Geringeres Wachstum der Weltwirtschaft möglich
In unseren Planungen gehen wir davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2018 leicht abschwächen wird. Risiken sehen wir in protektionistischen Tendenzen, Turbulenzen auf den Finanzmärkten und strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Zudem werden geopolitische Spannungen und Konflikte die Wachstumsaussichten weiterhin belasten. Wir rechnen deshalb sowohl für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch für die Schwellenländer mit einer etwas schwächeren Dynamik als 2017. Die höchsten Zuwachsraten erwarten wir in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen Asiens.

In Westeuropa wird sich nach unseren Prognosen das Wirtschaftswachstum 2018 im Vergleich zum Berichtsjahr verlangsamen. Große Herausforderungen stellen die Lösung struktureller Probleme sowie die ungewissen Ergebnisse und Auswirkungen der Austrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien dar. In Deutschland erwarten wir 2018 einen geringeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts als im Berichtsjahr. Die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt verspricht anzuhalten und den privaten Konsum wie bisher zu unterstützen. In den USA gehen wir für das Jahr 2018 von einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage aus. Die US-Notenbank wird im Lauf des Jahres nach unseren Annahmen zusätzliche Zinsanhebungen durchführen. In Brasilien wird sich die Wirtschaft unseren Prognosen zufolge 2018 weiter stabilisieren und ein etwas höheres Wachstum als im Berichtsjahr verzeichnen. Die chinesische Wirtschaft wird 2018 nach unseren Planungen auf relativ hohem Niveau weiterhin wachsen, jedoch im Vergleich zu den Vorjahren weniger dynamisch.

Uneinheitliche Automobilmärkte
Für die weltweiten Pkw-Märkte erwarten wir 2018 in den einzelnen Regionen eine uneinheitliche Entwicklung. In unseren Planungen gehen wir für Westeuropa davon aus, dass das Marktvolumen 2018 leicht unter dem des Berichtsjahres liegen wird. Nach der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre erwarten wir für den deutschen Pkw-Markt 2018 eine Stabilisierung auf dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 Tonnen) wird in Nordamerika insgesamt und in den USA unseren Prognosen zufolge 2018 leicht sinken. Dabei dürften weiterhin überwiegend Modelle aus den SUV- und Pick-up-Segmenten gefragt sein. In Brasilien, dem größten Markt Südamerikas, wird das Volumen nach dem kräftigen Anstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auch 2018 aller Voraussicht nach merklich zunehmen. Die Pkw-Märkte der Region Asien-Pazifik werden ihr Wachstum im Jahr 2018 nach unseren Vorhersagen abgeschwächt fortsetzen. In China wird sich die Nachfrage wegen des steigenden Bedarfs an individueller Mobilität weiter erhöhen. Die Wachstumsrate wird sich aber im Vergleich zum Vorjahr nach unseren Erwartungen leicht abschwächen. Vor allem günstige Einstiegsmodelle im SUV-Segment dürften nach wie vor sehr gefragt sein.

Voraussichtliche Entwicklung
Die Porsche AG erwartet im Geschäftsjahr 2018, verglichen mit dem Berichtsjahr 2017, eine Stabilisierung des hohen Niveaus bei Auslieferungen und Umsatz. Basis dafür ist die attraktive Produktpalette von Porsche – vor allem die neue Generation des Cayenne, der 2018 weltweit in allen Märkten eingeführt wird, und der Panamera. Trotz sehr hoher Investitionen in Fahrzeugprojekte und Zukunftstechnologien sowie in den Ausbau und die Erneuerung der Standorte soll sichergestellt werden, dass der hohe Ertragsanspruch der Porsche AG weiterhin erfüllt wird. Dafür sorgen kontinuierliche Produktivitätsverbesserungen, ein stringentes Kostenmanagement und neue Ertragsquellen aus innovativen Zukunftstechnologien.