Dynamische Weltwirtschaft
Die Weltwirtschaft hat ihr bisher robustes Wachstum im Berichtsjahr mit leicht nach­lassendem Tempo fortgesetzt: Das globale ­Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2018 um 3,2 Prozent (2017: plus 3,3 Prozent). Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern erreichte die konjunkturelle Dynamik ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Bei einem nach wie vor verhältnismäßig niedrigen Zinsniveau sowie gegenüber 2017 insgesamt höheren Rohstoffpreisen zogen weltweit auch die Verbraucherpreise weiter an. Zunehmende handelspolitische ­Verwerfungen auf internationaler Ebene und ­geopolitische Spannungen ließen die Unsicherheit erheblich steigen.

In Westeuropa verlangsamte sich das solide Wachstum des BIP im Jahresverlauf und ­erreichte ein Plus von 1,8 Prozent (2017: plus 2,3 Prozent). Für Unsicherheit sorgten die das gesamte Jahr andauernden Verhand­lungen über den Austritt Großbritanniens aus der ­Europäischen Union (EU) und die damit ­verbundenen Fragen nach der künftigen Ausgestaltung der Beziehungen. Die Arbeits­losen­quote innerhalb der Eurozone sank ­weiter und lag durchschnittlich bei 8,1 Prozent (2017: 9,0 Prozent). In Deutschland setzte sich 2018 das robuste Wachstum des BIP bei einer guten Lage am Arbeitsmarkt zwar fort, jedoch ließ die Dynamik mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (plus 2,5 Prozent) nach. Die Stimmung sowohl der Unternehmen als auch die der Konsumenten trübte sich im Jahresverlauf ein.

Die Wachstumsrate der US-amerikanischen Wirtschaft stieg im Berichtsjahr auf 2,9 Prozent (2017: plus 2,2 Prozent). Gestützt wurde die Konjunktur vor allem durch die inländische Konsumentennachfrage. Aufgrund der stabilen Lage am Arbeitsmarkt und der erwarteten Entwicklung der Inflation hob die US-Zentralbank den Leitzins sukzessive an. Der US-Dollar gewann gegenüber dem Euro im Jahres­verlauf an Stärke. Die brasilianische Wirtschaft ­verzeichnete erneut ein leichtes Wachstum von 1,4 Prozent (2017: plus 1,1 Prozent). Die Lage in Südamerikas größter Volkswirtschaft blieb unter anderem aufgrund politischer ­Unsicherheiten jedoch weiterhin angespannt.

Die chinesische Wirtschaft wuchs 2018 mit einem Plus von 6,6 Prozent nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahr (plus 6,9 Prozent). Auf die handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA reagierte die Regierung mit ­einer Ausdehnung staatlicher Stützungsmaß­nahmen. In Indien setzte sich der positive Trend fort: Das indische BIP verzeichnete eine Steigerungsrate von 7,2 Prozent (2017: plus 6,7 Prozent).

Pkw-Markt
Nach acht Jahren kontinuierlichen Wachstums entwickelte sich der Weltautomobilmarkt 2018 erstmals wieder rückläufig: Global wurden im Berichtsjahr insgesamt 82,8 Millionen Ein­heiten verkauft, das sind 1,2 Prozent weniger als 2017. Der Rückgang war insbesondere auf die schwächere Entwicklung in der Region ­Asien-Pazifik sowie in Westeuropa im vierten Quartal zurückzuführen.

Mit 14,2 Millionen Fahrzeugen blieb die Anzahl der Pkw-Neuzulassungen auf dem west­europäischen Markt um 0,7 Prozent unter dem ­hohen Vorjahreswert. Das gute gesamtwirtschaftliche Umfeld, die positive Konsumen­tenstimmung und niedrige Zinsen bewirkten im ersten Halbjahr 2018 noch einen leichten Anstieg. Die Umstellung auf das Testverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty ­Vehicles Test Procedure) zum 1. September 2018 führte bis Ende Dezember zu teilweise signifikanten Rückgängen.

In den größten Einzelmärkten entwickelten sich die Neuzulassungen uneinheitlich. In Deutschland erreichten sie mit 3,4 Millionen Einheiten annähernd das hohe Vorjahresniveau (minus 0,2 Prozent). Dies war einerseits auf eine gute gesamtwirtschaftliche Situation zurückzuführen, andererseits auf Preisnachlässe in Form von Umstiegs- und Verschrottungs­prämien bei älteren Dieselmodellen sowie auf einen Umweltbonus für elektrisch betriebene Fahrzeuge (reine Elektro- und Plug-in-­ Hybrid-Antriebe). Die Umstellung auf das Testverfahren WLTP und die damit verbundene teilweise eingeschränkte Modellverfügbarkeit führten dann zu einer Verlangsamung des Wachstumstempos.

Spanien (plus 7,0 Prozent) und Frankreich (plus 3,0 Prozent) verbuchten weiterhin überdurchschnittliche Zugewinne. Beide Länder profitierten von einer guten gesamtwirt­schaftlichen Lage. In Italien bremste die abnehmende Nachfrage sowohl privater als auch gewerblicher Kunden die Marktentwicklung (minus 3,1 Prozent). Auf dem Pkw-Markt in Großbritannien setzte sich der Negativtrend des Vorjahres fort (minus 6,8 Prozent). Dies war unter anderem auf den ungewissen Ausgang der Austrittsverhandlungen mit der EU zurück­zuführen. Der Anteil der Dieselfahrzeuge (Pkw) in Westeuropa ging im Berichtsjahr auf 36,4 Prozent zurück – nach 44,4 Prozent im Jahr 2017.

In der Region Nordamerika lagen die Verkäufe von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 Tonnen) im Geschäftsjahr 2018 mit 20,7 Millionen Fahrzeugen knapp (minus 0,6 Prozent) unter dem hohen Wert des ­Vorjahres. Auf dem US-amerikanischen Markt lag die Nachfrage mit 17,3 Millionen Einheiten auf dem Niveau von 2017 (plus 0,2 Prozent). Die gute Beschäftigungslage und die höhere Kaufkraft der Konsumenten kompensierten größtenteils gestiegene Finanzierungskosten aufgrund höherer Zinssätze. Die Verschiebung der Nachfrage von klassischen Pkw (minus 13,1 Prozent) hin zu leichten Nutzfahrzeugen wie SUV- und Pickup-Modellen (plus 8,0 ­Prozent) hielt auch 2018 an.
 
Auf den Märkten Südamerikas setzte sich die Erholung im Berichtsjahr – ausgehend von ­einem niedrigen Niveau – mit einem Anstieg der Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 6,2 Prozent auf 4,5 Millionen Einheiten fort. Der wesentliche Wachstums­treiber war der brasilianische Automobil­markt, der mit einem Zuwachs von 13,8 Prozent das hohe Tempo des Vorjahres steigerte.
 
Nach vielen Jahren ununterbrochener Expansion ging das Marktvolumen in der Region Asien-Pazifik im Geschäftsjahr 2018 um 2,3 Prozent auf 36,1 Millionen Einheiten zurück. Hauptgrund hierfür war die Schwäche des chinesischen Pkw-Marktes (minus 4,6 Prozent). Der Handelskonflikt zwischen China und den USA belastete im Berichtsjahr unter anderem das Geschäfts- und Verbrauchervertrauen und führte insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage. Der indische Markt konnte seinen Wachstumskurs dagegen mit einer Steigerung der Pkw-Verkäufe um 4,8 Prozent fortsetzen.

2018: neue Bestmarke bei den ­Auslieferungen
Trotz großer Herausforderungen wie der Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP und den Ottopartikelfilter sowie des Ausstiegs aus dem Diesel in Europa und trotz der gestiegenen globalen Volatilität verlief das Jahr 2018 für Porsche sehr erfolgreich. Die attraktive Produktpalette und konsequente Kunden­orientierung überzeugten und ließen die Zahl der weltweiten Auslieferungen weiter steigen.

In 2018 hat Porsche weltweit 256.255 Fahrzeuge an Kunden übergeben – mehr als ­jemals zuvor in einem Geschäftsjahr. Der ­Zuwachs ­gegenüber dem Rekordwert aus dem Vorjahr beträgt vier Prozent. Von den Modellreihen ­erreichte der Panamera mit einem Plus von 38 Prozent auf 38.443 Auslieferungen die prozentual stärkste Steigerung. Aber auch der 911 legte dank seiner ungebrochenen Faszi­nationskraft zweistellig zu: Trotz des Generationswechsels stieg die Anzahl der weltweit ausgelieferten 911-Modelle um zehn Prozent auf 35.573 Fahrzeuge.

Wie schon im vorangegangenen Jahr waren die SUV Macan und Cayenne in 2018 erneut die erfolgreichsten Produkte von Porsche – und das trotz des Modellwechsels beim Macan. Dieser Erfolg unterstreicht die starke Positionierung des Sportwagenherstellers auch in diesem Segment. Vom Macan wurden weltweit 86.031 Fahrzeuge in Kundenhand übergeben. Damit blieb er auch in 2018 der Spitzenreiter unter den Porsche-Modellen. Der Cayenne kam auf 71.458 Auslieferungen, was einem Plus von zwölf Prozent gegenüber 2017 ­entspricht.

Auch der Anteil an Hybridmodellen konnte im Berichtsjahr weiter gesteigert werden. Die sportlichen E-Hybrid-Varianten des Panamera waren vor allem bei europäischen Kunden sehr beliebt, ihr Anteil an den Gesamtauslieferungen des Panamera in Europa lag bei 67 Prozent. Weltweit konnte der Panamera E-Hybrid ­seinen Anteil an den Auslieferungen der ­gesamten Modellreihe um zehn Prozent auf ­nunmehr 27 Prozent erhöhen.

Zum dritten Mal in Folge hält China seine ­Spitzenposition als volumenstärkster Einzelmarkt von Porsche. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug dort zwölf Prozent, die Auslieferungen stiegen auf 80.108 Einheiten.


NORDAMERIKA

USA: neuntes Wachstumsjahr in Folge
In den Vereinigten Staaten wurden im Berichtsjahr 57.202 Fahrzeuge an Kunden übergeben – eine Steigerung von drei Prozent gegenüber 2017. Damit wurde in den USA zum neunten Mal in Folge der Auslieferungswert des Vor­jahres übertroffen. Erneut war der Macan das erfolgreichste Porsche-Modell auf dem ­US-Markt: Er kam auf 23.504 Auslieferungen – zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Auch der Panamera konnte wieder zulegen: Im zweiten Jahr nach der Markteinführung wurden die Fahrzeuge der neuen Modellgeneration 8.042-mal in Kundenhand übergeben. Unterstützt von einer starken Nachfrage nach den GT-Modellen, erreichte der 911 Carrera in den USA ein Wachstum von rund acht Prozent auf 9.647 Einheiten. Damit waren die USA der weltweit stärkste Elfer-Markt. Die gegen ­Jahresende erstmals auf dem amerikanischen Markt angebotenen Varianten Cayenne S und Cayenne Turbo waren besonders stark nach­gefragt. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 10.733 Cayenne aus­geliefert. Neben den Neufahrzeugen erreichten auch die Gebraucht­wagenverkäufe einen ­neuen Bestwert. Mit 23.046 Auslieferungen und einer Steigerung von 21 Prozent erfreuten sich neben den ­Neufahrzeugen auch die ­Gebrauchten einer hohen Beliebtheit bei den amerikanischen Kunden.

Kanada: erneut markante Steigerung
In 2018 konnte Porsche seinen Absatz in ­Kanada erneut spürbar erhöhen. Die hohe Professionalität der Porsche Zentren sowie die Begeisterung der kanadischen Kunden für die Marke sorgten für einen neuen Bestwert im weltweit sechstgrößten Markt des Sport­wagenherstellers. Das erfolgreichste Modell war der Macan mit 3.960 ausgelieferten ­Fahrzeugen, gefolgt vom Cayenne mit 2.107 Einheiten. Mit einem Wachstum von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist die Nachfrage beim Panamera am stärksten gestiegen – 783 Einheiten dieses Modells wurden im Berichtsjahr an kanadische Kunden übergeben. Einer gestiegenen Beliebtheit erfreuten sich in Kanada auch der 718 Boxster und der 718 Cayman: 656 Fahrzeuge und damit acht Prozent mehr als im Vorjahr wurden von diesen Modellen in 2018 ausgeliefert. Insgesamt ­lieferte Porsche 2018 in Kanada 8.904 Neufahrzeuge aus. ­Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von acht Prozent. Die Auslieferungszahl der von Porsche geprüften Fahrzeuge mit ­Vorbesitzer stieg um knapp 20 Prozent – 2.559 Gebrauchtwagen gingen an kanadische Kunden.

Südamerika: Stabilität in einer volatilen Region
In Mittel- und Südamerika (Brasilien ausgenommen) konnte Porsche seine Auslieferungen trotz eines volatilen Umfelds stabil halten. ­Insgesamt 2.911 Fahrzeuge wurden 2018 in diesem Marktraum an Kunden übergeben. Der Panamera verzeichnete mit einem Plus von 36 Prozent auf 262 ausgelieferte Fahrzeuge das stärkste Wachstum. Der Cayenne war das erfolgreichste Modell von Porsche und erreichte mit 1.150 Einheiten ein Plus von 25 Prozent. Auch der 911 legte zu: 528 Fahrzeuge und ­damit vier Prozent mehr als im Vorjahr konnte Porsche an seine Kunden in Mittel- und ­Südamerika ausliefern. Das ­Regionalbüro mit Sitz in Miami betreut insgesamt 22 Märkte mit 45 Points of Sale. Den stärksten Absatz in der Region gab es erneut in Mexiko mit 1.486 ausgelieferten Fahrzeugen. Dieser Markt ­leistete damit einen maßgeblichen Beitrag zur Stabilität der Auslieferungszahlen in Lateinamerika.

Brasilien: Wachstum von knapp 30 Prozent
Die in 2015 gegründete Porsche-Tochter­gesellschaft in Brasilien verzeichnete im ­Berichtsjahr ein besonders starkes Wachstum. In dem südamerikanischen Markt stiegen die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent auf 1.444. Der Panamera legte 2018 überproportional stark zu: 185 Fahrzeuge und damit 157 Prozent mehr als in 2017 gingen in Kundenbesitz über. Aber auch andere Baureihen konnten überzeugen: 275 Fahrzeuge der 718-Baureihe und damit 80 Prozent mehr als im Vorjahr lieferte Porsche in Brasilien aus. Die Nachfrage nach dem Cayenne wuchs um 18 Prozent auf 347 Fahrzeuge. Nicht ­zuletzt kam auch der 911 Carrera bei den brasilianischen Kunden gut an: Von ihm wurden 211 Einheiten ausgeliefert. Das entspricht ­einem Plus von sieben Prozent. Um die Marke in Brasilien weiter zu stärken, hat Porsche ­Brasil in 2018 das zehnte Porsche Zentrum ­eröffnet.


EUROPA

Region Europa: leichter Rückgang, Cayenne stark
Die Umstellung auf den neuen WLTP-Prüf­zyklus war in 2018 eine der größten Herausforderungen für die Region Europa. Hinzu kam, dass Porsche seit Februar 2018 keine Dieselfahrzeuge mehr angeboten hat. Dem­­entsprechend sank die Zahl der ausgelieferten Neufahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 50.450 (Deutschland ausgenommen). Sehr stark zulegen konnte der Cayenne: Von diesem Modell wurden 2018 europaweit 13.016 Fahrzeuge an Kunden übergeben, was einem Plus von 34 Prozent entspricht. Der Macan blieb mit 15.632 aus­gelieferten Fahrzeugen Bestseller der Marke in ­Europa. Die Zahl der an Kunden überge­benen 911-Modelle stieg um elf Prozent auf 9.090 Einheiten. Die Mittelmotorsportwagen 718 Boxster und 718 Cayman ­kamen auf 5.395 Auslieferungen. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich erneut die Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Beim Panamera lag der ­Hybrid- ­anteil in Europa bei 67 Prozent. Mit ­einem Anteil von 42 Prozent kam auch der Sport Turismo bei den europäischen Panamera- Kunden gut an.

Deutschland: im Heimatmarkt behauptet
In Deutschland hatte Porsche vor allem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2018 ­zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen. Dazu gehörten insbesondere die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP und auf den Ottopartikelfilter sowie der Dieselausstieg. Dennoch konnte sich der Stuttgarter Sport­wagenhersteller in seinem Heimatmarkt gut ­behaupten und lieferte 27.541 Neufahrzeuge aus, was gegenüber dem Vorjahr einem ­geringen Rückgang von drei Prozent entspricht. Vor dem Hintergrund des Generationswechsels war beim 911 Carrera die weiterhin hohe Nachfrage in 2018 besonders bemerkenswert. Mit einem zweistelligen Wachstum von 23 Prozent auf 9.309 Fahrzeuge zeigte sich die Sportwagenikone in einem üblicherweise eher schwachen Lebenszyklusjahr in Deutschland außerordentlich stark und war hier das beliebteste Porsche-Modell. Auf Platz zwei rangierte der Macan mit 6.430 Fahrzeugen. Der Cayenne konnte leicht zulegen und kam bei einem Wachstum von drei Prozent auf 5.133 ausgelieferte Einheiten.

Großbritannien: 911 mit stärkstem Wachstum
In Großbritannien verzeichnete Porsche 2018 eine stabile Nachfrage. Die Umstellung auf WLTP und den Ottopartikelfilter sorgte allerdings auch hier für Verzögerungen in der ­Verfügbarkeit einiger Modelle. Hinzu kam das Ende des Angebots von Dieselfahrzeugen. Das ließ die Auslieferungszahlen zurückgehen. Insgesamt konnte Porsche im Verlauf des ­Berichtsjahres 12.521 Fahrzeuge an britische Kunden übergeben. Das stärkste Wachstum verzeichnete der 911 Carrera: 2.403 Einheiten und damit sieben Prozent mehr als in 2017 lieferte das Unternehmen aus. Das erfolgreichste Modell blieb der Macan mit 4.239 Fahrzeugen. Weiterhin beliebt waren auch die 718-Modelle, von denen 2.642 Fahrzeuge in Kundenbesitz übergingen. Damit unterstrichen die Briten ihre Vorliebe für Mittelmotorsportwagen. Vom Cayenne wurden 2.227 Einheiten ausgeliefert.

Frankreich: Panamera kommt vor allem als Hybrid gut an
In Frankreich gingen die Auslieferungen aufgrund der europaweiten Herausforderungen im Jahr 2018 um 16 Prozent zurück. Insgesamt übergab Porsche France 4.908 Fahrzeuge an Kunden. Der Macan blieb trotz rückläufiger Zahlen mit 1.508 Einheiten das beliebteste Porsche-Modell. Der Cayenne rangiert auf Platz drei mit 1.009 ausgehändigten Fahrzeugen, was einem Zuwachs von elf Prozent ­gegenüber 2017 entspricht. Der 911 konnte ebenfalls leicht zulegen und kam auf 1.122 Einheiten. Die Auslieferungszahl des Panamera stieg sogar zweistellig: 802 Einheiten gingen 2018 an französische Kunden, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des Panamera E-Hybrid ist dabei erfreulich hoch: 81 Prozent der französischen Panamera-Kunden entschieden sich für die Plug-in-­Hybrid-Variante.

Italien: Macan bleibt beliebtestes Modell
Die für Europa beschriebenen Besonderheiten im Jahr 2018 sorgten auch in Italien für einen Rückgang der Auslieferungszahl um fünf ­Prozent auf 5.230 Einheiten. Der Cayenne ­erfreute sich entgegen diesem Trend zunehmender Beliebtheit: Mit 1.047 Fahrzeugen stiegen die Kundenübergaben dieses Modells gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent. Eine gute Nachfrage verzeichnete Porsche auch beim 911 Carrera mit 977 ausgelieferten Fahr­zeugen. Das entspricht einem Plus von vier Prozent. Das beliebteste Modell in Italien blieb der Macan mit 2.082 Einheiten. Für einen Panamera entschieden sich die italienischen Kunden im Berichtsjahr 579-mal – ein Zuwachs von fünf Prozent gegenüber 2017. Hierbei ­kamen vor allem die Hybridvarianten sowie der Sport Turismo gut an. 67 Prozent der Panamera-Kunden wünschten den E-Hybrid, gut jeder zweite Panamera wurde als Sport ­Turismo gewählt.

Spanien/Portugal: Cayenne immer gefragter
In Spanien und Portugal hat sich die Wirtschaft trotz leichten Wachstums noch nicht vollständig erholt, die Staatsverschuldung ­beider Länder blieb auch in 2018 hoch. Die Anzahl der ausgelieferten Porsche-Fahrzeuge lag bei 2.965, was gegenüber dem Vorjahr ­einem Rückgang von drei Prozent entspricht. Erfolgreichstes Modell war der Macan mit 1.203 Einheiten. Sehr positiv entwickelte sich die Nachfrage nach dem Cayenne – er war in beiden Märkten das zweitbeliebteste Modell: 644 Cayenne und damit 20 Prozent mehr als 2017 wurden in Kundenhand übergeben. Vom Panamera wurden 574 Einheiten ausgeliefert, vom 911 Carrera 334 Fahrzeuge. Für die 718- ­Modelle haben sich 210 Kunden entschieden.

Schweiz: GT- und Turbo-Modelle des 911 erfolgreich
In der Schweiz lieferte Porsche im vergangenen Jahr 3.350 Fahrzeuge aus – und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert. Wie schon 2017 blieb der Macan mit 1.068 Auslieferungen das beliebteste Porsche-Modell. Von der Sportwagenikone 911 lieferte Porsche Schweiz 962 Fahrzeuge aus – ein Wachstum von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. ­Besonders gefragt waren die GT- und Turbo-Modelle mit einem Anteil von 52 Prozent. Vom Cayenne wurden insgesamt 675 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Plus von 37 Prozent gegenüber 2017. 459 Kunden entschieden sich für einen Panamera, davon wurden 59 Prozent als Plug-in-Hybrid ausgehändigt. Von den ­Mittelmotorsportwagen 718 Boxster und 718 Cayman übergab Porsche im Berichtsjahr 186 Fahrzeuge an seine Schweizer ­Kunden, von denen sich die meisten für eine der GTS-­Varianten entschieden hatten.

Österreich: Panamera E-Hybrid kommt gut an
Im österreichischen Markt konnte Porsche die Zahl der Auslieferungen erneut steigern: um sieben Prozent auf 1.399 Fahrzeuge. Am beliebtesten war der 911 Carrera mit 473 Einheiten, was einer Steigerung von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Cayenne-Nachfrage legte stark zu: Von diesem Modell wurden 294 Fahrzeuge an österrei­chische Kunden ausgehändigt. Der Panamera kam auf 288 Einheiten – und damit auf ein Plus von 22 Prozent im Vergleich zu 2017. Mit einem Anteil von 90 Prozent war die E-Hybrid-Version in Österreich so beliebt wie in keinem anderen europäischen Einzelmarkt.

Zentral- und Osteuropa: ein Prozent im Plus
Im heterogenen und politisch angespannten Marktumfeld Zentral- und Osteuropas konnte Porsche im Berichtsjahr 6.259 Fahrzeuge ­ausliefern – ein Prozent mehr als 2017. ­Insbesondere die Modelle 911 und Cayenne waren für den leichten Zuwachs verantwortlich. Das beliebteste Fahrzeug der Marktregion war der Cayenne mit 2.145 Einheiten. Das entspricht einem Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der 911 Carrera kam auf ein Wachstum von 25 Prozent – 708 Kunden ­entschieden sich für dieses Modell. Auch die Zahl der in Zentral- und Osteuropa ausgelieferten Mittelmotorsportwagen stieg zweistellig: 718 Boxster und 718 Cayman wurden 405-mal an Kunden übergeben, was einer Steigerung von 16 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht. Der Macan kam mit 1.919 Auslieferungen auf Platz zwei der Beliebtheitsliste.

Russland: Cayenne und 911 sichern ­zweistelliges Wachstum
In Russland konnte Porsche ein zweistelliges Wachstum und damit ein sehr erfolgreiches Jahr für die Modelle 911 und Cayenne verzeichnen. 2018 wurden 5.118 Fahrzeuge an russische Kunden übergeben – zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt waren Cayenne und 911: Die Auslieferungen des SUV-Modells legten um 67 Prozent auf 2.848 Einheiten zu. Damit war der Cayenne 2018 im russischen Markt der Bestseller unter den Porsche-Modellen. Der 911 kam auf 204 Auslieferungen – fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Weiterhin erfolgreich blieb der Macan, der mit 1.451 Einheiten Platz zwei im Auslieferungsranking von Porsche Russland belegte. 506-mal entschieden sich Kunden im Berichtsjahr für einen Panamera, 109-mal für die 718-Modelle.

Nordeuropa: Markt wächst weiter
In Skandinavien und den Beneluxstaaten hielt die positive Entwicklung der vorangegangenen Jahre an. Um durchschnittlich drei Prozent auf insgesamt 8.700 Fahrzeuge stiegen die Auslieferungszahlen in 2018. Ein starker Wachstumstreiber war der Cayenne mit 2.127 Fahrzeugen – ein Plus von 63 Prozent. Damit war er 2018 das meistverkaufte Fahrzeug von Porsche in der Marktregion. Auch der 911 ­legte deutlich zu und erzielte ein Wachstum von 25 Prozent auf 1.907 Einheiten. Vom ­Macan wurden 1.947 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Die Zahl der ausgelieferten Panamera stieg um ein Prozent auf 2.017. Auffällig ist in dieser Modellreihe der hohe ­Anteil an E-Hybrid-Fahrzeugen, der bei 84 Prozent liegt.


ASIEN

China: weiterhin Nummer eins
China blieb mit insgesamt 80.108 Auslieferungen auch in 2018 der volumenstärkste ­Einzelmarkt von Porsche – und das mit einem zweistelligen Wachstum: Zwölf Prozent mehr Einheiten als 2017 übergab Porsche im Berichtsjahr an seine chinesischen Kunden. Der größte Anteil entfiel dabei auf den Cayenne: Er wurde 31.456-mal an Kunden in China und Hongkong ausgeliefert – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ihm folgte der Macan mit 27.386 Einheiten. Das stärkste Wachstum erreichte der Panamera mit 13.964 Auslieferungen, was einer Steigerung von 123 Prozent gegenüber 2017 entspricht. Rund jeder zehnte Kunde entschied sich dabei für die Hybridvarianten des Modells – ihr ­Anteil lag in China bei elf Prozent. Beliebt blieben auch 718 Boxster und 718 Cayman, von denen 5.882 Fahrzeuge ­ausgeliefert wurden. In ihrem Segment hatten sie damit einen ­Anteil von rund 80 Prozent. Unterstützt wurde das Wachstum durch den weiteren Ausbau des Händlernetzes: Im Geschäftsjahr 2018 nahmen 15 weitere Porsche Zentren ihren ­Geschäftsbetrieb auf. Damit stieg die Zahl der Händler in China auf insgesamt 114.
 
Japan: Cayenne beflügelt Wachstum
Die Porsche-Modellpalette kam bei den japanischen Kunden auch in 2018 wieder gut an. In dem Inselstaat konnte der Sportwagenhersteller die Marke von 7.000 ausgelieferten Fahrzeugen übertreffen und steigerte sich damit um drei Prozent gegenüber 2017. Das stärkste Wachstum verzeichnete der Cayenne, von dem 1.192 Fahrzeuge, 85 Prozent mehr als in 2017, an Kunden übergeben wurden. Auch für den Panamera entschieden sich nochmals mehr Käufer als im Vorjahr: Mit 1.110 Auslieferungen kam er auf ein Wachstum von 28 Prozent. Bei den zweitürigen Sportwagen legte der 911 in Japan auf 1.405 Einheiten zu, 718 Boxster und 718 Cayman brachten es ­gemeinsam auf 1.266 Auslieferungen. Spitzenreiter blieb der Macan, von dem 2.047 Fahrzeuge in Kundenbesitz übergingen.

Südkorea: knapp 70 Prozent plus
Die junge Porsche-Tochtergesellschaft in Südkorea konnte in ihrem dritten Geschäftsjahr das Vorjahresergebnis deutlich steigern. Zum Wachstum von 69 Prozent trug insbesondere der Panamera mit einer enormen Steigerung der Auslieferungen auf 1.968 Fahrzeuge bei. Das beliebteste Modell übertraf damit ­sogar den in 2017 auf Platz eins stehenden Macan, der mit 1.118 Auslieferungen ebenfalls ein ­signifikantes Wachstum erreichen konnte. Zunehmend gefragt waren bei den süd­koreanischen Kunden im Berichtsjahr zudem 718 Boxster und 718 Cayman: 918 Auslieferungen und damit ein Plus von 18 Prozent zeugten von einer wachsenden Begeisterung für die Mittelmotorsportwagen von Porsche.

Asien-Pazifik: zweistelliger Zuwachs bei drei Modellen
Von Singapur aus betreut Porsche die Region Asien-Pazifik, in der die Auslieferungszahlen in 2018 erneut stiegen. Erreicht wurde ein Wachstum von sechs Prozent auf 2.147 Fahrzeuge. Dabei konnten die Modelle Cayenne, Panamera und 911 zweistellig zulegen. Der Cayenne kam auf 422 Auslieferungen – 86 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Porsche 911 legte um 51 Prozent auf 304 Einheiten zu. Vom Panamera wurden 473 Fahrzeuge an Kunden übergeben, was im Vergleich zu 2017 einem deutlichen Plus von 40 Prozent entspricht. Auch der 718 Boxster und der 718 Cayman waren gefragt: 357 Kunden ­entschieden sich für ­eines der beiden Mittelmotormodelle. Das meistverkaufte Porsche-Modell in der Region blieb der Macan mit 591 Auslieferungen.

Mittlerer Osten, Afrika und Indien: Cayenne mit steigender Nachfrage
In der Region Mittlerer Osten und Afrika ­wurden im Berichtsjahr 6.438 Fahrzeuge aus­geliefert. Trotz politisch schwieriger Rahmenbedingungen im gesamten Mittleren und Nahen Osten erzielte Porsche damit ein leichtes Wachstum von einem Prozent. Besonders der Cayenne legte zu: Von ihm wurden 2.936 Einheiten ausgeliefert, 38 Prozent mehr als im Vorjahr. Er blieb das beliebteste Modell in ­diesem Markt. Zweistellig wuchs ebenfalls die Zahl der 911-Auslieferungen – für das ­Modell haben sich 1.094 Kunden ­entschieden. Der Macan wurde 1.306-mal ausgeliefert.

Australien/Neuseeland: starkes Jahr für den Porsche 911
Auch im Jahr des Generationswechsels ist die Beliebtheit des 911 bei den australischen Kunden ungebrochen. Die Auslieferungen der Sportwagenikone stiegen um 28 Prozent auf 612 Einheiten. Der Panamera verzeichnete ebenfalls ein Plus: 138 Einheiten wurden an Kunden übergeben, eine achtprozentige Steigerung gegenüber 2017. Rund jeder vierte Käufer entschied sich beim Panamera für den Sport Turismo, der Hybridanteil lag bei 30 Prozent. Insgesamt lieferte Porsche auf dem australischen Markt im Berichtsjahr 4.294 Fahrzeuge aus.

Verbrauchsangaben

Panamera 4 E-Hybrid: Kraftstoffverbrauch kombiniert 2,7 – 2,6 l/100 km; CO2-Emission 62 – 60 g/km; Stromverbrauch kombiniert 16,1 – 16,0 kWh/100 km 2)
Panamera Turbo S E-Hybrid Sport Turismo: Kraftstoffverbrauch kombiniert 3,3 l/100 km; CO2-Emission 76 g/km; Stromverbrauch kombiniert 18,1 kWh/100 km
911 Turbo: Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,1 l/100 km; CO2-Emission 212 g/km
718 Boxster: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,1 l/100 km; CO2-Emission 186 g/km
718 Boxster GTS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,2 l/100 km; CO2-Emission 210 g/km
718 Cayman: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,1 l/100 km; CO2-Emission 186 g/km
718 Cayman GTS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,2 l/100 km; CO2-Emission 210 g/km