MITARBEITER

Der Erfolg von Porsche beruht auf seinen Mitarbeitern – ihrem Können, ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft. Sie bekennen sich konsequent zu den Werten und Zielen des Unternehmens. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 beschäftigt die Porsche AG 29.777 Mitarbeiter. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von knapp acht Prozent. Das rasante Wachstum des Unternehmens stellt Porsche auch vor große Herausforderungen. Diese lassen sich nur bewältigen, wenn alle gemeinsam in dieselbe Richtung ziehen. Das macht eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, seinen unterschiedlichen Gremien und der IG Metall zu einem weiteren und wichtigen Erfolgsfaktor. Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge bilden das stabile Fundament für den nachhaltigen Erfolg von Porsche, von dem Unternehmen, Beschäftigte und Anteilseigner gleichermaßen profitieren.

Personalstrategie
Die Personalstrategie bildet den inhaltlichen Rahmen für die Personalarbeit bei Porsche. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiter – für sie möchte Porsche auch in Zukunft ein herausragender Arbeitgeber sein. Die Grundlage dafür bildet die einmalige Porsche-Kultur, die immer daran erinnert, wer Porsche ist und wo Porsche herkommt. Für seine hoch motivierten Mitarbeiter schafft das Unternehmen mit innovativen, leistungsfördernden Arbeitswelten ideale Rahmenbedingungen. Porsche investiert in zukunftsorientiertes Kompetenz- und Talentmanagement, um jedem Einzelnen eine individuell ausgerichtete, exzellente Qualifizierung und Weiterentwicklung zu ermöglichen. Dies ist gerade auch vor dem Hintergrund einer sich immer schneller verändernden, zunehmend digitalen Welt besonders wichtig. Dabei setzt das Unternehmen auf moderne Personalarbeit mit effizienten Prozessen und vernetzten IT-Systemen.

Digitalisierung
Die Digitalisierung der Unternehmensprozesse ist ein zentrales Element der Strategie 2025 und damit auch der Porsche-Personalstrategie. So werden durch zahlreiche Lean-Administration-Projekte und die konsequente Weiterentwicklung der IT-Systeme wichtige Erfolge bei der Optimierung von Prozessen und der Digitalisierung erzielt – stets in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und unter strenger Berücksichtigung höchster Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit. Mit dem System „Mein Porsche Cockpit“ stellt Porsche eine unternehmensweite Plattform für diverse Personal- und Unternehmensprozesse zur Verfügung.

Initiative „Fit für Digit@l“
Das Ziel der 2017 gestarteten Wissensoffensive „Fit für Digit@l“ besteht darin, gemeinsames übergreifendes Verständnis und Wissen vor dem Hintergrund der Digitalisierung bei Porsche auf- und auszubauen. Es gilt, bei allen Mitarbeitern das Bewusstsein und die Motivation für den Wandel zu schaffen. Zudem geht es darum, Verständnis und Kenntnis über den Kern und die Treiber der Digitalisierung sowie die einzelnen Handlungsfelder bei Porsche zu erlangen. So soll der nachhaltige Aufbau eines Porsche-Digital-Mindsets unterstützt werden.

Porsche Lernplattform
Die 2017 neu eingeführte Porsche Lernplattform ist ein wesentliches Element der Digitalisierungsoffensive im Personalbereich und für die Mitarbeiter das zentrale Portal für alle Themen rund um die fachliche und überfachliche Qualifizierung. Sie zeigt alle verfügbaren Weiterbildungsmöglichkeiten und bietet direkten Zugriff auf attraktive, flexible und vielfältige Online-Angebote. Diese Angebote ergänzen in der neu geschaffenen Lernarchitektur die bewährten Präsenzmaßnahmen. Zum Beispiel ermöglichen sie zielgerichtete Qualifizierung durch den Einsatz von „Blended Learning“. Durch die größere Transparenz und Vernetzungsmöglichkeiten – auch mit den Tochtergesellschaften – nimmt kollaboratives Lernen einen neuen Stellenwert ein. Die Mitarbeiter verfügen über einen personalisierten Zugriff auf ihre Weiterbildungshistorie und haben die Möglichkeit, aktiv und individuell ihre bevorzugte Lernstrategie zu gestalten. Das Lernen bei Porsche wird somit selbstbestimmter und integrierter Bestandteil des Arbeitsalltags – eine wesentliche Voraussetzung für das strategische Ziel „lebenslanges Lernen“.

Arbeitgeber-Attraktivität und Nachwuchsarbeit
Basis für eine erfolgreiche Personalarbeit bleibt die nachhaltige Positionierung von Porsche als attraktivem Arbeitgeber. Porsche unterstützt zahlreiche Nachwuchsinitiativen und konzentriert sich im Berichtsjahr auf Digital-Talente und das Umwerben relevanter Zielgruppen. In renommierten Arbeitgeber-Rankings von Trendence und Universum belegt Porsche 2017 erneut Top-Platzierungen unter Studierenden. Besonders positiv entwickeln sich die Platzierungen im Bereich der Young Professionals: Bei der „Universum Young Professional Survey“ beispielsweise verbessert Porsche in allen Kategorien seine Platzierungen und belegt bei den Ingenieuren sogar Platz eins. Ein Beleg für die Attraktivität als Arbeitgeber sind auch die Bewerberzahlen: Der Porsche Konzern erhält 2017 mehr als 150.000 Bewerbungen.

Auch in Sachen Nachwuchsförderung setzt Porsche im Berichtsjahr auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit wichtigen Organisationen und Hochschulen. Dazu gehören unter anderem die „Formula Student Germany“, ein internationaler Konstruktionswettbewerb unter der Schirmherrschaft des Vereins Deutscher Ingenieure, oder die „Femtec“. Mit dem Team „Sonnenwagen“ der RWTH Aachen unterstützt Porsche erstmals eine Studentenmannschaft bei der „World Solar Challenge“, dem wichtigsten und härtesten emissionsfreien Rennen der Welt, 3.000 Kilometer quer durch Australien.

Die Kooperation mit renommierten Hochschulen wird speziell beim Schwerpunktthema Digitalisierung weiter ausgebaut. Als Partner der ersten Stunde engagiert sich Porsche an der neu gegründeten CODE University in Berlin. An der privaten, staatlich anerkannten Fachhochschule mit den Studiengängen Software Engineering, Interaction Design und Product Management arbeiten die Studierenden von Beginn an in internationalen und interdisziplinären Teams aus Software-Entwicklern, Interaktionsdesignern und Produktmanagern an eigenen Projekten – in enger Kooperation mit Unternehmen und Organisationen.

Kooperation mit der Code University

Verlängert und inhaltlich angepasst wird auch das Engagement am seit 2013 bestehenden Stiftungslehrstuhl der Porsche AG an der Handelshochschule Leipzig. Der Lehrstuhl beschäftigt sich von 2018 an mit dem Themenfeld „Strategisches Management und Entrepreneurship im digitalen Zeitalter“. Weiterhin wird die Initiative „Porsche Automotive Campus“ an der HfWU Nürtingen um zwei Jahre verlängert, hierbei handelt es sich um ein Stipendienprogramm zur Förderung des Nachwuchses im automobilwirtschaftlichen Bereich. Auch die internationalen Hochschulkontakte werden gepflegt und stetig ausgebaut. Beispiele sind ein Praktikantenprogramm mit der Tongji-Universität (Shanghai) oder die Kooperation mit dem IT-Lehrstuhl an der Babes-Bolyai-Universität in Cluj (Rumänien). Im Silicon Valley arbeitet Porsche mit der Stanford University zusammen, auch diese Initiative soll im Jahr 2018 weiter ausgebaut werden.

Mit dem „Ferry-Porsche-Preis“ werden im Berichtsjahr zum 17. Mal die besten baden-württembergischen Abiturienten ihres Jahrgangs in den Leistungsfächern Mathematik, Physik und Technik prämiert. 212 junge Menschen erhalten die begehrte Auszeichnung. Sechs von ihnen bekommen zusätzlich ein Stipendium für ein Jahr. Sie werden bei der Preisverleihung im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Weissach per Losentscheid bestimmt.

Porsche-Unternehmenskultur
Im Berichtsjahr liegt ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Anlass ist einerseits der starke Mitarbeiterzuwachs in den vergangenen Jahren, andererseits die Neuausrichtung des Unternehmens auf das digitale Zeitalter und damit verbundene Veränderungen in der Zusammenarbeit. Patenschaften übernehmen von Beginn an die Vorstände Oliver Blume und Andreas Haffner sowie der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates Uwe Hück. In flächendeckenden Workshops wird „bottom-up“ der Ist-Zustand der Unternehmenskultur bei Porsche skizziert und einer Zukunftsversion gegenübergestellt. Es geht um die Frage, welche Werte die Mitarbeiter von Porsche verbindet und wie sich die Kultur des Unternehmens entwickeln muss, um auch künftig eine einzigartige Identität zu prägen, die passende Mitarbeiter anzieht und bindet.

Entstanden ist ein Kulturleitbild mit den vier Dimensionen „Herzblut“, „Sportlichkeit“, „Pioniergeist“ und „Familie“. Diese Begriffe beschreiben das Selbstverständnis der Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens. Sie zeigen aber auch, wie Porsche die großen Trends der Automobilindustrie gestalten will.

Auf Basis des Kulturleitbilds wurde anschließend der sogenannte „Porsche Code“ entwickelt. Der„Porsche Code“ löst die bisherigen Führungsleitlinien ab und enthält die wesentlichen Dimensionen eines gemeinsamen Führungsverständnisses.

Kulturleitbild und „Porsche Code“ werden 2018 fortentwickelt. Geplant sind außerdem Führungs-Labs, die Führungskräften ermöglichen sollen, sich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten und durch kritische Reflexion und externe Inspiration die Porsche-Führungskultur nachhaltig zu verinnerlichen. Der gesamte Prozess wird vom Vorstand und der Arbeitnehmervertretung gemeinsam intensiv begleitet und gefördert.

Ausbildung
Zu den Eckpfeilern der Porsche-Personalpolitik gehören eine bedarfs- und zukunftsorientierte Ausbildung, die stetige Qualifizierung sowie das Ermöglichen interner Weiterentwicklung. Das Fundament bildet seit 75 Jahren die Porsche-Berufsausbildung. Lerninhalte und Ausbildungsplätze werden vorausschauend dem technischen Fortschritt und der gesellschaftlichen Entwicklung angepasst. Aktuell bietet das Unternehmen zehn technische und kaufmännische Ausbildungsberufe an sowie in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) sieben Studiengänge. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben bei der Porsche AG 200 junge Menschen eine Ausbildung bei Porsche begonnen. Von den technischen Ausbildungsberufen sind 40 Prozent für Bewerber mit Hauptschulabschluss vorgesehen. Teil der zukunftsorientierten Ausbildung ist zudem die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Demzufolge sind nach bestandener Abschlussprüfung 142 Auszubildende und DHBW-Studierende im Berichtszeitraum in ein Arbeitsverhältnis bei Porsche übernommen worden.

Porsche erweitert sein Stammwerk in Zuffenhausen, bereitet sich auf die Fertigung des Mission E vor und erhöht die Anzahl technischer Ausbildungsplätze erneut – von derzeit 106 auf künftig 156. Neben den klassischen Ausbildungsberufen in der Automobilindustrie machen dabei Kfz-Mechatroniker sowie Elektroniker für Betriebstechnik rund die Hälfte der zusätzlichen Ausbildungsplätze aus. Zudem wurde mit dem dualen Studiengang „Informatik mit Fachrichtung IT-Automotive“ eine neue, zukunftsweisende Disziplin etabliert. Im kommenden Jahr wird das Angebot um den Studiengang Informatik erweitert und die Anzahl an Plätzen im Studiengang Elektrotechnik erhöht.

Konsequent hat Porsche das Auslandsprogramm in der Berufsausbildung ausgebaut: Bisher konnten die technischen Auszubildenden in Australien, Großbritannien und auf den Philippinen Auslandserfahrungen sammeln. Im Berichtsjahr kamen Taiwan, Italien, China und die USA als mögliche Ziele hinzu. Außerdem hat Porsche ein Austauschprogramm mit Bentley und mit VW Südafrika initiiert. 22 technische Auszubildende nahmen an dem Auslandsprogramm teil. Weitere 18 Dual-Studierende wurden nach Großbritannien, in die Schweiz, nach Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, China, Korea, Japan, Australien, Brasilien, Kanada und in die USA entsandt. Sie lernten verschiedene Porsche-Standorte kennen oder sammelten Konzernerfahrung bei Bugatti und Bentley. Jeweils zehn kaufmännische Auszubildende waren in Großbritannien und Spanien.

Besonders erfreulich hat sich der Anteil der weiblichen Auszubildenden in den technischen Berufen entwickelt: Im Berichtsjahr liegt der Anteil im ersten Ausbildungsjahr bei 33 Prozent. Unter den DHBW-Studierenden im ersten Studienjahr waren 43 Prozent Frauen.

Die in hohem Tempo voranschreitende Digitalisierung in allen Bereichen des Automobilbaus und der Elektromobilität sowie Smart Mobility hat auch Auswirkungen auf die Berufsausbildung. Alle Auszubildenden sollen mit der technologischen Entwicklung Schritt halten können. Aus diesem Grund werden sie intensiv auf die kommenden Neuerungen vorbereitet. Weil viele Bewerber nach allgemeinen Auswahlkriterien keine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz haben, setzt Porsche auf eine Einstiegsqualifizierung, das sogenannte Förderjahr. Seit 2012 haben auf Basis des Tarifvertrags 62 junge Erwachsene ein Förderjahr absolviert, 58 von ihnen haben sich für eine anschließende Ausbildung bei Porsche qualifiziert. Aufgrund des großen Erfolgs wurde das Förderjahr 2017 fortgeführt und die ursprüngliche Anzahl der Teilnehmer von zwölf auf 20 erhöht. Auch das Integrationsjahr für Flüchtlinge hat Porsche mit Erfolg fortgesetzt: 15 junge Menschen nahmen an dem Projekt teil, nahezu alle wurden in Kooperation mit Handwerksbetrieben erfolgreich in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert. In Zusammenarbeit mit mehreren Berufsbildungswerken ermöglicht das Unternehmen auch Schwerbehinderten eine Ausbildung bei oder in Kooperation mit Porsche.

Porsche-Berufsausbildung

Neues Ausbildungszentrum Leipzig
Mit der Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums im Jahr 2017 investiert Porsche zukunftsweisend in den Fachkräftenachwuchs am Standort Leipzig. Auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern bietet der Neubau moderne Werkstatt- und Seminarräume sowie innovative Lehrinstrumente und damit beste Infrastruktur für die berufliche Bildung in einer sich stetig verändernden Automobilbranche. Das Zentrum steht für eine neue Ära in der Berufsausbildung: Die Themen E-Mobility, Hybrid und Connected Car, digitale Lernmedien und Mensch-Roboter-Kooperation finden Einzug in die Ausbildungspläne. Porsche beschäftigt am Standort Leipzig zum Ausbildungsjahr 2017 mehr als 120 Auszubildende in den Berufen Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Mechatroniker und Kfz-Mechatroniker – insgesamt sind dies 30 zusätzliche Ausbildungsplätze zum neuen Schuljahr. Hinzu kommt erstmalig die Möglichkeit eines dualen Studiums der Fachrichtung Maschinenbau. Die Ausbildung ist seit jeher partnerschaftlich eng mit dem Technologiezentrum VDI-GaraGe in Leipzig Plagwitz verbunden, wo Schüler auf die spätere Berufsausbildung vorbereitet werden. Die Schülerwerkstatt soll Automobiltechnik erlebbar machen und für eine Ausbildung bei Porsche begeistern.

Neues Ausbildungszentrum Leipzig

Mitarbeiterentwicklung
Der digitale Wandel stellt neue und deutlich veränderte Anforderungen an alle Mitarbeiter sowie an die Führungskräfte. Die Arbeit der Personal- und Führungskräfteentwicklung sowie des Betriebsrats hat sich im Berichtsjahr darauf konzentriert. Ziel ist der strukturierte und nachhaltige Auf- und Ausbau der erfolgskritischen digitalen Kompetenzen bei allen Mitarbeitern und Führungskräften. Das Weiterbildungsangebot wird um digitale Themen, Instrumente und Qualifizierungsformate erweitert, innovative maßgeschneiderte Module werden in die zielgruppenspezifischen Personalentwicklungs-Programme implementiert.

„Porsche Warm Up“
Qualifizierung beginnt bei Porsche vom ersten Tag an: Das „Porsche Warm Up“ ist das Einführungsprogramm für alle neuen Mitarbeiter und Führungskräfte. Die zweitägige Veranstaltung macht mit grundsätzlichen Themen vertraut – wie etwa Strategie 2025, Nachhaltigkeit, Gesundheitsmanagement oder Betriebsratsaktivitäten. Im Geschäftsjahr 2017 nehmen rund 2.000 Teilnehmer am Warm-Up-Programm teil.

Trainee-Programm
Nach dem erfolgreichen Abschluss der dritten Welle des Trainee-Programms startet im Oktober 2017 der vierte Durchlauf mit zehn Teilnehmern. Das auf zwölf Monate angelegte internationale Programm für den akademischen Nachwuchs bietet die Möglichkeit, Arbeitsprozesse über Ressort- und Hauptabteilungsgrenzen hinweg kennenzulernen. Projekt- und Praxiseinsätze im In- und Ausland zählen dazu.

Programme Talentförderung
Im Rahmen der Strategie 2025 ist die nachhaltige und zielgerichtete Talentförderung im Tarifbereich ein Kernelement der Personalentwicklung und der Talentstrategie. Das neue Porsche-Entwicklungsprogramm etwa hat das Ziel, Mitarbeiter fachlich und persönlich für die mögliche Übernahme einer Position im Management zu qualifizieren. Es richtet sich konsequent nach Inhalten und Rahmenbedingungen der Strategie 2025. Themen sind Digitalisierung, Innovationskraft, Internationalisierung oder lebenslanges Lernen. Das Porsche-Entwicklungsprogramm beginnt im November 2017 mit rund 250 Teilnehmern. Auch die zielgruppenspezifische Weiterentwicklung wird im Berichtsjahr ausgebaut. Das Pilotprojekt „Fit für die Planung" ermöglicht Mitarbeitern aus der Produktion eine Qualifizierung zum Fertigungs-, Logistik- oder Prozessplaner. Die Ausweitung des Qualifizierungsangebots auf weitere Zielgruppen ist bedarfsorientiert vorgesehen. Auch die Entwicklungsprogramme für Talente und Young Professionals in allen Ressorts werden im Berichtsjahr fortgeführt.

Programme auf Managementebene
Das Qualifizierungsangebot für die Führungsebene im Porsche Konzern besteht unter anderem aus zwei qualitativ hochwertigen und modular aufgebauten Programmen. Beide werden mit international führenden Business Schools entwickelt und sind auf die speziellen Anforderungen zugeschnitten. Im Berichtsjahr hat Porsche das Management-Programm International initiiert. Unter dem Leitmotiv „A distinctive Agility Trip for Porsche Leaders“ verfolgt das maßgeschneiderte Programm das Ziel, Führungskräfte der zweiten Ebene im Porsche Konzern zu unterstützen und den digitalen Transformationsprozess im Unternehmen aktiv mitzugestalten. Im Mittelpunkt stehen der systematische Ausbau der Leadership-Kompetenzen, die Stärkung des erforderlichen Mindsets und die Erweiterung des Methoden-Repertoires. Das neu gestaltete Management-Programm beginnt im Dezember 2017 mit 50 Teilnehmern.

Für das Topmanagement wird mit dem „Porsche-Advanced-Management-Programm“ ein Meilenstein gesetzt. Nach der erfolgreichen Einführung im April 2015 startet im März 2017 der zweite Programmdurchlauf mit 22 Teilnehmern von der Porsche AG, den weltweiten Konzern-Tochtergesellschaften sowie von Bentley. Der Fokus liegt auf dem Ausbau von Leadership-Kompetenzen. Die Teilnehmer sollen befähigt werden, in einem globalen und volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren und die strategische Ausrichtung von Porsche aktiv zu steuern.

Strategisches Kompetenzmanagement
Die Verfügbarkeit und Qualität der passenden Qualifizierungseinheit zum richtigen Zeitpunkt wird künftig ein zentraler Wettbewerbsfaktor sein. Kompetenzen sind deshalb genauso professionell zu erfassen, auszurichten und zu managen wie andere Produktionsfaktoren. Darum wird ein systematisches Vorgehen entwickelt, das dem Unternehmen hilft, Kompetenzen der Mitarbeiter hinsichtlich der zukünftigen Herausforderungen zu entwickeln. So werden in einem standardisierten Verfahren frühzeitig Kompetenzlücken definiert, damit diese durch gezielte Um- und Weiterqualifizierung, vorausschauendes Recruiting oder neue Schwerpunktsetzung in der Ausbildung geschlossen werden können. Diese Verfahrensweise wird im Berichtsjahr erfolgreich pilotiert und nun sukzessive umgesetzt.

Porsche Stimmungsbarometer
2017 werden innerhalb der Porsche AG und bei den deutschen Tochtergesellschaften per Stimmungsbarometer erneut unternehmensweit alle Mitarbeiter befragt; mehr als 18.000 Personen nehmen daran teil. Abgefragt werden Themen wie Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten, Arbeitsqualität oder Versorgung mit Informationen zu aktuellen Entwicklungen bei Porsche. Neu sind Fragen zur Integrität und Zusammenarbeit im Konzern. Nach der Auswertung werden unter Einbindung des Betriebsrats in allen Unternehmensbereichen die Ergebnisse besprochen. Führungskräfte und Mitarbeiter benennen Verbesserungspotenziale und definieren konkrete Maßnahmen, um beispielsweise Abläufe oder Arbeitsbedingungen zu optimieren.

Beruf und Familie
Porsche legt großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mitarbeiter werden mit einem vielfältigen Angebot unterstützt. Sechs Kooperationspartner sorgen etwa für ausreichend Betreuungsplätze in Kindertagesstätten in der Nähe der Standorte. Wie bereits im Vorjahr kommen Kinder von Mitarbeitern an allen Standorten rund um Stuttgart während der gesamten Sommerferien in den Genuss einer umfassenden Ferienbetreuung inklusive Shuttle-Service. Mit Ausnahme der Weihnachtsferien werden die Kinder auch während der übrigen Schulferienphasen betreut.

Mit dem Familienservice bietet Porsche eine kostenlose individuelle Rundumberatung und Unterstützung in allen familiären Lebenslagen. Das Angebot reicht von der Beratung für werdende Eltern über die Auswahl und Vermittlung von qualifizierten Betreuungspersonen für Kinder und Senioren bis hin zur qualifizierten Unterstützung bei der Suche und Auswahl von Pflegeeinrichtungen zur Eldercare.

Porsche setzt sich für die flexible Gestaltung von Arbeitsort und Arbeitszeiten ein. Homeoffice, lebensphasenorientierte Wahlarbeitszeit oder eine freiwillige persönliche Auszeit (Sabbatical) sind nur einige Beispiele dafür. Auch Jobsharing in Führungsfunktionen bewährt sich infolge eines Pilotprojekts erfolgreich und findet weitere Verbreitung im Unternehmen. Mit entsprechenden Betriebsvereinbarungen wird zusammen mit dem Betriebsrat der Rahmen für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Themen gesetzt.

Mitbestimmung
Über die vielfältigen Angebote werden die Mitarbeiter durch unterschiedliche interne Medien der Porsche AG informiert. Darüber hinaus bietet aber auch der Betriebsrat mit seinen Betriebsversammlungen an den einzelnen Porsche-Standorten in Deutschland eine umfassende Informations- und Diskussionsplattform. Überhaupt besitzt die Mitbestimmung bei Porsche einen hohen Stellenwert und ist eine wichtige Stütze für den unternehmerischen Erfolg. Dazu gehören auch die zahlreichen Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, die im Berichtsjahr zwischen den Betriebsparteien vereinbart werden. Auch bei der Organisation und Umsetzung der traditionellen Hocketse für Mitarbeiter und ihre Familien am Standort Zuffenhausen ist der Betriebsrat ein wichtiger Partner und Treiber. 2017 werden rund um das Stammwerk über 20.000 Gäste gezählt. Ebenso geht der 6-Stunden-Lauf auf die Initiative des Betriebsrats zurück. Im Berichtsjahr haben sich über 3.000 Mitarbeiter mit knapp 250 Teams daran beteiligt und insgesamt 185.000 Euro für wohltätige Zwecke erlaufen.

Mitbestimmung bei Porsche

Chancengleichheit und Vielfalt
Die Porsche-Belegschaft lebt von ihrer Diversität: Mitarbeiter aus mehr als 80 Nationen mit unterschiedlichsten persönlichen Fähigkeiten sorgen dafür, dass Porsche in vielerlei Hinsicht vorneweg fährt. In den bisherigen Führungsleitlinien und auch im neu entwickelten „Porsche Code“ ist die aktive Förderung von Vielfalt durch die Führungskräfte verankert. Zusätzlich sind Chancengleichheit und Gleichbehandlung für alle Mitarbeiter im „Porsche Compliance Kodex“ festgeschrieben – unabhängig von Abstammung, ethnischer Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, politischer oder gewerkschaftlicher Betätigung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder Krankheit. Um die Aktivitäten für Chancengleichheit und Vielfalt zu bündeln und weiter auszubauen, wird im Januar 2017 die Abteilung Chancengleichheit gegründet. Ein wichtiges Ziel, an dem Porsche kontinuierlich arbeitet, bleibt die Erhöhung des Frauenanteils auf allen Unternehmensebenen.

Seit 2012 hat Porsche den Anteil von Frauen im Unternehmen kontinuierlich auf 15,3 Prozent gesteigert. Im gleichen Zeitraum wird die Anzahl der Managerinnen mehr als verdoppelt. Der Frauenanteil im Management beträgt inzwischen neun Prozent. Messbare und verbindliche Chancengleichheit ist bei Porsche Teil der Zielvereinbarungen mit allen Führungskräften. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus hat sich das Porsche-Management ressortspezifische Ziele für den Frauenanteil an Beförderungen im Management gesetzt. Diese Ziele orientieren sich am Geschlechterverhältnis in den oberen Tarifgruppen. Unterstützend stehen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen wie Workshops und Seminare oder Mentoring-Angebote zur Verfügung.

Von besonderer Bedeutung bei der Erhöhung des Frauenanteils ist für Porsche die Nachwuchsförderung. So ist rund die Hälfte der Trainees weiblich, bei den Praktikanten und Abschlussarbeiten beträgt der Frauenanteil 29 Prozent. Um frühzeitig Schülerinnen und junge Frauen für technische Berufe und einen Berufseinstieg bei Porsche zu begeistern, wird im Berichtsjahr eine Kooperation mit der Universität Stuttgart geschlossen. Im Rahmen der Veranstaltungen „TryScience bei Porsche“ bietet das Unternehmen Schülerinnen wie auch Studentinnen und Doktorandinnen der Universität Stuttgart die Möglichkeit, Einblicke in Berufe zu erhalten, die auf den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) basieren. Wie in den Vorjahren beteiligt sich Porsche am „Girls’ Day“: Mehr als 150 Schülerinnen aus umliegenden Gymnasien, Real- und Hauptschulen nutzen die Gelegenheit, bei Porsche hinter die Kulissen zu schauen. Auch die seit über 15 Jahren bestehende Kooperation mit der „Femtec“, der internationalen Karriereplattform für Frauen in IT, Ingenieur- und Naturwissenschaften, wird erfolgreich weiterentwickelt. Höhepunkt 2017 ist die Femtec-Innovationswerkstatt, ein mehrmonatiges Praxisprojekt zum Thema „Wie sieht die Zukunft mit voll automatisiertem Fahren für Porsche aus?“

Ob bei „women&work“, „Panda“ oder dem „Ada Lovelace Festival“ – bei frauenspezifischen Messen und Formaten informiert Porsche Studentinnen und berufserfahrene Frauen regelmäßig über Einstiegsmöglichkeiten. Auf der IAA haben über 40 Young Professionals beim exklusiven Karrieretag für Frauen die Chance, Porsche als Arbeitgeber kennenzulernen.

Ende Mai beteiligt sich Porsche zum ersten Mal am deutschen Diversity-Tag. Unter dem Motto „Chancengleichheit fördern. Mit Vielfalt gewinnen.“ lassen Personalabteilung, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung in Zuffenhausen die Diversität im Unternehmen sichtbar werden. Ziel ist es, den besonderen Wert von Chancengleichheit und Vielfalt darzustellen und im Gespräch mit Kollegen darüber zu reflektieren. Darüber hinaus wird das Seminarangebot zu Diversität und Wertschätzung weiter ausgebaut.

Frauenanteil in Führungspositionen
Im Zuge der Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft werden folgende Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand sowie in den obersten Managementebenen mit Frist zum 31. Dezember 2021 für die Porsche AG festgelegt: Vor dem Hintergrund der langfristigen Verpflichtung der Mitglieder hat der Porsche-Aufsichtsrat den Status quo von zehn Prozent als Zielgröße bestätigt.

Zum Zeitpunkt des Beschlusses sind die Vorstände aller Ressorts ausschließlich mit Männern besetzt; die jeweiligen Vertragslaufzeiten erstrecken sich über mehrere Jahre. Vor diesem Hintergrund beschließt der Aufsichtsrat keine Anpassung der Zielgruppe bis zum 31. Dezember 2017. Der Status quo null wird bis zum 31. Dezember 2021 bestätigt. Der Aufsichtsrat von Porsche hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen im Vorstand längerfristig zu erhöhen. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands legt die Porsche AG einen Frauenanteil von 15 Prozent fest. Damit strebt das Unternehmen nahezu eine Verdopplung zum Status quo an.

Gesundheit und Arbeitssicherheit
Gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter sind Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Im Rahmen des Integrationsmanagements gelingt es, dass durch strukturelle und gestufte Wiedereingliederung 250 Mitarbeiter mit Langzeiterkrankung frühzeitig und fähigkeitsgerecht an den Arbeitsplatz zurückkehren.

Porsche legt großen Wert auf Prävention. Die 23. Porsche Gesundheitstage im Juni und Juli 2017 stehen unter dem Motto „Eine Frage der Haltung – Tipps zur Ergonomie am Arbeitsplatz“. Über 2.000 interessierte Mitarbeiter an sieben Standorten besuchen die Gesundheitstage und nehmen an Elektromyographie-Messungen zur Untersuchung muskulärer Spannung teil.

Wie jeder konkret und effektiv am Arbeitsplatz seinen Bewegungsablauf trainieren kann, wird pilothaft in der Montage gezeigt: Die Physiotherapie im Team (Pit-Stopp) gibt Tipps für individuelle verhaltenspräventive Verbesserungen im Alltag.

Sichere Arbeitsplätze haben für Porsche höchste Priorität. Eine organisierte und strukturierte Systematik des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gewährleistet eine zielgerichtete und einheitliche Vorgehensweise und sorgt für die Umsetzung rechtlicher Vorgaben. Das Ziel ist es, Arbeitsunfälle zu verhindern und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden.

Die zentralen Prozesse sind standardisiert und durch die Konzernrichtlinie Arbeitsschutz geregelt. Diese Richtlinie stellt ein wesentliches Element des Compliance-Management-Systems des Unternehmens dar und ist für alle Mitarbeiter gültig. Die Vorgesetzten achten darauf, dass ihre Mitarbeiter die Vorgaben der Richtlinie kennen und deren Bestimmungen einhalten. Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsräte und Betriebsärzte stehen beratend zur Seite. So kann die Verletzungsrate deutlich gesenkt werden. Von 2015 bis 2017 geht die Verletzungsrate beispielsweise um 12,7 Prozent zurück. Im Jahr 2017 erreichen die Porsche AG und die Porsche Leipzig GmbH mit 5,5 Unfällen pro eine Million geleistete Arbeitsstunden den bis dato niedrigsten Wert im Unfallgeschehen.

Porsche-Gastronomie
Das Wachstum des Unternehmens hat auch Auswirkungen auf die Organisation der Verpflegung für die Mitarbeiter. Deshalb werden Infrastruktur und Verpflegungsangebote weiter ausgebaut sowie neue Casino-Konzepte für Zuffenhausen und Weissach erarbeitet. Im Berichtsjahr werden an den Porsche-Standorten insgesamt 2,6 Millionen Essen ausgegeben.

Casino-Konzept

GESELLSCHAFT

Im Berichtsjahr fördert Porsche im Bereich Spenden und CSR-Sponsoring mehr als 100 Projekte. Förderprojekte begreift Porsche als Teil der unternehmerischen Verantwortung im Sinne des bürgerschaftlichen und sozialen Engagements für die Gesellschaft. Dabei gibt es fünf Schwerpunkte: Bildung und Wissenschaft, Kultur, Soziales, Sport und Umwelt.

Bildung und Wissenschaft
Mit dem Porsche Integrationsjahr bereitet der Sportwagenhersteller auch 2017 wieder 15 junge Flüchtlinge auf eine Berufsausbildung in Partnerbetrieben und Branchen vor, die unter einem akuten Fachkräftemangel leiden. Darüber hinaus unterstützt Porsche eine Reihe von Initiativen, die ebenfalls das Ziel verfolgen, Flüchtlingen eine nachhaltige Perspektive auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland zu bieten. So ist das Unternehmen einer der Hauptförderer der Joblinge gAG Stuttgart, die jungen Menschen mit schwierigen Startbedingungen hilft, einen Ausbildungsplatz zu finden. 2017 werden dabei auch 80 Flüchtlinge betreut. Zudem läuft im Berichtsjahr das Stipendienprogramm „Berufliche Anerkennung in Baden-Württemberg“ auf Hochtouren. Das Programm der Baden-Württemberg-Stiftung hilft Flüchtlingen auf unbürokratische Art und Weise, ihre im Ausland erworbenen Studienabschlüsse und Berufsausbildungen anerkennen zu lassen. Baden-Württemberg ist das einzige deutsche Flächenland mit einem Programm dieser Art und wird dabei von Porsche – über den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft – unterstützt. Rund 500 Personen aus dem ganzen Bundesland haben bis Ende 2017 ein Stipendium erhalten.

Integrationsprogramm

Darüber hinaus engagiert sich Porsche beim Ausbildungscampus der Bürgerstiftung Stuttgart. Die Stiftung hat gemeinsam mit öffentlichen Trägern und Unternehmensvertretern ein Modell entwickelt, das Jugendliche mit Unterstützungsbedarf – insbesondere junge Flüchtlinge – in Ausbildung und Arbeit bringen soll. An einem Ort erhalten sie nun alle dazu notwendigen Informationen sowie Unterstützungs- und Beratungsangebote. Die Hilfe reicht von der Berufsfindung über die Bewerbung und Vermittlung bis hin zur Begleitung während der Ausbildung. Gleichzeitig bietet die Plattform auch Informationen und Beratungsangebote für Unternehmen. Auch im Berichtsjahr unterstützt Porsche die Erweiterung des Porsche Training and Recruitment Centers (PTRCA) in Manila. Seit neun Jahren bildet der Sportwagenhersteller in Zusammenarbeit mit dem Orden Salesianer Don Boscos benachteiligte junge Filipinos zu Kfz-Service-Mechatronikern aus, um ihnen später eine berufliche Perspektive in der Porsche-Handelsorganisation zu ermöglichen. 2015 werden Volkswagen und Audi Partner des PTRCA, wodurch die jährliche Zahl der Teilnehmer von 36 auf 145 wächst. Mit der Erweiterung schafft das PTRCA die Voraussetzungen für eine optimale Vorbereitung auf die sich stark verändernden Herausforderungen im Bereich Aftersales.

Seit dem verheerenden Erdbeben im chinesischen Sichuan im Jahr 2008 fördert Porsche China ein langfristiges Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche. Das Programm „Empowering the Future“ startet 2009 mit dem Ziel, Bildung und integrierte Frühentwicklung für benachteiligte Kinder und Jugendliche in ländlichen Gebieten zu ermöglichen. Aktuell arbeitet Porsche China Hand in Hand mit dem Kinderhilfswerk UNICEF an drei Projekten: Das Projekt „Mobile Education Training and Resource Units“ (METRU) konzentriert sich auf die Entwicklung lokaler Standards für die Lehr-und Bildungsqualität. Das Pilotprogramm„METRU Plus & Effective Teaching and Learning“ (METRU Plus & ETL) erhöht die Bildungsqualität von Grundschulen in ärmeren Gegenden des Landes. Und das Projekt „Integrated Early Childhood Development“ (IECD) ermöglicht schwangeren Frauen und Kleinkindern bis zu drei Jahren eine Basis-Gesundheitsversorgung, Frühförderung sowie Kindesschutz. Im Rahmen der Kooperation mit UNICEF stellt Porsche China bis Ende 2016 rund 60 Millionen chinesische Renminbi (RMB) an Spenden bereit – umgerechnet etwa 7,7 Millionen Euro. In sieben Provinzen, Kommunen und autonomen Gebieten profitieren 915 Projektschulen mit rund 310.000 Schülern, 13.300 Lehrern und 4.000 Kindern im Alter bis zu drei Jahren von der Unterstützung.

Kultur
Zusammen mit dem Stuttgarter Ballett präsentiert Porsche Anfang Juli das Freiluft-Event „Ballett im Park“. Porsche fördert das Event bereits zum sechsten Mal und ermöglicht so Tausenden von Ballettfans einen kostenlosen Kulturgenuss. Im September verlängert Porsche den Vertrag mit dem Stuttgarter Ballett als Hauptsponsor um weitere drei Jahre. Pünktlich zum Start der Spielzeit 2017/2018, die mit der Veranstaltungsreihe „Blick hinter die Kulissen XXL – John Cranko zum 90. Geburtstag“ im Stuttgarter Kammertheater beginnt, setzen Porsche und das Spitzenensemble ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Seit 2012 ist der Sportwagenhersteller Hauptsponsor des Stuttgarter Balletts. Außerdem finanziert Porsche den Neubau der John-Cranko-Schule für den Ballettnachwuchs mit zehn Millionen Euro.

Stuttgarter Ballett

Im Juni verlängert Porsche den Vertrag mit dem Leipziger Gewandhaus und unterstützt zudem für weitere drei Jahre die beliebten Rosentalkonzerte in der Konzertreihe „Klassik airleben“. Mit diesem Engagement ermöglicht das Unternehmen bis dato über 60.000 Leipziger Bürgern einen kostenfreien Zutritt zu einer erstklassigen Musikveranstaltung. Das Sponsoring beinhaltet darüber hinaus internationale Tourneen und große Konzerte. Seit 2011 ist Porsche als „Global Partner“ des Gewandhausorchesters aktiv.

Im November präsentiert Porsche zum fünften Mal den Leipziger Opernball und verlost einen 718 Cayman für einen guten Zweck. Insgesamt werden 8.000 Lose im Wert von je zehn Euro an die Gäste verkauft. Der Erlös der Tombola kommt in diesem Jahr der Stiftung „Leipzig hilft Kindern“ und unter anderem dem Projekt „Haus Leben e.V.“ in Leipzig zugute. Unter dem Leitsatz „Krebs vorbeugen, heilen, bewältigen“ unterstützt der Verein Krebspatienten und ihre Angehörigen bei der emotionalen und praktischen Bewältigung der Erkrankung und bei der Aktivierung ihrer Selbstheilungskräfte.

Leipziger Opernball

Ein Schwerpunkt des gesellschaftlichen Engagements von Porsche China bildet die Förderung talentierter junger Künstlerinnen und Künstler. Bereits 2010 startete Porsche China eine Kooperation mit dem Sichuan-Institut für bildende Künste. Bisher werden im Rahmen des Projekts „Empowering the Future“ sieben Porsche-Kunstwettbewerbe organisiert. Dabei reichen die Studierenden mehr als 2.000 Werke ein. Zur Weiterentwicklung des Programms initiiert Porsche im Mai 2017 erstmals gemeinsam mit der Shanghai-Messe für zeitgenössische Kunst, der „ART021“, den Wettbewerb „Porsche Chinese Artist of the Year“. Ziel des Projekts ist es, die innovativsten und zukunftsweisendsten jungen Künstlerinnen und Künstler in China in ihrer persönlichen und künstlerischen Entwicklung zu unterstützen.

Soziales
Zum dritten Mal findet 2017 der 6-Stunden-Lauf statt. 3.000 Porsche-Mitarbeiter sind auf einem Rundkurs von 911 Metern im Werk Zuffenhausen unterwegs. Für jede zurückgelegte Runde spendet das Unternehmen fünf Euro an soziale Einrichtungen in der Region Stuttgart. Das Ergebnis: 185.000 Euro. Das Geld geht an die Olgäle-Stiftung, die Mobile Jugendarbeit Stuttgart und die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, die Gustav-Werner-Schule Zuffenhausen sowie das Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart. Das Hospiz, das bereits zum dritten Mal in Folge Mittel aus dem 6-Stunden-Lauf erhält, öffnet im Berichtsjahr seine Pforten. Es ist das erste stationäre Kinder- und Jugendhospiz in Baden-Württemberg. Bis zu acht schwer erkrankte Kinder und Jugendliche können dort mit ihren Eltern aufgenommen und begleitet werden. Die Olgäle-Stiftung setzt sich für eine optimale Betreuung der Kinder im Stuttgarter Olgahospital ein. Neben der medizinischen Versorgung spielt auch eine kindgerechte Atmosphäre eine große Rolle. Die Stiftung finanziert daher seit mehr als 15 Jahren Klinikclowns. Diese sind im Umgang mit kranken Kindern psychologisch geschult und lenken die kleinen Patienten von ihren Sorgen ab.

Spenden durch 6-Stunden-Lauf

Seiner Fantasie freien Lauf lassen und Abenteuer mit dem kleinen Prinzen oder Schneewittchen erleben: Mit Büchern können Kinder in die Welt ihrer Helden eintauchen. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen und einer Spende von Porsche können die Hohensteinschule und die Silcherschule in Zuffenhausen einen gemütlichen Leseclub mit Sitzkissen, Lümmelbänken und Kinderbüchern einrichten. Die Schüler sollen ohne Notendruck für das Lesen begeistert werden und so ihre Sprach-und Lesekompetenzen verbessern. Richy Müller ist als Gastleser bei der Eröffnung dabei.

Stiftung Lesen

Weihnachtsmann & Co. – helfen macht froh: Nach diesem Motto handelt und arbeitet der Verein seit über 40 Jahren. Weihnachtsmann & Co. fördert karitative Einrichtungen und Organisationen in Stuttgart und der Region. Wesentliche Einnahmequelle ist der Verkaufsstand auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Auch 2017 helfen Mitarbeiter, die am Porsche Förderjahr teilnehmen, einen Tag lang beim Verkauf. Zudem überreicht Porsche einen Scheck, um dieses einzigartige Modell in Deutschland zusätzlich zu fördern.

Integration durch Sport
Porsche unterstützt den Württembergischen Fußballverband, damit Menschen mit mentalen Beeinträchtigungen am regulären Trainingsbetrieb teilnehmen können. Um dieses Engagement in Sachen Inklusion zu bekräftigen, treffen sich 2017 in Zuffenhausen erneut Porsche-Auszubildende mit der Landesauswahl „Menschen mit mentaler Beeinträchtigung“ zu einem Fußballspiel. Dabei ist das Erlebnis wichtiger ist als das Ergebnis.

Porsche Leipzig kooperiert mit dem RB Leipzig bei einem Inklusionsspieltag. Das Fußballbundesliga-Spiel gegen den FC Ingolstadt steht im Zeichen von Menschen mit Behinderungen – eine Aktion der Bundesliga Stiftung, der Aktion Mensch und des Sächsischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands. Des Weiteren setzt sich Porsche Leipzig als Partner von RB Leipzig für geflüchtete Jugendliche ein und finanziert die Teilnahme an einem Integrationsprogramm. Unter dem Slogan „Willkommen im Fußball“ nutzen mehr als 30 Flüchtlingskinder das Angebot und nehmen am Sommercamp der RB Leipzig Fußballschule teil.

Umwelt
Mischwald statt Nadelwald-Monokultur: In Rutesheim, Weissach und Ludwigsburg werden auf 4,6 Hektar Fläche mehrere Tausend Traubeneichen gepflanzt. Die Bäumchen ersetzen vom Sturm zerstörte oder von Pilzen befallene Fichten- und Eschenwälder. Laubwälder generieren im Schnitt 800.000 Liter mehr Grundwasser je Hektar als reine Nadelwald-Monokulturen – und das jedes Jahr neu und über Generationen hinweg. Porsche fördert damit das Projekt des bundesweit agierenden Vereins „Trinkwasserwald e.V.“ mit Sitz in Hamburg. Mit den 4,6 Hektar Trinkwasserwald entstehen jährlich 3,68 Millionen Liter sauberes Grundwasser. Ein Mensch verbraucht pro Jahr etwa 1.000 Liter Trinkwasser; die Neubepflanzung sichert so lebenslang das Trinkwasser für bis zu 3.680 Menschen.

Im Zuge der Porsche-Nachhaltigkeitsstrategie initiiert Porsche Leipzig die Zusammenarbeit mit dem sächsischen Start-up „binee“. Das 2015 gegründete Unternehmen hat einen Recyclingkreislauf entwickelt, der die Entsorgung von alten Elektrogeräten belohnt und die Wiederverwertung gezielt steuert. So wird der Abbau von Rohstoffen – wie etwa Eisenerz – gemindert. Mitarbeiter von Porsche Leipzig haben in einer dreimonatigen Pilotphase die Möglichkeit, ihre Mobiltelefone und Elektrokleingeräte einfach und unkompliziert auf dem Weg zur Arbeit zu entsorgen. Transparente Prozesse ermöglichen einen Einblick in die Recyclingkette. So lässt sich der Weg des Altgeräts mitverfolgen. Als Dankeschön erhalten Teilnehmer einen Rabattgutschein für einen Einkauf bei einem „binee“-Partner. Die Zusammenarbeit zwischen Porsche und dem Start-up „binee“ ist ein Beispiel für eine gelungene Symbiose aus Wirtschafts- und Innovationskraft in Leipzig.

Start-up „binee“

Anfang Mai werden bei Porsche Leipzig auf der Beweidungsfläche im Offroad-Gelände 25 Bienenvölker mit jeweils rund 60.000 Bienen angesiedelt. 1,5 Millionen Honigbienen finden so auf der naturbelassenen Ökofläche eine neue Heimat. Ziel ist es, mit der Ansiedlung einen Beitrag zur Sicherung des Honigbienen-Bestands und damit zum Umwelt- und Naturschutz zu leisten. Dank vielfältiger Flora im Offroad-Gelände sind optimale Bedingungen für die Bienen gegeben – hier wachsen, neben zahlreichen Wildpflanzen, vor allem Weißdorn, Robinien und Linden. Die insgesamt 132 Hektar große Fläche dient außerdem als natürlicher Lebensraum für rund 30 Exmoor-Ponys und 75 Auerochsen. Zahlreiche weitere Tierarten – wie Fasane, Schwarzmilane, Amphibien, Feldhasen, Rehe oder Fledermäuse – sind auf dem Gelände beheimatet. In der Automobilbranche ist das Konzept einzigartig. Porsche Leipzig verbindet von Anfang an eine nachhaltige und ressourceneffiziente Automobilproduktion mit dem Engagement für Natur und Umwelt. Das werkseigene Offroad-Gelände war einst Militärgebiet und wurde im Jahr 2000 renaturiert.

Bienenvölker bei Porsche Leipzig

Auch 2017 spendet Porsche Leipzig acht Exmoor-Ponys an zwei gemeinnützige Vereine in Sachsen und Thüringen. Um den Bestand dieser Ponys bei Porsche Leipzig konstant zu halten, werden die Pferde regelmäßig an ausgewählte gemeinnützige Organisationen übergeben.

Exmoor-Ponys bei Porsche Leipzig

2011 startet Porsche Cars North America mit dem „Porsche Care Network“ eine Initiative, die das gesellschaftliche Engagement der Mitarbeiter organisiert. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Umwelt, Familie und Ausbildung. Insgesamt werden 2017 über 750 Arbeitsstunden geleistet. So reinigen Mitarbeiter einen Abschnitt des Chattahoochee-Flusses oder pflanzen Bäume vor Ort. Darüber hinaus werden Essenspakete für bedürftige Familien zusammengestellt und ein Bildungsprojekt aufgesetzt, das Kindern spielerisch den richtigen Umgang mit Geld vermittelt.


SPORT

Porsche engagiert sich auf vielfältige Weise im Sport: Besondere Bedeutung haben die Aktivitäten im Profitennis der Damen und im Profigolf der Herren. Da Leistungssport ohne eine umfassende Grundausbildung nicht möglich ist, engagiert sich Porsche an seinen Standorten für den Nachwuchs. Unter dem Motto „Turbo für Talente“ fördert das Unternehmen in Stuttgart und Leipzig Kinder und Jugendliche im Fußball, Basketball und Eishockey. Partnervereine sind RB Leipzig, die SG Sonnenhof Großaspach, der SV Stuttgarter Kickers, der SC Bietigheim-Bissingen Steelers sowie die Porsche Basketball-Akademie Ludwigsburg. Ziel der Kooperationen ist es, den Nachwuchs sowohl sportlich als auch sozial zu unterstützen und für das spätere Berufsleben vorzubereiten.

Porsche Coaching-Mobil
Seit April ist das Porsche Coaching-Mobil unterwegs – und das nicht nur bei den fünf Partnervereinen in den Regionen Stuttgart und Leipzig. Mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche haben bisher an den 28 Aktionen teilgenommen. Beim Coaching-Mobil handelt es sich um einen speziell für die Jugendförderung entwickelten Anhänger, der mit Sportgeräten und Instrumenten zur Messung von Leistungsdaten ausgestattet ist. Das gibt jungen Talenten die Möglichkeit, ihre sportliche Leistungsfähigkeit besser einzuschätzen und ihr weiteres Training darauf abzustimmen. Altersabhängige Referenzwerte machen die Ergebnisse zudem vergleichbar.

Basketball-Akademie zu Gast bei Porsche
Im Mai besuchen 13 Nachwuchstalente der Porsche Basketball-Akademie (BBA) das Ausbildungszentrum der Porsche AG. Auszubildende stellen ihre Einsatzbereiche, ihren Ausbildungsalltag, aktuelle Projekte sowie die acht verschiedenen technischen Ausbildungsberufe vor. Außerdem erhält das Team aus der U16-Jugend-Basketball-Bundesliga allgemeine Tipps zur Bewerbung und für die Berufswahl.

Teilnehmerrekord beim „Leipziger Viertelfinale“
Die Finalrunde des dritten – gemeinsam von Porsche und RB Leipzig veranstalteten – Fußball-Nachwuchsturniers „Leipziger Viertelfinale“ wird Anfang August ausgetragen. Das Turnier verzeichnet einen neuen Teilnehmerrekord: Mehr als 1.000 Jungen und Mädchen in über 100 Mannschaften der Altersklassen U11 und U14 treten im Juni in den Vorrunden für ihre Stadtviertel an. Besonders motivierend ist für die jungen Talente, dass vier Profis von RB Leipzig eine Stadtteil-Patenschaft übernehmen. Die Siegerehrung in der Red Bull Arena im Rahmen der Saisoneröffnung der Profimannschaft verfolgen mehr als 21.000 Zuschauer – ein unvergesslicher Moment für die Nachwuchsfußballer.

Leipziger Viertelfinale

Porsche ehrt Nachwuchssportler
Zur zweiten „Porsche Nacht der Talente“ kommen 150 Nachwuchssportler von RB Leipzig, des SV Stuttgarter Kickers, der SG Sonnenhof Großaspach (Fußball), des SC Bietigheim-Bissingen Steelers (Eishockey) und der Porsche Basketball-Akademie aus Ludwigsburg nach Leipzig. Höhepunkt ist die Verleihung des „Turbo 2017“, der in drei Kategorien vergeben wird: beste sportliche Entwicklung, beste schulische Leistung und außergewöhnliches soziales Engagement. Die Gewinner bekommen ihre Preise unter anderem aus den Händen von Tatort-Kommissar Richy Müller überreicht. Zudem besichtigen die Teilnehmer die Produktion und lernen bei sogenannten Taxifahrten auf der Rundstrecke die Performance verschiedener Porsche-Modelle kennen.

Porsche ehrt Nachwuchssportler

Eishockey trifft Basketball
Unter dem Motto „Turbo für Talente verbindet“ initiiert Porsche Anfang September für zwei Nachwuchsteams aus den Sportarten Eishockey und Basketball eine gemeinsame Trainingseinheit. Auf Einladung der U19-Eishockey-Cracks der Bietigheim Steelers treffen sich die jungen Sportler in der Eishalle in Bietigheim-Bissingen. Dabei erhält die NBBL-Nachwuchsmannschaft der Porsche Basketball-Akademie (BBA) Ludwigsburg einen Abend lang Einblicke in die Trainingsmethoden der Steelers.

Tennis

40. Porsche Tennis Grand Prix
In einem Finale voller Spannung und Dramatik erfüllt sich Laura Siegemund im April ihren Traum: Die Spielerin vom Porsche Team Deutschland gewinnt den 40. Porsche Tennis Grand Prix. In der ausverkauften Porsche-Arena besiegt die Lokalmatadorin die Französin Kristina Mladenovic 6:1, 2:6, 7:6. Den Schlüssel für das Siegerfahrzeug, ein 911 Carrera 4 GTS Cabriolet, erhält sie vom Porsche-Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume. Das Doppel gewinnen Raquel Atawo (USA) und Jelena Ostapenko (Lettland). Maria Sharapova, dreimalige Siegerin in Stuttgart, kehrt nach 15-monatiger Sperre weltweit beachtet auf die WTA Tour zurück. Die US-Amerikanerin Tracy Austin, die 1978 als 15-jähriger Teenager zum Publikumsliebling beim ersten Porsche Tennis Grand Prix in Filderstadt avancierte, ist Jubiläumsgast. Die 40. Auflage ist nicht nur ein großer Publikumserfolg. Auch den Spielerinnen gefällt das Traditionsturnier besser als jedes andere Turnier der Kategorie Premier 700 auf der WTA Tour. Sie wählen die Stuttgarter Veranstaltung 2017 erneut zum beliebtesten Turnier – bereits zum neunten Mal seit dem Umzug in die Porsche-Arena im Jahre 2006 und zum vierten Mal in Folge.

Laura Siegemund

40.000 Euro für Kinder in Not
Mit der Aktion „Asse für Charity“ unterstützt der Porsche Tennis Grand Prix auch bei seinem Jubiläumsturnier gemeinnützige Organisationen, die sich für das Wohl von Kindern in aller Welt einsetzen. Für jedes Ass spendet Porsche 200 Euro. 2017 werden bis zum Finale 179 Asse geschlagen – und Porsche rundet die erspielten 35.800 Euro auf 40.000 Euro auf. Die Summe geht zu gleichen Teilen an die Stiftung Agapedia und an Plan International, beides Charity-Partner des Porsche Tennis Grand Prix.

Globale Partnerschaft mit der WTA
Porsche und die Women’s Tennis Association (WTA) gehen im April eine auf mehrere Jahre angelegte globale Partnerschaft ein. Porsche wird offizieller und exklusiver Automobilpartner der WTA sowie – unter der Überschrift „Porsche Race to Singapore“ – neuer Titelpartner der Qualifikationsrangliste für die WTA-Finals in Singapur. Die Kampagne läuft über die ganze Saison und führt zum Vorzeigeevent der WTA mit den acht erfolgreichsten Einzelspielerinnen. Die Spielerin, die nach 57 Turnieren – also nach der 57. Runde – am Ende der Saison die Ergebnisliste des „Porsche Race to Singapore“ anführt, hat nicht nur einen Startplatz im prestigeträchtigen Abschlussturnier der Saison sicher. Sie wird zusätzlich mit einem Porsche 911 Carrera GTS belohnt. Erste Siegerin ist die 26-jährige Rumänin Simona Halep, die ihr Siegerfahrzeug im Rahmen der WTA Finals überreicht bekommt. Neben dem Porsche Tennis Grand Prix und dem Engagement im deutschen Damentennis ist der Sportwagenhersteller mit dem „Porsche Race to Singapore“ nun das ganze Jahr über im Tennis sichtbar.

Exklusiver Automobilpartner der WTA

Porsche weiter Premium-Partner des DTB
Der Deutsche Tennis Bund (DTB) und Porsche verlängern ihre Premium-Partnerschaft bis 2020. Die Zusammenarbeit, die vor allem die Unterstützung des Porsche Teams Deutschland im Fed Cup sowie der Nachwuchsspielerinnen im Porsche Talent Team umfasst, besteht seit 2012. Ein Beispiel für die erfolgreiche Förderung der Spitzentalente ist Carina Witthöft, bis Anfang 2016 Mitglied im Porsche Talent Team. Die 22-jährige Hamburgerin steht kurz vor dem Sprung in die Top 50, debütiert im April im Fed-Cup-Team und gewinnt Ende Oktober in Luxemburg ihren ersten Titel auf der WTA Tour. Bereits den vierten Titel gewinnt Julia Görges vom Porsche Team Deutschland. Sie besiegt im Finale der WTA Elite Trophy Anfang November im chinesischen Zhuhai die Amerikanerin Coco Vandeweghe mit 7:5, 6:1 und feiert den größten Erfolg ihrer Karriere. Damit verabschiedet sich die 29-Jährige aus Bad Oldesloe als Nummer 14 der Weltrangliste in die Winterpause – die bis dato beste Platzierung der Gewinnerin des Porsche Tennis Grand Prix 2011.

Julia Görges

Porsche-Markenbotschafterinnen
Maria Sharapova, seit 2013 Botschafterin von Porsche, gewinnt im Oktober das Turnier der WTA Tour im chinesischen Tianjin. Es ist der 36. Titel der mehrfachen Grand-Slam-Siegerin. Angelique Kerber ist seit 2015 Markenbotschafterin. Im Oktober 2017 erhält sie den Jerry Diamond ACES Award der WTA. Dieser Preis wird an die Spielerin verliehen, die sich abseits des Courts auf vorbildliche Weise einsetzt, Menschen für das Damentennis zu begeistern. Die ehemalige Weltranglistenerste habe sich, so die Jury, die Auszeichnung durch ihr regelmäßiges Engagement bei Wohltätigkeitsveranstaltungen und Fan-Events rund um den Globus sowie durch zahlreiche Aktionen mit Kindern verdient.

Maria Sharapova

Golf

Porsche Generations Open
Die innovative Amateurgolfturnier-Serie Porsche Generations Open wird 2017 zum zweiten Mal in Deutschland ausgetragen. Die Resonanz bei den drei Turnieren ist erneut durchweg positiv. Das Konzept eines Teamwettbewerbs mit Spielern aus zwei Generationen, deren Altersunterschied mindestens 20 Jahre betragen muss, hat auch internationales Interesse geweckt – Porsche Großbritannien sowie Porsche Brasilien übernehmen das Format im Berichtsjahr.

Porsche Generations Open

Porsche Golf Cup feiert seine 30. Auflage
Mehr als 12.000 Amateurgolfer nehmen weltweit an den über 200 Vorrundenturnieren des Porsche Golf Cups 2016 teil. Damit wird der Teilnehmerrekord der Vorsaison erneut übertroffen und verdeutlicht das steigende Interesse der Porsche-Kunden am Golfsport. Die besten 98 Spielerinnen und Spieler aus 20 Nationen qualifizieren sich für das Weltfinale im Mai 2017 auf Mallorca. Sieger der prestigeträchtigen Nationenwertung wird das Team Großbritannien. Die exklusive Amateurturnier-Serie für Kunden existiert seit 1988 und wird von der Porsche AG gemeinsam mit den Porsche-Zentren und den Porsche-Vertriebsgesellschaften veranstaltet. Im Berichtsjahr feiert der Porsche Golf Cup in Deutschland seine 30. Auflage.

Porsche European Open in Hamburg
Im Juli ist Porsche zum dritten Mal Titelpartner des prestigeträchtigen und mit zwei Millionen Euro dotierten European-Tour-Turniers. Nach zwei Jahren im bayerischen Bad Griesbach zieht das Turnier nach Norddeutschland auf die Golfanlage Green Eagle, vor den Toren Hamburgs gelegen. Eingeläutet wird die Turnierwoche mit der „Porsche European Open Team Challenge“, einem Golf-Show-Event auf der Reeperbahn, bei dem sich acht Topstars der Veranstaltung in einem Mannschaftswettbewerb messen. Knapp 40.000 begeisterte Zuschauer verfolgen an vier Turniertagen den Sieg des Engländers Jordan Smith im Stechen gegen den französischen Titelverteidiger Alexander Lévy. Für den 24-jährigen Tour-Rookie Smith ist dies der erste Sieg auf der European Tour.

Jordan Smith

Porsche initiiert globales Golfnetzwerk
Abschlag in digitale Welten: Beim „Founding Member Event“ in Penha Longa, nahe Lissabon, fällt im Oktober der Startschuss für den Porsche Golf Circle. Dabei handelt es sich um eine internationale und App-basierte Community exklusiv für golfbegeisterte Porsche-Kunden. Der Sportwagenhersteller baut damit sein Engagement im Golfsport weiter aus. Mitglied im Porsche-Golfnetzwerk kann jeder Besitzer eines Porsche werden. Die Plattform dazu ist eine App für Android und iOS, über welche die Mitglieder mit anderen Community-Teilnehmern in Kontakt treten, weltweit Spielpartner finden oder sich über die aktuellen Porsche-Golfsport-Aktivitäten informieren können. Zudem sind weitere Services geplant wie etwa Trainingstipps in Form von digitalen Golf Tutorials, Regelhilfen oder Erlebnisberichten. Höhepunkte des Porsche Golf Circle sind von 2018 an exklusive Veranstaltungsformate in aller Welt.

 

718 Cayman: Kraftstoffverbrauch kombiniert 7,4 – 6,9 l/100 km; CO2-Emission 168 – 158 g/km
911 Carrera GTS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,4 – 8,3 l/100 km; CO2-Emission 212 – 188 g/km

911 Carrera 4 GTS Cabriolet: Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,7 – 8,7 l/100 km; CO2-Emission 220 – 196 g/km
Cayenne Turbo: Kraftstoffverbrauch kombiniert 11,9 – 11,7 l/100 km; CO2-Emission 272 – 267 g/km
Panamera 4S: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,2 – 8,1 l/100 km; CO2-Emissionen 186 – 184 g/km