Podium in Madrid: Pascal Wehrlein baut WM-Führung aus

Podestplatz bei der Formel-E-Premiere in Spaniens Hauptstadt: Porsche-Werksfahrer Pascal Wehrlein beendete den Madrid E-Prix am Samstag auf Platz 3. Damit baute er seine Führung in der Fahrerwertung der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft aus. Teamkollege Nico Müller kam auf Rang 8 ins Ziel. Das Kundenteam Cupra Kiro belegte mit Dan Ticktum und Pepe Martí die Plätze 4 und 9. Jake Dennis vom Kundenteam Andretti Formula E wurde Sechster. Damit schafften es fünf Porsche in die Top Ten.

Wehrlein startete im hocheffizienten Porsche 99X Electric von Position 6 in das 23 Runden lange Pit-Boost-Rennen. In der Anfangsphase kollidierte ein Konkurrent mit dem Deutschen, dessen Fahrzeug anschließend beschädigt war. Erst in der letzten Rennrunde – beim Herausbeschleunigen aus der letzten Kurve – übernahm Wehrlein mit einem Überholmanöver Platz 3.

Porsche 99X Electric (#94), Pascal Wehrlein, Porsche Formel-E-Team, Madrid E-Prix, Spanien, 2026, Porsche AG
Pascal Wehrlein

Für Wehrlein ist es bereits das dritte Podium in dieser Saison. Als einziger Fahrer im Feld sammelte er in jedem Rennen Punkte. In der Fahrerwertung baute der Weltmeister von 2024 seine Führung auf elf Zähler aus. Teamkollege Müller fuhr ebenfalls erneut in die Punkte und sicherte sich zusätzlich die schnellste Rennrunde. Porsche verteidigte damit die Führung in der Team- sowie in der Herstellerwertung.

DP World neuer Partner des Porsche-Werksteams

Das Porsche Formel-E-Team trat in Madrid erstmals mit seinem neuen Partner DP World an. Der weltweit agierende Spezialist für End-to-End-Lieferkettenlösungen unterstützt den Werksrennstall ab sofort als offizieller Logistikpartner. Über sechs Kontinente hinweg – und mit einem Team von mehr als 125.000 Mitarbeitenden – verbindet DP World globale Infrastruktur mit lokaler Expertise und schafft so reibungslose Wege für den internationalen Handel.

Pascal Wehrlein, Porsche Formel-E-Team, Porsche 99X Electric (#94), Madrid E-Prix, Spanien, 2026, Porsche AG

Taycan Turbo GT „Formula E World Champion”

Des Weiteren präsentierte Porsche im Rahmen des Rennwochenendes ein Einzelstück des Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket: Der vollelektrische Sportwagen mit dem Beinamen „Formula E World Champion‟ zitiert die markanten Farben des Porsche‑Werksteams. Seit der Saison 2024/2025 symbolisiert vor allem der Lilaton „Purplesky‟ den Techniktransfer von der Strecke auf die Straße – und umgekehrt. Veredelungen im Look des Teams prägen den Taycan. Mit dem Individualisierungsprogramm „Sonderwunsch‟ können auch Porsche-Kundinnen und -Kunden Einzelstücke kreieren. Das Angebot reicht von individuellen Farben und Materialien bis hin zu vollständig maßgeschneiderten Unikaten.

Porsche 99X Electric, Porsche Taycan Turbo GT mit Weissach-Pakat „Formula E World Champion“, Madrid E-Prix, Spanien, 2026, Porsche AG

Racing for Charity

Unter dem Motto „Racing for Charity‟ setzt die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in der aktuellen Formel-E-Saison ein starkes gesellschaftliches Zeichen und unterstützt weltweit schwerkranke Kinder. Für jede Rennrunde der beiden werkseigenen Porsche 99X Electric spendet der Stuttgarter Sportwagenhersteller 400 Euro an die gemeinnützigen Organisationen Kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. und die Ferry-Porsche-Stiftung. Nachdem Pascal Wehrlein und Nico Müller auch beim sechsten Saisonrennen in Madrid die maximale Anzahl an Runden absolvierten, steht der Spendenbetrag bei 155.200 Euro.

Stimmen zum Madrid E-Prix

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Das war ein starkes Rennen. Das Qualifying verlief nach einem technischen Problem an Pascals Auto nicht ganz reibungslos, wodurch er von Platz 6 startete. Die genaue Ursache für das Problem müssen wir noch analysieren. Nico hatte nicht den erhofften Grip – seine Rundenzeit reichte nur für Startplatz 13. Trotzdem haben wir wichtige Punkte in allen drei Meisterschaften gesammelt. Auch das Porsche-Kundenteam Cupra Kiro holte ein gutes Resultat – und das vor heimischer Kulisse. Die vollen Tribünen und die Unterstützung der Regierung haben den Madrid E-Prix zu einem tollen Event gemacht. Wir freuen uns auf weitere Rennen hier. Jetzt richten wir den Fokus auf das Doppelrennen in Berlin vor unserem eigenen Heimpublikum. Darauf freuen wir uns sehr.‟

Felipe VI., König von Spanien; Tomás Villén, CEO Porsche Ibérica; Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E, Madrid E-Prix, Spanien, 2026, Porsche AG
Felipe VI, König von Spanien, mit Tomás Villén, CEO Porsche Ibérica, und Florian Modlinger (l-r)

Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Was für ein Rennen! Nach drei oder vier Runden dachte ich schon, es sei vorbei. Das war, als Nyck de Vries mein Heck beschädigte. Bei der Kollision ist einiges kaputtgegangen. Der Flügel hing schief und berührte den Reifen. Ich wusste erst nicht, wie sich das Auto verhalten würde. Aber es ging weiter für mich, wenn auch mit deutlich weniger Grip an der Hinterachse. Eigentlich hatte ich mich schon mit Platz 4 abgefunden. Andererseits wollte ich unbedingt dranbleiben, weil das Trio vor mir sich gegenseitig bekämpfte. Und in der letzten Schikane kam dann die Chance, auf die ich gehofft hatte. Normalerweise bin ich niemand, der einen dritten Platz allzu sehr feiert, aber unter diesen Umständen bin ich wirklich glücklich mit dem Ergebnis.‟

Pascal Wehrlein, Porsche Formel-E-Team, Madrid E-Prix, Spanien, 2026, Porsche AG
Pascal Wehrlein

Nico Müller, Porsche-Werksfahrer (#51): „Wie so oft in der Formel E war es ein sehr actionreiches Rennen. Es gab sehr viele Duelle auf der Strecke, und es wurde viel gekämpft. Aber wir haben uns behauptet. Pascals Podium ist ein starkes Ergebnis. Ich konnte mich etwas nach vorne arbeiten und die schnellste Runde holen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass heute mehr drin war. Beide Autos hätten um das Podium kämpfen können. Im Qualifying hatten wir jedoch Schwierigkeiten, obwohl wir im Training stark waren.‟

Nico Müller, Porsche Formel-E-Team, Porsche 99X Electric (#51), Madrid E-Prix, Spanien, 2026, Porsche AG
Nico Müller

ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft – Punktestände nach 6 von 17 Rennen

Fahrerwertung
1. Pascal Wehrlein (GER), 83 Punkte – Porsche 99X Electric
2. Edoardo Mortara (SUI), 72 Punkte – Mahindra M12Electro
3. Mitch Evans (NZL), 65 Punkte – Jaguar I-Type 7
6. Nico Müller (SUI), 50 Punkte – Porsche 99X Electric
8. Jake Dennis (GBR), 47 Punkte – Porsche 99X Electric
10. Dan Ticktum (GBR), 22 Punkte – Porsche 99X Electric WCG3
12. Pepe Martí (ESP), 19 Punkte – Porsche 99X Electric WCG3
19. Felipe Drugovich (BRA), 0 Punkte – Porsche 99X Electric

Teamwertung
1. Porsche Formel-E-Team (GER), 133 Punkte
2. Jaguar TCS Racing (GBR), 129 Punkte
3. Mahindra Racing (IND), 84 Punkte
7. Andretti Formula E (USA), 47 Punkte
8. CUPRA KIRO (USA), 41 Punkte

Herstellerwertung
1.⁠ ⁠Porsche, 170 Punkte
2. Jaguar, 167 Punkte
3. Stellantis, 93 Punkte

Die offiziellen Punktestände finden sich auf den Seiten der Formel E.

So geht’s weiter: Rookie-Test mit Güven und Weiss

Schon am Sonntagmorgen gehen die Formel-E-Teams erneut auf die Strecke – beim offiziellen Rookie-Test, einem obligatorischen Testtag. Die sogenannten Rookies haben noch keine vollständige Rennsaison in der Formel E bestritten und sollen mit Fahrzeit in den aktuellen WM-Fahrzeugen an die Besonderheiten der vollelektrischen Serie herangeführt werden. In den vergangenen Jahren fand der Rookie-Test in Berlin statt. Diesmal verlängert die Formel E ihr Wochenende in Madrid. Für das Porsche Formel-E-Team fahren wie schon beim letzten Mal der türkische Werkspilot Ayhancan Güven (28) und der erst 16-jährige Deutsche Elia Weiss.

Elia Weiss, Ayhancan Güven, Rookie-Test, Berlin, 2025, Porsche AG
Elia Weiss und Ayhancan Güven (l-r)

Der nächste E-Prix findet am 2. und 3. Mai statt. Bei den Saisonrennen 7 und 8 in der deutschen Hauptstadt Berlin feiert das Porsche Formel-E-Team sein Heimspiel.

Porsche in der Formel E

Als aktueller Team- und Herstellerweltmeister bestreitet Porsche 2025/2026 seine siebte Formel-E-Saison. Neben dem werkseigenen Porsche Formel-E-Team startet das US-Kundenteam Andretti Formula E mit dem hocheffizienten Porsche 99X Electric der neusten Generation GEN3 Evo. Mit Cupra Kiro nimmt ein zweites Porsche-Kundenteam teil und setzt dabei auf 99X-Technik der Vorgängergeneration GEN3. In der Formel E gewinnt die Marke wertvolle Erkenntnisse für ihre Seriensportwagen.

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Verbrauchsangaben

  • Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket (WLTP)*: Stromverbrauch kombiniert: 20,8 – 20,7 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse: A