Go to Zero

Über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg arbeitet Porsche daran, die Umweltauswirkungen sämtlicher Produkte und betrieblicher Tätigkeiten kontinuierlich zu reduzieren. Als Teil des Volkswagen Konzerns bekennt sich das Unternehmen darüber hinaus zum Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens. Porsche betrachtet dabei nicht nur die direkten Emissionen in der Fahrzeugnutzung, sondern den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge: von der Materialgewinnung bis hin zum Recycling. Ziel ist es, Materialkreisläufe zu schließen und eingesetzte Rohstoffe nach dem Lebensende der Fahrzeuge wieder in einen Produktionsprozess zurückzuführen. Für die Produktion der Zukunft verfolgt Porsche die Vision einer „Zero-Impact-Factory“. Das heißt, durch die unternehmerischen Produktionsprozesse sollen möglichst keine Umweltauswirkungen entstehen. Dafür werden Ressourceneinsatz und Abfälle kontinuierlich reduziert, Kreisläufe geschlossen und Zukunftstechnologien etabliert.

Das Handlungsfeld „Go to Zero“ zeigt den Umgang mit den in der Wesentlichkeitsanalyse 2019 identifizierten Themen „Nachhaltige Materialien“, „Energie und Emissionen im Betrieb“, „Ressourcenverbrauch im Betrieb“ sowie „Naturschutz und Biodiversität“ auf.

Nachhaltige Materialien

Für eine moderne und zukunftsfähige Fahrzeugarchitektur spielen nachhaltige Materialien und die Berücksichtigung von Umweltauswirkungen eine entscheidende Rolle und finden sich auch in der Unternehmensstrategie wieder.

Die Langlebigkeit der Porsche-Sportwagen, ihre hochwertige Verarbeitung und der Einsatz verschleißarmer Materialien sind Teil des Porsche-Prinzips. Das Unternehmen berücksichtigt sukzessive die Umweltauswirkungen der eigenen Fahrzeuge über den gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und Nutzung bis hin zur Verwertung.

Elektrofahrzeuge schonen im Fahrbetrieb die Umwelt und leisten damit einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Ballungszentren. Die vorhandenen ökologischen Belastungen in der Herstellungsphase von Elektrofahrzeugen durch die eingesetzten Rohstoffe und Fertigungsverfahren können in Zukunft noch weiter gesenkt werden. Gemeinsam mit seinen Zulieferern arbeitet Porsche daher kontinuierlich an Verbesserungen in der Batterieherstellung, beispielsweise durch die Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen bei der Batteriezellfertigung. Weiterhin soll der Einsatz der verwendeten Rohstoffe in der Traktionsbatterie reduziert sowie die Energiedichte und die Leistungsintensität erhöht werden. Reparaturkonzepte auf Modulebene, für gegebenenfalls erforderliche Reparaturen an der Traktionsbatterie, können ebenfalls einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. Porsche entwickelt gemeinsam mit dem Volkswagen Konzern und Partnern vorhandene Recyclingverfahren weiter, um zukünftig noch mehr Rohstoffe in den Kreislauf rückführen zu können. Parallel arbeitet das Unternehmen an einem Pilotprojekt, in dem ehemalige Traktionsbatterien nach dem Lebenszyklusende des Elektrofahrzeugs in einem Second-Life-Konzept als stationäre Energiespeicher Wiederverwendung finden. So kann ein weiterer wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet werden.

Um möglichst umweltgerechte Produkte herzustellen, werden die relevanten Umweltaspekte bereits verstärkt in der Vorentwicklung berücksichtigt, zum Beispiel bei Untersuchungen zum Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen für Verkleidungs- und Trägerbauteile im Interieur oder bei der Projektvergabe. In ausgewählten Baugruppen des Porsche Taycan werden bereits serienmäßig nachwachsende Rohstoffe für Trägerbaugruppen im Interieur eingesetzt. Auf diese Weise werden die Umweltauswirkungen weiter reduziert und Gewicht eingespart.

Neben der stetigen Entwicklung von technischen Lösungen und der Suche nach alternativen Werkstoffen sensibilisiert Porsche seine Mitarbeiter und Lieferanten verstärkt für Aspekte der Nachhaltigkeit. Über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sollen so gemeinsam Alternativen für potenziell ökologisch oder sozial unverträgliche Werkstoffe und Fertigungsverfahren erarbeitet werden.

Nach den Standards der Global Reporting Initiative zahlen die Angaben zum Thema „Nachhaltige Materialien“ auf die Berichtsanforderungen des GRI 301: Materialien ein.

Energie und Emissionen im Betrieb

Umweltorientiertes und energieeffizientes Handeln an allen Standorten und über sämtliche Ebenen hinweg ist ein wichtiges Element in der täglichen Unternehmenspraxis. Ein konzernweit aufgestelltes Umwelt- und Energiemanagement überprüft kontinuierlich sämtliche Arbeitsprozesse entlang der Wertschöpfungskette auf ökologische Auswirkungen und Unregelmäßigkeiten. Interne Regelwerke sowie strategische Leitplanken bilden dafür den Orientierungsrahmen. Das standardisierte Vorgehen und die Zuständigkeiten bei Porsche definiert eine eigene Konzernrichtlinie. Sie unterstützt die Konzerngesellschaften bei der systematischen Ermittlung, Einhaltung und Überprüfung aller umwelt- und energierechtlichen Anforderungen. Porsche arbeitet auf ein klares Ziel hin: die „Zero Impact Factory“ – eine Produktion ohne negative Umweltauswirkungen.

Zum Umfang des Energie- und Umweltmanagements gehören die Themen Immissionsschutz (Luft/Lärm), Bodenschutz, Umgang mit Altlasten, Gefahrgut und Abfall, Gewässer- und Naturschutz sowie Energie- und Ressourceneffizienz. Die Verantwortung und die systematische Umsetzung erforderlicher Maßnahmen liegen beim Vorstand für Produktion und Logistik, unterstützt von der Abteilung Umwelt- und Energiemanagement. Grundsätzliches Ziel ist es, dass jeder Porsche-Beschäftigte über die Auswirkungen seiner eigenen Arbeit auf die Umwelt informiert ist. Jeder Mitarbeiter ist aufgefordert, die Konzernrichtlinie und die Gesellschaftsrichtlinie einzuhalten, um negative Einflüsse auf die Umwelt zu vermindern oder sie im Idealfall ganz zu vermeiden.

Im Rahmen der Porsche Strategie 2025 Plus definiert das Strategiefeld „Nachhaltigkeit in der Produktion“ kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen. Die „Umwelt- und Energieeffizienz-Strategie“ und eine unternehmenseigene „Umweltpolitik“ sind weitere strategische Leitplanken. Damit wird eine Anforderung der internationalen Normen für Umwelt- und Energiemanagement ISO 14001 und ISO 50001 umgesetzt, an der sich die internen Vorgaben und Prozesse von Porsche orientieren. Das Unternehmen richtet sich ebenso nach den Normen des EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) am Standort Stuttgart-Zuffenhausen, ein freiwilliges Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfungen der Europäischen Union. Seit mehr als 20 Jahren ist der Porsche-Standort Stuttgart-Zuffenhausen nach EMAS validiert und erfüllt bereits seit 2011 die Norm ISO 50001. Auch die Porsche Leipzig GmbH, das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Weissach inklusive der Außenstandorte, das zentrale Ersatzteillager in Sachsenheim sowie die Porsche Werkzeugbau GmbH sind nach dieser Norm und dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert.

Neben den offiziellen Zertifizierungen überprüft Porsche auch intern die Einhaltung von Umwelt- und Energiegesetzen im Rahmen jährlicher System- und Prozessaudits. Kennzeichen sind hohe Maßstäbe sowie der Einsatz externer Umwelt- und Energieauditoren. Die Standortbilanz-Methode erfasst den Einfluss auf die Umwelt: Daten und Kennzahlen bewerten wesentliche Umweltaspekte in einem Raster aus hoher, mittlerer und geringer Relevanz. Daraus leitet Porsche alle notwendigen Maßnahmen ab, um mögliche Beeinträchtigungen der Umwelt zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Der Steuerkreis „Umwelt und Energie“ evaluiert regelmäßig die gesetzten Ziele und leitet entsprechende Schritte ein. Das Gremium agiert ressortübergreifend.

Bedingt durch die Produktionserweiterung, den stetigen Mitarbeiterzuwachs und die umfangreichen Bautätigkeiten an den Standorten ist der Energieverbrauch von Porsche im Vergleich zu den Vorjahren angestiegen. Währenddessen konnte der CO2-Ausstoß am Standort pro produziertem Fahrzeug durch die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien reduziert werden.

Im vorliegenden Bericht zahlen die Angaben zum Thema „Energie und Emissionen im Betrieb“ nach den Standards der Global Reporting Initiative auf die Berichtsanforderungen des GRI 302: Energie und GRI 305: Emissionen ein. Gemessen werden diese anhand des direkten und indirekten Energieverbrauchs und der direkten und indirekten THG-Emissionen.

Ressourcenverbrauch im Betrieb

Porsche strebt eine ausgewogenere Umweltbilanz an. Dabei spielen unter anderem die möglichst sparsame Nutzung von Wasser durch Kreislaufsysteme oder Mehrfachverwendung wie auch der sorgfältige Umgang mit belasteten Abwässern aus der Produktion eine wichtige Rolle. Abfallvermeidung, abfallarme Technologien und nachhaltige Entsorgungslösungen sind Kernpunkte des Porsche-Abfallwirtschaftskonzepts. Die Betriebsmittelvorschrift „Umweltschutz“ dient hier unter anderem als interne Richtlinie und als Regelwerk für Lieferanten.

Auch in der Logistik wurde die nachhaltige Planung und Steuerung im Rahmen der Green-Logistics-Strategie in 2019 weiter vorangetrieben. Der strategische Ansatz zeichnet sich durch eine ganzheitliche Optimierung aus. Um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und die logistischen Abläufe möglichst nachhaltig zu gestalten, wurden im Berichtsjahr weitere Maßnahmen und Potenziale identifiziert, bewertet und umgesetzt.

In der Logistik kommen daher bereits heute drei Erdgas-Lkw, ein Hybrid-Lkw sowie zwei E-Lkw zum Einsatz und am Standort Leipzig konnte ein neues Kleinteilelager in Betrieb genommen werden, dessen Energiebedarf aufgrund der innovativen Shuttle-Technologie 50 Prozent unter dem Bedarf herkömmlicher Techniken liegt. Auch im Transport der Fahrzeuge konnten in 2019 weitere umweltfreundliche Maßnahmen umgesetzt werden. Die fertig produzierten Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen werden in einem innovativen Prozess per neu entwickelten Lang-Lkw mit größerer Kapazität abtransportiert, was jährlich mehr als 2.000 Fahrten einspart.

Nach den Standards der Global Reporting Initiative zahlen die Angaben zum Thema „Ressourcenverbrauch im Betrieb“ nach den Standards der Global Reporting Initiative auf die Berichtsanforderungen des GRI 303: Wasser, GRI 305: Emissionen sowie GRI 306: Abwasser und Abfall ein. Die Angaben werden anhand des Wasserverbrauchs, der direkten und indirekten THG-Emissionen sowie der Abwassermenge und des Abfallaufkommens gemessen.

Naturschutz und Biodiversität

Porsche verpflichtet sich, einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität zu leisten. Im Fokus stehen die grundsätzlichen Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege, die Natur und Landschaft im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, dass die biologische Vielfalt, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit wie auch der Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert sind.

Grundsätzlich nimmt das Umwelt- und Energiemanagement von allen internen und externen Anspruchsgruppen des Unternehmens Fragen oder Vorschläge zu den Themen Umwelt und Energie entgegen. Ziel ist ein offener und transparenter Dialog. Ein Beispiel hierfür stellt das zentrale Beschwerdemanagement im Umwelt- und Baumanagement dar: Die Nachbarschaft von Porsche kann sich an zentrale Ansprechpartner wenden und Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge adressieren. Im Rahmen des Beschwerdemanagements werden die eingegangenen Themen individuell bearbeitet. So kann Porsche möglichst schnell reagieren und Anregungen in die Langfristplanung zur Verbesserung der Standorte aufnehmen.

Nach den Standards der Global Reporting Initiative zahlen die Angaben zum Thema „Naturschutz und Biodiversität“ nach den Standards der Global Reporting Initiative auf die Berichtsanforderungen des GRI 304: Biodiversität ein.

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Verbrauchsangaben

  • 0,0 l/100km
  • 0,0 g/km
  • 28,5 kwh/100km

Taycan Turbo S

Kraftstoffverbrauch/Emissionen*
Kraftstoffverbrauch* kombiniert 0,0 l/100km
CO2-Emissionen* kombiniert 0,0 g/km
Stromverbrauch* kombiniert 28,5 kwh/100km