Innovative Mobility

Porsche gestaltet die Mobilität von morgen mit innovativen Produkten und zukunftsweisenden Technologien sowie attraktiven Dienstleistungen. Bestehendes immer wieder zu hinterfragen, ist ein Teil von Porsche und sichert stetig die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Der Premiumhersteller stellt dabei hohe Ansprüche an sich selbst, um die Pflege seiner Kundenbeziehungen, die Faszination der Marke und ein sportliches Fahrerlebnis mit umwelt- und ressourcenschonender Mobilität zu kombinieren. Nicht nur die Käufer, auch die eigenen Mitarbeiter und die Zulieferer sowie Dienstleister bezieht das Unternehmen auf diesem Wege mit ein. Die aufrichtige Kooperation mit Kunden und Partnern schafft Vertrauen. Und Vertrauen schafft wirtschaftliche Stabilität, aber auch den langfristigen Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen zur Förderung der regionalen und globalen Wirtschaft. Wie kaum ein anderer Fahrzeughersteller steht Porsche für Kraft und Dynamik, für die Faszination individueller Mobilität. Dafür stehen auch die elementaren Merkmale einer modernen Fahrzeugarchitektur, wie zum Beispiel Kraftstoffeffizienz, reduzierte Emissionen und Leichtbau. Mit dem Handlungsfeld „Innovative Mobility" vereint Porsche zukunftsweisende, nachhaltige Mobilität mit Porsche-typischer Performance.

Das Handlungsfeld „Innovative Mobility" deckt die in der Wesentlichkeitsanalyse 2019 identifizierten Themen „Ökonomische Stabilität", „Langfristige Kundenbeziehungen", „Fahrzeugsicherheit", „Alternative Antriebssysteme und Emissionen der Fahrzeuge" sowie „Neue Mobilitätsangebote" ab.

Ökonomische Stabilität

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit steht nicht im Widerspruch zu unternehmerischem Erfolg, sondern trägt zu diesem bei. Auch ist langfristiger wirtschaftlicher Erfolg eine Grundvoraussetzung für wirkungsvolles nachhaltiges Handeln.

Porsche verfügt über eine exzellente Ertragskraft und hat eine operative Umsatzrendite von mindestens 15 Prozent als strategisches Ziel definiert. Im Berichtsjahr ist das Unternehmen bei der Refinanzierung nachhaltiger Projekte neue Wege gegangen und hat, als erster Automobilhersteller, mit einem Volumen von einer Milliarde Euro das bis dato größte grüne Schuldscheindarlehen platziert. An dem grünen Finanzierungsinstrument haben sich mehr als 100 institutionelle Investoren - wie Banken, Pensionsfonds und Versicherungen - beteiligt.

Porsche investiert zudem massiv in seine Innovationskraft und den digitalen Wandel. Die digitale Transformation erfasst alle Bereiche des Unternehmens - von den internen Prozessen über die Interaktion mit Kunden bis hin zur Entwicklung von neuen Produkten und Services. Ein ressortübergreifendes Innovationsmanagement unterstützt das Entstehen neuer Impulse. Es forciert die Erprobung von innovativen Technologien oder Trends und motiviert die Mitarbeiter, Mobilität in Eigeninitiative nachhaltig zu gestalten.

Nach den Standards der Global Reporting Initiative zahlen die Angaben zum Thema „Ökonomische Stabilität" auf die Berichtsanforderungen des GRI 201: Wirtschaftliche Leistung ein. Gemessen und berichtet wird diese anhand der finanziellen Analyse, der finanziellen Daten sowie der Wertschöpfungsrechnung des Porsche AG Konzerns.

Langfristige Kundenbeziehungen

Die Beziehung zu seinen Kunden ist bei Porsche geprägt von hohen Ansprüchen an den langfristigen Erhalt der Kundenzufriedenheit und -loyalität. „Kundenbegeisterung durch ein einzigartiges Produkt- und Markenerlebnis" zu schaffen, ist daher eines der vier zentralen Ziele der Porsche Strategie 2025 Plus. Ein vielfältiges Bündel an Maßnahmen, die sich vor den Kunden zu einem einheitlichen Auftritt verbinden, sichert die Erreichung dieses Ziels ab. Der Bereich Vertrieb und Marketing setzt mit seiner Ressortstrategie daher auf vielfältige Maßnahmen, mit denen die Zufriedenheit und Loyalität der Kunden dauerhaft gestärkt und sämtliche Kontaktpunkte mit der Marke Porsche weiter optimiert werden.

Der Sportwagenhersteller legt besonderen Wert darauf, von Kunden frühzeitig und kontinuierlich Anforderungen an künftige Fahrzeuggenerationen und Mobilitätsdienstleistungen zu erfragen, damit diese im Produktentstehungsprozess berücksichtigt werden können. Auch zur weiteren Verbesserung bereits existenter Fahrzeuge und Dienstleistungen holt sich Porsche konsequent Rückmeldungen von seinen Kunden ein. Gemeinsam mit Porsche-Fahrern wurde deshalb der „Porsche Advisors Club" entwickelt, in dem letztere ihre Meinungen und Anregungen zu Fahrzeugen und Konzepten einbringen können - zu jeder Zeit oder gezielt zu bestimmten Entwicklungsmeilensteinen.

Der persönliche Dialog mit den Kunden ist ein wesentlicher Pfeiler zur langfristigen Pflege der Kundenbeziehungen. Anfragen, die direkt an Porsche gerichtet sind, werden schnellstmöglich von einem Team hochqualifizierter Spezialisten beantwortet. Allein bei der Porsche AG und den weltweiten Vertriebsgesellschaften wurden im Berichtsjahr 2019 etwa 141.000 Kundenanliegen direkt bearbeitet. Im gleichen Zeitraum haben die internationalen Customer Interaction Center zusätzlich rund 665.000 Anfragen zu Themen rund um Porsche beantwortet.

Durch die Digitalisierung rückt der Kunde noch stärker als zuvor in den Mittelpunkt. Mit Zukunftstechnologien hat er die Möglichkeit, die Porsche-Welt intensiver und vor allem interaktiv zu erkunden. Je nach Markt werden Kunden daher innovative Kommunikationskanäle wie Apps, Social Media, Live Chats oder Messenger-Dienste für eine vereinfachte und beschleunigte digitale Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen angeboten. Über das Kundenportal „My Porsche" und das Customer-Relationship-Management-System werden all diese Kommunikationsangebote nutzerfreundlich gebündelt.

Die Zufriedenheit der Kunden wird maßgeblich durch den direkten Kontakt im Handel generiert. Der stetigen Qualifizierung von Mitarbeitern der Porsche Zentren kommt aus diesem Grund eine elementare Bedeutung zu. Mit dem Programm „excite!" werden Mitarbeiter von Porsche Zentren, Vertriebs-Tochtergesellschaften und der Porsche AG daher direkt dazu befähigt, jeden Kundenkontakt zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen. Das Programm wurde bislang mit großem Erfolg in sechs Märkten mit etwa 5.500 Mitarbeitern aus über 220 Porsche Zentren eingeführt.

Zur Vorbereitung auf die Einführung des Porsche Taycan wurde eine Betreuung der Kunden zu allen Themen rund um die E-Mobilität über die Customer Interaction sichergestellt. Bei allen technischen und nicht technischen Fragen zur Elektrifizierung der Produktpalette wurde auf diese Weise auch das Händlernetzwerk unterstützt. Mit speziell entwickelten Trainings hat das Programm „Road to Taycan" im Berichtsjahr die Porsche-Händler auf Fragen zum Fahrzeug sowie generell zu Themen der Elektromobilität und den entsprechenden Services vorbereitet. Die „Road to Taycan" war auf mehr als 18 Monate angelegt und hat mit digitalen Trainingsmodulen und -medien sowie Präsenztrainings sichergestellt, dass bis zum Ende des Berichtsjahres 2019 weltweit alle Verkaufsberater professionell auf den Taycan vorbereitet wurden.

In regelmäßig tagenden Gremien stimmen sich die Porsche AG und Vertreter der Vertriebs-Tochtergesellschaften über Maßnahmen zu einer konsistenten Kommunikation für die Absicherung einer langfristigen Kundenbeziehung ab. Aktuelle und weltweite Entwicklungen bei Produktqualität und Kundenzufriedenheit werden von den verantwortlichen Abteilungen in das monatlich tagende Vorstandsgremium „Forum Produkt- und Kundenzufriedenheit" berichtet.

Nach den Standards der Global Reporting Initiative zahlen die Angaben zum Thema „Langfristige Kundenbeziehungen" auf die Berichtsanforderungen des GRI 418: Schutz der Kundendaten ein. Der Schutz personenbezogener Daten und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung haben für Porsche höchste Priorität. Das Porsche Datenschutz-Managementsystem schafft die Rahmenbedingungen und legt die Grundlagen für die Porsche-Datenschutzstrategie. Damit verankert Porsche nachhaltig das Recht auf informationelle Selbstbestimmung in seiner Organisation und gibt die globalen Leitplanken vor - für einen modernen Datenschutz als Safeguard und Motor in der digitalen Transformation. Dabei ist der Datenschutz bei Porsche - unabhängig und weisungsfrei - in alle relevanten Unternehmensprozesse eingebunden. Die Porsche-Datenschutzorganisation und die betreffenden Unternehmensprozesse sind darauf ausgerichtet, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen jederzeit zu gewährleisten. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus hat sich Porsche im Rahmen eigener Richtlinien auf zusätzliche Datenschutzprinzipien wie Datensparsamkeit, Zweckbindung und Vertraulichkeit verpflichtet. Aufgrund der internen Vertraulichkeitsvorgaben werden Angaben zu konkreten Datenschutzvorgängen jedoch nicht veröffentlicht.

Fahrzeugsicherheit

Fahrzeugsicherheit hat für Porsche höchste Priorität. Dabei steht insbesondere die Sicherheit der Insassen an oberster Stelle. Darüber hinaus spielt auch der sogenannte Partnerschutz, also die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, eine wichtige Rolle.

Bereits bei der Entwicklung innovativer und moderner Fahrzeuge ist die Sicherheit für Porsche ein maßgebliches Kriterium. Neben der Unfallvermeidung - etwa durch Assistenzsysteme wie ABS, ESP oder die automatische Notbremsung - gehört die Minderung von Unfallfolgen für die Insassen zu den Hauptzielen. Dazu wird in der Entwicklungsphase eines neuen Modells zunächst das Deformationsverhalten der Karosserie für eine Vielzahl von Frontal-, Seiten- und Heckaufprallarten genau eingestellt. Außerdem kommt ein intelligentes Rückhaltesystem aus Airbags und Sicherheitsgurten zum Einsatz. Die Effektivität der Sicherheitssysteme wird mit Crash-Versuchen überprüft. Dabei lässt man das gesamte Fahrzeug kontrolliert gegen ein Objekt - etwa eine Wand - prallen. Dabei kommen Crashtest-Dummys mit Sensoren zum Einsatz, die eine Bewertung der möglichen Verletzungen der Insassen erlauben. Hierbei sind biomechanische Grenzwerte einzuhalten, die zum Beispiel eine maximale Beschleunigung oder Verzögerung des Kopfes vorschreiben.

Neben der Durchführung von Gesamtfahrzeug-Crash-Versuchen wird im Rahmen der Entwicklung mit Komponentenversuchen und Computersimulationen das Gesamtsystem Fahrzeug und dessen Verhalten in einem Aufprall abgestimmt und bis zur Serienreife ständig weiter verbessert. Die dabei zugrunde liegenden Anforderungen definiert die Porsche-Sicherheitsstrategie. Sie erfüllt nicht nur die weltweit geltenden gesetzlichen Regelungen in vollem Umfang, sondern auch unternehmensinterne Anforderungen. Diese gehen über die gesetzlichen Grenzwerte hinaus und erweitern das Lastfallportfolio deutlich gegenüber den Gesetzeslastfällen. So kann weltweit sichergestellt werden, dass sowohl der Fahrer und weitere Insassen als auch andere Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall einen für Porsche typischen hohen Schutz erhalten.

Die Vision beim Thema „Fahrzeugsicherheit" besteht in der generellen Unfallvermeidung. Daher werden vorausschauende Systeme konsequent weiterentwickelt. So wird die Fahrzeugsicherheit bei Porsche auch künftig einen wichtigen Beitrag zur generellen Sicherheit des Straßenverkehrs leisten.

Nach den Standards der Global Reporting Initiative zahlen die Angaben zum Thema „Fahrzeugsicherheit" auf die Berichtsanforderungen des GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit ein.

Alternative Antriebssysteme und Emissionen der Fahrzeuge

Porsche zielt auf eine kontinuierliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der gesamten Wertschöpfungskette ab. Die Nutzungsphase der Fahrzeuge hat dabei auf absehbare Zeit den weitaus größten Einfluss auf die Treibhausgasemissionen, weshalb der Hybridisierung und Elektrifizierung des Produktportfolios, der Verbesserung von Benzinmotoren und der Nutzung von CO2-neutralen Kraftstoffen besondere Aufmerksamkeit zukommt. Kontinuierliche Effizienzsteigerung, Entwicklung alternativer Antriebstechnologien in Kombination mit der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen und weniger Schadstoffemissionen - für Porsche ist ressourcenschonende und umweltverträgliche Mobilität ein übergeordnetes strategisches Ziel. Die Schwerpunktthemen „Elektromobilität" und „Fahrzeugarchitektur der Zukunft" sind daher zentrale Eckpunkte der Porsche Strategie 2025 Plus.

Dieser Zielsetzung trägt Porsche mit seiner Antriebsstrategie Rechnung. Mittel- bis langfristig stellt das Unternehmen sich bei den Antriebskonzepten auf einen Dreiklang ein. Porsche wird Autos mit optimierten Benzinmotoren und leistungsstarken Hybridantrieben sowie rein elektrische Sportwagen parallel anbieten. Bis 2025 sollen 50 Prozent aller neu verkauften Porsche-Fahrzeuge elektrifiziert sein. Mehr als sechs Milliarden Euro investiert Porsche bis zum Jahr 2022 in die Elektromobilität, damit der Anteil der elektrifizierten Fahrzeuge auch langfristig weiter ansteigt.

Im Berichtsjahr hat Porsche mit dem rein elektrisch betriebenen Taycan den Sportwagenbau in puncto Leistung, Fahrdynamik und Reichweite neu definiert und einen wichtigen Schritt in Richtung Dekarbonisierung des Individualverkehrs unternommen. Mit mehr als 20.000 Interessenten erfreut sich das Fahrzeug bereits großer Beliebtheit. Technologisches Rückgrat beim Taycan ist die 800-Volt-Architektur. Diese ermöglicht sportliche Fahrleistungen und kurze Ladezeiten. Zudem kann die Leistung mehrfach hintereinander abgerufen werden. Die Ladeleistung liegt bei bis zu 270 kW. Damit lassen sich in fünf Minuten bis zu 100 km Reichweite nach dem WLTP-Messverfahren nachladen. Die maximale Rekuperationsleistung des Taycan liegt bei bis zu 265 kW und die höchste Reichweite bei bis zu 450 km nach WLTP. Auf der gleichen Plattform mit Flachboden-Batterie wird Ende 2020 der Taycan Cross Turismo als erstes Derivat folgen. Auch die nächste Generation des Kompakt-SUV Macan wird ausschließlich vollelektrisch angeboten.

Der Durchbruch der E-Mobilität ist abhängig von einer bedarfsgerechten, barrierefreien und verfügbaren Ladeinfrastruktur sowie einem kundenfreundlichen Ladevorgang. Porsche verfolgt daher einen ganzheitlichen Ansatz und arbeitet stetig an der Weiterentwicklung der Ladetechnologien und der Ladeinfrastruktur. Ziel ist es, durch neue Produkte und Services das Laden zu einem individuellen Kundenerlebnis zu machen und damit schnell und attraktiv zu gestalten. Mit dem Joint Venture IONITY, an dem Porsche beteiligt ist, wird der Ausbau einer Schnellladeinfrastruktur mit 350 kW Ladesäulen in ganz Europa vorangetrieben. Bis Ende des Jahres 2020 sollen mehr als 400 Ladeparks in Betrieb genommen werden. Zu Hause kann der Porsche-Kunde dank einer eigens konstruierten Wallbox mit bis zu 11 kW den Taycan über Nacht vollladen. Unterwegs bietet der Porsche Charging Service seinen Nutzern einen Zugang zu über 100.000 Ladepunkten in Europa mit der Möglichkeit einer zentralen Abrechnung.

Neben der Elektrifizierung verfolgt Porsche auch weitere Wege, den CO2-Ausstoß in der Nutzungsphase bei Fahrzeugen mit Benzinmotoren über Effizienzmaßnahmen hinaus zu senken und die Nutzungsphase nahezu komplett CO2-neutral zu gestalten. Eine zentrale Schlüsseltechnologie in diesem Zusammenhang sind sogenannte „reFuels": synthetische, flüssige Kraftstoffe, die aus rein mit regenerativer Energie gewonnenem Wasserstoff und Kohlendioxid aus der Umgebungsluft oder aus Bio- und anderen Abfällen hergestellt werden können. Da „reFuels" in der kompletten Bestandsflotte eingesetzt werden können, ergibt sich in der Breite ein direkter CO2-reduzierender Effekt. Zusammen mit Partnern aus Wissenschaft, Industrie und Politik arbeitet das Unternehmen intensiv an der serienreifen Weiterentwicklung dieser alternativen Kraftstoffe. In Baden-Württemberg wirkt Porsche beispielsweise bei dem Projekt „reFuels - Kraftstoffe neu denken" mit, das im Rahmen des von der Landesregierung initiierten „Strategiedialogs Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg" ins Leben gerufen wurde.

Porsche leistet seinen Beitrag zum Erreichen der langfristigen UN-Klimaziele und strebt eine kontinuierliche Dekarbonisierung des Individualverkehrs an. Mit der eingeschlagenen Elektrifizierungsstrategie und der stetigen Intensivierung der Porsche-Aktivitäten bei der globalen Industrialisierung von synthetisch hergestelltem und klimaneutralem Kraftstoff strebt das Unternehmen dabei eine technologische Spitzenposition an.

Seit Februar 2018 hat Porsche keine Dieselantriebe mehr in seinem Portfolio und engagiert sich im Konzernverbund aktiv gegen die Stickoxidbelastung in deutschen Städten. Vor der Entscheidung von Porsche, zukünftig keine Fahrzeuge mit Dieselantrieb mehr anzubieten, hatte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) bei bestimmten Fahrzeugtypen aufgrund von Unregelmäßigkeiten in der Motorsteuerungssoftware eine Umrüstung durch Software-Updates im Rahmen eines Rückrufs angeordnet.

In 2017 hatte Porsche Fahrzeuge des Typs Cayenne 3,0-Liter-V6-Diesel der Emissionsklasse Euro 6 aufgrund von einzelnen technischen Eigenschaften der Motorsteuerungssoftware in Deutschland zurückgerufen. Mitte Oktober 2017 gab das KBA das von Porsche zur Prüfung vorgelegte Software-Update frei. Seitdem holt Porsche die Fahrzeuge zum kostenfreien Software-Update in die Werkstätten zurück. Das Software-Update wurde in Deutschland bereits bei etwa 96 Prozent der betroffenen Fahrzeuge aufgespielt.

Bei Fahrzeugen des Typs Macan 3,0-Liter-V6-Diesel der Emissionsklasse Euro 6 ordnete das KBA im Juli 2018 eine entsprechende Umrüstung an. Am 1. August 2018 hat die Behörde das von Porsche zur Prüfung vorgelegte Software-Update freigegeben. Porsche holt seit Oktober 2018 die Fahrzeuge dieses Typs zum kostenfreien Software-Update in die Werkstätten. Die Erfüllungsquote liegt in Deutschland bereits bei rund 87 Prozent.

Das KBA hat des Weiteren für die Fahrzeuge vom Typ Cayenne 4,2-Liter-V8-Diesel (Euro 5 und Euro 6) und Panamera 4,0-Liter-V8-Diesel (Euro 6) jeweils Bescheide über einen Rückruf erteilt. Bei Fahrzeugen des Typs Panamera 4,0-Liter-V8-Diesel (Euro 6) hat das KBA das von Porsche vorgelegte Software-Update im August 2019 freigegeben. Mit dem Rückruf der Fahrzeuge wurde im November 2019 begonnen. Die Genehmigungen der Software-Updates für Fahrzeuge des Typs Cayenne 4,2-Liter-V8-Diesel (Euro 5 und Euro 6) durch das KBA werden voraussichtlich im ersten Quartal 2020 erfolgen. Nach Genehmigung der technischen Lösungen werden die Fahrzeughalter von den zuständigen Porsche-Partnern kontaktiert, sodass mit der Rückrufaktion im ersten Halbjahr 2020 begonnen werden kann.

Darüber hinaus hat sich Porsche im Rahmen des „Nationalen Forums Diesel" freiwillig bereit erklärt, für Euro-5-Fahrzeuge der Typen Cayenne und Panamera (184 kW und 221 kW) 3,0-Liter-V6-Diesel freiwillige Software-Updates zu erstellen. Eine Freigabe dieses freiwilligen Software-Updates wird voraussichtlich im ersten Quartal 2020 erfolgen. Anschließend ist der Beginn der freiwilligen Serviceaktion geplant.

Nach den Standards der Global Reporting Initiative zahlen die Angaben zum Thema „Alternative Antriebssysteme und Emissionen der Fahrzeuge" auf die Berichtsanforderungen des GRI 305: Emissionen ein. Die für diesen Indikator notwendigen Zahlen beziehen sich im vorliegenden Bericht jedoch ausschließlich auf Emissionen, die im Produktions- und Verwaltungsbetrieb entstehen. Daher werden stattdessen die Verbrauchs- und Emissionsangaben für alle Fahrzeugmodelle berichtet.

Neue Mobilitätsangebote

Urbanisierung, zunehmender Wohlstand, eine weltweit steigende Mobilitätsnachfrage und die damit einhergehenden höheren Umweltbelastungen lösen eine Innovations- und Marktdynamik zur Anpassung des Automobils und dessen Nutzung aus. Sie führen einerseits zu einer Diversifizierung bei den Antriebskonzepten hin zu hocheffizienten und alternativen Varianten sowie andererseits zu neuartigen, flexiblen und bedarfsgerechten Fahrzeug-Nutzungsmodellen. Digitalisierung und Konnektivität wie auch der Wunsch der Kunden nach mehr Flexibilität und Nachhaltigkeit beschleunigen den Wandel.

Um individuelle Mobilität nachhaltig zu machen und Smart Cities Realität werden zu lassen, entwickelt Porsche innovative Produkte und Dienstleistungen für die Gestaltung einer flexiblen und bedarfsgerechten Mobilität. Dabei geht es unter anderem um zukunftsweisende Lösungen für das Parken (zum Beispiel intelligente Parkplatzsuche oder komfortable, ticketlose Parkraumnutzung etc.), die bedarfsgerechte Fahrzeugnutzung (zum Beispiel flexible Nutzungsmodelle und Premium Rental an Porsche-Hotspots), die nahtlose Anbindung des Fahrzeugs an andere Verkehrsmittel und die bestmögliche Nutzung von Elektrofahrzeugen durch optimierte Ladeservices und -produkte (für Heimladen und im öffentlichen Raum). Agile, interdisziplinäre Teams erarbeiten Konzepte, die sich vor allem an den neuen Anforderungen der Kunden orientieren, und setzen diese in Eigenverantwortung um. Dies wird durch eine enge Kooperation der Unternehmensressorts, eine offene Informationspolitik sowie das frühe Pilotieren in unterschiedlichen Märkten und das Einbinden der Anspruchsgruppen sichergestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Angebote des betrieblichen Mobilitätsmanagements bei Porsche, die ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten der Mitarbeiter zum Ziel haben. Im Rahmen ressortübergreifender Projekte hat Porsche an den Unternehmensstandorten umfangreiche Maßnahmen entwickelt, um das Mobilitätsverhalten der Belegschaft umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten. Dies gilt insbesondere für das im urbanen Raum gelegene Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen. Dort, wie auch am Entwicklungsstandort Weissach, erhalten die Mitarbeiter einen monatlichen Zuschuss für die Firmentickets des öffentlichen Nahverkehrs und das Job-Ticket der Deutschen Bahn. Auf der S-Bahn-Strecke zwischen den Stuttgarter Standorten Weilimdorf und Zuffenhausen gilt zudem der Porsche-Werksausweis als Fahrschein für Dienstfahrten. Als erster Arbeitgeber in der Region Stuttgart hat Porsche bei Feinstaubalarm die Nutzung des Firmenausweises als kostenfreies ÖPNV-Ticket für seine Mitarbeiter ermöglicht.

Im Berichtsjahr hat Porsche ein Job-Rad-Angebot etabliert und bietet der Belegschaft somit einen attraktiven Vorteil beim Fahrradkauf. Insbesondere am Standort Stuttgart-Zuffenhausen wurden die Fahrradstellplätze sowie die Dusch- und Umziehmöglichkeiten für die Belegschaft weiter ausgebaut. Eine eigene Mitfahr-App fördert die Bildung von Fahrgemeinschaften auf Arbeits- und Dienstwegen. Die Fahrer und Mitfahrer geben Start, Ziel und Abfahrtszeit ihrer Wunschfahrten ein. Die App kombiniert die Anfragen und erstellt einen individuellen Fahrplan.

Auch die Parksituation am Standort und die Mobilität auf dem Werksgelände optimiert Porsche stetig. Durch die Installation eines digital stationären Parkleit- und Informationssystems sowie mit der Einführung der Porsche-Parkplatz-App - zur punktgenauen Anzeige freier Parkplätze - wurden bereits deutliche Verbesserungen erzielt. Auch mit dem weiteren Ausbau der dicht getakteten Bus-Shuttlelinien konnte das Unternehmen den Verkehr zwischen den Werken reduzieren.

Mitarbeitern und Besuchern stehen sowohl für private E-Fahrzeuge als auch für Porsche-Dienst- und Leasingfahrzeuge Ladesäulen zur Verfügung. Die werksinterne Ladeinfrastruktur wird kontinuierlich ausgebaut. Damit die Fahrzeuge lokal CO2-neutral fahren, werden die Ladesäulen zu 100 Prozent mit zertifiziertem Grünstrom versorgt. Bei der Dienst- und Leasingfahrzeugflotte ist ein starker Ausbau des Anteils an Fahrzeugen mit Elektro- und Hybridantrieb vorgesehen.

Weitere verkehrsreduzierende Maßnahmen zur aktiven Gestaltung von nachhaltiger Mitarbeitermobilität sind geplant.

Nach den Standards der Global Reporting Initiative zahlen die Angaben zum Thema „Neue Mobilitätsangebote" auf die Berichtsanforderungen des GRI 305: Emissionen ein.

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Verbrauchsangaben

  • 0,0 l/100km
  • 0,0 g/km
  • 26,9 kwh/100km

Taycan Turbo S

Kraftstoffverbrauch/Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert 0,0 l/100km
CO2-Emissionen* kombiniert 0,0 g/km
Stromverbrauch* kombiniert 26,9 kwh/100km