Porsche geht als Titelverteidiger in die achte Saison der FIA World Endurance Championship (WEC). Sowohl in der Hersteller- als auch in der Fahrerwertung der Kategorie GTE-Pro mit Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) gewann der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen den Weltmeistertitel. An diesen Erfolg will Porsche mit dem neuen Porsche 911 RSR anknüpfen. In der Klasse GTE-Am sicherte sich das Kundenteam Project 1 mit dem Porsche 911 RSR ebenfalls den Hersteller- und Fahrertitel. Der Startschuss für die neue Saison fällt am 1. September 2019 bei den 4 Stunden von Silverstone, das Finale findet am 13. / 14. Juni 2020 beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans statt. Mit der Rückkehr der Rennen in Bahrain und Sao Paulo in den Tourkalender geht die WEC auf acht Traditionsstrecken in Asien, Europa, dem Mittleren Osten, Nord- und Südamerika an den Start. Wichtige Neuerung in der Saison 2019/20: Das Nachtanken und der Reifenwechsel dürfen nicht mehr gleichzeitig durchgeführt werden.

Die Klassen

Vier Klassen sorgen für volle Startfelder und abwechslungsreiche Fahrzeugmodelle bei der World Endurance Championship. Während Sportprototypen in den Klassen LMP1 und LMP2 fahren, starten in der Klasse GTE-Pro und GTE-Am modifizierte Seriensportwagen wie der Porsche 911 RSR. In letzterer sind nur Fahrzeuge zugelassen, die dem Homologationsstand der GTE-Pro-Fahrzeuge des Vorjahres entsprechen. In der GTE-Am-Klasse ist zudem vorgeschrieben, dass mindestens ein Bronze- sowie ein Bronze- oder Silber-Fahrer nach FIA-Standards zu den Fahrzeug-Crews gehören, die aus zwei oder drei Piloten bestehen.

In der GTE-Pro Klasse kämpfen zwei Porsche 911 RSR (Modelljahr 2019) um den Titel in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft. Konkurrenz bekommen sie von Aston Martin und Ferrari. Mit der Startnummer 91 treten Gianmaria Bruni (Italien) und Richard Lietz (Österreich) an, während im Schwesterauto Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) mit der Nummer 92 an den Start gehen. Frédéric Makowiecki (Frankreich) und Laurens Vanthoor (Belgien) unterstützen die beiden Fahrerpaarungen in Le Mans. Bei dem legendären Langstreckenrennen werden auch 2020 zusätzliche Werksautos sowie Kundeteams eingesetzt.

Die Wertung

In der Saison 2019/20 werden die beiden wichtigsten Titel im GT-Sport vergeben: Fahrer-Weltmeister und Hersteller-Weltmeister. Die Punktevergabe erfolgt bei den einzelnen Rennen nach folgendem Schema: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Im prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen in Le Mans werden die Zähler wie folgt vergeben: 50-36-30-24-20-16-12-8-4-2. In Sebring und bei den 8 Hours of Bahrain gibt es für die besten zehn Plätze der jeweiligen Klassen folgende Punkte: 38-27-23-18-15-12-9-6-3-2. Wie in Le Mans wird hier jeweils ein Zähler an alle Fahrer und Teams vergeben, die hinter dem Zehntplatzierten ins Ziel kommen. In den übrigen Rennen erhalten diese 0.5 Punkte. Für die Pole-Position wird in jeder Kategorie jeweils ein Punkt für das Team und die Fahrer hinzugerechnet.

Zuschauer-Magnet

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC erfreut sich seit ihrem Startschuss 2012 großer Beliebtheit, über 872.440 Zuschauer besuchten die acht Rennveranstaltungen in der vergangenen Saison. Das Highlight bleiben die 24 Stunden von Le Mans: Im Jahr 2019 waren 252.500 Fans beim Rennevent im Nordwesten Frankreichs vor Ort. Auch im TV und über die sozialen Medien bleiben die Zuschauer stets auf dem Laufenden – ein umfangreiches Paket aus TV- und Online-Übertragungen sowie zahlreiche Social-Media-Inhalte werden dem sportlichen Wert der weltweit bedeutendsten Rennserie für Sportwagen gerecht.

Die Rennen 2019/2020

Die Rennstrecken

Die Organisation

Ausgetragen wird die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC unter dem Patronat der FIA. Veranstalter ist der Automobile Club de l’Ouest (ACO).

World Endurance Championship, 30 rue Galilée, 75116 Paris