Porsche entwickelt hochwertige, innovative und langlebige Produkte. Mit jeder neuen Modellgeneration setzt Porsche bei Qualität, Umweltverträglichkeit und Sicherheit konsequent neue Maßstäbe über den gesamten Lebenszyklus aller Fahrzeuge hinweg.


Effizienzsteigerung & Verbrauchsreduktion               

Leichtbau
Ein Erfolgskonzept für mehr Effizienz im Fahrbetrieb ist intelligenter Leichtbau. An jeder Stelle im Fahrzeug wird der aufgrund seiner Eigenschaften optimale Werkstoff eingesetzt. Grundsätzlich wird Leichtbau bei Porsche über das ganze Fahrzeug hinweg konsequent umgesetzt – durch den Rennsport hat dieser Gedanke bereits eine lange Tradition. So konnte beispielsweise der Einsatz von Leichtmetallen in der aktuellen Generation des 911 um weitere etwa acht Prozent gesteigert werden, der von noch leichteren Kunststoffen um vier Prozent. Besondere Aufmerksamkeit kommt hierbei dem Mischbau zu. Auch die Rohkarossen des neuen Panamera und des neuen Panamera Sport Turismo sind in diesem intelligenten Multimaterial-Mix aufgebaut. So setzen die Konstrukteure in der Karosserie gezielt auf Leichtmetalllegierungen in direkter Verbindung mit einem sehr breiten Spektrum von Stahllegierungen unterschiedlicher Festigkeit. Im Bereich der Antriebskomponenten und des Fahrwerks wird der traditionell hohe Anteil an Leichtmetalllegierungen kontinuierlich weiter ausgebaut. Neuerdings kommen in einigen Top-Modellen, wie dem 911 GT2 RS, sogar Komponenten aus Carbon zum Einsatz. Flankiert wird der Einsatz von Leichtbauwerkstoffen durch modernste Entwicklungsverfahren, mit deren Hilfe für jeden Werkstoff und für jede Anwendung die Lösung mit der größten Gewichtsreduktion realisiert werden kann. Durch die konsequente Umsetzung von Leichtbau in allen Bereichen konnte etwa, trotz erweiterter Serienausstattung, das Gewicht der dritten Generation des Cayenne um bis zu 65 Kilogramm reduziert werden.

Downsizing
Die Einführung von Downsizing-Motoren hat bei Porsche in den Frontmotorfahrzeugen begonnen und wurde im nächsten Schritt konsequent auf die Boxertriebwerke ausgeweitet. Nachdem im aktuellen 911 Carrera die Saugmotoren mit 3,4 Liter und 3,8 Liter Hubraum durch Turbomotoren mit 3,0 Liter Hubraum abgelöst wurden, sind die komplett neu entwickelten Aggregate im 718 Cayman und 718 Boxster nicht nur im Hubraum verkleinert worden, sondern auch von Sechs- auf Vierzylinder-Boxer umgestellt worden. Trotzdem stiegen auch hier Leistung und Drehmoment der nun 2,0 Liter und 2,5 Liter großen Turbomotoren. Wesentlicher Mechanismus zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs ist die Betriebspunktverlagerung hin zu spezifisch höheren Lasten und niedrigeren Drehzahlen. Die erzielten guten Wirkungsgrade sind dabei auf ein neues Technologieportfolio der Turbomotoren zurückzuführen. Dazu sind die Triebwerke unter anderem mit einer Turboaufladung, Direkteinspritzung mit zentraler Injektorlage, VarioCam Plus mit Ein- und Auslassnockenwellenverstellung und zusätzlicher Ventilhubschaltung auf der Einlassseite ausgestattet. Zur Reibleistungsabsenkung kommen eine vollvariable Ölpumpe und ein variables Motorthermomanagementsystem zum Einsatz. Mit der Entwicklung des neuen V8-Otto-Motors mit Turboaufladung, der erstmals im neuen Panamera zum Einsatz kam, wurde das Downsizing nochmals optimiert. Durch eine Hubraumreduktion von 4,8 Liter auf 4,0 Liter konnte ein wesentlicher Beitrag zur Verbrauchsreduktion ermöglicht und dennoch das Leistungsangebot und die Leistungsentfaltung der Aggregate gesteigert werden.

Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK)
Das Achtgang-PDK wurde mit der neuen Generation des Panamera in den Markt eingeführt. Im Vergleich zum bereits sehr guten Vorgängergetriebe werden mit dem neuen PDK scheinbar widersprüchliche Anforderungen wie Komfort, Performance und Effizienz erneut auf einem gesteigerten Niveau vereint. Zusätzlich bietet das PDK auf Grund des konsequent entwickelten Baukastens eine optimale Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf die im Panamera zum Einsatz kommenden Antriebsvarianten. Bereits in der Konzeptphase haben es sich die Entwicklungsingenieure zur Aufgabe gemacht, die Möglichkeit der Hybridisierung zum integralen Bestandteil des neuen PDK zu konstruieren. Durch die sogenannte 6+2-Auslegung ermöglicht das Getriebe Fahrkomfort, ausgeprägte Performance und eine gleichzeitige Verbrauchsreduzierung. Der erste Gang ist auf maximale Anfahr-Performance ausgelegt, die Höchstgeschwindigkeit wird im sechsten Gang erreicht. Der siebte und achte Gang als sogenannte Overdrive-Gänge dienen dem Fahrkomfort und der Verbrauchsreduzierung. Eine Produktinnovation des PDK stellt die bedarfsgerecht geregelte hydraulische Energieversorgung des Getriebes mittels einer Verstellsystemdruckpumpe dar. Mit Hilfe dieser und zahlreicher weiterer Optimierungsmaßnahmen konnten die Getriebeverluste um 28 Prozent (im Testzyklus NEFZ) reduziert werden.

Segeln
In Verbindung mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) ist eine weitere Verbrauchsersparnis mittels des sogenannten Segelns möglich. Dabei wird durch die Abkopplung des Motors dessen Bremswirkung vermieden. Das Fahrzeug kann so seine Bewegungsenergie optimal ausnutzen und eine längere Strecke rollen. Reduziert der Fahrer das Gas oder nimmt er Gas weg, entkoppelt das PDK automatisch den eingelegten Gang und das Fahrzeug segelt so lange mit minimalem Kraftstoffverbrauch bei Leerlaufdrehzahl, bis die Bewegungsenergie für die gewünschte Geschwindigkeit nicht mehr ausreicht.

Benzindirekteinspritzung (DFI)
Die Benzindirekteinspritzung der aktuellen Boxermotoren wurde zur weiteren Effizienzsteigerung und Emissionsreduzierung von seitlicher Injektorlage auf zentrale Injektorlage umgestellt. Damit kann jetzt die Kraftstoffbenetzung der Zylinderwände und auch der geöffneten Einlassventile vermieden werden. Des Weiteren kann durch die Variabilitäten des Ventiltriebs die Verbrennung in den Zylinderbrennräumen noch gezielter beeinflusst werden. In Summe entstehen so erheblich verbesserte Betriebsbedingungen im jeweiligen Zylinder. Dies führt zu einem höheren Wirkungsgrad und somit auch zu einem verringerten Kraftstoffverbrauch bei höherer Leistung. Darüber hinaus kann hierdurch die Entstehung von Schadstoffen bereits bei der Verbrennung erheblich verringert werden.

InnoDrive: Fahrstrategie für verbrauchsoptimiertes Fahren
Mit neuen Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung steigt einerseits das Spektrum an individuellen Fahrprogrammen, andererseits aber auch die Bedienkomplexität für den Fahrer. Porsche entwickelte aus diesem Grund das Assistenzsystem InnoDrive für maximale Effizienz, individuelle Dynamik und maximalen Komfort. Das System blickt auf Basis von Navigationsdaten vorausschauend auf die zu bewältigende Strecke und gewinnt so Informationen zur Steuerung von Motor, Getriebe und Bremsen für ein verbrauchsoptimiertes Fahren. Der Fahrer wird dabei durch das High-End-ACC-System InnoDrive geführt – und das mit minimalem Verbrauch und hohem Fahrspaß.


Hybridisierung & E-Mobilität

Hybridisierung und Elektromobilität gelten als zentrale Bausteine, wenn es um die Ressourcenschonung sowie die Senkung von Energiebedarf und Emissionsausstoß geht. Porsche verbindet in seinen Fahrzeugen Sportlichkeit mit höchstem technologischem Anspruch. Gezeigt hat dies in den Jahren 2015 bis 2017 unter anderem der 919 Hybrid mit seinen Siegen im 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Das technisch Mögliche von der Rennstrecke dient den Seriensportwagen in Verbindung mit der für Porsche typischen Alltagstauglichkeit als Vorbild. Porsche war weltweit der erste Premiumhersteller mit drei Hybridfahrzeugen in der Flotte – dem Cayenne S E-Hybrid, dem Panamera S E-Hybrid und dem 918 Spyder. Im Berichtsjahr 2017 hat Porsche zudem erstmals mit dem Panamera Turbo S E-Hybrid einen Plug-in-Hybrid als Topmodell einer Baureihe positioniert. Für die Zukunft setzt Porsche weiter auf den Hybridantrieb, aber auch auf ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug: Mit dem Mission E bricht das Unternehmen in ein neues Zeitalter auf und unterstreicht sein Ziel, auch auf diesem Gebiet der führende Sportwagenhersteller zu sein.

High-Power-Charging-Netzwerk IONITY
Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens IONITY stellen im November 2017 die BMW Group, die Daimler AG, die Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche die Weichen für den Aufbau des leistungsstärksten Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa. Die Errichtung und der Betrieb von rund 400 Schnellladestationen bis 2020 sind wichtige Schritte, um Elektromobilität auch auf Langstrecken zu gewährleisten und sie im Markt zu etablieren. An solchen High-Charging-Stationen kann der Porsche Mission E in nur 15 Minuten für eine Reichweite von 400 Kilometer geladen werden.

Porsche Turbo Charging
In der Zukunft wird sich die Ladepause eines Elektrofahrzeuges nicht mehr oder nur noch minimal von der heute gewöhnlichen Tankpause unterscheiden: Der Fahrer parkt sein Fahrzeug an einer Ladesäule und startet den Ladevorgang. Währenddessen nutzt er die Zeit für übliche Pausentätigkeiten wie beispielsweise Einkauf im Kiosk, Essenspause oder Toilettengang. Die Bezahlung des Ladens kann direkt während des Ladevorgangs erfolgen.

Panamera 4 E-Hybrid
Elektro- und Benzin-Motor bilden im Panamera 4 E-Hybrid von Beginn an eine harmonische Einheit. Die 136 PS (100 kW) des E-Motors stehen vom ersten Antippen des Fahrpedals an zur Verfügung. Zusammen mit dem 2,9-Liter-V6-Biturbo-Motor mit 243 kW (330 PS) entsteht ein eindrucksvolles Boost-Szenario, bei dem der E-Motor permanent für zusätzlichen Schub sorgt. Der Allrad-Porsche schafft eine Systemleistung von 340 kW (462 PS) und 278 km/h in der Spitze. Im Fahrmodus „Hybrid Auto“ wechselt und kombiniert das Fahrzeug automatisch die beiden Antriebsquellen und garantiert den effizientesten Fahrbetrieb. Bis 50 Kilometer Reichweite und Tempo 140 ist der stets rein elektrisch startende Plug-in-Hybrid lokal emissionsfrei unterwegs. In 4,6 Sekunden beschleunigt die sportliche Luxuslimousine von null auf 100 km/h. Aus dem Stand heraus stehen 700 Newtonmeter System-Drehmoment zur Verfügung. Gemäß NEFZ für Plug-in-Hybrid-Modelle verbraucht das Modell 2,5 l/100 km und 15,9 kWh/100 km elektrische Energie. Die Bremsanlage des Panamera 4 E-Hybrid ist die konsequente Weiterentwicklung des Systems im 918 Spyder: ein sogenanntes 2-Box-System, bestehend aus einem elektromechanischen Bremskraftverstärker und einem hybridfähigen Hydroaggregat. Der Panamera 4 E-Hybrid profitiert von Rekuperation, also der Rückgewinnung von Energie während des Bremsvorgangs über den Generatorbetrieb der Elektromaschine. Das aktive Rekuperationsmanagement entscheidet, ob der Bremswunsch des Fahrers über das Moment des Elektromotors und/oder die konventionelle Bremse erzeugt wird. Der Vorgang ist für den Fahrer nicht spürbar, ermöglicht aber ein maximales Maß an Rekuperation und Effizienz.

Panamera Turbo S E Hybrid
Mit der zweiten Hybridvariante des Panamera positioniert Porsche erstmals einen Plugin-Hybrid als Topmodell einer Baureihe und unterstreicht die hohe Bedeutung der Elektromobilität für Porsche. Der Panamera Turbo S E-Hybrid kombiniert den Vierliter-V8-Motor aus dem Panamera Turbo mit einem Elektromotor. Das Ergebnis ist eine Systemleistung von 500 kW/680 PS und eine souveräne Kraftentfaltung: Bereits knapp über Leerlaufdrehzahl stehen 850 Nm Drehmoment zur Verfügung. Das sorgt für eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 3,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Die Boost-Strategie des allradgetriebenen Panamera stammt vom Supersportwagen 918 Spyder. Der Durchschnittsverbrauch im Neuen Europäischen Fahrzyklus liegt bei 2,9 l/100 km, bis zu 50 Kilometer weit kann das Panamera-Topmodell rein elektrisch fahren. Der Elektromotor wird über eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie mit einem Energie-Inhalt von 14,1 kWh mit Strom versorgt. Binnen sechs Stunden ist die im Heckbereich integrierte Hochvolt-Batterie über einen 230-Volt-Anschluss mit zehn Ampere vollständig geladen. Nutzt der Panamera alternativ zum serienmäßigen 3,6-kW-Ladegerät den optionalen 7,2-kW-On-Board-Lader und einen 230-Volt-Anschluss mit 32 Ampere, ist die Batterie bereits nach 2,4 Stunden voll.

Cayenne S E-Hybrid
Mit dem im September 2014 vorgestellten Cayenne S E-Hybrid nimmt Porsche eine Vorreiterrolle im Premium-SUV-Segment ein. Der technische Fortschritt im Vergleich zum bisherigen Cayenne S Hybrid fällt sehr deutlich aus: Die Leistung des Elektroantriebs hat sich mehr als verdoppelt, von 34 kW auf 70 kW (95 PS) – bei einer gleichzeitigen Reduzierung des Gesamtverbrauchs um fast 60 Prozent (von 8,2 Liter auf 3,4 Liter pro 100 Kilometer im Testzyklus NEFZ). Substanzielle Verbesserungen zeigen sich außerdem bei der Beschleunigung, Reichweite und Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h im elektrischen Fahrbetrieb. Der Cayenne S E-Hybrid hat eine Lithium-Ionen-Antriebsbatterie mit einem Energie-Inhalt von aktuell 10,8 kWh – zuvor war es eine Nickel-Metallhydrid-Batterie mit 1,7 kWh. Je nach Fahrweise sind damit 18 bis 36 Kilometer rein elektrisches Fahren möglich. Ein Großteil der Alltagsfahrten kann so in vielen Fällen ohne Kraftstoffverbrauch und ohne lokale Emissionen abgedeckt werden. Als umweltfreundlichstes Fahrzeug seiner Klasse wurde der Cayenne S E-Hybrid im Berichtsjahr vom Fachmagazin Auto Test und dem unabhängigen Institut für Umweltforschung zum „Sieger in Grün 2017“ prämiert.

Elektro-Konzeptstudie Mission E: Tribut an morgen
Anfang Dezember 2015 gab der Aufsichtsrat der Porsche AG grünes Licht für den Bau der Konzeptstudie Mission E, die nur drei Monate zuvor ihre Premiere auf der Frankfurter Automobilausstellung IAA feierte. Das Projekt zeigt, wie der erste rein elektrisch angetriebene Sportwagen der Markengeschichte aussehen kann. Er erfüllt alle Ansprüche, die einen Porsche ausmachen: Performance und Effizienz, Fahrdynamik und Alltagstauglichkeit. Auf der Basis von revolutionärer Technologie wird der Mission E völlig emissionsfrei durch zwei permanenterregte Synchronmotoren (PSM) beschleunigt und gewinnt beim Bremsen Energie zurück. In der Konzeptstudie Mission E gibt es zwei PSM-Maschinen, eine auf jeder Achse. Sie setzen die elektrische Energie auf diese Weise effizient, gleichmäßig und mit hoher Dauerleistung in Vortrieb um. Zusammen leisten die Elektromotoren über 440 kW (600 PS) und beschleunigen den Elektrosportwagen in weniger als 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und in unter zwölf Sekunden auf 200 km/h.

Neben den sportlichen Leistungsanforderungen an den Mission E sind die Themenfelder Ladezeit und Reichweite von hoher Bedeutung für die Elektromobilität. Auch hier werden Porsche typische Ansprüche erfüllt: Durch eine hochdimensionierte Lithium-Ionen-Batterie beträgt die Reichweite der Konzeptstudie mehr als 500 Kilometer. Eine viertelstündige Ladepause reicht bereits aus, um 80 Prozent der Energie aufzuladen. Hierfür hat Porsche einen neuen Weg eingeschlagen und mit seinem Turbo-Charging Konzept die heute übliche Ladespannung auf 800 Volt verdoppelt.


Langlebigkeit, Werkstoffe & Recycling

Mehr als zwei Drittel aller jemals gebauten 911er sind heute noch auf der Straße unterwegs. Dies ist unter anderem den langlebigen und verschleißarmen Materialien zu verdanken, die die Wartung eines Porsche-Fahrzeugs auf ein Minimum reduzieren. Grundsätzlich ist es Porsche ein Anliegen, bei den Wartungen eine stetige Intervallverlängerung zu erreichen, zum Beispiel beim Ölfilterwechsel. Der Gesamtmaterialaufwand für die Wartung eines Fahrzeuges während seiner Lebensdauer nimmt dadurch ab.

Alle verwendeten größeren Kunststoffbauteile sind für ein späteres sortenreines Recycling mit ihrer Werkstoffbezeichnung gekennzeichnet. Als Ersatz für Neumaterial können überall dort, wo sie die hohen technischen Anforderungen erfüllen, Kunststoffrezyklate eingesetzt werden.

Porsche hat die gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen an eine verwertungsgerechte Produktentwicklung und Konstruktion in einer eigenen Norm festgelegt, der Porsche Norm „PN 1002“. Sie dient mit weiteren bestehenden Normen dazu, gemeinsam mit den Lieferanten und deren Unterlieferanten ein Maximum an Umweltverträglichkeit zu erreichen. Die Umsetzung wird von Porsche in Demontagestudien an realen Fahrzeugen überprüft. Dabei wird unter realitätsnahen Arbeitsbedingungen und mit Original-Verwerterwerkzeug eine für die Mitarbeiter sichere Deaktivierung der pyrotechnischen Bauteile, eine möglichst zügige und vollständige Trockenlegung flüssigkeitsführender Bauteile wie dem Tank und die Demontage von Bauteilen zur Wiederverwendung überprüft. Ein Porsche-Fahrzeug ist demnach zu 95 Prozent verwertbar und zu 85 Prozent recyclingfähig.


Produktsicherheit

Die Porsche-Fahrzeugeigenschaften mit ausgeprägt hohem Performancepotential bei der Kraftübertragung zwischen Reifen und Fahrbahn bieten hohe Querbeschleunigungsreserven und kurze Bremswege. Funktionen der integralen Sicherheit mit Porsche-typischer Ausprägung fördern die Souveränität des Fahrers, der aktiv in den Regelkreis Fahrer-Fahrzeug-Umgebung eingebunden ist. Außerdem bieten Porsche-Fahrzeuge durch das optimierte Zusammenwirken von Fahrzeugstruktur und Rückhaltesystemen ein ausgeprägt hohes Potential für den Insassenschutz.

Porsche Stability Management (PSM)   
Das in allen Porsche-Modellen serienmäßige Porsche Stability Management (PSM) ist zuständig für die Erhaltung von Stabilität und Traktion im fahrdynamischen Grenzbereich sowie in unvorhersehbaren, kritischen Fahrsituationen. Zahlreiche Sensoren ermitteln dazu während der Fahrt ununterbrochen Richtung, Querbeschleunigung sowie Fahr- und Giergeschwindigkeit des Fahrzeugs. Das PSM errechnet aus den erhobenen Daten die tatsächliche Bewegungsrichtung. Weicht diese von der gewünschten Spur ab, initiiert das Regelsystem gezielte Bremsvorgänge an einzelnen Rädern und ermöglicht auf diesem Weg die Stabilisierung des Fahrzeugs. Auch bei der Beschleunigung auf unterschiedlichen Oberflächen verbessert das PSM durch die Funktionen „Automatisches Bremsdifferenzial“ (ABD) und „Antriebsschlupfregelung“ (ASR) die Traktion und sorgt so für mehr Agilität, Kontrolle und Sicherheit. Kommt es bei einer Fahrt mit abgeschaltetem Regelsystem zu einer kritischen Fahrsituation, so kann der Fahrer die Funktion des PSM aktivieren, indem er die Bremse stark betätigt. Das Antiblockiersystem muss dabei mit aktiviert werden.

Bremstechnologie
Den Bremsen wird bei Porsche eine ebenso hohe Bedeutung beigemessen wie den Motoren oder dem Fahrwerk. Bei einer starken Fahr-Performance ist eine hohe Bremsleistung unverzichtbar. Die S-Modelle des 718 Boxster, 718 Cayman und 911 beispielsweise verfügen an den Vorderrädern, im Vergleich zum jeweiligen Basismodell, über im Durchmesser zehn oder fünfzehn Millimeter größere Bremsscheiben. Zur Sicherstellung bester Bremsperformance sind alle Porsche-Modelle mit innen belüfteten Bremsscheiben ausgestattet. Die Bremsscheiben mit Loch- oder Nutstruktur sorgen zudem für ein verbessertes Ansprechverhalten bei Nässe.

Beste Bremstechnologie stellt die optional verfügbare Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) dar. Die gelochten Keramik- Verbund-Bremsscheiben verfügen sowohl über eine deutlich höhere Oberflächenhärte als auch einen größeren Durchmesser – beim 911 beispielsweise 410 Millimeter an der Vorderachse und 390 Millimeter an der Hinterachse – und ermöglichen so eine besonders hohe Bremsleistung. Im Vergleich zur Grauguss-Bremse zeichnet sich die PCCB durch ein deutlich geringeres Gewicht aus. Die hohe Fading-Stabilität der PCCB steigert außerdem die Sicherheit beim wiederholten Abbremsen aus hoher Geschwindigkeit.

Lichtkonzepte
Um eine bestmögliche Ausleuchtung der Fahrbahn bei Dunkelheit sowie schwierigen Witterungsverhältnissen zu ermöglichen, hat Porsche für seine Fahrzeuge spezielle Lichtkonzepte entwickelt. Die Modelle des 911, Panamera und Cayenne sowie der 718 Boxster S verfügen beispielsweise über Bi-Xenon-Scheinwerfer und einen Fahrlichtassistenten, der bei zunehmender Dunkelheit automatisch von Tagfahrlicht auf Abblendlicht umschaltet. Eine weitere Funktion, die in kritischen Fahrsituationen die Sicherheit erheblich erhöht, wird durch die adaptiven LED-Bremslichter bereitgestellt. Im Fall einer Notbremsung pulsieren diese in ihrer Leuchtintensität, bei erreichtem Stillstand wird automatisch das Warnblinklicht aktiviert. Der nachfolgende Verkehr kann somit schnell und effektiv vor einer Gefahrensituation gewarnt werden.

Die Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer mit Halogen-Zusatzscheinwerfern, Scheinwerferreinigungsanlage und automatischer dynamischer Leuchtweitenregulierung sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Fahrbahn bei Abblend-, wie auch bei Fernlicht. Das dynamische Kurvenlicht schwenkt die Hauptscheinwerfer abhängig von Lenkwinkel und Fahrgeschwindigkeit in die Kurve. Bei den Panamera und Cayenne Modellen aktiviert das statische Kurvenlicht Zusatzscheinwerfer zur Ausleuchtung enger Kurven oder beim Abbiegen. Das Porsche Dynamic Light System (PDLS) passt außerdem die Lichtverteilung der Geschwindigkeit an. Das Schlechtwetterlicht wird zusammen mit der Nebelschlussleuchte aktiviert. Das Ergebnis ist eine erhöhte Sicherheit – nicht nur nachts und in Kurven. Das PDLS Plus bietet zwei zusätzliche Funktionen: Der Fernlichtassistent erkennt den vorausfahrenden und entgegenkommenden Verkehr und blendet das Fernlicht automatisch ab. Ist die Strecke frei, wird das Fernlicht wieder aktiviert. Durch Aktivierung des statischen Kurvenlichts werden Kreuzungen oder Einbuchtungen besser ausgeleuchtet.

Die LED-Hauptscheinwerfer sind technisch und optisch eine komplette Neuentwicklung. Jedes Scheinwerfermodul besteht aus je zwei Lichtgehäusen in Stufenanordnung. Darin integriert ist das Vierpunkt-Tagfahrlicht. Die wesentlichen Vorteile des LED-Lichts liegen in der besonders hohen Leuchtkraft und langen Lebensdauer. LEDs verbrauchen nur wenig Energie und ermüden die Augen, dank optimierter Nah-, Seiten- und Fernausleuchtung sowie der tageslichtähnlichen Farbe und der geringen Lichtstreuung, weniger schnell als andere Systeme.

Sonstige Sicherheitssysteme
Der Abstandsregeltempostat regelt die Geschwindigkeit abhängig vom Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Dabei überwacht ein Radarsensor im Bugteil den Bereich bis zu 200 Meter auf der vor dem Fahrzeug liegenden Fahrspur. Ist ein bestimmtes Tempo eingestellt und man nähert sich einem langsamer fahrenden Fahrzeug, erfasst der Radarsensor dieses. Das System reduziert die eigene Geschwindigkeit durch Gaswegnahme oder sanftes Bremsen, bis ein – vorher einstellbarer – Abstand entstanden ist. Das Fahrzeug folgt nun dem Vorausfahrenden mit reduzierter Geschwindigkeit. Bremst dieser weiter ab, verringert der Abstandsregeltempostat kontinuierlich das Tempo – bis hin zum Stillstand. Ist die Fahrbahn wieder frei, beschleunigt das Fahrzeug erneut auf die ursprünglich eingestellte Geschwindigkeit. Der einstellbare Geschwindigkeitsbereich reicht dabei von 30 km/h bis 210 km/h. Die integrierte „Stop-and-go“-Funktion ermöglicht – auf Fahrerwunsch in einer Stausituation – ein automatisches Abbremsen und erneutes Anfahren. Für noch mehr Sicherheit sorgt das ebenfalls integrierte Porsche Active Safe (PAS). Bei zu zügigem Auffahren wird über ein akustisches Signal und einen Bremsruck gewarnt. Zudem kann das System eine vom Fahrer ausgelöste Bremsung verstärken.

Der Spurwechselassistent (SWA) überwacht mittels Radarsensoren den Bereich seitlich hinter dem Fahrzeug sowie den „toten Winkel“. Ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h und bis zu einer Geschwindigkeit von 250 km/h informiert das System, durch ein optisches Signal in den Außenspiegeln, über Fahrzeuge, die sich schnell von hinten nähern oder sich im „toten Winkel“ befinden. Gerade auf der Autobahn erhöht der Spurwechselassistent so den Komfort, greift jedoch nicht in die Fahrzeugführung ein und kann jederzeit deaktiviert werden.

Die Tempolimitanzeige informiert den Fahrer über die aktuelle Verkehrssituation. Dabei erfasst eine Kamera Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote und deren Aufhebungen. Wird ein Verkehrszeichen nicht erkannt, etwa bei starkem Regen oder Dunkelheit, wird automatisch die im Navigationsmodul hinterlegte Geschwindigkeitsbegrenzung angezeigt. Der Fahrer kann dadurch die volle Aufmerksamkeit dem Verkehr widmen.

Die Spurverlassenswarnung unterstützt den Fahrer auf allen mehrspurigen Straßen mit Fahrbahn-Begrenzungslinien. Eine Kamera im Gehäuse des Rückspiegels überwacht den Fahrbahnbereich vor dem Fahrzeug. Nähert man sich einer Begrenzungslinie oder läuft Gefahr, die Fahrspur zu verlassen, ohne den Blinker gesetzt zu haben, warnt ein Hinweiston.