VERMÖGENSLAGE

Zum 31. Dezember 2017 war die Bilanzsumme des Porsche AG Konzerns mit 35.019 Millionen Euro um 9 Prozent höher als am Vorjahresstichtag.

Das langfristige Vermögen nahm hierbei um 1.655 Millionen Euro auf 25.247 Millionen Euro zu. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen das Anlagevermögen und die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte, wobei sich die Latenten Steuern gegenläufig verändert haben. Der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen beträgt 72 Prozent (Vorjahr: 73 Prozent).

Zum Bilanzstichtag belief sich das Anlagevermögen des Porsche AG Konzerns – das heißt die Immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen, die Vermieteten Vermögenswerte, die At Equity bilanzierten Finanzanlagen und die Sonstigen Finanzanlagen – auf 14.404 Millionen Euro, nach 12.841 Millionen Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich auf 41 Prozent erhöht (Vorjahr: 40 Prozent). Das Immaterielle Vermögen hat sich hierbei von 3.965 Millionen Euro auf 4.646 Millionen Euro erhöht. Die Zunahme betrifft im Wesentlichen aktivierte Entwicklungsleistungen. Die größten Zugänge betreffen die Baureihen Cayenne, 911 und Mission E. Die Sachanlagen haben sich im Wesentlichen bedingt durch Zugänge bei den Grundstücken und Gebäuden, den Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau im Vergleich zum Vorjahr um 787 Millionen Euro auf 5.903 Millionen Euro erhöht. Die Zugänge betreffen hierbei im Wesentlichen Werkzeuge und Baumaßnahmen für die neuen Fahrzeuggenerationen. Die Vermieteten Vermögenswerte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 82 Millionen Euro auf 3.455 Millionen Euro an. In dieser Position werden im Rahmen von Operating Leasingverhältnissen an Kunden vermietete Fahrzeuge ausgewiesen.

Die langfristigen Sonstigen finanziellen Vermögenswerte haben sich um 425 Millionen Euro auf 8.903 Millionen Euro erhöht. Der Anstieg resultiert aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente.

Die Latenten Ertragsteueransprüche betrugen 370 Millionen Euro, nach 879 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Anteil des kurzfristigen Vermögens an der Bilanzsumme beläuft sich auf 28 Prozent, nach 27 Prozent im Vorjahr. Die Vorräte erhöhten sich von 2.536 Millionen Euro im Vorjahr auf 3.051 Millionen Euro zum Ende des Berichtszeitraums.

Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen haben sich von 2.010 Millionen Euro auf 2.095 Millionen Euro erhöht. Darin enthalten sind im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen sowie Forderungen aus Kunden- und Händlerfinanzierung.

Die kurzfristigen Sonstigen finanziellen Vermögenswerte haben sich um 504 Millionen Euro auf 1.841 Millionen Euro erhöht. Der Anstieg betrifft zu annähernd gleichen Teilen das Verrechnungskonto mit der Porsche Holding Stuttgart GmbH und die Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente.

Die Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen haben sich um 178 Millionen Euro auf 3.067 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Das Eigenkapital des Porsche AG Konzerns hat sich gegenüber dem vorherigen Abschlussstichtag um 3.220 Millionen Euro auf 15.200 Millionen Euro erhöht.

Das Ergebnis nach Steuern sowie die Ergebnisabführung und Dividendenzahlung in Höhe von 982 Millionen Euro wirkten sich ebenso wie die Neubewertung aus Pensionsplänen nach Steuern in Höhe von 50 Millionen Euro, die Veränderung nach Steuern in der Cashflow Hedge Rücklage um 1.109 Millionen Euro und eine Kapitaleinlage durch die Porsche Holding Stuttgart GmbH in Höhe von 1.312 Millionen Euro erhöhend aus.

Die Währungsumrechnung hat sich demgegenüber mit 235 Millionen Euro eigenkapitalmindernd ausgewirkt.

Die langfristigen Schulden betreffen die Finanzschulden, die Pensionsrückstellungen, die Latenten Ertragsteuerverpflichtungen, die Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die Sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Sonstigen Rückstellungen. Sie verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 362 Millionen Euro auf 9.084 Millionen Euro. Der Anteil der langfristigen Schulden am Gesamtkapital reduzierte sich von 29 Prozent im Vorjahr auf 26 Prozent am Ende des Geschäftsjahres.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich um 253 Millionen Euro erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der anspruchsberechtigen Mitarbeiter zurückzuführen.

Die langfristigen Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten haben sich um 580 Millionen Euro vermindert. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente.

Die Latenten Ertragsteuerverpflichtungen betrugen 614 Millionen Euro, nach 864 Millionen Euro im Vorjahr.

Die kurzfristigen Schulden haben sich von 10.809 Millionen Euro auf 10.735 Millionen Euro reduziert. Der Anteil der kurzfristigen Schulden am Gesamtkapital reduzierte sich von 34 Prozent im Vorjahr auf 31 Prozent zum 31. Dezember 2017.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 3.048 Millionen Euro nach 2.589 Millionen Euro im Jahr zuvor angestiegen. Diese Erhöhung ist auf gestiegene Investitions- und Geschäftsvolumina zurückzuführen.

Die kurzfristigen Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 2.599 Millionen Euro (Vorjahr: 3.337 Millionen Euro). Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Veränderung aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente um 469 Millionen Euro sowie die Verminderung der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung an die Porsche Holding Stuttgart GmbH um 213 Millionen Euro.
 

FINANZLAGE

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich in der Berichtsperiode 2017 auf 4.069 Millionen Euro, nach 3.864 Millionen im Vorjahr. Die wesentlichen Effekte resultieren aus dem gestiegenen Ergebnis und erhöhten Abschreibungen sowie gegenläufig aus zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen und gestiegenen Abflüssen bei den Vorräten.

Aus dem Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab sich in der Berichtsperiode ein Mittelabfluss in Höhe von 3.140 Millionen Euro, nach 2.724 Millionen Euro im Vorjahr. Die Investitionen bei den Immateriellen Vermögenswerten (ohne aktivierte Entwicklungskosten) und Sachanlagen haben sich von 1.438 Millionen Euro im Vorjahr auf 1.762 Millionen Euro in der aktuellen Berichtsperiode erhöht. Die Zugänge bei den aktivierten Entwicklungskosten betragen 1.337 Millionen Euro, nach 1.228 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich von minus 786 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 744 Millionen Euro im aktuellen Geschäftsjahr verändert.

Die Auszahlungen aus Ergebnisabführung und Dividenden führten zu einem Mittelabfluss in Höhe von 2.371 Millionen Euro (Vorjahr: 1.904 Millionen Euro). Dementgegen erfolgten Kapitaleinzahlungen durch die Porsche Holding Stuttgart GmbH mit 1.312 Millionen Euro (Vorjahr: 1.076 Millionen Euro).

Die Nettoliquidität des Bereichs Fahrzeuggeschäft – also die Bruttoliquidität vermindert um die Finanzschulden ohne jeweilige Berücksichtigung des Finanzdienstleistungsbereichs – verbesserte sich von 1.965 Millionen Euro zum 31. Dezember 2016 auf 2.231 Millionen Euro zum 31. Dezember 2017.
 

ERTRAGSLAGE

Das Ergebnis nach Steuern im Porsche AG Konzern ist von 2.640 Millionen Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode um 499 Millionen Euro auf 3.139 Millionen Euro im aktuellen Geschäftsjahr gestiegen. Die Steuerquote beträgt in der aktuellen Berichtsperiode 26 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent).

Der Konzernumsatz des Porsche AG Konzerns beläuft sich in der aktuellen Berichtsperiode auf 23.491 Millionen Euro, nach 22.318 Millionen Euro im Vorjahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verkaufte der Porsche AG Konzern 238.691 Neufahrzeuge. Dies entspricht einer Absatzsteigerung von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Absatz- und Umsatzanstieg hat vor allem der Anstieg bei der Baureihe Panamera um 18.334 auf 30.998 Neufahrzeuge beigetragen. Der Macan ist mit 95.540 abgesetzten Neufahrzeugen weiterhin die absatzstärkste Baureihe. Regional betrachtet ist China mit 70.594 abgesetzten Neufahrzeugen weiterhin der größte Markt. Besonders positiv hat sich der Markt Europa (exklusive Inland) mit einem Absatz von 52.237 Neufahrzeugen entwickelt. Dies entspricht einem Absatzanstieg von 7 Prozent.

Die Kosten der Umsatzerlöse sind umsatzabhängig auf 16.872 Millionen Euro angestiegen (Vorjahr: 15.937 Millionen Euro) und betragen 72 Prozent der Umsatzerlöse – im Jahr zuvor waren es 71 Prozent. Absolut haben sich die Kosten der Umsatzerlöse um 935 Millionen Euro erhöht; dies entspricht einem Anstieg von 6 Prozent. Dieser leicht überproportionale Anstieg ist bedingt durch gestiegene Aufwendungen für Gewährleistungen sowie durch höhere aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten. Die Aktivierungsquote der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt 58 Prozent (Vorjahr: 56 Prozent). Der leicht überproportionale Anstieg der Umsatzkosten führte zu einem Rückgang der Bruttomarge von 29 auf 28 Prozent.

Die Vertriebskosten sind aufgrund des Absatzanstiegs von 1.703 Millionen Euro auf 1.883 Millionen Euro angestiegen. Die Verwaltungskosten sind von 867 Millionen Euro auf 1.041 Millionen Euro angestiegen. In Relation zu den Umsatzerlösen sind die Vertriebskosten mit 8 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent) konstant geblieben, ebenfalls konstant geblieben sind die Verwaltungskosten mit 4 Prozent (Vorjahr: 4 Prozent).

Die in den einzelnen Funktionsbereichen enthaltenen Personalaufwendungen des Porsche AG Konzerns haben sich von 2.875 Millionen Euro auf 3.200 Millionen Euro erhöht. Der Anstieg der Personalaufwendungen korrespondiert zum Anstieg der Mitarbeiterzahl, die im Jahresdurchschnitt um 2.782 auf 29.033 angestiegen ist.

Die auf die Funktionsbereiche aufgeteilten Abschreibungen erhöhten sich auf 2.276 Millionen Euro, nach 2.081 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser Anstieg betrifft im Wesentlichen die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sowie Vermietete Vermögenswerte.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind von 1.206 Millionen Euro auf 1.366 Millionen Euro angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden sowie gestiegenen Erträgen im Rahmen von Devisentermingeschäften. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 1.140 Millionen Euro auf 917 Millionen Euro reduziert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen im Rahmen von Devisentermingeschäften.

Das Operative Ergebnis beläuft sich auf 4.144 Millionen Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 267 Millionen Euro erhöht.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf 77 Millionen Euro (Vorjahr: minus 180 Millionen Euro). Der Anstieg des Finanzergebnisses resultiert zum einen aus höheren Erträgen aus der Fair-Value-Bewertung im Wesentlichen auf Devisenkurs- und Zinssicherungsgeschäfte, die nicht in das Hedge Accounting einbezogen werden. Zum anderen sind die Zinsaufwendungen zurückgegangen.

Die gesunde Kostenstruktur und die nachhaltig hohe Ertragskraft des Konzerns spiegeln sich auch in den wesentlichen Renditekenngrößen wider. So erzielte der Porsche AG Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Operative Umsatzrendite von 17,6 Prozent (Vorjahr: 17,4 Prozent). Die Umsatzrendite vor Steuern beträgt 18,0 Prozent (Vorjahr: 16,6 Prozent). Die Kapitalrendite, definiert als Operatives Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum durchschnittlichen investierten Vermögen des Bereichs Fahrzeuggeschäft, beträgt 28,2 Prozent (Vorjahr: 30,7 Prozent). Die Eigenkapitalrendite nach Steuern beträgt 23,1 Prozent (Vorjahr: 23,3 Prozent).