Kaum ein Begriff ist so vielseitig verwendbar wie der Begriff der Identität. Zum einen kann damit das ganz persönlich empfundene Dasein eines Menschen in der Welt gemeint sein: Meine Identität ist das, was ich bin. Doch so einfach ist es schon lange nicht mehr. Identität kann erhalten bleiben und sich doch wandeln, Identitäten können zugeschrieben und angenommen werden – doch dies funktioniert nicht beliebig. Aber wie funktioniert es dann?

von Kristof Magnusson

Digitale Kompositionen werfen mit ungekannter Vehemenz die Frage nach den Grenzen menschlicher Wahrnehmungsfähigkeiten auf. Physikalische Realität erscheint wie ein Relikt vergangener Zeiten, als ein Stillleben noch die Wirklichkeit einer Epoche in Raum und Zeit gefrieren lassen konnte. In Anny Wangs postdigitaler Ästhetik verdichten sich die Hinweise auf eine Revision der Referenzsysteme, deren Kategorien wie Original und Imitation implodiert sind. Hier erschaffen Prozesse ihre eigenen Welten aus eigenständigen, modularen Formen.

Die Vorstellungen von Identität sind immer geprägt von zwei gegensätzlichen Konzepten: auf der einen Seite die bereits in der Antike bekannte Annahme eines unveränderlichen Wesens – einer Essenz – als Kern der Identität, auf der anderen Seite die moderne Annahme, dass Identität ein dynamischer Prozess ist, dass Identität gemacht werden kann. Diese gegensätzlichen Konzepte haben sich im 21. Jahrhundert erhalten. Schon mit Beginn der Moderne hat das letztgenannte Modell von Identität an Bedeutung gewonnen und ist heute fluider, dynamischer und wandelbarer als je zuvor. Doch dies bedeutet nicht, dass alles machbar ist. Gerade in unserer Zeit, in der Flexibilität gefordert wird, kommt der Essenz, dem Authentischen, besondere Bedeutung zu.

Die Bewahrung von Identität rückt immer stärker in den Aufmerksamkeitsfokus. Digitalisierung verändert Industrien radikal, das Automobil erfährt die bedeutendste Neudefinition seit seiner Erfindung, Mobilität ist nicht mehr nur die Reise von hier nach dort. Doch wie erzählt man von seiner Identität, ohne dabei in abstrakte Begriffe und Allgemeinplätze zu verfallen? Haben Produkte, die mit dem Ziel lanciert werden, die traditionellen Aspekte einer Marke hervorzuheben, tatsächlich immer etwas mit den historischen Werten zu tun, die sie repräsentieren sollen? Verspricht der Name eines Produkts mit dem Zusatz „Original“ nicht vielmehr, dass es genau eine Sache nicht ist: das Original? Selbstverständlich lassen sich Waren nicht mehr herstellen wie in den 1980er, 1970er oder 1960er Jahren: Die Anforderungen unserer Gesellschaft an Produktsicherheit haben sich ebenso gewandelt wie die politischen, wirtschaftlichen und ethischen Rahmenbedingungen industrieller Fertigung. Jede Behauptung, man wäre genau dieselbe Marke und würde dasselbe Produkt herstellen wie eh und je, muss sich bei genauerer Betrachtung als Fiktion herausstellen.


Idealerweise ist es ein einziges Objekt oder Produkt, das die Identität einer ganzen Marke in besonderer Weise repräsentiert. Je mehr Identität im digitalen Zeitalter zur dynamischen Konstruktion wird, je mehr alles machbar erscheint, je schneller in der digitalen Kommunikation Images, Trends und Hypes zirkulieren, desto mehr werden beständige Dinge zu Identitätsträgern.


Genau hier zeigt sich die jetzt 70-jährige Geschichte von Porsche als erstaunliche Besonderheit in der gegenwärtigen Landschaft von Marken und Unternehmen, die sich unter dem Druck der Veränderung aufzulösen scheinen. Porsche ist als Marke im Besitz eines Produkts, eines Werts, eines Prinzips, das einen Beinamen wie „Original“ nicht nötig hat, weil es bereits das Original ist: der Porsche 911.

In der Geschichte des Porsche 911 steckt ein Narrativ von einer gewissen Widerständigkeit und Beharrlichkeit. Es gibt wohl kein zweites Automobil, das seit seiner Vorstellung 1963 immer wieder so konsequent den Ansprüchen an einen modernen Sportwagen angepasst wurde und so unverkennbar seinen äußeren und inneren Werten, seiner Identität treu geblieben ist. Im Besitz eines Produkts zu sein, das auf solch besondere Weise nicht nur durch seine Tradition und Kontinuität eine Glaubwürdigkeit besitzt, sondern darüber hinaus Weiterentwicklung und Fortschritt im Kern seiner Identität trägt, ist ein enormer Wert. Würde man versuchen, gestalterische Aspekte bewusst von der technischen Weiterentwicklung abzukoppeln, die Bauform quasi musealisieren, dann hätte man das genaue Gegenteil erreicht, nämlich die Identität verändert.

Doch wie lässt sich eine derart starke Markenidentität in die Zukunft tragen? Um diese Frage zu beantworten, sollte man klären, welche Faktoren derzeit unser Verständnis von Identität beeinflussen: Jedes Zeitalter bringt neue Identitäten hervor. Jeder industrielle Umbruch hatte starke Auswirkungen auf die Lebensweisen von Menschen, die Beschaffenheit von Gegenständen und die Bedeutung von kulturellen Gütern. Die verschiedenen Entwicklungsstufen der modernen Industriegesellschaft haben tatsächlich verschiedene Formen von Identität hervorgebracht.


Die Beschaffung von Informationen wird wichtiger als die Information selbst, und Information Literacy – die Fähigkeit, mit Informationen umzugehen – wird zur wichtigsten Kulturtechnik überhaupt. Doch mit der Demokratisierung von Information verändert sich auch die Beziehung von Information und Identität.


Seit Jahrhunderten entwickelt sich unsere Gesellschaft von der Herrschaftshörigkeit hin zur Selbstbestimmung. Dieses als Gouvernementalität bezeichnete Phänomen reicht einerseits weit in die Vergangenheit zurück, andererseits trifft es auch besonders auf das aktuelle digitale Zeitalter zu – und vor allem auf die Frage nach der Identität. Die Fragestellung, ob Identität gegeben oder gemacht ist, ob sie statisch oder dynamisch ist, ob sie essenziell oder konstruiert ist, ist eine der zentralen Denkfiguren der Moderne.
 

Einerseits sind mit der selbstbestimmten Konstruierbarkeit von Identität große Hoffnungen verbunden, denn die Möglichkeit, sich fremdbestimmter Fesseln zu entledigen und sich selbst neu zu erfinden, ist eine der großen und wichtigen Errungenschaften der modernen Welt. Ganz gleich ob es sich dabei um Migration, Geschlechteridentität oder soziale Klassenzugehörigkeit handelt – seine Identität selbst bestimmen zu können, ist ein großes Glück! Andererseits besteht vielerorts eine kulturkritische Skepsis gegenüber solchen freien Konzepten. Steuert man damit nicht in eine gewisse Beliebigkeit? Geht der Identität durch die freie Konstruierbarkeit nicht etwas verloren?

Als die US-amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein 1913 in dem Gedicht Sacred Emily den berühmten Satz „A rose is a rose is a rose is a rose“ schrieb, beschwor sie damit die Essenz der Rose herauf, ohne weitere Beschreibungen oder Zuschreibungen zu machen. Es war der Versuch, eine vormoderne Form von Identität zu evozieren, die ohne jegliche Konstruktion und Herleitung auskommt. Stein war bereits damals davon überzeugt, dass die wahre Identität der Rose unter modernen naturwissenschaftlichen Erklärungen und lyrischen Umschreibungen verloren gegangen war. Störrisch stemmte sie sich gegen eine Modernität, die allerdings bis heute immer mehr an Fahrt aufgenommen hat.

Die Konstruierbarkeit – und Dekonstruierbarkeit – von Identität mag Gertrude Stein ein Dorn im Auge gewesen sein, für uns ist sie längst zur Alltagserfahrung geworden. Im Zeitalter der digitalen Transformation sind die dynamischen Aspekte von Identität noch wichtiger, was vor allem daran liegt, dass heute zwei Dinge für unsere Identität besonders große Bedeutung haben: der Zugang zur Information und die Kommunikation. Die Sprengkraft, die der Demokratisierung von Informationen zugrunde liegt, lässt sich anhand vieler historischer Fälle belegen. Immer wieder hat der Zugang zu Bildung und zur Information einen radikalen gesellschaftlichen Wandel in Gang gesetzt. Und mit der Verfügbarkeit von Informationen im Internet stellt das digitale Zeitalter womöglich den radikalsten Wandel im Zugang zu Wissen dar.

Um sich in der vordigitalen Welt mit einer Szene oder Subkultur identifizieren zu können, musste man über ein bestimmtes Wissen verfügen, das nur Eingeweihten zur Verfügung stand. Gibt es ein solches Geheimwissen heute überhaupt noch? Kann es noch identitätsstiftend sein? Wie verhält es sich damit im digitalen Zeitalter, in dem jeglicher Zugang zur Information demokratisiert ist? Vielleicht ist heute mitunter gar nicht mehr das Wissen selbst von Bedeutung für die Identität, sondern vielmehr das Wissen über das Wissen.


Die Innovation liegt vielmehr darin, die wesentlichen Grundeigenschaften des Autos beizubehalten – Form, Konfiguration und Namen – und alles andere immer wieder radikal infrage zu stellen. So bleibt der Porsche 911 im Prinzip derselbe Sportwagen, obwohl er sich kompromisslos zum technischen Fortschritt bekennt.


Die Beschaffung von Informationen wird wichtiger als die Information selbst, und Information Literacy – die Fähigkeit, mit Informationen umzugehen – wird zur wichtigsten Kulturtechnik überhaupt. Doch mit der Demokratisierung von Information verändert sich auch die Beziehung von Information und Identität. Wenn heute potenziell alles Wissen frei verfügbar ist, wie unterscheidet sich jemand, der wirklich jemand ist, von jemandem, der aufgrund seines Wissens jemand zu sein scheint?

In einer radikal-konstruktivistischen Vorstellung von Gesellschaft existiert Identität nicht ohne Kommunikation. Erst im Austausch mit anderen Menschen bildet sich die eigene Identität. Doch wie entsteht eine Identität, wenn die Möglichkeiten zur Kommunikation dank digitaler Transformationen so vielfältig geworden sind?

Ein Blick auf Social-Media-Plattformen verrät unmissverständlich, dass die Diskrepanz zwischen Sein und Schein zum digitalen Zeitalter dazugehört. „On the Internet, nobody knows you’re a dog“, lautet ein einschlägiges Zitat zu diesem Thema, es stammt aus einer Cartoonzeichnung von 1993. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Da es so einfach ist, sich im Internet als Person mit einer bestimmten Identität zu präsentieren, ist die Möglichkeit des Betrugs auch dem potenziellen Publikum bewusst. Die Infragestellung aller Authentizität ist die Kehrseite der dynamischen Identitätskonzepte des digitalen Zeitalters. Wenn mein Musik-Streaming-Dienst mir mein nächstes Lieblingslied vorhersagen kann, welcher Teil meines Musikgeschmacks kommt dann noch von mir selbst? Was an mir selbst bin ich selbst, und welchen Teil hat mir künstliche Intelligenz hinzugefügt?

Narrative – Erzählungen davon, wer oder was man ist – gehören immer zur Identitätskonstruktion dazu. So lange diese Erzählung glaubwürdig und plausibel bleibt, finden auch Wechsel und Brüche in einer Biografie identitätsstiftend ihren Platz.

Im selben Maße, wie Identitäten fluider und dynamischer werden, kommt den essenziellen Identitätsaspekten eine immer größere Bedeutung zu. Als Individuum erzeuge ich eine Erzählung von mir selbst, die zwischen diesen unterschiedlichen Identitätskonzepten vermittelt und mir erklärt, wer ich bin. Auf diese Weise ist jeder Mensch ein Autor, der sich täglich die Geschichte seines eigenen Lebens neu erzählt. Aber auch Dinge, Marken und Produkte besitzen ihre eigenen Erzählungen. Und auch bei ihnen verbinden Narrative die konstruierbaren und die essenziellen Anteile von Identität, wobei die größte Herausforderung für eine Marke im Zeitalter der digitalen Transformation darin liegt, Identität zu bewahren, ohne in eine Art von Stillstand oder Rückständigkeit zu verfallen.
 

Der Porsche 911 ist bei der Frage nach der Identität ein besonders interessanter Fall, weil es sich hierbei um eine Sache handelt, die sehr beständig ist und sich dennoch ständig wandelt. Einerseits könnte man behaupten, es handle sich um das gleiche Auto wie eh und je – einen Sportwagen, der in dieser Form seit 1963 existiert. Andererseits könnte man behaupten, jede neue Version des Porsche 911 wäre eine komplett neue Sache. Ein Blick auf die Silhouette verrät indes sofort, dass es sich um einen Porsche 911 handelt, die Grundform ist unverkennbar und universell bekannt. Dennoch steckt darin eine völlig andere Ingenieurskunst als vor 20 oder 40 Jahren. Ist ein Porsche 911 nun besonders traditionsbewusst und beständig oder ist er besonders wandlungsfähig und innovativ?

Um dies zu klären, können wir jetzt alle bisher in diesem Essay besprochenen Aspekte heranziehen. Das Szenario einer vollkommenen frei und beliebig konstruierbaren Identität würde bedeuten, dass Porsche bei der Entwicklung des nächsten 911 theoretisch alle technischen Kontinuitäten über Bord werfen und ein beliebiges Produkt schlichtweg 911 nennen könnte. In einer radikalen Auslegung konstruktivistischer Theorien wäre dies möglich – dass das in der Realität nicht so ist, dürfte ohne viel Erklärung einleuchten.

Ein anderes Szenario wäre die Musealisierung, das Einfrieren der technischen Weiterentwicklung. Doch auch hiermit wäre ein wesentlicher konzeptueller und ideeller Aspekt der Identität des Porsche 911 verloren gegangen. Da Identität eine komplexe Angelegenheit ist, lässt sie sich weder mit strikten Auslegungen noch mit einfachen Wahrheiten erklären. Das Narrativ, das zur Identität des Porsche 911 gehört, ist eine Erzählung von einer bestimmten Art der Erneuerung. Die Erneuerung liegt nicht darin, Altbekanntes neu zu verpacken und neu zu benennen.

Die Innovation liegt vielmehr darin, die wesentlichen Grundeigeschaften des Autos beizubehalten – Form, Konfiguration und Namen – und alles andere immer wieder radikal infrage zu stellen. So bleibt der Porsche 911 im Prinzip derselbe Sportwagen, obwohl er sich kompromisslos zum technischen Fortschritt bekennt.

Bei einem Auto lässt sich die Identität sicher zum Teil in der Form, in der Funktion, in der Konstruktion und im Namen festmachen. Ein Porsche 911 ist ein Sportwagen mit vier Sitzen, mit dem Motor ganz hinten und mit einer charakteristischen Silhouette. Aber es existieren auch Facetten der Identität, die sich nicht an baulichen Merkmalen festmachen lassen. Hierzu gehört das Narrativ, die Erzählung, die mit dem Porsche 911 verbunden ist. So hat Porsche die der Bauform eingeschriebenen Schwierigkeiten im Laufe der letzten Jahrzehnte nicht dadurch beseitigt, dass es das ganze Modell aussortiert hat, sondern dadurch, dass Porsche den 911 kontinuierlich verbessert hat.

Außerdem gehört zu einem nicht unwesentlichen Teil zum Narrativ – und zur Identität – des 911 dazu, dass er sich in verschiedene Richtungen entwickeln kann. Mit den richtigen Modifikationen wurde er zu einem erfolgreichen Rennwagen. Mit anderen Modifikationen wurde er zu einer Inkunabel des modernen Luxus. Diese Erzählung von einander ergänzender Beharrlichkeit und Wandelbarkeit stellt die Identität des Porsche 911 auf ein solides Fundament; eine Identität, deren Essenz nicht von diesem oder jenem technischen Detail abhängt. Stattdessen erlaubt das Narrativ des 911 einen vielseitigen Umgang mit dessen Identität.

Ein so starkes identitätsstiftendes Produkt wie den 911 zu besitzen ist, wie gesagt, ein großer Wert. Aber es stellt Porsche auch vor die große Herausforderung, mit diesem Produkt verantwortungsvoll umzugehen. Hierbei stellen sich für die Zukunft einige Fragen: Wie steht das Produkt, das die Markenidentität repräsentiert, im Verhältnis zu anderen Produkten der Marke? Wie lässt sich das Narrativ des Kernprodukts auf die gesamte Marke übertragen? Selbstverständlich lassen sich andere Autos nicht mit derselben Konfiguration bauen wie ein Porsche 911. Ein Kombi, ein SUV oder ein Crossover erfordern andere konstruktive Maßnahmen. Stattdessen bietet es sich an, auf die Anschlussfähigkeit des 911-Narrativs zu bauen. Dass sich heute ein Stück 911 in jedem von Porsche produzierten Auto wiederfindet, ist weniger eine Frage technischer Details oder Produktbezeichnungen, sondern vielmehr die Folge eines feinen Gespürs dafür, was eine zeitgenössische, zukunftsweisende Identität braucht: die richtige Mischung aus Wesen und Wandelbarkeit. Und den souveränen Umgang mit den Narrativen, die diese beiden Extreme verbinden.

 

Kristof Magnusson, deutsch-isländischer Autor, ist besonders für seine Komödie „Männerhort“ bekannt, die seit Jahren zu den meistgespielten Theaterstücken auf deutschen Bühnen gehört. Diese schaffte es auch als Verfilmung in die Kinos mit den Topdarstellern Christoph Maria Herbst, Detlev Buck und Elyas M’Barek. Magnussons Romane „Das war ich nicht“ und „Arztroman“ wurden als Bestseller gelistet. Am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Queen Mary University of London fungierte er als Writer in Residence. Momentan unterrichtet er als Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig.

Wang & Söderström ist ein Kunst- und Design-Studio, das digitale und physische Erkundungen und Produktionen in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt. Es hat sich zum Ziel gesetzt, über Stofflichkeit und Technologie überraschende, unerwartete Erfahrungen zu kreieren. Wang & Söderström – das sind die Raum- und Möbeldesignerin Anny Wang und der Architekt Tim Söderström. Schon bald nach dem Beginn ihrer Zusammenarbeit führte die Entdeckung der 3D-Software zu einer künstlerischen Praxis, die die Schranken ihrer jeweiligen Disziplinen durchbrach und über die Grenzen von Kunst und Design hinausging.

Die unerwarteten Erfahrungen, die das Duo in seinem Schaffen verfolgt, lassen sich in Dingen finden, die uns scheinbar vertraut sind, die wir zwar aus der realen Welt kennen, uns aber plötzlich verzerrt erscheinen. Ein kleines Detail gibt Anstoß zu der Frage, was wir sehen, und – in Erweiterung dessen – wie wir die Welt wahrnehmen.