27.04.2016

Girls' Month bei Porsche

Mit einem Girls' Month rund um den klassischen Girls' Day am 28. April hat die Porsche AG ihre Aktivitäten ausgeweitet, um junge Frauen für Technik zu begeistern.

Ein besonders exklusives Techniktraining gab es dabei für die  aktuellen Ferry-Porsche-Preisträgerinnen. Als beste MINT-Absolventinnen des Abiturjahrgangs 2015 in Baden-Württemberg ausgezeichnet, erhielten die Tennisbegeisterten unter ihnen die Möglichkeit, im Rahmen des Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart mit der Australian Open-Gewinnerin und Porsche-Markenbotschafterin Angelique Kerber einige Bälle zu spielen. Darüber hinaus hatten die jungen Frauen an diesem Tag in der Porsche Arena die Gelegenheit, sich mit Studierenden der internationalen Frauen-Karriereplattform Femtec, Porsche Stipendiatinnen sowie Personalexperten des Sportwagenherstellers auszutauschen.

Für Juliane Kleinknecht aus Murrhardt war das Zusammentreffen mit Angelique Kerber „einfach nur überwältigend, zumal sie ja immer noch so bodenständig ist.“ Doch so gerne und gut die 18-Jährige den Tennisschläger selbst schwingt, sieht sie ihre eigene berufliche Zukunft jenseits des Courts im Bereich des Software Engineerings. Seit vergangenem Herbst studiert sie am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam IT-Systems Engineering. Und das ist nur konsequent, denn schon am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule in Backnang hatte sie sich ab der 10. Klasse das Profilfach IT ausgesucht.

Mehr Frauen in technischen Berufen

„Ich war auf vielen Girls‘ Days, habe vieles ausprobiert und durfte auch zuhause bereits als kleines Kind an den Computer. In der neunten Klasse habe ich Roboter programmiert und spätestens mit dem Profilfach IT war für mich klar, dass ich etwas mit IT studieren möchte“, sagt Kleinknecht. Und danach? Gut möglich, dass sie eines Tages daran mitwirkt das Siegerauto zu entwickeln, mit dem die weltbesten Tennis-Damen traditionell als Siegerin des Porsche Tennis Grand Prix vom Platz fahren. „Ich war schon beim Festabend zum Ferry-Porsche-Preis im Entwicklungszentrum Weissach von Porsche begeistert. Jetzt bin ich es noch mehr.“

Exklusives Techniktraining im Rahmen des Porsche Tennis Grand Prix

Wie ernst es dem Sportwagenhersteller mit seinem Werben um mehr Frauen in technischen Berufen ist, unterstreichen die folgenden Beispiele: Alleine in der gewerblichen Ausbildung hat sich die Anzahl der Frauen in den vergangenen drei Jahren von sechs auf knapp dreißig Prozent erhöht. Außerdem bietet Porsche zum Ausbildungsstart 2016 zu den bisherigen 34 Studienplätzen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg weitere 20 Plätze überwiegend für Frauen an, die einen technischen Studiengang absolvieren wollen. Damit beträgt der Frauenanteil bei den Studierenden in diesem Jahrgang über 50 Prozent.

Rekrutieren von Fach- und Führungskräften

Andreas Haffner, Vorstand für Personal- und Sozialwesen der Porsche AG, hat ein klares Ziel vor Augen: „Wir wollen den Anteil von Frauen auf allen Ebenen noch einmal deutlich steigern. Mit unserer jetzigen Offensive setzen wir direkt beim Berufseinstieg ein klares Signal und füllen die Pipeline, aus der wir die künftigen Fach- und Führungskräfte rekrutieren.“ Die Ausweitung des Girls‘ Day zum Girls‘ Month ist Teil dieser Offensive. Am Girls‘ Day selbst sind an den Porsche-Standorten Zuffenhausen, Weissach, Bietigheim und Leipzig über 150 Schülerinnen zu Gast.

Darüber hinaus gibt es für Oberstufen-Schülerinnen einen „Erlebe Technik“-Infotag der Dualen Hochschule Baden-Württemberg im Porsche Ausbildungszentrum. Zuvor war der Sportwagenhersteller bereits zusammen mit der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft e.V. (EAF) auf einer Roadshow an vier Partnerschulen. Unter dem Motto „Pferde sind nichts für Jungs? Sportwagen nichts für Mädchen? Und Vorurteile sind nichts für uns.“ nahmen über 160 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen acht bis zehn an Workshops teil.

Berufe jenseits von Stereotypen

Ziel der Workshops war es, die Mädchen – aber auch die Jungen – zu ermutigen, sich Berufe jenseits von Stereotypen und nach individuellen Stärken auszusuchen. Den Einstieg in die Workshops bildete jeweils ein interaktives Quiz, in dessen Anschluss sich Mädchen und Jungen in Kleingruppen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede  der Geschlechter unter anderem in Bezug auf Verhaltens- und  Ausdrucksweisen austauschten. Auch auf den digitalen Kanälen wirbt der Sportwagenhersteller um den weiblichen Nachwuchs. Bei einem eigens gestalteten Online-Gewinnspiel können MINT-begeisterte Mädchen Ihr Wissen rund um Sportwagen und Technik unter dem Motto „Bist Du ein Porsche Ing.-Girl?“ testen. 

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