07.01.2015

Geheimsache Weissach: EIZ

Der Bau des Prüfgeländes 1961 war der Beginn der Erfolgsgeschichte des Entwicklungszentrums Weissach. Seitdem wurde es stetig ausgebaut. Eine Serie gibt Einblicke hinter sonst verschlossene Türen. Vierter Teil: Elektrik-Integrationszentrum (EIZ)

Die Evolution in der Elektronik-Entwicklung schreitet rasant voran. So stecken heute rund 6000 für den Fahrer spürbare Funktionen in einem Porsche. Um diese noch effizienter zu entwickeln und über die gesamte Zulieferkette zu managen, arbeiten die Porsche-Experten im neuen Elektronik-Integrationszentrum (EIZ) nun noch enger zusammen.

Bislang waren die Elektrik- und Elektronik-Abteilungen über zwölf verschiedene Standorte in Weissach verteilt. Jetzt sind unter einem Dach sämtliche Teilbereiche im EIZ vereint. Die Wege zwischen den Kollegen sind viel kürzer geworden, die Arbeitsplätze der rund 570 Mitarbeiter maximal 30 Meter voneinander entfernt. Die rund 50 bis 80 vernetzten Steuergeräte eines Fahrzeugs müssen reibungslos funktionieren. „Deshalb ist der Integrationsprozess die Kernkompetenz unserer Entwickler und gibt dem neuen Gebäude seinen Namen“, sagt Uwe Michael, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik.

Auch die Gebäudearchitektur des EIZ ist konsequent auf das vernetzte Zusammenspiel von Technik und Entwicklern ausgerichtet. Sie organisiert den Prozess in Phasen und das EIZ in seine Geschosse. Auf diese Weise wird ein reibungsloser Arbeitsablauf gewährleistet.

Das Elektronik-Integrationszentrum von Porsche

Im Einzelnen sind die Prozessschritte wie folgt aufgebaut: Spezifizieren und Implementieren von Teilfunktionen in den oberen Etagen, auf der mittleren Ebene Testen und Qualifizieren unter Rennstreckenbedingungen als Querschnittsaufgabe und im Erdgeschoss die Arbeit an den einzelnen Bauteilen in den Werkstätten. Nebenan hat auch das Soundlabor seinen Platz. Die Kommunikation der Audioakustiker mit den Kollegen der anderen Fachabteilungen erzielt im Ergebnis ein Klangerlebnis mit Konzertsaalqualität – dessen akustische Höhepunkte die im Fahrzeug integrierten Highend-Anlagen von Burmester sind.

Auf der Erdgeschossebene tauschen sich darüber hinaus die Ingenieure mit den Mechanikern und externen Lieferanten aus. „Im Integrationsmarktplatz arbeiten die Elektrik-, Elektronik- und Software-Experten zusammen“, erklärt Michael. „Denn das EIZ vernetzt nicht nur die Technik, sondern auch die Menschen. Alle Akteure der Fahrzeugentwicklung arbeiten in einem Gebäude zusammen. Mit dem EIZ ist Porsche für die neuesten Herausforderungen der Elektromobilität und des vernetzten Fahrzeugs – dem sogenannten ‚connected car‘ – bestens gerüstet.“

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