eine kurze Weile hinter uns halten, aber irgendwann waren sie vorbei. Dann wurde der Abstand immer grösser. Einzig eine kluge strategische Entscheidung bei einer möglichen Safety-Car-Phase hätte uns noch Chancen ermöglichen können, aber das Rennen verlief ohne solche Zwischenfälle.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Ferrari war zu stark, da konnten wir nicht mithalten. Auf der langen Geraden hatten die viel mehr Tempo als wir. In den Kurven konnten wir das nie mehr wettmachen – keine Chance. Obwohl wir absolut fehlerfrei gearbeitet haben, stand am Ende ein Rückstand von mehr als 30 Sekunden. Das sagt doch alles.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Wir hatten ein richtig gutes Auto und haben alles herausgequetscht. Es war aber nicht genug, um heute einen echten Kampf mit den Konkurrenten ausfechten zu können. Im Vergleich zu den Mitbewerbern fehlte es uns an Topspeed und Beschleunigung. Das war offensichtlich. Leider hat es für Porsche somit nur für die Plätze drei und vier gereicht. In Bahrain müssen wir den Spiess wieder umdrehen.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Wir waren deutlich zu langsam. So etwas macht dann nicht ganz so viel Spass, wenn man nur hinterherfährt. Es war aber heute nicht mehr möglich. Das Auto lag sehr gut, unser Team hat toll gearbeitet.“

911 RSR, FIA WEC, Fuji, Japan, 2022, Porsche AG

Ergebnisse Rennen

GTE-Pro-Klasse:
1. Pier Guidi/Calado (I/UK), Ferrari 488 GTE #51, 217 Runden
2. Molina/Fuoco (E/I), Ferrari 488 GTE #52, 217 Runden
3. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR #92, 217 Runden
4. Bruni/Lietz (I/A), Porsche 911 RSR #91, 216 Runden
5. Milner/Tandy (USA/UK), Corvette C8.R #64, 215 Runden

GTE-Am-Klasse:
1. Keating/Chaves/Sörensen (USA/P/DK), Aston Martin #33, 213 Runden
2. Frey/Gatting/Bovy (CH/DK/B), Ferrari 488 GTE #85, 212 Runden
3. Hoshino/Fujii/Fagg (J/J/UK), Aston Martin #777, 212 Runden
6. Cairoli/Pedersen/Leutwiler (I/DK/CH), Porsche 911 RSR #46, 211 Runden
8. Kimura/Millroy/Barnicoat (J/UK/UK), Porsche 911 RSR #56, 211 Runden
9. Poordad/Lindsey/Heylen (USA/USA/B), Porsche 911 RSR #88, 211 Runden
12. Wainwright/Barker/Pera (UK/UK/I), Porsche 911 RSR #86, 193 Runden
DNF. Ried/Priaulx/Tincknell (D/UK/UK), Porsche 911 RSR #77, 128 Runden

Alle Ergebnisse unter: https://fiawec.alkamelsystems.comhttps://fiawec.alkamelsystems.com

Das Qualifying

Die schnellste Qualifying-Runde von Michael Christensen (Dänemark) hat dem Porsche GT Team im japanischen Fuji die Pole-Position beschert. Damit verbunden ist ein weiterer wichtiger Zähler für ihn und Kévin Estre (Frankreich) im Kampf um den Titel in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Gianmaria Bruni (Italien) wurde Dritter. Beim vorletzten Saisonlauf war es für das Werksteam aus Weissach bereits der dritte Erfolg in den Zeitenjagden dieser Saison. Zuvor hatte der 911 RSR nach starken Vorstellungen bereits in Sebring (USA) und Spa-Francorchamps (Belgien) das Qualifying der GTE Pro-Kategorie gewonnen.

„Das war eine erstklassige Runde von Michael. Die Plätze eins und drei sind eine gute Ausgangsposition für das morgige Rennen“, fasst Thomas Laudenbach zusammen. Der Leiter Porsche Motorsport fügt hinzu: „Wir wollen das absolute Maximum herausholen und haben dabei jederzeit die Meisterschaft im Blick. Ein Einzelsieg in Japan ist weniger wichtig als der Gewinn der WM – aber natürlich hätten wir gegen einen Erfolg hier in Fuji überhaupt nichts einzuwenden.“

„Wegen der guten Startposition und auch wegen des Extrapunktes in der WM-Wertung war es wichtig, dass wir im Qualifying ganz vorne sind“, erläutert Alexander Stehlig, Leiter Werksmotorsport FIA WEC. „Am Renntag wird es voraussichtlich sehr warm – also etwas anders als in den Trainingssitzungen am Freitag und Samstag. Somit kommt auf uns alle eine neue Herausforderung zu. Das Ziel ist klar: optimale Punktausbeute.“

Bei Lufttemperaturen um 27 Grad und sonnigen Bedingungen setzte Christensen in der zehnminütigen Session bereits früh die Bestzeit in 1:36,371 Minuten. Sein Markenkollege Bruni fuhr im ersten Sektor der 4,563 Kilometer langen Strecke anschliessend auf gleichem Niveau, wurde aber im weiteren Verlauf seiner Runden immer wieder im dichten Verkehr aufgehalten. Dem Porsche mit der Startnummer 91, den er sich mit dem Österreicher Richard Lietz teilt, blieb somit der Sprung in die erste Startreihe der GTE-Pro-Klasse verwehrt.

In der GTE-Am-Kategorie erreichten die beiden 911 RSR des Kundenteams Project 1 die Startpositionen fünf und sieben. Direkt dahinter reihte sich die Startnummer 77 von Dempsey-Proton Racing ein. Das zweite Fahrzeug der erfahrenen deutschen Mannschaft geht von Rang neun ins Rennen. Der Neunelfer des britischen Teams GR Racing erreichte im Qualifying den zehnten Platz.

Das 6-Stunden-Rennen von Fuji startet am Sonntag, 11. September, um 11:00 Uhr Ortszeit (4:00 Uhr MESZ).

Fahrerstimmen zum Qualifying

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Ich persönlich freue mich natürlich sehr, dass mir eine derart gute Runde gelungen ist. Im Hinblick auf die Meisterschaft kann der Punkt für die Pole-Position sehr wichtig, vielleicht sogar entscheidend sein. Im Rennen würden wir das Feld gern von der Spitze kontrollieren – und das am besten, wenn du gleich von vorne losfährst. Den heutigen Job haben wir optimal erledigt, die nächste Aufgabe steht uns am Renntag bevor. Ich bin guter Dinge.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Es war okay, allerdings hatte ich in den ersten drei Runden etwas Pech – immer wieder kam mir ein anderes Fahrzeug in die Quere. Mehr wäre ganz bestimmt möglich gewesen, wenn ich freie Fahrt gehabt hätte. Nun müssen wir mit Startplatz drei leben. Im langen Rennen über sechs Stunden ist aber noch alles möglich.“

Nicolas Leutwiler (Porsche 911 RSR #46): „Bester Porsche in unserer Klasse! Das war das, was ich im Qualifying angestrebt hatte. Ich bin wirklich zufrieden. Ich habe mich auf die Ideallinie konzentriert wie ein Teufel. Auf meiner schnellsten Runde unterlief mir nur ein einziger kleiner Fehler. Platz fünf passt, von dieser Startposition ist alles drin. Wenn wir sauber durchkommen, werden wir bei der Musik sein.“

911 RSR, FIA WEC, Fuji, Japan, 2022, Porsche AG

Ergebnisse Qualifying

GTE-Pro-Klasse:
1. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR #92, 1:36,371 Minuten
2. Pier Guidi/Calado (I/UK), Ferrari 488 GTE #51, 1:36,566 Minuten
3. Bruni/Lietz (I/A), Porsche 911 RSR #91, 1:36,800 Minuten
4. Molina/Fuoco (E/I), Ferrari 488 GTE #52, 1:36,851 Minuten
5. Milner/Tandy (USA/UK), Corvette C8.R #64, 1:37,127 Minuten

GTE-Am-Klasse:
1. Keating/Chaves/Sörensen (USA/P/DK), Aston Martin #33, 1:39,309 Minuten
2. Bovy/Frey/Gatting (B/CH/DK), Ferrari 488 GTE #85, 1:39,371 Minuten
3. Dezoteux/Ragues/Aubry (F/F/F), Ferrari 488 GTE #71, 1:39,461 Minuten
5. Cairoli/Pedersen/Leutwiler (I/DK/CH), Porsche 911 RSR #46, 1:39,796 Minuten
7. Kimura/Millroy/Barnicoat (J/UK/UK), Porsche 911 RSR #56, 1:39,853 Minuten
8. Ried/Priaulx/Tincknell (D/UK/UK), Porsche 911 RSR #77, 1:39,874 Minuten
9. Poordad/Lindsey/Heylen (USA/USA/B), Porsche 911 RSR #88, 1:40,052 Minuten
10. Wainwright/Barker/Pera (UK/UK/I), Porsche 911 RSR #86, 1:40,271 Minuten

Die Vorschau

Porsche reist als Tabellenführer zum fünften Saisonlauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC nach Fuji. Das Werksteam peilt in Japan den dritten GTE-Pro-Klassensieg des Jahres an und möchte so einen weiteren Schritt in Richtung Gewinn des WM-Titels machen. Richard Lietz kehrt nach überstandener Krankheit in den Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 zurück.

Das Sechsstundenrennen am Fusse des Mount Fuji findet am zweiten September-Wochenende erstmals seit zwei Jahren statt. 2020 und 2021 fiel die Veranstaltung wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Bei der bisher letzten Auflage des Langstreckenlaufs in Japan fuhren Kévin Estre (Frankreich) und Michael Christensen (Dänemark) am Steuer des Porsche 911 RSR auf den zweiten Platz der GTE-Pro-Kategorie. Im Jahr zuvor siegte das Duo auf der traditionsreichen Strecke in der Präfektur Shizuoka.

„Es geht in den Endspurt der letzten Saison mit dem Porsche 911 RSR in der GTE-Pro-Klasse. Der Wettbewerb ist eng wie selten zuvor. Wir werden alles geben, um am Ende die grössten Pokale zu gewinnen“, betont Alexander Stehlig. Der Leiter Werksmotorsport FIA WEC fügt hinzu: „Wir haben die Zeit nach dem vergangenen Lauf in Monza für genaue Analysen genutzt, um uns weiter zu verbessern. Zudem stand für die gesamte Mannschaft nach dem intensiven Auftakt des Jahres mit vier Rennen und zahlreichen Tests in den ersten sieben Monaten auch Erholung auf dem Programm. Wir gehen mit maximaler Energie und höchster Motivation nach Japan.“

Alexander Stehlig, FIA WEC, Qualifying, Spa-Francorchamps, 2021, Porsche AG
Alexander Stehlig, Leiter Werksmotorsport FIA WEC

Der 4,563 Kilometer lange Fuji Speedway wurde 1966 eröffnet und war insgesamt viermal Schauplatz eines Formel-1-Rennens. Die Strecke liegt am Fusse des Mount Fuji, dem mit 3.776 Metern höchsten Berg Japans. Die schneebedeckte Kuppe des Vulkans bildet oftmals den Hintergrund für spektakuläre Fotos von der Strecke. Das Layout bietet ein breites Spektrum an Kurvenradien sowie die mit 1,475 Kilometern längste Gerade im Kalender der Langstrecken-WM.

„Für die sehr lange Gerade sollte der Luftwiderstand so gering wie möglich sein, um hohen Topspeed zu erreichen. Gleichzeitig brauchen wir für die vielen mittelschnellen Kurven hohen Abtrieb – dies verlangt nach einem guten Kompromiss bei der Fahrzeugabstimmung“, schildert Alexander Stehlig die Herausforderung für die Ingenieure bei der Erarbeitung eines optimalen Setups. „Wir stehen in dieser Saison vor einer zusätzlichen Aufgabe: Das Rennen in Fuji findet rund einen Monat früher statt als in den Jahren zuvor. Das bedeutet, dass wir im japanischen Spätsommer dort fahren und mit höheren Temperaturen rechnen dürfen. Dies wird sich auf die Reifennutzung auswirken. Der Fuji Speedway hat ohnehin einen fordernden Asphalt. Das rückt beim kommenden Lauf noch stärker in den Fokus.“

911 RSR, 2022, Porsche AG

Ein besonderes Highlight des WEC-Rennens in Japan ist die „Circuit Safari“. Kurz vor dem Start des dritten Freien Trainings am Samstag schicken alle Teams mindestens eines ihrer Fahrzeuge annähernd im Renntempo auf die Strecke. Zur gleichen Zeit öffnen sich die Zufahrten für Reisebusse, die zahlreiche Fans um den Kurs chauffieren. Der Event sorgt regelmässig für Begeisterung bei den Zuschauern und liefert den Insassen der Busse nachhaltige Eindrücke vom beeindruckenden Tempo der Sportwagen und Prototypen sowie vom Rennbetrieb der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC.

Die Fahrer des Porsche GT Teams

Am Steuer des Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 wechseln sich die beiden Le-Mans-Klassensieger Richard Lietz und Gianmaria Bruni ab. Der Italiener rangiert in der Fahrermeisterschaft auf Platz zwei, sein Teamkollege aus Österreich auf Rennen vier. Stammpilot Lietz hatte zuletzt das Rennen in Monza (Italien) aufgrund einer Erkrankung auslassen müssen und kehrt nun wieder in das Aufgebot zurück. Auf Position drei der Gesamtwertung liegen die Markenkollegen Kévin Estre aus Frankreich und Michael Christensen aus Dänemark. Die beiden Fahrer der Startnummer 92 konnten den Auftakt 2022 in Sebring (USA) gewinnen. Porsche führt die Herstellerwertung nach vier von sechs Saisonrennen an.

Die Kundenteams

Dempsey-Proton Racing setzt im WEC-Rennen in Fuji zwei Porsche 911 RSR ein. In der Startnummer 77 geht Teameigner Christian Ried aus Schöneburg gemeinsam mit den beiden Briten Harry Tincknell und Sebastian Priaulx an den Start. Im Schwesterauto mit der Nummer 88 wechseln sich die Amerikaner Fred Poordad und Patrick Lindsey mit Jan Heylen aus Belgien ab.

In der Startnummer 46 von Project 1 fahren Nicolas Leutwiler aus der Schweiz, Mikkel Pedersen aus Dänemark und der Italiener Matteo Cairoli. Im Nummer-56-Auto des Kundenteams aus dem niedersächsischen Lohne agieren die beiden Briten Ben Barnicoat und Oliver Millroy gemeinsam mit dem Amerikaner Brendan Iribe. Die Startnummer 86 von GR Racing teilt sich das britische Duo Michael Wainwright und Ben Barker mit dem Italiener Riccardo Pera.

911 RSR, Fuji, 2019, Porsche AG

Fahrerstimmen vor dem Rennen

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Endlich geht es wieder auf eine lange Reise. Auch wenn wir in diesem Jahr bereits im September in Fuji fahren, so ist unsere Hoffnung auf einige Wetterkapriolen trotzdem gross. Wir haben zuletzt in Monza gesehen, dass wir uns unter gewissen Umständen im Wettbewerb schwertun. Etwas Regen oder wechselnde Bedingungen könnten unsere Chancen aus meiner Sicht verbessern. Wir wollen in Japan siegen, um beim Saisonfinale in Bahrain die bestmögliche Ausgangsposition für den Kampf um die Weltmeisterschaft zu haben.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „2019 waren wir letztmals in Japan – es wird also höchste Zeit, dass wir endlich wieder vor den tollen Fans in Fuji fahren. Das Rennen wird enorm wichtig, denn in der Meisterschaft geht es in die ganz heisse Phase. Also wir vor drei Jahren dort angetreten sind, war unser Auto sehr schnell, aber wir hatten kein Glück auf unserer Seite. Ich hoffe, dass in diesem Jahr alles rund laufen wird. Wir wollen bei der Abschiedstournee unserer Werks-Neunelfer die Titel gewinnen – sowohl für Porsche in der Herstellerwertung als auch in der Fahrermeisterschaft.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Nach zwei Jahren Pause freue ich mich sehr, wieder in Japan antreten zu dürfen. Ich mag Land und Kultur, die respektvollen Menschen und die leidenschaftlichen Fans. Die Strecke in Fuji hat unserem Porsche 911 RSR immer gut gelegen – das stimmt mich optimistisch. Der Kampf um die Meisterschaft ist in diesem Jahr ein extrem enger Wettbewerb. Es ist enorm wichtig, dass wir im kommenden Rennen ganz vorne sind und maximale Punkte mitnehmen.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Die Vorfreude auf das kommende Rennen ist besonders gross. Wir alle leiden unter einer Art ‚Japan-Entzug‘, weil wir zwei Jahre lang nicht dorthin reisen konnten. Der Event in Fuji findet erstmals schon Mitte September statt. Wir müssen mit deutlich höheren Temperaturen rechnen als bei den vorangegangenen Ausgaben. Im diesjährigen Titelkampf geht es derart eng zu, dass die Entscheidung in der Meisterschaft durch zwei Faktoren entschieden wird: beste Vorbereitung und geringste Fehlerquote. Diese Dinge stehen bei uns klar im Fokus.“

Der Zeitplan (alle Zeiten MESZ)

Freitag, 9. September
04:00 Uhr bis 05:30 Uhr: Freies Training 1
08:30 Uhr bis 10:00 Uhr: Freies Training 2

Samstag, 10. September
03:00 Uhr bis 03:12 Uhr: Circuit Safari
03:20 Uhr bis 04:20 Uhr: Freies Training 3
07:40 Uhr bis 07:50 Uhr: Qualifying GTE

Sonntag, 11. September
04:00 Uhr bis 10:00 Uhr: Rennen

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Verbrauchsangaben

911 Turbo S

WLTP*
  • 12,3 – 12,0 l/100 km
  • 278 – 271 g/km

911 Turbo S

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP) 12,3 – 12,0 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 278 – 271 g/km
Effizienzklasse: G