Stakeholderbefragung und Wesentlichkeit

Porsche ist Teil der Gesellschaft. Führt offene Dialoge. Sichert Vertrauen und Akzeptanz. Erwirtschaftet Erträge. Gestaltet Innovationen. Schafft Investitionen und Exzellenz. Sichert Wohlstand, Arbeit und die Ausbildung junger Menschen.

Stakeholderkommunikation und -dialog

Die Geschäftstätigkeiten von Porsche berühren weltweit die Interessen einer Vielzahl an Menschen. Dem Unternehmen ist es ein besonderes Anliegen, einen proaktiven Dialog mit seinen Anspruchsgruppen zu führen und diesen kontinuierlich auszubauen. Ein offener sowie transparenter Austausch von Informationen und Argumenten bildet bei Porsche die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz. Der ganzheitliche Ansatz des Porsche-Stakeholdermanagements zielt darauf ab, die Erwartungen der einzelnen Anspruchsgruppen systematisch zu erfassen und das Feedback für eine kritische Reflexion der strategischen Planungsprozesse zu nutzen. Zielgruppenspezifisch gliedert sich die Vorgehensweise in einen unternehmensexternen und einen unternehmensinternen Dialog.

Stakeholderbefragung und Wesentlichkeit

Seit 2013 bittet Porsche alle zwei Jahre seine Stakeholder, ihre Einschätzungen und Erwartungen zu den Themen „Nachhaltigkeit“ und „Herausforderungen der Zukunft“ zu formulieren. Im Herbst 2019 wurden in einer anonymen und international ausgerichteten Online-Befragung zum dritten Mal verschiedene Anspruchsgruppen um eine Bewertung der Porsche-Nachhaltigkeitsaktivitäten gebeten. Insgesamt gaben 1.459 Personen aus Europa und China ihre Einschätzungen ab. Rund 79 Prozent der Rückmeldungen kamen aus europäischen Märkten und etwa 21 Prozent aus China. Neben Kunden, Geschäftspartnern, Analysten/Investoren, Politikern und Behördenvertretern, Medien sowie Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und der Wissenschaft wurden erstmals weitläufig Mitarbeiter von Porsche befragt. Aufgrund der Vielzahl an Rückmeldungen von Mitarbeitern wurden die internen und externen Stakeholder mit einer 50:50-Gewichtung bewertet. Die Antworten externer Stakeholdergruppen wurden darüber hinaus gleichwertig gewichtet.

Vor der Online-Befragung wurden, in Abstimmung mit internen und externen Experten, innerhalb der drei Handlungsfelder „Innovative Mobility“, „Reliable Partner“ und „Go to Zero“ relevante Nachhaltigkeitsaspekte identifiziert und 18 Themenschwerpunkte zum Votum gestellt.

Neben einer Themenbewertung zeigten die Porsche-Stakeholder mit der Beantwortung von Zusatzfragen auf, dass aus ihrer Sicht „Klimawandel und Umweltbelastung“, „Veränderte Mobilitätsbedürfnisse“ sowie „Energie- und Ressourcenknappheit“ aktuell und in naher Zukunft die größten Herausforderungen für das Unternehmen darstellen. Diese Einschätzungen spiegeln sich auch in der Themenrelevanz für die Stakeholder wider. Prinzipiell bestätigen die befragten Stakeholder, dass kein Konflikt zwischen Nachhaltigkeit und der Herstellung von Premium-Sportwagen besteht: Für 81 Prozent existiert hier kein genereller Widerspruch.

Auch die Mitglieder des Porsche Nachhaltigkeitsbeirats äußerten sich in individuellen Experteninterviews detailliert zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen bei Porsche sowie zu möglichen Chancen und Risiken. Dabei gaben sie auch konkrete Handlungsempfehlungen zur weiteren Gestaltung des Porsche-Engagements. Für den Beirat waren unter anderem Themen wie „Neue Mobilitätsangebote“, „Alternative Antriebssysteme und Emissionen der Fahrzeuge“ oder „Dialog mit Anspruchsgruppen“ wichtig. Ihre Impulse diskutierten die Mitglieder des Nachhaltigkeitsbeirats im Berichtsjahr gemeinsam mit dem Porsche-Vorstand. Daraus wurden entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Die Zusammenarbeit mit dem Beirat soll auch in Zukunft weiter intensiviert werden.

Die nächste Befragung der Porsche-Stakeholder ist für 2021 geplant und soll auf weitere Märkte ausgeweitet werden.

Im Herbst 2019 fand ein Workshop mit den Mitgliedern des Expertenkreises Nachhaltigkeit und Vertretern relevanter Porsche-Fachbereiche statt. Dabei wurden in einem mehrstufigen Prozess die Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten von Porsche auf Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft in Zusammenhang mit den 18 definierten Themenfeldern bewertet. Zudem fand eine Einschätzung der Themenbedeutung für die Geschäftstätigkeit des Sportwagenherstellers statt. Die Ergebnisse hat Porsche im Berichtsjahr in einer Wesentlichkeitsmatrix gebündelt, die bedeutendsten Themen identifiziert und in eine Beziehung zueinander gesetzt. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden für die kontinuierliche Weiterentwicklung der unternehmerischen Nachhaltigkeitsstrategie verwendet. In der vorliegenden Berichterstattung bezieht sich Porsche auf alle Themen, die sich aus den Unternehmenswerten, der Strategie 2025 Plus sowie aus Risiken und Chancen für das Unternehmen und die Unternehmensziele ergeben.

Die Wesentlichkeitsmatrix verknüpft die Ergebnisse der Stakeholderbefragung mit den in einem Workshop gewonnenen Einschätzungen des Expertenkreises Nachhaltigkeit. Sie setzt den Grad der direkten Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten auf Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft (x-Achse) und die Relevanz für die Stakeholder (y-Achse) miteinander in Beziehung. Als dritte Dimension hat Porsche die Relevanz der 18 Themenschwerpunkte für das Geschäft des Unternehmens eingestuft und das Ergebnis der Bewertung in unterschiedlich großen Kreisen abgebildet. Der Grad der Geschäftsrelevanz der einzelnen Themen ist in vier Stufen dargestellt: keine, geringe, mittlere und hohe.

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