Als erfolgreiches Unternehmen fühlt sich Porsche gegenüber der gesamten Gesellschaft verpflichtet. Vor allem an den Stand­orten stellt sich der Sportwagenbauer der ­sozialen Verantwortung. Allein 2018 förderte das ­Unternehmen durch Spenden oder CSR-Sponsoring mehr als 100 Einzelprojekte aus den Bereichen Bildung und Wissenschaft, ­Kultur, Soziales, Sport und Umwelt.

Außerdem ruft das Unternehmen anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Sportwagenmarke die Ferry-Porsche-Stiftung ins Leben. Sie will sich vor allem an den Werksstand­orten in Stuttgart, Weissach und Leipzig sowie der ­Umgebung engagieren. Dazu kommen ­Projekte an den internationalen Standorten. Die Stiftung fördert dort Projekte aus Wissenschaft, Forschung und Ausbildung sowie ­Erziehung und Bildung. Daneben unterstützt sie Initiativen von Kultur und Naturschutz oder hilft Menschen in sozialer Notlage. Im Mittelpunkt steht dabei in erster Linie die ­Kinder- und Jugendförderung. Künftig plant Porsche im Rahmen der Stiftung auch verstärkt eigene Programme.

Ausgestattet ist die Stiftung zunächst mit zehn Millionen Euro. In einem zweiten Schritt ­folgen weitere zehn Millionen Euro. Jährlich soll ­zusätzliches Kapital aus dem­ Unterneh­mens­­gewinn der Porsche AG in die Stiftung fließen. Damit stärkt das Unter­nehmen ­seine sozialen und gesellschaftlichen Aktivi­täten nachhaltig.
 

Ferry-Porsche-Stiftung

Bildung und Wissenschaft

Chancen für Flüchtlinge
Im Rahmen des Porsche-Integrationsjahres bereitet der Sportwagenhersteller auch 2018 wieder 15 junge Flüchtlinge auf eine ­Berufsausbildung vor. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Fördermaßnahme werden ihnen in Partnerbetrieben aus Branchen, die unter Fachkräftemangel leiden, Ausbildungsstellen angeboten.

Darüber hinaus unterstützt Porsche eine ­Reihe von Initiativen, die Flüchtlingen eine gute Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt bieten. So gehört das Unter­nehmen zu den Hauptförderern der Joblinge gAG ­Stuttgart. Die gemeinnützige Initiative hilft jungen ­Menschen mit schwierigen Startbe­dingungen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Das von der Baden-Württemberg ­Stiftung ­organisierte ­Stipendienprogramm „Berufliche Anerkennung in Baden-Württemberg" hilft Flüchtlingen auf unbürokratische Art und Weise, ihre im Ausland erworbenen Studienabschlüsse und ­Berufsausbildungen anerkennen zu lassen. ­Baden-Württemberg ist das einzige deutsche Flächenland mit einem Programm dieser Art und wird dabei von Porsche – über den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft – unterstützt.

Wie gelingt es, Jugendliche und junge Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit zu bringen? Wie bekommen Unternehmen die nötigen ­Informationen und Unterstützung, wenn sie Geflüchtete ausbilden und einstellen wollen? Im Cannstatter Carré hat die Bürgerstiftung Stuttgart im Jahr 2016 einen Ausbildungscampus eröffnet. Die Räumlichkeiten stellt die Stadt bereit. Das Besondere an diesem Campus: Hier wird die übliche starre Trennung von Zuständigkeiten aufgebrochen. Arbeitsagentur, Jobcenter, die Beratungsstellen von ­­Sozial- und Jugendamt, die freien Träger, die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Region Stuttgart sind auf dem Campus Tür an Tür vertreten. Die Jugendlichen erhalten eine Beratung zur Berufsorientierung, sie können Deutsch lernen, Kontakte zu Paten knüpfen oder eine Bewerbungs­mappe erstellen. Porsche hat das Projekt der Bürgerstiftung Stuttgart im Berichtsjahr wieder finanziell unterstützt.
 

Integrationsjahr

Talent Company für Schüler
Anfang 2018 startete an der Rilke-Realschule in Stuttgart-Rot ein besonderes Angebot: die Talent Company. Dabei handelt es sich um ­einen Fachraum mit Computerausstattung, moderner Präsentationstechnik und einem Loungebereich. Hier wird Schülern eine berufliche Orientierung, der Kontakt zu regionalen Unternehmen und die Vermittlung von Praktika angeboten. Dabei stehen die Stärken und ­Talente der Schüler im Vordergrund – Schul­noten spielen nur eine untergeordnete Rolle. Die ­Initiative geht auf die Strahlemann-­Stiftung aus dem hessischen Heppenheim ­zurück. Ein Ziel der Stiftung besteht darin, Jugend­lichen Chancen zu bieten und früh­zeitig synergetische Vernetzungen zwischen Wirtschaft und Schule zu knüpfen. Porsche ­unterstützte die Stiftung beim Aufbau der ­Talent Company. Schirmherrin ist die ­baden-württem­bergische Kultusministerin Dr. ­Susanne ­Eisenmann. ­Bundesweit gibt es 25 weitere Standorte.

Technologie-Werkstatt in der VDI GaraGe
Auch in Leipzig fördert Porsche junge Menschen: Mehr als 1.500 Jugendliche besuchen jedes Jahr die Porsche-Schülerwerkstatt in der VDI GaraGe, einem Technologiezentrum im Stadtteil Plagwitz. Unter Anleitung eines ­Porsche-Ausbildungsmeisters lernen sie hier in verschiedenen Kursen die Grundlagen der Fahrzeugmechanik und -elektronik kennen. Die Programme ­sollen Interesse an technischen Berufen wecken und zugleich einen ­Beitrag zur Studien- und Berufs­orientierung leisten.
 

VDI GaraGe

Porsche Cars North America: vielfältiges Engagement
Porsche ist als Unternehmen international ­aufgestellt. Deshalb zeigt der Sportwagenhersteller auch im Ausland soziales Engagement, zum Beispiel in den USA. Porsche Cars North America (PCNA) mit Sitz in Atlanta hat das ­Jubiläum „70 Jahre Porsche Sportwagen“ zum Anlass genommen, diverse Aktionen zum 70. Jahrestag der UN-Menschenrechts-Charta zu unterstützen: Am 10. Dezember 1948 ­verkündete die Vollversammlung der Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine ­Erklärung der Menschenrechte. Diese gilt als eine der bedeutendsten Errungenschaften der Nachkriegszeit. Im Rahmen der Patenschaft mit dem Nationalen Zentrum für Bürger- und Menschenrechte in Atlanta förderte PCNA im ­Jubiläumsjahr 70 Veranstaltungen, Programme und Touren rund um das Thema Menschenrechte. Dank dieser Unterstützung konnte das Zentrum beispielsweise am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, auf das Eintrittsgeld der Besucher verzichten. Zusätzlich wurden an diesem Tag 750 Schulkinder aus der Region eingeladen.

PCNA unterstützt darüber hinaus die American Cancer Society, die Automobile Hall of Fame, die liberale private Hochschule Ogelthorpe University in Atlanta, die Stanford University sowie das Woodruff Arts Centre, eines der weltgrößten Zentren für visuelle und darstellende Künste.

Porsche China macht fit für die Zukunft
Seit dem Erdbeben in Wenchuan im Jahr 2008 sorgt Porsche China dafür, dass Kinder und ­Jugendliche aus dieser Region langfristige Bildungschancen erhalten. 2009 bekam dieses Engagement einen Namen: „Empowering the Future“. Seither entwickelte es sich zu einem umfassenden, vielschichtigen CSR-Programm, dafür stehen beispielhaft „Mobile Educational Training and Resource Units“ (METRU), ­„Integrated Early Childhood Development“ und ­„METRU Plus & Effective Teaching and Learning“. Ziel ist es, die frühzeitige Entwicklung von Kindern zu verbessern und vielver­sprechende junge Kunsttalente zu fördern.
 

Kultur

Jugend musiziert
Neben dem Engagement für Bildung unterstützt Porsche auch zahlreiche Kulturthemen, wie zum Beispiel den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Dieser hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1963 zum bedeutendsten Förderprojekt für musikalischen Nachwuchs in Deutschland entwickelt. Knapp eine Million Kinder und Jugendliche haben in den ver­gangenen 55 Jahren an dem musikalischen Wettstreit teilgenommen. Für viele war der Sieg bei „Jugend musiziert“ der erste Schritt in eine ­erfolgreiche Musikerkarriere.

Stuttgart Ballet in the Park
Das Ballett-Ensemble am Unternehmens­standort Stuttgart hat international einen ­herausragenden Ruf. Porsche ist seit 2012 Hauptsponsor des Stuttgarter Balletts. Auch beim Neubau der John-Cranko-Schule für den Ballett-Nachwuchs leistet Porsche finanzielle Unterstützung. Im Juli 2018 präsentierte Porsche bereits zum siebten Mal das Freiluft-Event Ballett im Park, das ganz im Zeichen des Abschieds von Reid Anderson stand, der 22 Jahre lang Intendant des Stuttgarter ­Balletts war. Tausende Ballett-Fans kamen so in den Genuss einer kostenlosen Vorstellung des weltberühmten Ensembles aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt.
 

Stuttgarter Ballett im Park

Klassik erleben
Musik steht im Mittelpunkt des kulturellen Engagements von Porsche am Standort Leipzig: 70.000 Besucher strömten im Berichtsjahr zu den Sommerkonzerten „Klassik airleben“ ins Leipziger Rosental. Porsche begleitete das kostenlose Konzerterlebnis bereits zum fünften Mal als Hauptsponsor und bietet den ­Liebhabern klassischer Musik aus der Region damit die Möglichkeit, die Exzellenz des ­Leipziger Gewandhausorchesters live zu genießen. Seit 2011 ist Porsche „Global Partner“ und ­unterstützt nicht nur die Konzerte im Leipziger Gewandhaus, sondern auch die internationalen Tourneen des Orchesters.

Opernball mit großer Tombola
Eine langjährige Partnerschaft besteht mit einer weiteren Institution am Standort Leipzig: Im Oktober 2018 präsentierte Porsche bereits zum sechsten Mal den Leipziger Opernball. Zu den Höhepunkten dieses gesellschaftlichen Ereignisses gehört eine Tombola, deren Erlös einem guten Zweck zukommt. Porsche spendet dazu den attraktiven Hauptgewinn – in diesem Jahr einen 718 Boxster in GT-Silbermetallic mit rotem Verdeck und gleichfarbiger Lederinnenausstattung.
 

Hauptgewinn: 718 Boxter
Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,1 l/100 km; CO2-Emission 186 g/km

Im Berichtsjahr ging der Tombola-Erlös unter anderem an die Stiftung „Leipzig hilft ­Kindern“ und an den Verein „großstadtKINDER – Thea­trium“. Unter pädagogischer Anleitung setzen Kinder und Jugendliche in dieser Leipziger ­Einrichtung Theaterprojekte um. Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Verbindung des pädagogischen Auftrags mit einem künst­lerischen Anspruch. Ein weiterer Teil des ­Tombola-Erlöses kam dem Verein „Wolfsträne“ zugute. Ausgebildete Therapeuten begleiten Kinder und Jugendliche, die einen oder beide Elternteile oder Geschwister verloren haben. Der Verein „Bemmchen“ setzt sich für ein ­gesundes Frühstück für Schüler ein und wurde ­deshalb ebenfalls mit einer Spende aus der Opernball-Tombola bedacht. Insbesondere in sozial schwächeren Stadtteilen starten Kinder und Jugendliche nicht immer optimal ernährt in den Schulalltag. Um dies zu ändern, stellt der Verein ein Frühstück zur Verfügung, das gemeinsam vor dem Unterricht eingenommen werden kann. Ziel des Engagements ist es, Chancengleichheit zu schaffen.
 

Leipziger Opernball

Porsche China fördert talentierte Künstler
Zu den Schwerpunkten des kulturellen Engagements von Porsche China gehört die ­Förderung talentierter junger Künstler. Schon 2010 startete das Unternehmen eine Kooperation mit dem Sichuan Fine Arts Institute. Im Rahmen des CSR-Programms „Empowering the Future“ wurden bis heute sieben Porsche-Kunstwettbewerbe organisiert, an denen sich mehr als 2.000 Kunststudenten beteiligten.

Bereits 2017 vereinbarte Porsche China eine Zusammenarbeit mit der ART021, einer führenden Messe für zeitgenössische chinesische Kunst: Gemeinsam wurde der Wettbewerb „Young Chinese Artist of the Year“ (YAOY) ­ausgeschrieben. Ziel ist es, die innovativsten und zukunftsweisendsten jungen Künstler ­Chinas zu finden. Diese werden mit einer finan­ziellen Förderung ermutigt, ihren künstlerischen Weg konsequent weiterzugehen. Wu Junyong war einer der Gewinner des ersten YAOY. Ihm widmeten Porsche China und die ART021 im Mai 2018 in Peking eine Sonderausstellung rund um neue Medienkunst. Im November 2018 eröffneten Porsche China und die Cc Foundation im Rahmen der „Porsche 2019 Young Chinese Artist of the Year“-Presse­konferenz eine Ausstellung auf der „Art021 Shanghai Contemporary Art Fair 2018“. Dabei präsentieren alle drei YAOY-Preisträger von 2017 – neben Wu Junyong auch Yao Qingmei und Zhang Ding – ihre neuesten Arbeiten.


Soziales

Spendenlauf geht in die vierte Runde
Für die Porsche-Belegschaft in Zuffenhausen ist soziales Engagement Ehrensache: Mehr als 3.500 Mitarbeiter beteiligten sich im September 2018 an einem Benefizlauf. Bei der vierten ­Auflage des Porsche 6-Stunden-Laufs für soziale Zwecke musste wieder ein 911 Meter langer Rundkurs durch das Stammwerk bewältigt werden. Für jede zurückgelegte Runde spendete die Ferry-Porsche-Stiftung fünf Euro an soziale Einrichtungen in der Region Stuttgart. Nach ­beachtlichen 26.415 Runden durften sich sechs gemeinnützige Organisationen aus Stuttgart und ­Zuffenhausen die von der Stiftung großzügig auf 195.000 Euro aufgestockte Spendensumme teilen: die Olgäle-Stiftung, das Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart, die Gustav-Werner­-Schule Zuffenhausen, die Lebenshilfe Stuttgart, die Neuwirtshausschule aus Zuffenhausen sowie ­„Frühstück für Kinder“.
 

Spendenlauf

Kicken für Kinder
Beim Porsche Leipzig Benefizfußballturnier 2018 kickten 30 Betriebsmannschaften regionaler Firmen um den begehrten Wanderpokal – und für einen guten Zweck: Die Startgelder in Höhe von 15.000 Euro kamen dem Leipziger Verein „Minilöwen“ und der Stiftung „Ein Platz für Kinder“ zugute. Der Förderverein „Minilöwen“ für Frühgeborene und kranke Neugeborene setzt sich für die optimale Versorgung der Säuglinge ein. Mit dem Spendengeld sollen zwei Spezialgeräte zur Lungenersatztherapie angeschafft werden. Die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ hilft betroffenen Heranwachsenden bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse, wie Gewalt, Vernachlässigung oder Missbrauch. Der Erlös aus dem Benefizturnier wird in den geplanten Neubau eines Schutzhauses für misshandelte Kinder in Leipzigs Nachbarstadt Halle/Saale investiert.

Lesen macht schlau
In Zusammenarbeit mit der „Stiftung Lesen“ fördert das Unternehmen die Einrichtung von Leseclubs für Kinder: Im Berichtsjahr wurden an den Porsche-Standorten Ludwigsburg, Weissach, Sachsenheim und Leipzig fünf neue Leseclubs eröffnet. Am Stammsitz ­Zuffenhausen gibt es bereits seit 2017 zwei Leseclubs. Dort treffen sich Kinder nach der Schule, um zu lesen, zu spielen oder mit ­unterschiedlichen Medien zu arbeiten. Beaufsichtigt werden sie dabei von pädagogisch ­geschulten Betreuern. Die bundesweit mehr als 1.000 ­Leseclub-Betreuer erhalten ständig Fortbildungen. Damit werden der Ausbau und die Weiterentwicklung der inzwischen mehr als 460 Leseclubs gesichert.

Ein weiteres, von Porsche unterstütztes Projekt zur Förderung des Lesens nennt sich ­„Lese-Heimat“ und will geflüchteten Kindern Freude an der deutschen Sprache vermitteln. Es wird von der Stadtbibliothek, der Stiftung „Kinder fördern – Zukunft stiften“ und dem 2002 in Stuttgart gegründeten Verein ­„Leseohren“ organisiert. Dieser gemeinnützige Verein vermittelt geschulte Vorlesepaten an Kitas, Schulen und Stadtbibliotheken. Das Ziel: Kinder unabhängig von ihrer Herkunft für das Bücherlesen zu gewinnen. Der Verein schult und betreut mehr als 500 ehrenamtliche Paten, die im Stuttgarter Stadtgebiet in Kindertagesstätten, Stadtteilbibliotheken, Schulen und anderen Trägern regelmäßig vorlesen.
 

Leseclub

Asse für Charity
Mit dem Porsche Tennis Grand Prix bietet Porsche den besten Spielerinnen der Welt eine exklusive Bühne und den Zuschauern sport­liche Spitzenklasse. Der Sportwagenhersteller wird jedoch auch bei dieser Gelegenheit seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Mit der Aktion „Asse für Charity“ unterstützt Porsche im Rahmen seines traditionsreichen Turniers schon seit Jahren gemeinnützige ­Aktionen. Für jedes Ass spendet das Unternehmen 100 Euro. Diesmal gelingen den Spielerinnen 263 Asse – und Porsche rundet die Spendensumme großzügig auf 30.000 Euro auf. Der Betrag geht zu gleichen Teilen an die Charity-Partner des Turniers: die Stiftung Agapedia, die sich mit verschiedenen Projekten für die Förderung von hilfsbedürftigen und Not leidenden Kindern engagiert, die Olgäle Stiftung sowie den Verein zur Förderung des Hospiz Stuttgart.
 

Asse für Charity

Porsche China unterstützt UNICEF
Auch in China ist die Porsche-Belegschaft im Juni anlässlich des Jubiläums „70 Jahre Porsche Sportwagen“ und des zehnjährigen Bestehens des CSR-Engagements für einen guten Zweck gelaufen: Beim „911 Track Run“ im Porsche Experience Centre in Shanghai gingen 231 Läufer an den Start. Für jeden Teilnehmer, der die 9,11 Kilometer lange Strecke absolvierte, spendete Porsche China rund 115 Euro (911 RMB). Insgesamt kam so eine Summe in Höhe von gut 25.000 Euro für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zusammen. Porsche China ist langjähriger Förderer von UNICEF und dessen ­Initiativen, die die Bildungschancen von Kindern in abgelegenen Gebieten Chinas verbessern.

Zusätzlich aktivierte Porsche China im Berichtsjahr eine weitere Säule der CSR-Strategie 2025 und startete den „Porsche China Dealer CSR Fund“ für Händler und Investitionspartner. Dieser Wohltätigkeitsfonds wurde zu Beginn mit rund 250.00 Euro (zwei Millionen RMB) ausgestattet. Er soll Händler ermutigen, gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden und der ­Öffentlichkeit vor Ort Ideen für soziale Engagements zu entwickeln, die durch Fondsgelder angeschoben werden können. Im ersten Anlauf wurden sechs Projekte ausgewählt, die ins­besondere Kindern in ländlichen Regionen ­zugutekommen.


Sport

Trainieren trotz Handicap
Im Berichtsjahr unterstützte Porsche wieder den Württembergischen Fußballverband. Die Spende ermöglicht Menschen mit mentalem Handicap die Teilnahme am regulären ­Trainingsbetrieb. Höhepunkt der Kooperation war ein spannendes Fußballspiel zwischen den Porsche-Auszubildenden und der Lan­desauswahl „Menschen mit mentaler ­Beeinträchtigung“.

Finanzielle Hilfe für Nachwuchssportler
Auch die Stiftung OlympiaNachwuchs hat Porsche im Jahr 2018 unterstützt. Sie bietet jährlich 40 Sportlern während der Vorbereitung und Qualifikation für die Olympischen Spiele eine finanzielle Absicherung, damit Schule, Ausbildung oder Studium weiterhin mit dem Spitzensport vereinbart werden können.

Mit einer Spende unterstützte Porsche 2018 weiterhin die Nachwuchsförderung der ­Stiftung Sporthilfe Sachsen. Diese Stiftung fördert den Nachwuchsleistungssport im ­Freistaat im Projekt „Talente für Olympia“ sowie die sächsischen Kader der Olympia- und Paralympics-Teams. Mehr als 300 Athleten haben bisher eine Unterstützung erhalten.


Umwelt

Nachhaltigkeitswochen klären auf
Für Porsche ist nachhaltiges Denken und Handeln weit mehr als nur eine gesell­­schaftliche Verpflichtung. Nachhaltigkeit gehört zum Selbstverständnis des Sportwagenherstellers, ist ein fest integrierter Bestandteil der ­Strategie und wird als wichtiger Erfolgsfaktor gesehen. Um die Relevanz dieses Themas für sämtliche Unternehmensbereiche zu verdeutlichten, wurde in Zuffenhausen und in Leipzig eine Nachhaltigkeitswoche veranstaltet. In ­einer interaktiven Erlebniswelt und ­anhand von Expertenvorträgen konnten sich die Mit­arbeiter umfassend über Möglichkeiten zur Müllvermeidung, Emissionsreduzierung,  Ressourcenschonung und Effizienzsteigerung informieren.

Einsatz von Recyclingpapier
Seit Anfang August wird im Büroalltag von Porsche Recyclingpapier zum Ausdrucken von Dokumenten verwendet. Das reduziert nicht nur Kosten, sondern verbessert auch die Ökobilanz. Denn das aus Altpapier hergestellte Produkt belastet die Umwelt weit weniger als herkömmliches Druckpapier. So werden bei der Produktion unter anderem gut 70 Prozent weniger Wasser und Energie verbraucht sowie rund 50 Prozent weniger CO₂ emittiert.
 
Streuobstwiesen – ein Kulturgut

Auf einer Streuobstwiese am Greutterwald in Zuffenhausen erforschen Kinder von fünf Grundschulklassen das ganze Jahr über die Natur. Das Konzept „Klassenzimmer im Grünen“ soll Schüler außerhalb der Schulräume für ­einen verantwortlichen Umgang mit der Natur sensibilisieren. Der Verein Streuobst-Pädagogen aus Weil im Schönbuch engagiert sich in der Umwelt-Bildung und will das Verständnis und die Zusammenhänge für das Ökosystem und Kulturgut Streuobstwiese fördern – auch bei Erwachsenen. Porsche unterstützt sowohl das Projekt „Klassenzimmer im Grünen“ als auch die Ausbildung von Streuobst-Pädagogen.
 

Das Konzept „Klassenzimmer im Grünen“

Trockenmauern für seltene Pflanzen und Tiere
Seit 1.000 Jahren gehören Trockenmauern zur Landschaft entlang des Neckars. Der wachsende Zivilisationsdruck zu Beginn der 1960er-Jahre zerstörte im Raum Stuttgart viele dieser Mauern und damit die Lebensgrundlage von Tieren und Pflanzen. Porsche unterstützt die Stiftung ­NatureLife-International, die sich im Rahmen eines langfristig angelegten Projekts für die Wiederherstellung von Trockenmauern einsetzt. So werden zwischen den beiden Porsche-Standorten Bietigheim-Bissingen und Sachsenheim Trockenmauern saniert oder neu aufgebaut. Selten ­gewordene Pflanzenarten, wie Schwertlilie und Weinberg­quitte, werden wieder angesiedelt.

Trinkwasserwald: Porsche forstet auf
Im Berichtsjahr beteiligt sich Porsche bereits zum dritten Mal an Pflanzaktionen des Vereins Trinkwasserwald in Leipzig und Weissach. Im Rahmen eines „Social Day“ pflanzten 70 Porsche-Mitarbeiter in Weissach 700 Traubeneichen. Das Gelände liegt in der Nähe des Industriegebiets Neuenbühl. Insgesamt 5.000 Bäume werden hier auf 1,4 Hektar Waldboden gepflanzt. So ­entstehen jährlich 1,2 Millionen Liter sauberes Grundwasser.

Im Herzen des Leipziger Neuseenlands wird mit der Hilfe von Porsche ein stark sturmgeschädigter Lärchenwald in einen Mischwald umgewandelt. Auf der insgesamt drei Hektar großen Fläche werden insgesamt 18.000 Traubeneichen, Buchen und heimische Straucharten gepflanzt. Dies verbessert die Bodenqualität und erhöht die Trinkwasser­bildung um jährlich rund 2,4 Millionen ­Liter. Zum Vergleich: Ein Mensch verbraucht pro Jahr etwa 1.000 Liter Trinkwasser.
 

Pflanzaktion des Vereins Trinkwasserwald in Leipzig und Weissach

Elektrokleingeräte problemlos entsorgen
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie arbeitet Porsche in Leipzig mit dem sächsischen Start-up binee zusammen. Das 2015 gegründete Unternehmen hat einen Recyclingkreislauf entwickelt, der die Entsorgung von alten Elektrogeräten belohnt und die Wiederverwertung gezielt steuert. So wird der Abbau von Rohstoffen – wie etwa Eisenerz – gemindert. Mitarbeiter von Porsche haben die Möglichkeit, ihre Mobiltelefone und Elektrokleingeräte unkompliziert zu entsorgen. Transparente ­Prozesse ermöglichen einen Einblick in die ­Recycling-Kette. Als Dankeschön erhalten ­Teilnehmer einen Rabattgutschein für den Einkauf bei einem binee-Partner. Die Zusammenarbeit zwischen Porsche und dem Start-up ­binee ist ein Beispiel für eine gelungene ­Symbiose aus Wirtschafts- und Innovationskraft in Leipzig.
 

Start-up binee

Bienen und Safari bei Porsche Leipzig
Wie schon im Vorjahr siedelte Porsche im April 2018 in Leipzig weitere 1,5 Millionen Honigbienen auf werkseigenem Gelände an. Auf der 132 Hektar großen Naturfläche leben nun 50 Völker mit insgesamt rund drei Millionen Bienen. Ziel der Ansiedlung ist es, einen Beitrag zur Sicherung des Honigbienenbestands und damit zum Naturschutz zu leisten. Der Honig ist unter dem ­Namen „Turbienchen“ im Porsche-Shop im Werk Leipzig erhältlich. Dank der vielfältigen Flora im Offroad-Gelände sind die Bedingungen für die Bienen optimal – hier wachsen neben zahlreichen Wildpflanzen vor allem Weißdorn, Robinien und Linden. Das Gelände dient außerdem als natür­licher Lebensraum für rund 30 Exmoor-Ponys und 75 Auerochsen. Zahlreiche weitere ­Tierarten – wie Fasane, Schwarzmilane, Amphibien, Feldhasen, Rehe oder Fledermäuse – sind auf dem ­Gelände beheimatet. Das Konzept ist einzigartig in der Automobilbranche. Porsche ­Leipzig hat von Beginn an eine nachhaltige, ressourceneffiziente Automobilproduktion mit dem Engagement für Natur und Umwelt verbunden. Das werkseigene Offroad-Gelände war einst ­Militärgebiet und wurde im Jahr 2000 von Porsche renaturiert.

Unter dem Namen „Porsche Safari“ rief der Sportwagenhersteller im Sommer 2018 auf seinem Offroad-Gelände in Leipzig ein Projekt zur Umweltbildung ins Leben. In den Sommerferien er­kundeten mehr als 300 Kinder und Jugendliche entlang eines vier Kilometer langen Wanderpfads die vielseitige Flora und Fauna des werkseigenen Areals. Dazu sind Anfang des Jahres Erlebnis­stationen und eine Aussichtsplattform entstanden. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Porsche und der Auwaldstation Leipzig, die sich als anerkannter Träger freier Jugendhilfe um die Umweltbildung kümmert.
 

Porsche Safari
Verbrauchsangaben

718 Boxster: Kraftstoffverbrauch kombiniert 7,9 – 8,1 l/100 km; CO2-Emission 180 – 186 g/km