Wesentliche Ereignisse – Unternehmen

Hier finden Sie einen Ausschnitt der wesentlichen Unternehmensereignisse im Geschäftsjahr 2020.

Der Taycan beim Super Bowl in Miami

Der Super Bowl ist das Finale der US-Football-Profiliga National Football League (NFL) und das Sportereignis des Jahres in den USA. Zum ersten Mal seit 1997 schaltete Porsche am 2. Februar wieder einen TV-Spot. Es war der Tag des NFL-Endspiels in Miami. Hauptdarsteller: der Taycan! Der Clip „The Heist“ zeigt eine wilde Verfolgungsjagd mit neun Porsche-Klassikern aus dem Porsche Museum. Als Kulissen dienen der Schwarzwald, Heidelberg und das Fachwerk-Idyll in Heppenheim. Eine Langversion des Clips ist auf Porsche NewsTV und dem Porsche-YouTube-Kanal zu sehen.

Porsche TV-Spot 'Der Raub', 2020, Porsche AG

Porsche Ventures investiert in Start-up Nitrobox

Porsche Ventures ist die Wagniskapitaleinheit von Porsche. Im Februar hat sie in das Hamburger Software-Start-up Nitrobox GmbH investiert. Nitrobox hilft, Finanzprozesse zentral abzuwickeln und flexibel zu steuern. Die Industrie wird in die Lage versetzt, neue digitale Produkte und Services schnell an den Markt zu bringen und Kosten zu senken. Das Start-up unterstützt den Order-to-Cash-Prozess neuer Geschäftsmodelle: Carsharing, „Functions on demand“, digitale Parktickets oder Ladedienste können über die Nitrobox-Plattform vollständig automatisiert abgerechnet werden. Das Start-up erhielt einen einstelligen Millionenbetrag; auch der Fonds „NeueCapital Partners" aus dem Silicon Valley beteiligt sich an Nitrobox.

VDA-Logistik-Award für Porsche Leipzig

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat Porsche Leipzig Anfang Februar mit dem VDA-Logistik-Award 2020 ausgezeichnet. Porsche setzt mit seinem Konzept auf intelligente Planungstools, hoch automatisierte Prozesse und eine energieeffiziente Lager- und Kommissioniertechnik. Damit ist es die Basis für ein automatisches Kleinteilelager mit energieeffizienter Shuttletechnik, eine zum Patent angemeldete dynamische Kommissionierung sowie für mehrere fahrerlose Transportfahrzeuge. Die Jury befand: „Stark integriert, intelligent automatisiert und auf höchste Zuverlässigkeit und Effizienz getrimmt, zeigt das Konzept Innovationspotenzial für das Werk, die Automobilindustrie und die Logistik in anderen Branchen auf.“ Mit einer Einsparung von 3.500 Tonnen CO2 pro Jahr setzt Porsche Maßstäbe beim Schonen von Ressourcen. Herzstück des automatisierten Kleinteilelagers sind 90 Shuttles, die in zwei Gassen alle Kleinladungsträger ein- und auslagern. Beim Einlagern kommt ein vollautomatischer Roboter zum Einsatz. Die Neuerung sichert die hohe Varianz der Produktion, senkt Kosten und gestaltet Arbeitsplätze ergonomischer.

Porsche steigt beim US-Audiospezialisten DSP Concepts ein

Die einzigartige Porsche-Sound-Signatur des Taycan basiert auf einer Software des Audiospezialisten DSP Concepts im Silicon Valley. Im Februar hat sich Porsche Ventures an DSP Concepts, Inc., beteiligt. Taiwania Capital führte die Finanzierungsrunde. DSP Concepts ist auf Software und Algorithmen für Audiosignale spezialisiert. Die Software „TalkTo“ etwa erlaubt auch bei starker Geräuschkulisse eine zuverlässige Sprachsteuerung. Porsche ist für seinen satten Motorsound weltberühmt. Dank der Technologie von DSP Concepts haben es Porsche-Ingenieure geschafft, dass der vollelektrische Taycan klingt, wie nur ein Porsche klingen kann.

Taycan 4S, 2021, Porsche AG

70 Jahre Abholung ab Werk: die Liebe zum Auto

Die Liebe zum Auto geht eigene Wege, und wenn die Wege nach Zuffenhausen führen, erzählt man sich noch 70 Jahre später Geschichten wie die von Ottmar Domnick. Am 26. Mai 1950 nahm der 43 Jahre alte Facharzt für Neurologie und Psychiatrie seinen 356 in Fischsilber mit der Kommissionsnummer 5001 in Empfang. Es war sein Herzenswunsch, der erste Porsche-Kunde in Deutschland zu sein. Der Mechaniker Herbert Linge war damals dabei: „Domnick hat die Übergabe zelebriert. Aber er kam ohnehin schon jeden Tag zuvor vorbei, um zu sehen, wie weit wir mit der Arbeit waren.“ 70 Jahre später rollen etwa 20 Kunden am Tag glücklich vom Hof. In Zuffenhausen sind es übers Jahr rund 2.500, in Leipzig 3.000 Kunden. Zufall und unverbrüchliche Autoliebe wollten es, dass im 70. Jahr der Werksabholung auch der allererste Taycan in Zuffenhausen persönlich in Empfang genommen wurde. Davon in 70 Jahren mehr.

Pop-up Stores: das Konzept „Porsche NOW“

Das Auto kommt dorthin, wo der Kunde gerne ist: ins Einkaufszentrum. Mitte Mai hat Porsche gemeinsam mit der Hahn Gruppe südlich von Stuttgart im Breuningerland Sindelfingen einen Pop-up Store eröffnet. Unter dem Namen „Porsche NOW“ präsentierte und verkaufte der Handelspartner Hahn Gruppe bis Jahresende Porsche- Sportwagen. „Porsche NOW“ ist ein flexibles, auf kurze Zeit angelegtes Einzelhandelskonzept. Es wurde für hoch frequentierte Innenstädte und Shopping Malls konzipiert und soll neue Zielgruppen ansprechen. Future Retail-Format heißt: Porsche liefert das Grundkonzept, die weltweiten Vertriebsgesellschaften und deren Händler setzen es um. Ein weiteres Sales Pop-up wurde im Juli in Tokio eröffnet.

Sales Pop-up Store, Breuningerland Sindelfingen, 2020, Porsche AG

50 Jahre nach dem Triumph von Le Mans

Mit einer Ausstellung hat Porsche am 14. Juni an den Triumph von Le Mans vor 50 Jahren erinnert und im Porsche Museum das rot-weiße Siegerfahrzeug 917 KH präsentiert. Die Piloten Hans Herrmann und Richard Attwood errangen am 14. Juni 1970 den ersten Porsche-Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Nach 343 Runden und 4.607,811 Kilometern. Gérard Larrousse und Willy Kauhsen kamen im Martini-Porsche 917 LH auf Platz zwei. Rudi Lins und Helmut Marko im Porsche 908/02 wurden Dritte. Seither hat Porsche in Le Mans 19 Gesamtsiege und 108 Klassenerfolge eingefahren. Porsche ist der erfolgreichste Hersteller in der fast 100-jährigen Geschichte.

Fünfte Werkserweiterung in Leipzig

Das Porsche Werk Leipzig ist auf dem Weg zum Elektrostandort. Im Juli zog Porsche eine positive Zwischenbilanz der Bauarbeiten: Auf dem gesamten Werksgelände laufen die Vorbereitungen für den Start der Elektromobilität. Es ist die fünfte Erweiterung seit dem ersten Spatenstich im Jahr 2000. Porsche investiert mehr als 600 Millionen Euro in die Produktion rein elektrisch betriebener Fahrzeuge. In Leipzig wird künftig die nächste Generation des Macan als vollelektrische Baureihe gefertigt. In der Montage können nun drei unterschiedliche Antriebsformen in einer Linie produziert werden: Benzinmotoren, Hybridantriebe und Elektrofahrzeuge.

Porsche-Flotte in Regenbogenfarben zum CSD

Sechs Porsche 911 in den Regenbogenfarben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violette präsentierte der Premiumhersteller Ende Juli zum Christopher Street Day (CSD). Vor dem Porsche Museum setzte das Unternehmen ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Respekt. Vom Werksmast grüßte eine Regenbogenfahne. Porsche steht für ein offenes Miteinander und gelebte Diversität. Der CSD stand in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt braucht Verstärkung“. Porsche-Personalvorstand Andreas Haffner sagte: „Wir fordern und fördern Chancengleichheit und wollen allen Porscheaner ermöglichen, sich so einzubringen, wie sie sind – unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung.“ 2017 gründete Porsche die Abteilung Chancengleichheit und Vielfalt, um das Bewusstsein für vielfältige Teams zu schärfen.

Andreas Haffner, Mitglied des Vorstandes Personal- und Sozialwesen, l, 911, Christopher Street Day, 2020, Porsche AG

„&Charge“ fördert E-Mobilität

Porsche Digital hat das Start-up „&Charge“ erfolgreich ausgegründet. „&Charge“ sorgt dafür, dass Kunden bei Online-Einkäufen ein Kilometerguthaben erhalten. Eingelöst werden kann dieses etwa zum kostenfreien Laden von Elektrofahrzeugen, für Carsharing-Dienste und Fahrten mit öffentlichen E-Scootern. Oder Kunden unterstützen damit zertifizierte Klimaschutzprojekte. Neben dem Sammeln von Kilometerguthaben können Kunden auch ihre private Lademöglichkeit anderen zur Verfügung stellen. „&Charge“ bietet dafür über seine Plattform eine Art Marktplatz an, um sogenannte Wallboxen zu teilen. Das Konzept ist in dieser Form europaweit einzigartig. „&Charge“ ist bislang in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und den Niederlanden verfügbar. Seit der Gründung hat sich eine Vielzahl von Kooperationspartnern der Initiative angeschlossen – darunter mehr als 800 E-Commerce-Partner und 16 E-Mobilitätsanbieter. „&Charge“ ist das erste Loyalitätsprogramm und Plattform für E-Mobilität in Europa. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Frankfurt.

&Charge, 2020, Porsche AG

Startup Autobahn: Mobilitätsvisionen aus aller Welt

Beim Finale von Europas größter Innovationsplattform „Startup Autobahn“ haben im September über 30 Start-ups aus aller Welt online ihre Ideen für die Mobilität der Zukunft präsentiert. Porsche war an fünf Projekten beteiligt und hat die Gründer mit erfahrenen Mentoren unterstützt. Das von Porsche mit aufgesetzte Nachhaltigkeitsprojekt CarbonBlock des Berliner Start-ups CircularTree hat darüber hinaus den Global Innovation Award des amerikanischen Accelerators Plug and Play gewonnen. Die in dem Projekt entwickelte Blockchain-Anwendung macht Treibhausemissionen von Lieferketten transparent. In der App von Circularise (Niederlande) kann der individuelle Kunststoffanteil eines Produktteils zurückverfolgt werden. ClimaCell (USA) verfolgt einen „Wetter der Dinge“-Ansatz und nutzt dazu mehrere Hundert Millionen Sensoren. Monk aus Frankreich beschleunigt die Rückgabe und Begutachtung von Mietwagen und Leasingrückläufern. Die Anwendung Hi.Auto aus Israel arbeitet an einer audiovisuellen Spracherkennung, bei der eine Kamera zusätzlich zum Mikrofon die Lippenbewegungen aufnimmt. Porsche ist seit Anfang 2017 Partner von „Startup Autobahn“.

Eine Karosserie aus nachwachsenden Rohstoffen

Der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR ist erstmals mit einem vollständigen Karosserie-Kit aus Biofaser-Verbundwerkstoffen gestartet. Premiere war beim 24‑Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im September. Seit Anfang 2019 stellt Porsche Türen und Heckflügel des in Kleinserie produzierten Rennfahrzeugs aus einem Naturfasermix aus nachwachsenden Rohstoffen her. Auf dem Nürburgring bestanden auch Front- und Heckschürze, die Buglippe, Front- und Heckdeckel, die Kotflügel und der Diffusor inklusive Aerodynamikfinnen aus regenerativem Material. Strukturelle Bauteile aus Naturfasern sind ähnlich leicht und steif wie herkömmliche Kohlefaserverbundwerkstoffe. Die Naturfasern erfüllen die hohen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen. Zudem lassen sie sich preisgünstiger und mit geringerem Energieeinsatz herstellen. Auf dem Nürburgring wurde der 718 Cayman GT4 Clubsport MR einem ersten Härtetest unterzogen – und erreichte den zweiten Platz in der Klasse für alternative Antriebe.

70 Jahre Porsche in den USA

Der Vertrieb von Porsche-Sportwagen in Nordamerika hat im September 1950 begonnen. In Atlanta vereinbarten Firmengründer Prof. Dr. Ing. h.c. Ferdinand Porsche und der Automobilimporteur Maximilian Hoffman die Zusammenarbeit. Bereits im Herbst des gleichen Jahres erhielt Hoffman zwei 356 Coupé. Diese erste Lieferung aus Zuffenhausen legte den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. 1984 eröffnete in Reno, Nevada, die erste eigene Vertriebsgesellschaft Porsche Cars North America; seit 1998 hat sie ihren Sitz in Atlanta, Georgia. 2019 erreichten die Verkaufszahlen in den USA mit 61.568 Fahrzeugen eine neue Höchstmarke. Nach der Weltpremiere des vollelektrischen Taycan im September 2019 gingen die weltweit ersten Auslieferungen im Dezember über den Atlantik – an Kunden in den USA.

Taycan Turbo S, 1950 356, Porsche Experience Center Atlanta, 2021, Porsche Cars North America, Inc.

Für eine nachhaltige Rohstoffgewinnung

Im Oktober ist Porsche der industrieübergreifenden „Responsible Mica Initiative“ (RMI) beigetreten. Mica sind mineralische Glimmerpigmente. Sie werden in zahlreichen Industrie- und Kosmetikprodukten verwendet – und auch im Autolack. Der 2017 gegründete Zusammenschluss von internationalen Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen will einen transparenten und nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Mica erreichen. Ziel ist es, die Lebenssituation der Menschen in den Abbaugebieten zu verbessern, etwa durch faire Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit und Mindestlöhne. In der RMI repräsentiert Porsche den Volkswagen Konzern.

Stuttgart bekommt einen Porsche Design Tower

Im Oktober haben Vertreter von Porsche, Porsche Design und des Immobilienentwicklers Bülow AG symbolisch den Grundstein für den Porsche Design Tower und das Porsche Zentrum Stuttgart gelegt. Es ist das erste gemeinsame Projekt der drei Partner. Das Bauwerk entsteht auf einem 8.500 Quadratmeter großen Grundstück am Pragsattel, einem zentralen Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Der Porsche Design Tower soll mit rund 90 Metern das höchste Gebäude Stuttgarts werden und mit dem Porsche Zentrum Stuttgart ein herausragendes architektonisches Ensemble bilden. In der Gestaltung folgt der Neubau dem für alle Zentren weltweit gültigen Konzept „Destination Porsche“. Mitte 2022 will die Porsche Niederlassung Stuttgart von Zuffenhausen auf den Pragsattel umziehen.

Kjell Gruner, 2020, Porsche AG

Kjell Gruner leitet Porsche Cars North America

Dr. Kjell Gruner, 53, ist seit November Präsident und CEO von Porsche Cars North America. Vertriebs- und Marketing-Vorstand Detlev von Platen würdigte Gruner als richtigen Mann am richtigen Ort: „Wir geben Porsche Cars North America in die besten Hände.“ Kjell Gruner habe als Marketingleiter einen beträchtlichen Beitrag zur globalen Weiterentwicklung der Marke Porsche geleistet, zuletzt im Zuge der außergewöhnlichen Markteinführung des Porsche Taycan. Seine Erfahrung als langjähriger Porsche-Kollege und Markenprofi werde in Nordamerika sehr wertvoll sein. Gruner hatte bereits nach dem Studium in den USA für die Boston Consulting Group gearbeitet, ehe er 1999 zu Porsche kam. Er folgte nun auf Klaus Zellmer, der als Mitglied des Markenvorstands Volkswagen nach Wolfsburg wechselte. Dort ist er für Vertrieb, Marketing und Aftersales zuständig. Vorstand von Platen sagte: „Wir danken Klaus Zellmer von ganzem Herzen für seine großartige Leistung auf dem nordamerikanischen Markt, die Jahre des Wachstums und die innovativen Initiativen.“

Porsche kooperiert mit Flugzeughersteller Embraer

Porsche und der brasilianische Flugzeughersteller Embraer haben Anfang November ein exklusives Duo vorgestellt: Käufer einer besonderen Ausführung des Businessjets Embraer Phenom 300E können einen passend individualisierten Porsche 911 Turbo S erwerben. Die Auflage ist auf zehn Stück limitiert. Die Zusammenarbeit beider Marken trägt den Namen „Duet“. Porsche und Embraer bieten Kunden weltweit exklusive Produkte, die nahezu unbegrenzt individualisiert und veredelt werden können. „Im Rahmen der Zusammenarbeit nutzen wir das Know-how beider Marken, um gemeinsam ein einzigartiges Paar aus Sportwagen und Jet zu entwickeln, das für beide Kundengruppen attraktiv ist“, sagt Alexander Fabig, Leiter Individualisierung und Classic bei Porsche.

911 Turbo S in limitierter Auflage „Duet", Embraer Phenom 300E, 2020, Porsche AG
Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Vorstandes, Finanzen und IT, 2019, Porsche AG

Lutz Meschke wird Aufsichtsratsvorsitzender der HHL Leipzig

Im November hat Porsche bekannt gegeben, dass Lutz Meschke zum 1. Januar 2021 den Vorsitz im Aufsichtsrat der Handelshochschule Leipzig (HHL) übernimmt. Meschke ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Finanzen und IT der Porsche AG. Er gehört dem HHL-Aufsichtsrat seit 2013 an. Seitdem fördert Porsche auch den Lehrstuhl für Strategisches Management und Unternehmertum im digitalen Zeitalter. Seit 2016 ist Porsche Leipzig außerdem Premium-Partner des SpinLab, des Accelerators der HHL für innovative Geschäftsideen.

„Porsche Unseen“: unveröffentlichte Konzeptfahrzeuge

Unter dem Titel „Porsche Unseen“ hat Porsche im November bislang geheime Design-Studien veröffentlicht. Damit gewährt das Unternehmen einen exklusiven Einblick in den Design-Prozess von der ersten Zeichnung bis zum fertigen Serienmodell. 15 Fahrzeuge aus den Jahren 2005 bis 2019 stellte der Porsche Newsroom in einer Artikelreihe vor. Das Web-TV-Format „9:11 Magazin“ widmete ausgewählten Studien einen Beitrag. Porsche-Chefdesigner Michael Mauer verdeutlichte den Zusammenhang zwischen Studien und aktuellen Serienmodellen. Im Verlag Delius Klasing erschien begleitend das Buch „Porsche Unseen“. Einige der Studien werden auch live zu erleben sein: Das Porsche Museum wird 2021 eine Auswahl in seine Ausstellung integrieren.

Porsche, MHP und Munich Re gründen „FlexFactory“

Porsche, seine Management- und IT-Beratungstochter MHP sowie der Versicherungskonzern Munich Re haben im November das Joint Venture „FlexFactory“ gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen bietet Beratung und Dienstleistungen für eine flexible und kosteneffiziente Kleinserienfertigung auf Basis digitaler Verfahren. Das Ziel: Innovationen und Artikelvarianten schneller, effizienter und mit weniger Kapitaleinsatz auf den Markt zu bringen.

Porsche, MHP und Munich Re gründen die „FlexFactory“, 2020, Porsche AG
Jens Brücker, Werkleiter am Porsche-Stammsitz in Zuffenhausen, 2020, Porsche AG

Jens Brücker folgt in Zuffenhausen auf Christian Friedl

Seit Mitte November leitet Jens Brücker das Werk am Porsche-Stammsitz in Zuffenhausen. Er folgt auf Christian Friedl, der nach 20 Jahren bei Porsche zum 1. Januar 2021 die Leitung des Seat-Werks Martorell nahe Barcelona übernommen hat. Jens Brücker hatte zuletzt mehr als vier Jahre lang das Volkswagen-Werk in Südafrika geleitet. Davor war er für die Daimler AG tätig.

Der Taycan schafft den Driftrekord

Der Porsche Taycan hat im November den Guinness World Record™ für den längsten Drift mit einem Elektrofahrzeug geholt. Schauplatz war das Porsche Experience Center (PEC) Hockenheimring. Auf der gut 200 Meter langen Kreisbahn drehte Porsche-Instrukteur Dennis Retera 210 Runden, ohne dass die Vorderräder auch nur einmal in Richtung Kurvenverlauf zeigten. Binnen 55 Minuten legte er so die klassische Marathondistanz von 42,171 Kilometern zurück. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 46 km/h. Der Rekord wurde mit der hinterradgetriebenen Variante des Taycan erzielt.

Taycan Driftrekord, Porsche Experience Center (PEC) Hockenheimring, 2020, Porsche AG

Fördergeld für eFuels-Pilotprojekt

Anfang Dezember hat die Bundesregierung mitgeteilt, dass sie das eFuels-Pilotprojekt in Chile mit rund acht Millionen Euro fördern will. Gemeinsam mit Siemens Energy und einer Reihe internationaler Unternehmen entwickelt und realisiert die Porsche AG synthetische, nahezu klimaneutrale Kraftstoffe (eFuels). Das Pilotprojekt „Haru Oni“ in der Provinz Magallanes nutzt die hervorragenden Windbedingungen im Süden Chiles, um mithilfe von grünem Windstrom klimaneutralen Kraftstoff zu erzeugen. Siemens Energy erhält die Fördersumme im Zuge der nationalen Wasserstoffstrategie. Während der Pilotphase sollen ab 2022 rund 130.000 Liter eFuels pro Jahr hergestellt werden. Bis 2026 soll die Produktion auf 550 Millionen Liter jährlich gesteigert werden. Als Hauptabnehmer des Kraftstoffs will Porsche eFuels im Motorsport einsetzen, in den Porsche Experience Centern und perspektivisch auch in Seriensportwagen. Das Unternehmen investiert rund 20 Millionen Euro in das Projekt. eFuels lassen sich leicht anwenden, sie sind in Verbrennern sowie Plug-in-Hybriden einsetzbar und nutzen das vorhandene Tankstellennetz. Mit der Beteiligung an der weltweit ersten kommerziellen integrierten eFuels-Anlage unterstützt Porsche die Entwicklung von alternativen Kraftstoffen. eFuels sind eine sinnvolle Ergänzung zur Elektromobilität und ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz.

Künstliche Intelligenz erkennt Störgeräusche

Porsche Digital hat das Produktportfolio um den Digital-Assistenten „Sounce“ erweitert: Die Software erkennt zuverlässig Störgeräusche, beispielsweise in Fahrzeugkomponenten-Tests. Die zugrunde liegende Technologie basiert auf „Deep Learning“-Methoden des automatischen Lernens. Der Assistent dokumentiert Fehler präzise und vereinfacht die Ursachenanalyse. Dies entlastet insbesondere Entwicklungsingenieure. Die Akustikprüfung steigert die Qualität und senkt Kosten. „Sounce“ entstand in einer Kooperation von Porsche Digital und dem Entwicklungsressort der Porsche AG. Angeboten wird das Produkt als Software-as-a-Service (SaaS).

Heiß auf die Rennsaison 2021

In der ersten virtuellen „Night of Champions“ am 12. Dezember hat Porsche auf die Rennsaison 2021 eingestimmt. Porsche-Motorsport-Leiter Fritz Enzinger bekannte sich zur weiteren Teilnahme an der ABB FIA Formula E: „Wir sind von der hervorragenden Bühne und dem einzigartigen Konzept vollständig überzeugt. Wir nutzen den rein elektrischen Formelsport für eine konsequente Entwicklungsarbeit und den Ausbau unserer Kompetenzen im Bereich der batterieelektrischen Antriebe.“ Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team startet in die neue Saison mit den Werksfahrern André Lotterer (Deutschland, Startnummer 36) und Pascal Wehrlein (Deutschland, Startnummer 99) im Porsche 99X Electric. Ersatzfahrer sind Simona de Silvestro und Neel Jani (beide Schweiz). In der Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA WEC) setzt Porsche weiterhin zwei rund 515 PS starke 911 RSR ein. Die beiden Autos werden in Zusammenarbeit mit dem Einsatzteam Manthey-Racing in allen sechs Rennen mit einer leicht veränderten Fahrercrew antreten. Im Fahrzeug mit der Startnummer 91 wechseln sich erneut der Italiener Gianmaria Bruni und der Österreicher Richard Lietz ab. Im Schwesterauto mit der Nummer 92 wird neben Kévin Estre aus Frankreich der Langstrecken-Weltmeister von 2016, Neel Jani, fahren.

Grünes Licht für einen LMDh-Prototypen

Der Vorstand der Porsche AG hat im Dezember die Entwicklung eines LMDh-Prototyps auf den Weg gebracht. Porsche Motorsport erhielt den Auftrag, ein Fahrzeug auf Basis des zukünftigen Reglements zu bauen. Die LMDh-Autos stellen von 2023 an eine neue Top-Klasse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und der nordamerikanischen Serie IMSA WeatherTech Sports-Car Championship. Beide Meisterschaften haben eine große Bedeutung für Porsche. Die Einführung der neuen Hybrid-Prototypen-Klasse hatte Porsche bereits ausdrücklich begrüßt. Die rund 1.000 Kilogramm leichten Rennwagen werden von einem Hybridsystem mit 500 kW (680 PS) Leistung angetrieben. Vorstandsvorsitzender Oliver Blume sagte: „Der Langstrecken-Motorsport gehört zur DNA unserer Marke.“ Die neue LMDh-Kategorie ermögliche es Porsche, mit einem Hybridantrieb bei den Klassikern in Le Mans, Daytona und Sebring um Gesamtsiege zu kämpfen – und das zu vertretbaren Kosten. LMDh steht für Le Mans Daytona Hybrid.

Grafik des LMDh-Prototypen, 2020, Porsche AG

Antriebsgehäuse aus dem 3D-Drucker

Porsche hat im Dezember erstmals ein komplettes Gehäuse eines E-Antriebs per 3D-Drucker hergestellt. Damit gelang den Ingenieuren der Vorentwicklung der Nachweis: Das additive Laserschmelzverfahren eignet sich auch für größere und hochbelastete Komponenten eines Elektrosportwagens! Das Leichtmetallgehäuse hat sämtliche Qualitäts- und Belastungsprüfungen bestanden. Es wiegt weniger und reduziert das Gesamtgewicht des Antriebs um rund zehn Prozent. Gleichzeitig erhöht sich die Steifigkeit in stark belasteten Bereichen um das Doppelte, bei erheblich reduziertem Montageaufwand. Der optimierte E-Antrieb könnte in einen Supersportwagen mit geringer Stückzahl eingebaut werden. Speziell für Sonder- und Kleinserien sowie für den Motorsport ist diese Fertigungstechnologie technisch und wirtschaftlich interessant. Neuartig gedruckte Kolben mit innovativem Design haben zuvor schon ihre Bewährungsprobe im Hochleistungssportwagen 911 GT2 RS bestanden.

 

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Prototyp für Kleinserie, 2020, Porsche AG

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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2020 Porsche AG
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Verbrauchsangaben

911 Turbo S

WLTP*
  • 12,3 – 12,0 l/100 km
  • 278 – 271 g/km

911 Turbo S

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP) 12,3 – 12,0 l/100 km
CO₂ Emissionen* kombiniert (WLTP) 278 – 271 g/km
NEFZ*
  • 11,1 l/100 km
  • 254 g/km

911 Turbo S

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch* kombiniert (NEFZ) 11,1 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (NEFZ) 254 g/km

911 Carrera Modelle

WLTP*

911 Carrera Modelle

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
NEFZ*
  • 10,2 – 9,4 l/100 km
  • 234 – 215 g/km

911 Carrera Modelle

Kraftstoffverbrauch / Emissionen
Kraftstoffverbrauch* kombiniert (NEFZ) 10,2 – 9,4 l/100 km
CO₂-Emissionen* kombiniert (NEFZ) 234 – 215 g/km