Hart erkämpfte Punkte für Porsche bei Formel-E-Premiere in Jakarta

Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team ist mit wichtigen Meisterschaftspunkten in die zweite Saisonhälfte der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft gestartet. Mit dem Porsche 99X Electric belegte Pascal Wehrlein beim ersten Gastspiel in Indonesien den achten Platz. Sein Teamkollege André Lotterer kam auf dem Jakarta International E-Prix Circuit als Neunter ins Ziel, wurde wegen einer Zeitstrafe jedoch auf den elften Platz zurückgesetzt. 

Das Rennen 9

Extreme äussere Bedingungen mit Temperaturen von 33 Grad Celsius und sehr hoher Luftfeuchtigkeit stellten höchste Anforderungen an Fahrer, Fahrzeuge und Teams.

In der Fahrerwertung der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft ist André Lotterer (GER/Startnummer 36) nach neun von 16 Rennen mit 59 Punkten Siebter. Pascal Wehrlein (GER/Startnummer 94) folgt mit 55 Punkten als Achter. In der Teamwertung liegt das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team mit 114 Punkten auf dem fünften Platz.

Auf der 2,37 Kilometer langen Strecke im Stadtbezirk Ancol vor der Jakarta Bay sicherte sich Pascal Wehrlein den sechsten Platz im Qualifying. Das Rennen vor vollbesetzten Tribünen musste er jedoch wegen einer aus nach Berlin resultierenden Strafe von der elften Startposition in Angriff nehmen. Mit seinem Porsche 99X Electric machte der Sieger von Mexiko gleich beim Start mit einem sehenswerten Manöver drei Positionen gut. André Lotterer, der es in Jakarta erstmals in dieser Saison nicht in die Qualifying-Duelle schaffte, startete als Achter und fuhr als Neunter über die Ziellinie. Wegen einer Kollision mit einem Konkurrenten erhielt er jedoch eine Fünf-Sekunden-Strafe und wurde schliesslich als Elfter gewertet.

99X Electric, Jakarta International E-Prix Circuit, 2022, Porsche AG

Stimmen zum Jakarta E-Prix, Rennen 9

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Das war ein harter Tag für das ganze Team bei extremen äusseren Bedingungen. Im Qualifying schaffte es André um drei Tausendstel einer Sekunde zum ersten Mal nicht in die Duelle, dafür holte Pascal einen guten sechsten Platz. Obwohl er im Rennen wegen der Strafe als Elfter losfahren musste, hatte er einen super Start. Beide konnten sich in den Top 10 festsetzen und weitere Position gutmachen. Nach 25 Runden lagen sie nur fünf Sekunden hinter der Spitze. Im letzten Renndrittel haben sie nach Kontakten mit Konkurrenten jedoch Plätze verloren. Zudem fiel André am Ende wegen einer Zeitstrafe aus den Punkterängen. Eine so extreme Hitze wie in Jakarta kann uns auch bei fünf der sieben in dieser Saison noch ausstehenden Rennen treffen. Wir müssen deshalb hart arbeiten, um für die nächsten Rennen unter solchen Bedingungen stärker zurückzukommen.“
 
André Lotterer, Porsche-Werksfahrer (#36): „Das war kein einfaches Rennen. Ich bin nicht gut gestartet, habe mich aber zurückgekämpft. Wegen einer Kollision, die ich nicht vermeiden konnte, fiel ich aus den Punkterängen. Schon im Qualifying war es bei diesen extremen Temperaturen schwierig, eine perfekte Runde zu fahren. Trotzdem habe ich die Duelle nur um drei Tausendstelsekunden verpasst.“
 
Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Alles in allem war das gar nicht so schlecht. Ich hatte einen sehr guten Start und konnte in der ersten Runde einige Positionen gutmachen. Doch dann gab es die beiden Kontakte mit Konkurrenten, nach denen ich nicht mehr die Performance zeigen konnte, die ich erwartet hatte. Heute wäre definitiv mehr möglich gewesen. Jetzt hoffe ich auf ein reibungsloses Wochenende in Marrakesch.“

So geht es weiter

Das nächste Rennen für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team ist am 2. Juli der Marrakesch E-Prix, der 10. Lauf zur ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft. Dort startete es bereits einmal in seiner Debütsaison im Februar 2020.

Die Vorschau

Eine neue Metropole auf der Weltkarte der Formel E: Mit dem Jakarta E-Prix gastiert die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft am 4. Juni erstmals in Indonesien. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team ist bei dieser Premiere mit zwei Porsche 99X Electric am Start.Die Fahrer sind André Lotterer (GER/Startnummer 36), der zuletzt bei der Doppelveranstaltung in Berlin in beiden Rennen in die Punkteränge fuhr, sowie Pascal Wehrlein (GER/Startnummer 94).

Das Rennen auf dem Jakarta International E-Prix Circuit markiert den Start der zweiten Saisonhälfte. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team erwartet „ein hartes Wochenende mit extremen äusseren Bedingungen“, so Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E. „Das ganze Team muss fokussiert bleiben, um Punkte auf die anderen Wettbewerber gut zu machen.“

In der Fahrerwertung der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft ist André Lotterer aktuell nach 8 von 16 Rennen mit 59 Punkten Siebter. Pascal Wehrlein folgt mit 51 Punkten als Achter. In der Teamwertung liegt das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team mit 110 Punkten auf dem fünften Platz.

Florian Modlinger (Gesamtprojektleiter Formel E)

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E, 2022, Porsche AG

In Jakarta startet die Formel E in die zweite Hälfte der Saison 8. Was waren für Dich die bisherigen Highlights und was muss besser werden?

„Zu den Highlights gehört natürlich der fantastische Doppelsieg in Mexiko, aber auch unsere gute Qualifying-Bilanz. Als einziger Fahrer hat es André bei allen Rennen in die Duelle geschafft, und als Team waren wir dort zusammen mit einem anderen Team am häufigsten vertreten. Positiv war neben Mexiko auch die Performance auf anderen Strecken. Wir konnten in Diriyah, Rom, Monaco und in Berlin ums Podium kämpfen. Die Rennen in Rom und Monaco haben wir zeitweise sogar angeführt. In der zweiten Saisonhälfte müssen wir uns klar in die Position bringen, nicht nur um Podiumsplatzierungen zu kämpfen, sondern diese letztendlich mit der nötigen Konsequenz auch einzufahren.“
 

Um wieviel umfangreicher wird die Vorbereitung, wenn es – wie jetzt in Jakarta – erstmals auf eine neue Strecke geht?

„Natürlich kommen weitere Herausforderungen hinzu, wenn man das erste Mal auf einer neuen Strecke fährt. Mit Hilfe der uns zur Verfügung stehenden Informationen werden wir uns bestmöglich darauf vorbereiten. Darüber hinaus versuchen wir zu antizipieren, was auf dieser neu gebauten Strecke alles auf uns zukommen könnte, zum Beispiel: Wie verhält sich der neue Asphalt bei der hohen Sonneneinstrahlung und den hohen Temperaturen? Solche Fragen fliessen in unsere Vorbereitung mit ein.“

André Lotterer (Porsche-Werksfahrer, #36)

André Lotterer, 2022, Porsche AG

Du hast es als einziger Fahrer in allen Rennen dieser Saison in die Qualifying-Duelle geschafft. Was macht Dich so stark und was bedeutet Dir dieser Rekord? 

„Diese Statistik gefällt mir natürlich. Sie bedeutet, dass ich ein schnelles Auto habe und mit meinen Ingenieuren gut zusammenarbeite. Ohne sie und das Team könnte ich so etwas nicht schaffen. Wir legen uns in der Vorbereitung richtig ins Zeug, um im Simulator die Voraussetzungen für solche Leistungen zu schaffen. Bisher konnten wir das in allen Qualifyings umsetzen, und damit bin ich natürlich sehr zufrieden.“

Wie sieht Deine Bilanz nach der ersten Saisonhälfte aus und was erwartest Du für die restlichen Rennen?

„Für mich hat die bisherige Saison vor allem gezeigt, dass wir das Potential haben, regelmässig in die Punkte zu fahren. Wenn an einem Wochenende alles passt, so wie in Mexiko, können wir auch Rennen gewinnen. Für die zweite Saisonhälfte erwarte ich, dass wir aus Rennen wie zuletzt in Berlin die richtigen Lehren ziehen und noch stärker werden. Wir müssen weitere Schritte nach vorne machen, um in den Kampf um den Titel eingreifen zu können.“

Pascal Wehrlein (Porsche-Werksfahrer, #94)

Pascal Wehrlein, 2022, Porsche AG

Die Formel E fährt zum ersten Mal in Jakarta. Freust Du Dich auf eine neue Strecke?

„Ich finde es immer sehr reizvoll, auf eine neue Strecke zu kommen. Vor allem die ersten Runden sind super spannend. Den Grip der Strecke zu spüren und die Balance des Autos, das fasziniert mich. Darauf freue ich mich richtig.“

Du hast in Mexiko den ersten Sieg für Porsche in der Formel E geholt. Wie zufrieden bist Du mit der ersten Saisonhälfte?

„Ich blicke mit gemischten Gefühlen zurück. In Mexiko haben wir gewonnen, in Monaco sind wir ausgeschieden. Wir müssen unser Potential noch konstanter abrufen. Ich denke, wir haben in dieser ersten Saisonhälfte zu viele Punkte liegenlassen. Auch in Berlin wäre für uns mehr möglich gewesen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir gute Fortschritte gemacht, aber noch nicht auf allen Strecken. Daran müssen wir arbeiten.“

Die Strecke

Der Jakarta International E-Prix Circuit liegt im Stadtbezirk Ancol vor der Jakarta Bay. Er ist kein typischer Stadtkurs. Obwohl er grösstenteils von Mauern gesäumt ist, ähnelt er eher einer permanenten Rennstrecke. Der neu gebaute Kurs ist nur 2,37 Kilometer lang, weist aber dennoch 18 Kurven auf. Die Start-Ziel-Gerade ist eine der längsten in der Formel E. Neben der hohen Luftfeuchtigkeit müssen sich Teams und Fahrer auf Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius einstellen. Das Regenrisiko ist um diese Jahreszeit sehr hoch. Speziell am Nachmittag ist mit schweren Regenschauern und Gewittern zu rechnen, die sich auf das Rennen auswirken können.

Live im TV und Internet

Das sind die Übertragungszeiten im TV und als Livestream im Internet des Formel-E-Rennens in Jakarta:

Samstag, 4.6. – ab 05.30 Uhr, ran.de: Qualifying Rennen 9 live
Samstag, 4.6. – ab 09.30 Uhr, ProSieben und ran.de: Rennen 9 live

Porsche Taycan Turbo S als Safety Car

Porsche engagiert sich für die Sicherheit in der Formel E: Mit dem vollelektrischen Taycan Turbo S stellt der Sportwagenhersteller in dieser Saison das offizielle Safety Car und unterstreicht damit die Bedeutung der Formel E für Porsche Motorsport. Mit seiner Fahrbarkeit und Sicherheit sowie seiner Leistung von bis zu 560 kW (761 PS; Taycan Turbo S: CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 0 g/km, Stromverbrauch* kombiniert (WLTP) 23,4 – 21,9 kWh/100 km, Elektrische Reichweite kombiniert (WLTP) 440 – 468 km, Elektrische Reichweite innerorts (WLTP) 524 – 573 km) verfügt der erste vollelektrische Sportwagen von Porsche über beste Voraussetzungen für den Einsatz als Safety Car in der ersten Elektrorennserie der Welt. Das Top-Modell der Taycan-Reihe beschleunigt mit Launch Control in 2,8 Sekunden von 0 – 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h. Das markante Design enthält die Farben aller elf Teams sowie der FIA und der Formel E. Es symbolisiert damit das gemeinsame Engagement für die vollelektrische Zukunft des Motorsports sowie gesellschaftliche Werte wie Vielfalt und Gemeinschaft. 

Der Medienservice

Erste aktuelle Fotos aus Jakarta stehen am 3. Juni auf der Porsche Presse-Datenbank zur Verfügung. Der Rennbericht folgt am 4. Juni (Rennen 9). Weitere Informationen rund um das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team werden live auf dem Twitter-Kanal @PorscheFormulaE veröffentlicht. Alles Wissenswerte über das Team, die Fahrer und die Rennserie finden Sie im Porsche Formel E Media Guide. Im Verlauf der Saison wird er laufend aktualisiert und durch zusätzliche interaktive Inhalte erweitert.

Der Porsche 99X Electric

Nach 30 Jahren kehrte Porsche 2019 mit dem Porsche 99X Electric in den Formel-Sport zurück. Der Elektrorennwagen mit dem Porsche E-Performance Powertrain, dem in Weissach entwickelten Antriebsstrang, dient zugleich als Entwicklungsträger für Elektro-Serienfahrzeuge des Sportwagenherstellers. Energiemanagement und -effizienz sind sowohl in der Formel E als auch in der Serienentwicklung wichtige Erfolgsfaktoren. Die maximale Leistung des Porsche 99X Electric in der Saison 2021/2022 beträgt bis zu 250 kW im Qualifikationsmodus und 220 kW im normalen Rennmodus. Sie kann im Attack Mode auf 250 kW gesteigert werden. Die maximale Rekuperation liegt bei 250 kW, die nutzbare Batteriekapazität beträgt 52 Kilowattstunden.

Die Formel E

Die Formel E ist die erste vollelektrische Rennserien der Welt und bringt seit 2014 spannenden Motorsport zu den Menschen in den Metropolen. Als Beschleuniger für innovative und nachhaltige Mobilitätstechnologien fördert sie gleichzeitig die weltweite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen mit dem Ziel, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Das Format ist kompakt: Training, Qualifying und Rennen finden an einem Tag statt. Ein Rennen dauert im Normalfall 45 Minuten plus eine Runde. In der Formel E sind in der Saison 2021/2022 elf Teams mit 22 Fahrern am Start. Entsprechend interessant und hart umkämpft sind die Rennen. Mit dem Porsche 99X Electric bestreitet das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team seine dritte Saison.

Porsche in der Formel E

Mit einem Doppelsieg durch Pascal Wehrlein und André Lotterer im Porsche 99X Electric feierte das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team am 12. Februar 2022 in Mexiko seinen bisher grössten Erfolg. Das Team bestreitet seine dritte Saison in der ersten vollelektrischen Rennserie der Welt. Für das erfolgreiche Renndebüt im November 2019 sorgte Lotterer, als er beim Saisonauftaktrennen in Diriyah den zweiten Platz belegte. Ein Einstand nach Mass und ein Beleg dafür, dass Porsche mit dem Porsche 99X Electric auf Anhieb ein konkurrenzfähiges Fahrzeug am Start hatte. In der vergangenen Saison holte Wehrlein in Mexiko die Pole-Position. Dazu kamen zwei Podiumsplatzierungen: In Rom wurde Wehrlein Dritter, in Valencia kam Lotterer als Zweiter ins Ziel.  Die Formel E bringt als Beschleuniger für innovative und nachhaltige Mobilitätstechnologien seit 2014 spannenden Motorsport zu den Menschen in den Metropolen. Mit dem vollelektrischen Taycan stellt Porsche in dieser Saison das offizielle Safety Car und unterstreicht damit die Bedeutung der Formel E für Porsche Motorsport.

Image Alt Text

Die Rennen 2022

16 Rennen in zehn Metropolen stehen im vorläufigen Kalender der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft 2021/2022.

Rennen 1 & 2
28. / 29. Januar – Diriyah (Saudi-Arabien)

Rennen 3
12. Februar – Mexiko-Stadt (Mexiko)

Rennen 4 & 5
9. / 10. April – Rom (Italien)

Rennen 6
30. April – Monaco (Monaco)

Rennen 7 & 8
14. / 15. Mai – Berlin (Deutschland)

Rennen 9
4. Juni – Jakarta (Indonesien)

Rennen 10
2. Juli – Marrakesch (Marokko)

Rennen 11 & 12
16. / 17. Juli – New York City (USA)

Rennen 13 & 14
30. / 31. Juli – London (Grossbritannien)

Rennen 15 & 16
13. / 14. August – Seoul (Südkorea)

Weitere Artikel

Verbrauchsangaben

Taycan Turbo S

WLTP*
  • 0 g/km
  • 23,4 – 21,9 kWh/100 km
  • 440 – 468 km

Taycan Turbo S

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
CO₂-Emissionen* kombiniert (WLTP) 0 g/km
Stromverbrauch* kombiniert (WLTP) 23,4 – 21,9 kWh/100 km
Elektrische Reichweite kombiniert (WLTP) 440 – 468 km
Elektrische Reichweite innerorts (WLTP) 524 – 573 km
Effizienzklasse: A