Zwei mal zwei: Der 911 RSR auf Welttournee

Das Porsche GT Team begibt sich in der laufenden Saison auf die Jagd nach weiteren Erfolgen auf der weltweiten Bühne.

In der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC starten wie bereits in den Vorjahren zwei Porsche 911 RSR der neuesten Generation. Aufgrund der Umstellung des Rennkalenders der World Endurance Championship endete die Saison 2018/19 mit den 24 Stunden von Le Mans 2019. Die Saison 2019/20 beginnt im September mit dem 4-Stunden-Rennen in Silverstone (Großbritannien). Anschließend folgt eine Weltreise von Japan über China, Bahrain, Brasilien, USA und Belgien bis zum Höhepunkt 24 Stunden von Le Mans 2020. Nach äußerst erfolgreichen Rennen in der Saison 2018/2019 sicherte sich das Porsche GT Team den Weltmeistertitel der Hersteller vorzeitig. Auch auf dem wichtigen Markt Nordamerika tritt Porsche erneut mit einem Werksteam gegen die Konkurrenz zahlreicher Hersteller an. Zwei Porsche 911 RSR sollen in der Saison 2019 der IMSA WeatherTech SportsCar Championship den Titel nach Stuttgart holen. Insgesamt stehen elf Rennen in den USA und Kanada auf dem Programm.

Bewährte Aufstellung in Nordamerika

Während die Werkseinsätze in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC vom deutschen Team Manthey-Racing durchgeführt werden, setzt Porsche in Nordamerika weiterhin auf die erfolgreiche Partnerschaft mit dem Team Core Autosport. In den beiden 911 RSR der GTLM-Klasse wechseln sich die Werksfahrer Nick Tandy und Patrick Pilet (Startnummer 911) sowie Earl Bamber und Laurens Vanthoor (Startnummer 912) ab. Bei den Langstreckenklassikern in Daytona, Sebring, Watkins Glen und auf der Road Atlanta ergänzen Werksfahrer Frédéric Makowiecki und Porsche Young Professional Mathieu Jaminet den Kader. In der GTD-Kategorie setzen Kundenteams die neueste Variante des Porsche 911 GT3 R ein. Der Sportwagen-Hersteller aus Weissach unterstützt die Kunden mit Werksfahrern und technischem Support.

Fritz Enzinger, Leiter Motorsport

Fritz Enzinger, Leiter Motorsport, 2019, Porsche AG

Motoren und Rennsport sind seit Jahrzehnten seine Welt. Friedrich „Fritz“ Enzinger arbeitete viele Jahre in der Motorsportabteilung von BMW und sammelte dort unter anderem umfangreiche Erfahrungen in der Formel 1 – aber auch bei den 24 Stunden von Le Mans. 2011 wechselte der Österreicher zu Porsche und baute dort das LMP Team auf. Neue Gebäude, neues Personal, neues Fahrzeug. Vier Jahre später erlebte er mit dem Porsche 919 Hybrid die ganz großen Erfolge: den 17. Gesamtsieg für Porsche in Le Mans und den Gewinn von Hersteller- und Fahrertitel in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. 2016 gelang es unter seiner Ägide, den Triumph auf ganzer Linie zu duplizieren. 2017 verabschiedete sich das Porsche LMP Team mit einem weiteren Gesamtsieg in Le Mans und weiteren WM-Titeln von der Prototypenbühne. Der gebürtige Steirer, der in seiner Freizeit Islandpferde als Hobby hat, übernahm zum 1. Januar 2019 die Position Leiter Motorsport bei Porsche und feierte bereits den Hersteller- und Fahrerweltmeistertitel in der WEC sowie den Sieg bei den 24h von Spa. Außerdem koordiniert Enzinger die Motorsportengagements des Volkswagen Konzerns.

Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport

Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport, 2019, Porsche AG

Technik und Motorsport: Diese Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch die beruflichen Stationen von Pascal Zurlinden. Der am 3. März 1982 geborene Franzose ist Automobilbau-Ingenieur und hat einen Master of Science in „Motorsport Engineering and Management“. Mit seiner Leidenschaft und Qualifikation für Renntechnik unterstützte Zurlinden bereits französische Rennteams, die DTM-Abteilung im Opel Performance Center sowie das Team Phoenix Racing. Technischer Leiter, Daten-, Test-, Simulations-, Renn- oder Strategie-Ingenieur: Zurlinden beherrscht ein breites Aufgabenspektrum.

2008 ging er für mehrere Jahre zu Audi Sport, wo er beispielsweise für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des technischen Einsatzes der DTM-Fahrzeuge zuständig war. Seit 2014 ist der dreisprachige Ingenieur, der auch einen Schweizer Pass besitzt, bei Porsche im Entwicklungszentrum in Weissach. Dort arbeitete er zunächst als Test-Ingenieur und als Strategie-Ingenieur im LMP1-Projekt. 2017 übernahm er im GT-Bereich die Verantwortung für die „Balance of Performance“.

Seit 2018 ist er Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport. Unter seiner Leitung fuhr Porsche unter anderem prestigeträchtige Siege in Le Mans, Bathurst, Spa sowie in den Nordamerika-Rennen u.a. in Sebring und auf der Road Atlanta ein. Das Porsche GT Team ist aktueller Herstellerweltmeister der WEC. Das Fahrerduo Kévin Estre und Michael Christensen sicherte sich zudem den WEC-WM-Titel in der Fahrerwertung.