Stakeholderkommunikation und -dialog

Die Geschäftstätigkeiten von Porsche berühren weltweit die Interessen einer Vielzahl an Menschen. Dem Unternehmen ist es ein besonderes Anliegen, einen proaktiven Dialog mit seinen Anspruchsgruppen zu führen und diesen kontinuierlich auszubauen. Ein offener sowie transparenter Austausch von Informationen und Argumenten bildet bei Porsche die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz. Der ganzheitliche Ansatz des Porsche-Stakeholdermanagements zielt darauf ab, die Erwartungen der einzelnen Anspruchsgruppen systematisch zu erfassen und das Feedback für eine kritische Reflexion der strategischen Planungsprozesse zu nutzen. Zielgruppenspezifisch gliedert sich die Vorgehensweise in einen unternehmensexternen und einen unternehmensinternen Dialog.

Unternehmensexterner Stakeholderdialog

Ein für alle Beteiligten gewinnbringender Austausch basiert auf Vertrauen. Das ist der zentrale Wert für eine langfristige Beziehung zwischen Porsche und seinen externen Dialogpartnern. Ein glaubwürdiger Austausch mit den Bezugsgruppen muss langfristig erarbeitet und kontinuierlich gepflegt werden. Für Porsche ist es wichtig, nicht übereinander, sondern miteinander zu reden. Es gilt, Positionen zu verstehen, Hemmnisse abzubauen und langfristige Partnerschaften zu entwickeln. Dies geschieht über vielfältige Kommunikationskanäle und Dialogformate.

Zu den wichtigsten Informationsquellen von Meinungsbildnern, Entscheidungsträgern und Kunden zählen etwa das weltweit in 13 Sprachen erscheinende Porsche-Magazin „Christophorus", der Online-Newsroom mit seinen Twitter- und Instagram-Kanälen, das Web-TV-Format „9:11 Magazin" und die firmeneigene Webseite. Mit der Umfeldzeitung „targa - Nachrichten für die Nachbarn" informiert Porsche seit 2015 zudem die Anwohner an den Porsche-Standorten über aktuelle Entwicklungen. Zusätzlich werden die Nachbarn durch Informationsbriefe - beispielsweise über anstehende Bautätigkeiten - auf dem Laufenden gehalten.

Über Multi-Stakeholder-Veranstaltungen, wie beispielsweise regelmäßig stattfindende Dialoggespräche an den Unternehmensstandorten, sucht Porsche den persönlichen Kontakt. Seit 2016 haben Anwohner hier die Gelegenheit, konkrete Fragen direkt mit Experten zu diskutieren. Bei einer Veranstaltung am Standort Stuttgart-Zuffenhausen informierte das Unternehmen im Berichtsjahr seine Nachbarn über den Fortgang der Bauarbeiten am Stammwerk. Rund 300 interessierte Bürger nahmen das Angebot wahr, informierten sich, stellten Fragen, gaben Anregungen oder vertraten ihre Meinung.

Für Porsche ist das direkte Feedback seiner Interessengruppen von hoher Relevanz. In Einzelgesprächen sieht das Unternehmen daher ein wirksames Instrument, um Impulse zu erhalten. Mit einer eigenen E-Mail-Adresse (nachhaltigkeit@porsche.de) bietet der Sportwagenhersteller seinen Stakeholdern die Möglichkeit, sich bei Bedarf direkt mit der zuständigen Fachabteilung in Verbindung zu setzen.

In einem zweijährigen Rhythmus gibt eine Stakeholderbefragung systematisch Aufschluss über die Einschätzungen und Erwartungen der Anspruchsgruppen zum Thema Nachhaltigkeit. Die in der Online-Befragung identifizierten Themen dienen als Grundlage für die vorliegende Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie für Nachhaltigkeitsaspekte, die eng mit der Unternehmensstrategie verzahnt werden.

In Netzwerken mitwirken und sich in Nachhaltigkeitsinitiativen und Arbeitsgruppen engagieren - auch das ist Teil des Stakeholderdialogs bei Porsche, um ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Themen voranzutreiben. Die Bandbreite der fachlichen Partizipation von Porsche ist vielfältig. So ist das Unternehmen unter anderem Gründungsmitglied des „Bündnisses für Luftreinhaltung", Mitglied der „Plattform Urbane Mobilität" und aktiver Teilnehmer beim Branchendialog „Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP)". Seit 2016 gehört Porsche dem „Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes Management e. V." (B.A.U.M.) an. Im Jahr 2017 ist das Unternehmen dem „Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik" (DNWE) beigetreten und bekennt sich als Unterzeichner der „Charta Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit" (WIN) des Landes Baden-Württemberg zu seiner unternehmerischen Verantwortung. Seit 2018 ist Porsche zudem Kooperationspartner der Kompetenzplattform „nachhaltig.digital". Das Ziel des Gemeinschaftsprojekts des B.A.U.M. e.V. und der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt" (DBU) besteht darin, die Digitalisierung als Instrument für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung zu nutzen.

Ein weiterer Ansatz sind Dialoge im Rahmen von Tätigkeiten in wirtschaftlichen und politischen Verbänden, um die Interessen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter zu vertreten und entsprechendes Fachwissen einzubringen. Alle Unternehmensaktivitäten in diesem Bereich erfolgen nach den Grundsätzen der Offenheit, der Nachvollziehbarkeit und der Verantwortlichkeit und stehen im Einklang mit bestehenden gesetzlichen Bestimmungen. Neutralität im Umgang mit politischen Parteien und Interessengruppen ist dabei für Porsche selbstverständlich. Die folgende Auflistung zeigt eine Auswahl der Mitgliedschaften von Porsche in Zusammenschlüssen und Verbänden:

- Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)
- Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie e. V. (LVI)
- Südwestmetall
- Industrie- und Handelskammer (IHK) Stuttgart
- Gesellschaft zur Förderung des Instituts für Weltwirtschaft
- American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany)

Unternehmensinterner Stakeholderdialog

Ein zentral koordinierter, offener und transparenter Dialog nach innen ist bei Porsche wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur. Für Mitarbeiter existiert eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich mit eigenen Anliegen einzubringen sowie direkte Interaktionswege zu nutzen, um sich zu Nachhaltigkeitsthemen zu informieren. Möglich sind die jeweilige Standortzeitung, ein eigenes TV-Format oder tagesaktuell das Intranet. Im Berichtsjahr widmete sich zudem eine ganze Ausgabe des Mitarbeitermagazins „Carrera“ aktuellen Nachhaltigkeitsthemen bei Porsche. Regelmäßige Betriebs- und Ressortversammlungen, Mitarbeiter-Informationsveranstaltungen sowie inhaltsspezifische Themen- und Innovationswochen sind ebenfalls Teil der vielfältigen internen Kommunikation.

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