Nachhaltigkeitsgrundsatz

Der schonende Umgang mit natürlichen ­Ressourcen ist für Porsche unternehmerische Pflicht. Ob in der Entwicklung oder in der ­Produktion: Das Ziel sind eine möglichst ­ge­ringe Belastung der Umwelt, der effiziente ­Einsatz von Energie sowie die Erhöhung des Anteils ­erneuerbarer Energien. Alle Maß­nahmen werden kontinuierlich und ­entlang der ­gesamten Wertschöpfungskette überprüft und bei Bedarf verbessert.

Das Handlungsfeld „Umwelt & Energie“ stellt die in der Wesentlichkeitsanalyse 2017 ­iden­tifizierten Themen „Energie und Emissionen im Betrieb“, „Umweltfreundliche Logistik“ sowie „Ressourcenverbrauch im Betrieb“ ­permanent auf den Prüfstand. Porsche verfügt in sämt­lichen Bereichen über klar definierte Prozesse und Zuständigkeiten. Möglichkeiten für Rückmeldungen und zur Evaluierung von Prozessen sind fest verankert.

Energie, Emissionen und Ressourcenverbrauch im Betrieb

Globaler Klimawandel, Ressourcenknappheit und eine fortschreitende Urbanisierung stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. In der Wesentlichkeitsanalyse 2017 messen auch die Porsche-Stakeholder, die von den Aktivitäten des Unternehmens ­direkt oder indirekt betroffen sind, den Themen „Energie und Emissionen im Betrieb“ sowie „Ressourcenverbrauch im Betrieb“ eine große Bedeutung bei.

Umweltorientiertes und energieeffizientes Han­deln an allen Standorten und über sämt­liche Ebenen hinweg ist ein wichtiges Element in der täglichen Unternehmenspraxis. Ein konzernweit aufgestelltes Umwelt- und Energie­mana­gement überprüft kontinuierlich sämtliche ­Arbeitsprozesse entlang der Wertschöpfungskette auf ökologische Auswirkungen und ­Unregelmäßigkeiten. Interne Regelwerke und strategische Leitplanken ­bilden dafür den ­Orientierungsrahmen. Das stan­dardisierte ­Vorgehen und die Zuständigkeiten bei Porsche definiert eine eigene Konzern­richtlinie. Sie ­unterstützt die Konzerngesellschaften bei der systematischen Ermittlung, Einhaltung und Überprüfung aller umwelt- und energierecht­lichen Anforderungen. 

Zum Umfang des Energie- und Umweltmana­ge­ments gehören die Themen Immissionsschutz (Luft/Lärm), Bodenschutz, Umgang mit Altlasten, Gefahrgut und Abfall, Notfallvor­sorge, ­Gewässer- und Naturschutz sowie Energieeffizienz. Die Verantwortung und die systematische Umsetzung erforderlicher Maßnahmen liegen beim Vorstand für Produktion und Logistik, unterstützt von der Abteilung Umwelt und Energiemanagement. Grundsätz­li­ches Ziel ist es, dass jeder Porsche-Beschäftigte über die Auswirkungen seiner eigenen ­Arbeit auf die Umwelt informiert ist. Jeder Mitarbeiter ist aufgefordert, die Konzernrichtlinie und die Gesellschaftsrichtlinie einzuhalten, um nega­tive Einflüsse auf die Umwelt zu vermindern oder sie im Idealfall ganz zu vermeiden.

Im Rahmen der Porsche Strategie 2025 ­definiert das Strategiefeld „Nachhaltigkeit in der Produktion“ kurz-, mittel- und lang­fristige Maßnahmen. Die „Umwelt- und Energieeffi­zienz-Strategie“ sowie eine unternehmenseigene „Umweltpolitik“ sind weitere strategische Leitplanken. Damit wird eine ­Anforderung der internationalen Normen für ­Umwelt- und Energiemanagement ISO 14001 und ISO 50001 umgesetzt, an der sich die ­internen Vorgaben und Prozesse von Porsche orientieren. Das ­Unternehmen richtet sich ebenso nach den Normen des EMAS (Eco-­Management and ­Audit Scheme), ein freiwilliges Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfungen der ­Europäischen Union. Seit mehr als 20 Jahren ist der Porsche-Standort Zuffenhausen nach EMAS validiert und ­erfüllte als weltweit ­erstes Werk der Automobilindustrie die Norm ISO 50001. Auch die Porsche Leipzig GmbH, das Forschungs- und Entwicklungszentrum in ­Weissach inklusive der Außenstand­orte, das zentrale Ersatzteillager in Sachsenheim sowie die Porsche Werkzeugbau GmbH sind nach dieser Norm und dem Umwelt­manage­ment­system ISO 14001 zertifiziert.

Neben den offiziellen Zertifizierungen überprüft Porsche auch intern die Einhaltung von Umwelt- und Energiegesetzen im Rahmen jähr­licher System- und Prozessaudits (Com­pliance ­Audits). Kennzeichen sind hohe ­Maß­stäbe und der Einsatz externer Umwelt- und Energieauditoren. Die Standortbilanz-­Methode erfasst den Einfluss auf die Umwelt: Daten und Kennzahlen bewerten ­wesentliche Umwelt­aspekte in einem Raster aus hoher, mittlerer und geringer Relevanz. ­Daraus leitet Porsche alle notwendigen Maßnahmen ab, um mög­liche Beein­trächtigungen der ­Umwelt zu reduzieren oder ganz abzu­stellen. Der ­Steuerkreis ­„Umwelt und Energie“ evaluiert ­regelmäßig die gesetzten Ziele und leitet ­entsprechende Schritte ein. Das ­Gremium agiert ressortübergreifend.

Porsche strebt eine ausgewogenere Umweltbilanz an. Dabei spielen die möglichst sparsame Nutzung von Wasser durch Kreislaufsysteme oder Mehrfachverwendung wie auch der sorgfältige Umgang mit belasteten Abwässern aus der Produktion eine wichtige Rolle. Abfallvermeidung, abfallarme Technologien und nachhaltige Entsorgungslösungen sind Kernpunkte des Porsche-Abfallwirtschaftskonzepts. Die Betriebsmittelvorschrift „Umweltschutz“ dient hier unter anderem als interne Richtlinie und als Regelwerk für Lieferanten.

Grundsätzlich nimmt das Umwelt- und Energiemanagement von allen internen und ­ex­ternen Anspruchsgruppen des Unternehmens Fragen oder Vorschläge zu den Themen Umwelt und Energie entgegen. Ziel ist ein ­offener und transparenter Stakeholderdialog. Ein ­Beispiel hierfür stellt das zentrale Beschwerdemanagement im Umwelt- und ­Baumanagement dar: Die Nachbarschaft von Porsche kann sich an zentrale Ansprechpartner wenden und Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge ­adressieren. Im Rahmen des Beschwerde­managements werden die ein­gegangenen Themen individuell bearbeitet. So kann Porsche möglichst schnell reagieren und Anregungen in die Langfristplanung zur Verbesserung der Standorte aufnehmen.

Nach den Standards der Global Reporting ­Initiative deckt Porsche das Thema „Energie, Emissionen und Ressourcenverbrauch im ­Betrieb“ durch die folgenden Angaben ab: GRI 302: Energie, GRI 303: Wasser, GRI 305: Emissionen, GRI 306: Abwasser und Abfall.