Der Mensch steht bei Porsche im Mittelpunkt. Das Unternehmen übernimmt Verantwortung für die Mitarbeiter und investiert in ihre Zukunft. Weiterentwicklung und Qualifizierung sind Kennzeichen der Porsche-Kultur. Gleichzeitig spielen Chancengleichheit, Diversität und Mitbestimmung, die permanente Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine faire und leistungsgerechte Vergütung eine wichtige Rolle. Im Rahmen des lokalen und internationalen gesellschaftlichen Engagements in den Bereichen „Soziales“, „Bildung und Wissenschaft“, „Kultur“ sowie „Sport“ initiiert Porsche eigene Projekte und unterstützt externe Partner bei der Ausübung ihrer wichtigen gesellschaftlichen Aktivitäten.

Mitarbeiter

Der Erfolg von Porsche beruht auf seinen Mitarbeitern – ihrem Können, ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft. Sie bekennen sich konsequent zu den Werten und Zielen des Unternehmens. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 beschäftigt die Porsche AG 29.777 Mitarbeiter. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von knapp acht Prozent. Das rasante Wachstum des Unternehmens stellt Porsche auch vor große Herausforderungen. Diese lassen sich nur bewältigen, wenn alle gemeinsam in dieselbe Richtung ziehen. Das macht eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, seinen unterschiedlichen Gremien und der IG Metall zu einem weiteren und wichtigen Erfolgsfaktor. Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge bilden das stabile Fundament für den nachhaltigen Erfolg von Porsche, von dem Unternehmen, Beschäftigte und Anteilseigner gleichermaßen profitieren.

Personalstrategie
Die Personalstrategie bildet den inhaltlichen Rahmen für die Personalarbeit bei Porsche. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiter – für sie möchte Porsche auch in Zukunft ein herausragender Arbeitgeber sein. Die Grundlage dafür bildet die einmalige Porsche-Kultur, die immer daran erinnert, wer Porsche ist und wo Porsche herkommt. Für seine hoch motivierten Mitarbeiter schafft das Unternehmen mit innovativen, leistungsfördernden Arbeitswelten ideale Rahmenbedingungen. Porsche investiert in zukunftsorientiertes Kompetenz- und Talentmanagement, um jedem Einzelnen eine individuell ausgerichtete, exzellente Qualifizierung und Weiterentwicklung zu ermöglichen. Dies ist gerade auch vor dem Hintergrund einer sich immer schneller verändernden, zunehmend digitalen Welt besonders wichtig. Dabei setzt das Unternehmen auf moderne Personalarbeit mit effizienten Prozessen und vernetzten IT-Systemen.

Arbeitgeber-Attraktivität und Nachwuchsarbeit
Basis für eine erfolgreiche Personalarbeit bleibt die nachhaltige Positionierung von Porsche als attraktiver Arbeitgeber. Porsche unterstützt zahlreiche Nachwuchsinitiativen und konzentriert sich im Berichtsjahr auf Digital-Talente und das Umwerben relevanter Zielgruppen. In renommierten Arbeitgeber-Rankings von Trendence und Universum belegt Porsche 2017 erneut Top-Platzierungen unter Studierenden. Besonders positiv entwickeln sich die Platzierungen im Bereich der Young Professionals: Beim „Universum Young Professional Survey“ beispielsweise verbessert Porsche in allen Kategorien seine Platzierungen und belegt bei den Ingenieuren sogar Platz eins. Ein Beleg für die Attraktivität als Arbeitgeber sind auch die Bewerberzahlen: Der Porsche Konzern erhält 2017 mehr als 150.000 Bewerbungen.

Aus- und Weiterbildung           
Eine bedarfs- und zukunftsorientierte Ausbildung, stetige Qualifizierung sowie Möglichkeiten und Wege zur internen Entwicklung sind Eckpfeiler der Porsche-Personalpolitik. Porsche bietet ein umfangreiches Programm – angefangen bei der Berufsausbildung bis hin zu Trainings für das Topmanagement. Das Fundament bildet die Porsche-Berufsausbildung mit einem Angebot von insgesamt zehn technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen sowie sieben Studiengängen in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben bei der Porsche AG insgesamt 200 junge Menschen in einem der angebotenen Berufe oder Studiengänge ihre Ausbildung begonnen. Mit Blick auf den Werksausbau und die kommende Fertigung des Mission E erhöht Porsche die Anzahl technischer Ausbildungsplätze von derzeit 106 auf künftig 156. Neben den klassischen Ausbildungsberufen in der Automobilindustrie machen dabei Kfz-Mechatroniker sowie Elektroniker für Betriebstechnik rund die Hälfte der zusätzlichen Ausbildungsplätze aus. Die in hohem Tempo fortschreitende Digitalisierung in allen Bereichen des Automobilbaus, Elektromobilität und Smart Mobility führen in der Berufsausbildung zu einer deutlichen Fokussierung auf diese Themen. Alle Auszubildenden sollen mit der technologischen Entwicklung Schritt halten können. Ein sogenanntes „Mind Setting“ präpariert sie für die kommenden Neuerungen. Viele Bewerber haben nach allgemeinen Auswahlkriterien keine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz, doch auch sie lässt Porsche nicht allein. Eine Einstiegsqualifizierung – das sogenannte Förderjahr – soll ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt verbessern. 20 Jugendliche kamen 2017 in den Genuss dieses Angebots, acht mehr als im Jahr zuvor. Auch das Integrationsjahr für Flüchtlinge hat Porsche mit Erfolg fortgesetzt: 15 junge Menschen nahmen an dem Projekt teil, nahezu alle wurden in Kooperation mit Handwerksbetrieben erfolgreich in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert. In Zusammenarbeit mit mehreren Berufsbildungswerken ermöglicht das Unternehmen auch Schwerbehinderten eine Ausbildung bei oder in Kooperation mit Porsche.

Porsche setzt zudem weiter auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit wichtigen Organisationen zur Nachwuchsförderung. Dazu gehören die „Formula Student Germany“, ein internationaler Konstruktionswettbewerb unter der Schirmherrschaft des Vereins Deutscher Ingenieure, die Stiftung der Deutschen Wirtschaft oder die „Femtec“, ein an der TU Berlin gegründetes Programm, das Frauen für ein Studium der Natur- und Ingenieurswissenschaften begeistern soll. Auch mit dem Stipendienprogramm „Porsche Automotive Campus“ (PAC) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen fördert Porsche den Nachwuchs im automobilwirtschaftlichen Bereich. Der „Ferry Porsche Preis“ prämierte zum 17. Mal die besten baden-württembergischen Abiturientinnen und Abiturienten ihres Jahrgangs in den Leistungsfächern Mathematik, Physik und Technik. 212 junge Menschen erhielten die begehrte Auszeichnung, sechs kommen zusätzlich in den Genuss einer finanziellen Förderung für ein Jahr. Sie wurden bei der Preisverleihung im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Porsche ausgelost.

Porsche-Unternehmenskultur
Im Berichtsjahr liegt ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Anlass ist einerseits der starke Mitarbeiterzuwachs in den vergangenen Jahren, andererseits die Neuausrichtung des Unternehmens auf das digitale Zeitalter und damit verbundene Veränderungen in der Zusammenarbeit. Patenschaften übernehmen von Beginn an die Vorstände Oliver Blume und Andreas Haffner sowie der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates Uwe Hück. In flächendeckenden Workshops wird „bottom-up“ der Ist-Zustand der Unternehmenskultur bei Porsche skizziert und einer Zukunftsversion gegenübergestellt. Es geht um die Frage, welche Werte die Mitarbeiter von Porsche verbindet und wie sich die Kultur des Unternehmens entwickeln muss, um auch künftig eine einzigartige Identität zu prägen, die passende Mitarbeiter anzieht und bindet.

Entstanden ist ein Kulturleitbild mit den vier Dimensionen „Herzblut“, „Sportlichkeit“, „Pioniergeist“ und „Familie“. Diese Begriffe beschreiben das Selbstverständnis der Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens. Sie zeigen aber auch, wie Porsche die großen Trends der Automobilindustrie gestalten will.

Auf Basis des Kulturleitbilds wurde anschließend der sogenannte „Porsche Code“ entwickelt. Der „Porsche Code“ löst die bisherigen Führungsleitlinien ab und enthält die wesentlichen Dimensionen eines gemeinsamen Führungsverständnisses.

Kulturleitbild und „Porsche Code“ werden 2018 fortentwickelt. Geplant sind außerdem Führungs-Labs, die Führungskräften ermöglichen sollen, sich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten und durch kritische Reflexion und externe Inspiration die Porsche-Führungskultur nachhaltig zu verinnerlichen. Der gesamte Prozess wird vom Vorstand und der Arbeitnehmervertretung gemeinsam intensiv begleitet und gefördert.


Vorsorge & Beratung

Arbeitssicherheit
Sichere Arbeitsplätze haben bei Porsche höchste Priorität, das gilt auch für den Schutz der Mitarbeiter. Eine organisierte und strukturierte Systematik des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gewährleistet eine zielgerichtete und einheitliche Vorgehensweise sowie die Umsetzung rechtlicher Vorgaben. Sie dient der Vermeidung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Die zentralen Prozesse sind standardisiert und durch die Konzernrichtlinie „Arbeitsschutz“ geregelt. Sie stellt ein wesentliches Element des Compliance Management Systems des Unternehmens dar und ist für alle Mitarbeiter gültig. Die Vorgesetzten achten darauf, dass ihre Mitarbeiter die Vorgaben der Richtlinie kennen und deren Bestimmungen einhalten. Fachkräfte für Arbeitssicherheit stehen allen Mitarbeitern beratend zur Seite. So kann die Verletzungsrate deutlich gesenkt werden. Von 2015 bis 2017 ging die Verletzungsrate beispielsweise um 12,7 Prozent zurück. Im Jahr 2017 erreichen die Porsche AG und die Porsche Leipzig GmbH mit 5,5 Unfällen pro eine Million geleistete Arbeitsstunden den bis dato niedrigsten Wert im Unfallgeschehen.

Gesundheitsmanagement
Das Porsche-Gesundheitsmanagement beteiligt sich proaktiv an der ressortübergreifenden Entwicklung betrieblicher Rahmenbedingungen. Vorrangiges Ziel ist die Gesundheit sowie Fitness und damit die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter auf lange Sicht. Zentrales Element der Vorsorge ist die frühzeitige Reintegration von Langzeiterkrankten sowie die gesundheitsgerechte Beschäftigung älterer Mitarbeiter. Das Porsche-Gesundheitsmanagement entwickelt präventive Maßnahmen. Pilotprojekte sind der Testfall für den Alltag. Ergonomiebewertungen etwa verringern verhältnispräventiv hohe und einseitige Arbeitsbelastungen. Arbeitsplätze sind so gestaltet, dass sie im Sinne der Humanergonomie die Gesundheit stützen und alle Altersgruppen ansprechen. Darüber hinaus erhöhte Porsche das Angebot arbeitsplatzbezogener physiotherapeutischer Beratungen, ergänzt durch die Vermittlung von Trainingsmaßnahmen als verhaltenspräventiver Ansatz. Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten nahm die Zahl der Präventivberatungen in Bezug auf die Reisemedizin und im Rahmen der medizinischen Pflichtvorsorge deutlich zu.

Beruf und Familie
Porsche legt großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mitarbeiter werden mit einem vielfältigen Angebot unterstützt. Sechs Kooperationspartner sorgen etwa für ausreichend Betreuungsplätze in Kindertagesstätten in der Nähe der Standorte. Wie bereits im Vorjahr kommen Kinder von Mitarbeitern an allen Standorten rund um Stuttgart während der gesamten Sommerferien in den Genuss einer umfassenden Ferienbetreuung inklusive Shuttle-Service. Mit Ausnahme der Weihnachtsferien werden die Kinder auch während der übrigen Schulferienphasen betreut.

Mit dem Familienservice bietet Porsche eine kostenlose individuelle Rundumberatung und Unterstützung in allen familiären Lebenslagen. Das Angebot reicht von der Beratung für werdende Eltern über die Auswahl und Vermittlung von qualifizierten Betreuungspersonen für Kinder und Senioren bis hin zur qualifizierten Unterstützung bei der Suche und Auswahl von Pflegeeinrichtungen zur Eldercare.

Porsche setzt sich für die flexible Gestaltung von Arbeitsort und Arbeitszeiten ein. Homeoffice, lebensphasenorientierte Wahlarbeitszeit oder eine freiwillige persönliche Auszeit (Sabbatical) sind nur einige Beispiele dafür. Auch Jobsharing in Führungsfunktionen bewährt sich infolge eines Pilotprojekts erfolgreich und findet weitere Verbreitung im Unternehmen. Mit entsprechenden Betriebsvereinbarungen wird zusammen mit dem Betriebsrat der Rahmen für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Themen gesetzt.

Mitbestimmung
Über die vielfältigen Angebote werden die Mitarbeiter durch unterschiedliche interne Medien der Porsche AG informiert. Darüber hinaus bietet aber auch der Betriebsrat mit seinen Betriebsversammlungen an den einzelnen Porsche-Standorten in Deutschland eine umfassende Informations- und Diskussionsplattform. Überhaupt besitzt die Mitbestimmung bei Porsche einen hohen Stellenwert und ist eine wichtige Stütze für den unternehmerischen Erfolg. Dazu gehören auch die zahlreichen Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, die im Berichtsjahr zwischen den Betriebsparteien vereinbart werden. Auch bei der Organisation und Umsetzung der traditionellen Hocketse für Mitarbeiter und ihre Familien am Standort Zuffenhausen ist der Betriebsrat ein wichtiger Partner und Treiber. 2017 wurden rund um das Stammwerk über 20.000 Gäste gezählt. Ebenso geht der 6-Stunden-Lauf auf die Initiative des Betriebsrats zurück. Im Berichtsjahr haben sich über 3.000 Mitarbeiter mit knapp 250 Teams daran beteiligt und insgesamt 185.000 Euro für wohltätige Zwecke erlaufen.

Chancengleichheit und Vielfalt
Die Porsche-Belegschaft lebt von ihrer Diversität: Mitarbeiter aus mehr als 80 Nationen mit unterschiedlichsten persönlichen Fähigkeiten sorgen dafür, dass Porsche in vielerlei Hinsicht vorneweg fährt. In den bisherigen Führungsleitlinien und auch im neu entwickelten „Porsche Code“ ist die aktive Förderung von Vielfalt durch die Führungskräfte verankert. Zusätzlich sind Chancengleichheit und Gleichbehandlung für alle Mitarbeiter im „Porsche Compliance Kodex“ festgeschrieben – unabhängig von Abstammung, ethnischer Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, politischer oder gewerkschaftlicher Betätigung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder Krankheit. Um die Aktivitäten für Chancengleichheit und Vielfalt zu bündeln und weiter auszubauen, wurde im Januar 2017 die Abteilung Chancengleichheit gegründet. Ein wichtiges Ziel, an dem Porsche kontinuierlich arbeitet, bleibt die Erhöhung des Frauenanteils auf allen Unternehmensebenen.

Seit 2012 hat Porsche den Anteil von Frauen im Unternehmen kontinuierlich auf 15,3 Prozent gesteigert. Im gleichen Zeitraum wird die Anzahl der Managerinnen mehr als verdoppelt. Der Frauenanteil im Management beträgt inzwischen neun Prozent. Messbare und verbindliche Chancengleichheit ist bei Porsche Teil der Zielvereinbarungen mit allen Führungskräften. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus hat sich das Porsche-Management ressortspezifische Ziele für den Frauenanteil an Beförderungen im Management gesetzt. Diese Ziele orientieren sich am Geschlechterverhältnis in den oberen Tarifgruppen. Unterstützend stehen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen wie Workshops und Seminare oder Mentoring-Angebote zur Verfügung.

Von besonderer Bedeutung bei der Erhöhung des Frauenanteils ist für Porsche die Nachwuchsförderung. So ist rund die Hälfte der Trainees weiblich, bei den Praktikanten und Abschlussarbeiten beträgt der Frauenanteil 29 Prozent. Um frühzeitig Schülerinnen und junge Frauen für technische Berufe und einen Berufseinstieg bei Porsche zu begeistern, wird im Berichtsjahr eine Kooperation mit der Universität Stuttgart geschlossen. Im Rahmen der Veranstaltungen „TryScience bei Porsche“ bietet das Unternehmen Schülerinnen wie auch Studentinnen und Doktorandinnen der Universität Stuttgart die Möglichkeit, Einblicke in Berufe zu erhalten, die auf den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) basieren. Wie in den Vorjahren beteiligt sich Porsche am „Girls’ Day“: Mehr als 150 Schülerinnen aus umliegenden Gymnasien, Real- und Hauptschulen nutzen die Gelegenheit, bei Porsche hinter die Kulissen zu schauen. Auch die seit über 15 Jahren bestehende Kooperation mit der „Femtec“, der internationalen Karriereplattform für Frauen in IT, Ingenieur- und Naturwissenschaften, wird erfolgreich weiterentwickelt. Höhepunkt 2017 ist die Femtec-Innovationswerkstatt, ein mehrmonatiges Praxisprojekt zum Thema „Wie sieht die Zukunft mit voll automatisiertem Fahren für Porsche aus?“

Ob bei „women&work“, „Panda“ oder dem „Ada Lovelace Festival“ – bei frauenspezifischen Messen und Formaten informiert Porsche Studentinnen und berufserfahrene Frauen regelmäßig über Einstiegsmöglichkeiten. Auf der IAA haben über 40 Young Professionals beim exklusiven Karrieretag für Frauen die Chance, Porsche als Arbeitgeber kennenzulernen.

Ende Mai beteiligte sich Porsche zum ersten Mal am deutschen Diversity-Tag. Unter dem Motto „Chancengleichheit fördern. Mit Vielfalt gewinnen.“ lassen Personalabteilung, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung in Zuffenhausen die Diversität im Unternehmen sichtbar werden. Ziel ist es, den besonderen Wert von Chancengleichheit und Vielfalt darzustellen und im Gespräch mit Kollegen darüber zu reflektieren. Darüber hinaus wird das Seminarangebot zu Diversität und Wertschätzung weiter ausgebaut.

Frauenanteil in Führungspositionen
Im Zuge der Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft werden folgende Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand sowie in den obersten Managementebenen mit Frist zum 31. Dezember 2021 für die Porsche AG festgelegt: Vor dem Hintergrund der langfristigen Verpflichtung der Mitglieder hat der Porsche-Aufsichtsrat den Status quo von zehn Prozent als Zielgröße bestätigt.

Zum Zeitpunkt des Beschlusses sind die Vorstände aller Ressorts ausschließlich mit Männern besetzt; die jeweiligen Vertragslaufzeiten erstrecken sich über mehrere Jahre. Vor diesem Hintergrund beschließt der Aufsichtsrat keine Anpassung der Zielgruppe bis zum 31. Dezember 2017. Der Status quo null wird bis zum 31. Dezember 2021 bestätigt. Der Aufsichtsrat von Porsche hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen im Vorstand längerfristig zu erhöhen. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands legt die Porsche AG einen Frauenanteil von 15 Prozent fest. Damit strebt das Unternehmen nahezu eine Verdopplung zum Status quo an.


Gesellschaft

Im Berichtsjahr fördert Porsche im Bereich Spenden und Sponsoring mehr als 100 Projekte. Förderprojekte begreift Porsche als Teil der unternehmerischen Verantwortung im Sinne des bürgerschaftlichen und sozialen Engagements für die Gesellschaft.

Gesellschaftliches Engagement
Nur wer eine optimale Ausbildung genießt, hat später Erfolg und Erfüllung im Beruf. Nach dieser Devise handelt Porsche – auch über das eigene Unternehmen hinaus. Porsche versteht es als Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung, die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen zu begleiten, soziale Gräben zu überwinden sowie Können und Begeisterung zu fördern. Kernelement dieses Engagements ist das Programm „Turbo für Talente“. Der Name steht bei Porsche seit Jahren für die Sport-Nachwuchsförderung – schwerpunktmäßig in Mannschaftssportarten an den verschiedenen Unternehmensstandorten. Porsche strebt nach sozialer Akzeptanz – für das Unternehmen genauso wie für Menschen mit erschwerten Startbedingungen. Porsche sieht sich als Teil der Gesellschaft und fördert die Sprach- und Lesefähigkeiten von Kindern in Deutschland genauso wie jugendliche Berufsanfänger in Manila oder Kapstadt. So konnten bisher zwei Leseclubs an Grundschulen in Stuttgart-Zuffenhausen mit Hilfe von Porsche eingerichtet werden. Die Leseclubs sind eine bundesweite Initiative der Stiftung Lesen. Zielsetzung ist es, Freude am Lesen zu vermitteln, um Sprachfähigkeiten und damit gleichzeitig auch schulische Leistungen zu fördern. Darüber hinaus unterstützte Porsche im Berichtsjahr die Erweiterung des Porsche Training and Recruitment Center (PTRCA) in Manila. Seit neun Jahren bildet der Sportwagenhersteller in Zusammenarbeit mit dem Orden Salesianer Don Boscos benachteiligte junge Filipinos zu Kfz-Service-Mechatronikern aus, um ihnen später eine berufliche Perspektive in der Porsche-Handelsorganisation zu ermöglichen. Doch nicht nur das Unternehmen, sondern auch viele Mitarbeiter machen Hilfe für Benachteiligte in unserer Gesellschaft zu ihrem eigenen Projekt und engagieren sich. Mehr als 3.000 Mitarbeiter nahmen am dritten 6-Stunden-Lauf in Zuffenhausen teil. Für jede 911-Meter-Runde flossen fünf Euro in den Spendentopf. So kamen 185.000 Euro zusammen, die viel Gutes bewirken. Das Geld fließt an die Olgäle-Stiftung, die Mobile Jugendarbeit Stuttgart-Zuffenhausen, die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, die Gustav-Werner-Schule Zuffenhausen sowie das Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart.

Alle Engagements dienen der Entwicklung von Talenten, aber vor allem sollen junge Menschen dabei unabhängig von Herkunft und Schulbildung positiv Gemeinschaft erleben sowie wertvolle und prägende Erfahrungen für den weiteren Lebensweg sammeln können. Auch deshalb gab es im Berichtsjahr zum zweiten Mal für alle Partnervereine die „Porsche Nacht der Talente“ mit Auszeichnungen für die beste sportliche Entwicklung, die beste schulische Leistung und für außergewöhnliches soziales Engagement.