Porsche verteidigt die Führung in der GTE-Pro-Weltmeisterschaft

Das Porsche GT Team hat im 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps mit den beiden 911 RSR die Positionen zwei und fünf erreicht. Der Sportwagen-Hersteller verteidigte dadurch im zweiten Saisonlauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC die Führung im Gesamtklassement – sowohl in der Hersteller- als auch in der Fahrerwertung.

Das Rennen

Das Porsche-Kundenteam Dempsey-Proton Racing konnte mit der Startnummer 77 die GTE-Am-Klasse gewinnen. Am Ende eines ereignisreichen Rennens in Belgien überquerten Christian Ried aus Deutschland und seine britischen Teamkollegen Sebastian Priaulx und Harry Tincknell im Neunelfer aus Weissach als Erste das Ziel.

„Wir sind etwas enttäuscht. Es war tatsächlich mehr möglich, denn unser Auto war sehr gut“, fasst Thomas Laudenbach, Leiter Motorsport zusammen. Mit dem Blick auf den frühen Kontakt beider 911 RSR des Werksteams ergänzt Laudenbach: „Gleich in der ersten Kurve haben sich beide Autos berührt. Leider war unsere Startnummer 91 anschliessend nicht mehr vorn dabei. Insgesamt war es ein verrücktes Rennen mit vielen Unterbrechungen und ständigen Verschiebungen im Klassement. Glückwunsch an unsere Kundenmannschaft Dempsey-Proton Racing zum Sieg in der GTE-Am-Klasse. Für die Zuschauer war es heute sicherlich ein echter Leckerbissen.“

911 RSR, FIA WEC, Rennen, Spa-Francorchamps, 2021, Porsche AG

Der Start des 6-Stunden-Rennens auf der Formel-1-Strecke von Spa-Francorchamps fand bei sonnigen Bedingungen statt. Beide Werks-Elfer gingen aus der ersten Startreihe ins Rennen. Am Steuer der Startnummer 92 versuchte der Franzose Kévin Estre sofort, sich an Markenkollege Gianmaria Bruni (Italien) vorbeizuschieben. Dabei erhielt die von der Pole-Position gestartete Nummer 91 einen Schlag auf das linke Hinterrad. Bruni musste sein Fahrzeug mit einem Reifendefekt langsam zurück zur Box fahren. Dabei verlor das Team eine Runde auf die Führenden und spielte im Kampf um den Klassensieg fortan keine Rolle mehr.

„Wir sind von den ersten beiden Plätzen gestartet und hatten das Tempo für einen grossen Erfolg. Von daher sind wir enttäuscht“, so die Bilanz von Alexander Stehlig, Leiter Werksmotorsport FIA WEC. „Dass unsere Autos beim Start kollidieren, darf uns nicht passieren. In einem chaotischen Rennen mit viel Regen sowie roten und gelben Flaggen hat es am Ende gerade so nicht zum Klassensieg gereicht – sehr schade!“

Estre verteidigte in der Frühphase die Spitze bis zum ersten starken Regenschauer in den belgischen Ardennen. Aufgrund der nassen Fahrbahn unterbrach die Rennleitung den Lauf nach gut einer Stunde zum ersten Mal. Weitere Wolkenbrüche liessen zwei weitere Rotphasen folgen. Zahlreiche Zwischenfälle sorgten für den häufigen Einsatz des Safety-Cars, zudem wurde das Feld oft über Gelbphasen neutralisiert. Die Startnummer 92 fiel im turbulenten Strategiepoker zwischenzeitlich auf die dritte Position zurück, ehe sich der Däne Michael Christensen in der Schlussphase auf Platz zwei nach vorne arbeitete und auf den allerletzten Metern den Klassensieg nur um 0,523 Sekunden verpasste. Die Startnummer 91 beendete das Rennen auf Platz fünf.

911 RSR, FIA WEC, Rennen, Spa-Francorchamps, 2021, Porsche AG

In der GTE-Am-Kategorie zeigten die Kundenteams von Porsche starke Leistungen. Die Mannschaften von Dempsey-Proton Racing und Project 1 leisteten über weite Strecken Führungsarbeit. Erst in der letzten Rennstunde fiel die Entscheidung um den Sieg. Harry Tincknell wehrte sich in den letzten Runden erfolgreich gegen die Angriffe der Konkurrenten und fuhr in der Nummer 77 als Erster über den Zielstrich. Das Schwesterauto (Startnummer 88) beendete den Lauf über sechs Stunden auf Rang neun. Die beiden 911 RSR von Project 1 wurden auf den Positionen fünf und 13 gewertet. Das baugleiche Fahrzeug von GR Racing erreichte Platz sechs.

Das nächste Rennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC ist das grosse Highlight des Jahres: 24 Stunden von Le Mans. Die 90. Auflage des Langstrecken-Klassikers in Frankreich wird am 11./12. Juni ausgetragen. Der offizielle Vortest, die einzige Chance für Probefahrten auf der 13,6 Kilometer langen Strecke, findet am 5. Juni statt. Porsche geht als Führender der Herstellerwertung in den Klassiker, Kévin Estre und Michael Christensen stehen an der Spitze der Fahrerwertung.

Fahrerstimmen nach dem Rennen

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Es war ein äusserst schwieriges Rennen bei allen erdenklichen Bedingungen. Der Zustand der Strecke war in einem ständigen Wandel. Es galt über weite Phasen, einfach nur das Auto auf der Strecke zu halten. Am Ende habe ich mich noch recht gut nach vorn gekämpft, aber es hat nicht für den Sieg gereicht. Ich mag das Wort Glück eigentlich nicht so gern. Aber heute hatten wir tatsächlich nicht so viel davon...“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Gimmi und ich hatten beide einen guten Start. Ich habe mich leider auf kalten Reifen verbremst. Ich bin geradeaus gerutscht, habe die Nummer 91 leicht berührt. Am Ausgang waren drei Wagen nebeneinander. Es gab zu wenig Platz. Unsere beiden Autos haben sich dann noch einmal berührt. Es war bestimmt nicht optimal gelöst von meiner Seite. Ich entschuldige mich bei den Kollegen aus dem Schwesterauto. Es war mein Fehler. Leider haben wir heute nicht maximal für Porsche punkten können.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Kévin hat sich auf der Zufahrt der ersten Kurve verbremst, kam weit nach draussen und ist beim Einfädeln mit mir kollidiert. Dabei ist uns hinten links der Reifen geplatzt – das war es dann. Es ist schade, denn wir haben heute viele Punkte für Porsche liegen lassen. Die Bedingungen waren im weiteren Verlauf des Rennens teilweise verrückt. Es gab enormes Aquaplaning, weil wir in Erwartungen einer trockenen Phase den Reifendruck zu niedrig eingestellt hatten. Mir ist bestimmt 20 Mal das Heck ausgebrochen – auf der Geraden im dritten Gang. Das war der Wahnsinn!“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Wir hatten ein gutes Qualifying, sind von der Pole-Position gestartet, aber dann ist der Zwischenfall passiert. Solche Dinge passieren im Motorsport. Von dort an lagen wir eine Runde zurück. Wir haben versucht, uns in den Safety-Car-Phasen zurück zu kämpfen. Das sah zwischendurch gut aus, aber hat dann doch nicht geklappt. Es war unter dem Strich eher ein Rennen zum Vergessen.“

Christian Ried (Porsche 911 RSR #77): „Es war ein wildes Rennen mit Unterbrechungen und vielen Zwischenfällen. Beim Start musste ich zuerst einem Ferrari ausweichen, dann dem Werks-Elfer von Gimmi. Als sich danach endlich alles sortiert hatte, habe ich einen guten Rhythmus gefunden. Sebastian hat anschliessend im Regen einen tollen Job gemacht und Harry das Finale souverän bestimmt. Wir als Team haben bezüglich der Strategie optimal gearbeitet. Das war alles andere als einfach. Ich freue mich sehr über den Klassensieg.“

Fahrerstimmen nach dem Rennen

GTE-Pro-Klasse
1. Calado/Pier Guidi (GB/I), Ferrari 488 GTE #51, 102 Runden
2. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR #92, 102 Runden
3. Fuoco/Molina (I/E), Ferrari 488 GTE #52, 102 Runden
4. Tandy/Milner (GB/USA), Corvette C8.R #64, 101 Runden
5. Bruni/Lietz (I/A), Porsche 911 RSR #91, 100 Runden

GTE-Am-Klasse
1. Ried/Priaulx/Tincknell (D/GB/GB), Porsche 911 RSR #77, 99 Runden
2. Keating/Chaves/Sörensen (USA/P/DK), Aston Martin #33, 99 Runden
3. Dalla Lana/Pittard/Thiim (USA/GB/DK), Aston Martin #98, 99 Runden
4. Leutwiler/Cairoli/Pedersen (CH/I/DK), Porsche 911 RSR #46, 99 Runden
6. Wainwright/Barker/Pera (GB/GB/I), Porsche 911 RSR #86, 98 Runden
9. Poordad/Heylen/Lindsey (USA/B/USA), Porsche 911 RSR #88, 96 Runden
13. Iribe/Barnicoat/Millroy (USA/GB/GB), Porsche 911 RSR #56, 93 Runden

Alle Ergebnisse und Tabellenstände hier.

Das Qualifying

Das Porsche GT Team hat seine beeindruckende Serie von Pole-Positions in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC fortgeschrieben. Werksfahrer Gianmaria Bruni fuhr im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 in der Zeitenjagd auf dem Circuit de Spa-Francorchamps in Belgien auf den ersten Platz.

Der Italiener, der sich das Auto mit dem Österreicher Richard Lietz teilt, war in 2:14,481 Minuten der schnellste GT-Pilot auf der 7,004 Kilometer langen Strecke. Das Schwesterauto mit der Nummer 92 von Kévin Estre (Frankreich) und Michael Christensen (Dänemark), das den Saisonauftakt in Sebring gewonnen hatte, startet von Platz zwei. Der Neunelfer aus Weissach ist somit seit zwei Jahren im Qualifying der GTE-Pro-Klasse ungeschlagen.

„Platz eins und zwei – mehr geht nicht“, freut sich Alexander Stehlig, Leiter Werksmotorsport FIA WEC. „Ich freue mich für die Jungs in der Startnummer 91, dass sie es auf die Pole-Position geschafft haben. Es war ein spannendes Qualifying, da wegen des Überfahrens der Streckenbegrenzungen immer wieder Rundenzeiten gestrichen wurden. Unsere Nummer 91 hat es im zweiten Umlauf erwischt, daher hat Gianmaria noch einmal eine dritte fliegende Runde drangehängt. Diese hat es dann gebracht. Beide Autos in der ersten Reihe: Es wird morgen bestimmt ein spannendes Rennen!“

Alexander Stehlig, FIA WEC, Qualifying, Spa-Francorchamps, 2021, Porsche AG
Alexander Stehlig, Leiter Werksmotorsport FIA WEC

Bei sonnigen Bedingungen und frühlingshaften Temperaturen von 19 Grad Celsius herrschten in den belgischen Ardennen optimale Bedingungen. Zum Start des 10-minütigen Zeittrainings warteten die beiden 911 RSR zunächst in der Box ab. Ziel war es, anschliessend eine freie Runde ohne hinderlichen Verkehr absolvieren zu können. Diese Rechnung ging für Michael Christensen in der Startnummer 92 auf. Der Däne wuchtete seinen Porsche auf Anhieb an die Spitze. Markenkollege Bruni hatte zunächst die weissen Linien am Streckenrand überfahren. Da seine schnellste Runde annuliert wurde, musste der Italiener noch einmal alles in die Waagschale werfen. In allerletzter Sekunde verdrängte Bruni das Schwesterauto von Platz eins.

In der GTE-Am-Kategorie zeigte der amerikanische Gentleman-Fahrer Brendan Iribe eine starke Vorstellung. Der erfolgreiche Geschäftsmann, der erstmals im 911 RSR auf der sogenannten „Ardennen-Achterbahn“ unterwegs ist, platzierte die Startnummer 56 von Project 1 auf Rang drei der Klasse. Das Schwesterauto des Kundenteams aus dem niedersächsischen Lohne startet von Rang fünf. Die beiden Neunelfer von Dempsey-Proton Racing erreichten die Positionen sechs und neun, das baugleiche Auto von GR Racing geht von Platz zwölf ins Rennen.

911 RSR, Team Project 1, FIA WEC, Qualifying, Spa-Francorchamps, 2021, Porsche AG
Der 911 RSR #56 von Team Project 1

Der zweite Saisonlauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC startet am Sonntag, 7. Mai um 13:00 Uhr. Der Free-TV-Sender RTL NITRO überträgt live aus Spa-Francorchamps. Das 6-Stunden-Rennen gilt als Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans. Das Highlight des Jahres wird am 11./12. Juni auf dem legendären 13,6 Kilometer langen Strassenkurs in Westfrankreich ausgetragen.

Fahrerstimmen nach dem Qualifying

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Die Fahrzeugbalance war sehr gut. Ich habe eine freie Runde erwischt und alles hat gepasst. Ich liebe die Strecke in Spa und habe immer viel Spass daran, hier zu fahren – erst recht, wenn wirklich rundherum alles gelingt. Heute haben wir einen wichtigen Punkt geholt, aber morgen beginnt das Spiel von vorn. Im Rennen kann alles passieren. Es gibt eine gewisse Regenwahrscheinlichkeit. Abhängig davon, ob und wie stark der Niederschlag kommt, wird es sicherlich ein spannender Wettbewerb über sechs Stunden.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Eine ereignisreiche Session! Als ich auf dem Weg zurück an die Box war, lag ich noch in Führung. Ich wurde zwar etwas vom Verkehr aufgehalten, die Rundenzeit war dennoch gut – aber eben nicht gut genug. Die Strecke baute offensichtlich immer mehr Grip auf. So konnte Gimmi an mir vorbeiziehen. Wir starten mit beiden 911 RSR aus der ersten Reihe. Bessere Voraussetzungen vor dem Beginn des Rennens kann es kaum geben.“

Ergebnisse Qualifying

GTE-Pro-Klasse
1. Bruni/Lietz (I/A), Porsche 911 RSR #91, 2:14,301 Minuten
2. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR #92, 2:14,481 Minuten
3. Tandy/Milner (GB/USA), Corvette C8.R #64, 2:14,606 Minuten
4. Calado/Pier Guidi (GB/I), Ferrari 488 GTE #51, 2:15,102 Minuten
5. Fuoco/Molina (I/E), Ferrari 488 GTE #52, 2:15,443 Minuten

GTE-Am-Klasse
1. Keating/Chaves/Sörensen (USA/P/DK), Aston Martin #33, 2:17,408 Minuten
2. Dalla Lana/Pittard/Thiim (USA/GB/DK), Aston Martin #98, 2:18,912 Minuten
3. Iribe/Barnicoat/Millroy (USA/GB/GB), Porsche 911 RSR #56, 2:19,700 Minuten
5. Leutwiler/Cairoli/Pedersen (CH/I/DK), Porsche 911 RSR #46, 2:20,937 Minuten
6. Ried/Priaulx/Tincknell (D/GB/GB), Porsche 911 RSR #77, 2:21,027 Minuten
9. Poordad/Heylen/Lindsey (USA/B/USA), Porsche 911 RSR #88, 2:22,622 Minuten
12. Wainwright/Barker/Pera (GB/GB/I), Porsche 911 RSR #86, 2:24,384 Minuten

Alle Ergebnisse und Tabellenstände: fiawec.alkamelsystems.com

Die Vorschau

Porsche tritt beim zweiten Saisonlauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC als Spitzenreiter in der Meisterschaft an. Nach dem Klassensieg zum Jahresauftakt in Sebring (USA) peilt das Werksteam beim 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps einen weiteren Erfolg an. Die aktuelle Generation des Porsche 911 RSR ist auf der Formel-1-Rennstrecke in Belgien noch ungeschlagen. In den Saisons 2019/2020 und 2021 fuhr der Neunelfer aus Weissach jeweils den Triumph in der GTE-Pro-Klasse auf dem Ardennen-Kurs ein. An diese Serie möchte Porsche am kommenden Wochenende anknüpfen.

„Nach unserem grossen Erfolg zuletzt in Sebring mit Platz eins und Platz drei sowie dem Vorjahressieg in Spa steht unser Ziel fest: Wir wollen dort wieder gewinnen. Es ist unser grosser Wunsch, in diesem Jahr den Titel mit dem 911 RSR einzufahren. Daher müssen wir im kommenden Rennen maximale Punkte anpeilen“, erklärt Alexander Stehlig, Leiter Werksmotorsport FIA WEC. „Wir sind in Sebring gut in die Saison gestartet, haben aber noch Luft nach oben. Wir wollen uns vor allem bei den Boxenstopps weiter verbessern. Wenn uns dies gelingt, sollte bei einem optimalen Rennverlauf auch ein Doppelerfolg möglich sein. Das wäre die perfekte Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans, die dann im Juni folgen.“

Der Circuit de Spa-Francorchamps liegt im äussersten Osten Belgiens unweit der deutschen Grenze. Die 1921 eröffnete Rennstrecke führt über 7,004 Kilometer und ist damit der längste permanente Kurs im Kalender der FIA WEC. 21 Kurven und mehrere lange Geraden führen spektakulär bergauf und bergab durch dichte Wälder – die traditionsreiche Strecke trägt aus diesem Grund den Beinamen „Ardennen-Achterbahn“. Die schnellen Passagen wie Raidillon/Eau Rouge und Blanchimont sind ebenso berühmt-berüchtigt wie die Haarnadelkurve La Source. Zur Saison 2022 wurde die Anlage umfangreich renoviert und ausgebaut. An zahlreichen Kurven entstanden neue Kiesbetten und Tribünen. An Streckenlänge und -verlauf änderte sich jedoch nichts.

911 RSR, FIA World Endurance Championship WEC, Sebring, 2022, Porsche AG

Die Fahrer des Porsche GT Teams

Der Österreicher Richard Lietz und der Italiener Gianmaria Bruni bilden die Fahrerpaarung im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91. Das Schwesterauto teilt sich Kévin Estre mit Michael Christensen. Das Duo aus Frankreich und Dänemark hatte am Steuer der Nummer 92 im März den Saisonauftakt in Sebring gewonnen und führt die Meisterschaft derzeit an. In der Herstellerwertung belegt Porsche vor dem zweiten Rennen dieses Jahres die erste Position.

911 RSR, FIA World Endurance Championship WEC, Sebring, 2022, Porsche AG

Die Kundenteams

Die erfahrenen deutschen Kundenteams Project 1 und Dempsey-Proton Racing schicken jeweils zwei Porsche 911 RSR in den zweiten WEC-Lauf des Jahres. Für Project 1 greift unter anderem der Italiener Matteo Cairoli ins Lenkrad. Bei Dempsey-Proton agiert Teambesitzer Christian Ried gemeinsam mit den beiden Briten Harry Tincknell und Sebastian Priaulx in der Startnummer 77. Das Schwesterauto mit der Nummer 88 teilen sich die Amerikaner Fred Poordad und Patrick Lindsey mit dem Belgier Jan Heylen. Das britische Team GR Racing schickt die beiden Briten Michael Wainwright und Ben Barker sowie den Italiener Riccardo Pera an den Start.

Teams und Fahrer in der Übersicht

GTE-Pro-Klasse
Porsche GT Team #91 – Richard Lietz (A) / Gianmaria Bruni (I)
Porsche GT Team #92 – Kévin Estre (F) / Michael Christensen (DK)

GTE-Am-Klasse
Team Project 1 #46 – Matteo Cairoli (I) / TBA / TBA
Team Project 1 #56 – Brendan Iribe (USA) / Oliver Millroy (GB) / Ben Barnicoat (GB)
Dempsey-Proton Racing #77 – Christian Ried (D) / Harry Tincknell (GB) / Sebastian Priaulx (GB)
Dempsey-Proton Racing #88 – Julien Andlauer (F) / Fred Poordad (USA) / Patrick Lindsey (USA)

911 RSR, FIA World Endurance Championship WEC, Sebring, 2022, Porsche AG

Fahrerstimmen vor dem Rennen

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Nach den Umbauten in Spa-Francorchamps gibt es dort wieder mehr Kiesbetten. Ich bin daher gespannt, wie sich das auf den Fahrstil auswirkt. Auf den Videos sieht es gut aus, aber einen realistischen Eindruck bekommen wir erst im Freien Training am Donnerstag. Ich hoffe, dass sich die Charakteristik der legendären Strecke nicht verändert hat. Ich erwarte bei unserem ersten Europa-Rennen der Saison einen engen Wettbewerb aller Autos in unserer GTE-Pro-Klasse.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Spa ist seit der Gründung der FIA WEC jedes Jahr im Kalender – für mich ist es ein absolutes Highlight der Saison. Die Strecke macht vor allem im Porsche 911 RSR enorm viel Spass. Wir wollen maximale Punkte einfahren. Es ist viel neu gestaltet worden entlang des Kurses. Ich bin schon gespannt, welche Eindrücke wir bei der Streckenbegehung am Donnerstag gewinnen. Mal schauen, ob die neu asphaltierten Abschnitte grosse Veränderungen mit sich bringen. In den vergangenen Jahren hatten wir in Spa schon alles: Sonnenschein, Regen und sogar Schnee. Das Wetter hält in den Ardennen immer einige Überraschungen parat.“

911 RSR, FIA World Endurance Championship WEC, Sebring, 2022, Porsche AG

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Wo früher asphaltierte Auslaufzonen waren, sind nun an vielen Stellen neue Kiesbetten. Mal schauen, ob wir deswegen durch die berühmte Eau Rouge eine andere Linie fahren müssen. Insgesamt freue ich mich schon sehr auf das kommende Rennwochenende. Die Strecke ist einzigartig und herausfordernd, zudem sind endlich wieder viele Fans zugelassen. Das bringt eine tolle Atmosphäre. Im vergangenen Jahr hatten wir in Spa ein perfektes Wochenende: Pole-Position und Klassensieg. Der Porsche 911 RSR liess sich im Qualifying und im Rennen hervorragend fahren. Es gibt keinen Grund, warum es in diesem Jahr anders sein sollte. Aber wir müssen vorsichtig bleiben: Die Konkurrenz wird stark sein.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „In Spa-Francorchamps waren wir immer besonders gut. Ich hoffe, dass dies auch am kommenden Wochenende der Fall sein wird. Ein weiterer Sieg ist das klare Ziel. Wenn wir dies schaffen, dann sind wir nicht nur in einer tollen Position in der Meisterschaft, sondern bekommen vor dem Highlight in Le Mans rechtzeitig noch einmal einen zusätzlichen Motivationsschub. Das bevorstehende Rennen in Belgien besitzt unter diesen Gesichtspunkten grosse Bedeutung für uns. Ich kann es kaum noch erwarten, dort endlich wieder auf die Strecke zu fahren.“

Der Zeitplan (alle Zeiten MESZ)

Donnerstag, 5. Mai
15:30 Uhr – 17:00 Uhr: Freies Training 1

Freitag, 6. Mai
09:05 Uhr – 10:35 Uhr: Freies Training 2
14:00 Uhr – 15:00 Uhr: Freies Training 3
18:20 Uhr – 18:30 Uhr: Qualifying GTE

Samstag, 7. Mai
13:00 Uhr – 19:00 Uhr: Rennen

Weitere Artikel

Verbrauchsangaben

911 Turbo S

WLTP*
  • 12,3 – 12,0 l/100 km
  • 278 – 271 g/km

911 Turbo S

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP) 12,3 – 12,0 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 278 – 271 g/km
Effizienzklasse: G