Verbrauchsangaben

Cayenne E-Hybrid: Kraftstoffverbrauch kombiniert 3,4 – 3,2 l/100 km; CO2-Emissionen 78 – 72 g/km; Stromverbrauch: 20,9 – 20,6 kWh/100 km
911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,8 l/100 km; CO2-Emissionen 291 g/km
911 GT2 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 11,8 l/100 km; CO2-Emission 269 g/km
911 Turbo: Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,1 l/100 km; CO2-Emission 212 g/km
Panamera GTS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 10,3 l/100 km; CO2-Emission 235 g/km
Panamera GTS Sport Turismo: Kraftstoffverbrauch kombiniert 10,6 l/100 km; CO2-Emission 242 g/km
911 Carrera S: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,9 l/100 km; CO2-Emission 205 g/km
911 Carrera 4S: Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,0 l/100 km; CO2-Emission 206 g/km
Macan S: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,9 l/100 km; CO2-Emission 204 g/km
718 Boxster T: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,2 l/100 km; CO2-Emission 187 g/km
 

Forschung und Entwicklung

Premieren in Genf: Mission E Cross Turismo und 911 GT3 RS
Auf dem 88. Internationalen Automobil-Salon in Genf feierten im März zwei Porsche-Modelle Weltpremiere: der neue 911 GT3 RS sowie der Mission E Cross Turismo – eine Konzeptstudie für ein elektrisch angetriebenes Cross Utility Vehicle (CUV). Das Multitalent ist für aktive Menschen gedacht, die in ihrer Freizeit gerne reisen, Sport treiben oder Outdoor-­Aktivitäten nachgehen. Der flexible Innenraum schafft Platz für Sportgeräte aller Art. Moderne Trägersysteme erleichtern die Mitnahme von Surfbrettern oder Bikes. Im Oktober bestätigte der Porsche-Aufsichtsrat die Serienfertigung des Mission E Cross Turismo.

Zu den Stärken des Taycan-Derivats zählen das emotionale Design mit prägnanten Offroad-Elementen sowie das neuartige Anzeige- und Bedienkonzept mit Touchscreen und Blicksteuerung. Der viertürige Cross Turismo misst in der Länge 4,95 Meter, hat Allrad­antrieb sowie eine 800-Volt-Architektur. Die Batterie kann sowohl am Schnellladenetz als auch via Induktion am Ladedock oder am Porsche-Heimenergiespeicher aufgeladen werden. Die Reichweite liegt bei mehr als 500 Kilometern (NEFZ). Zwei Synchronmotoren (PSM) mit einer Systemleistung von mehr als 600 PS (440 kW) beschleunigen den ­Mission E Cross Turismo in deutlich weniger als 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und in ­unter zwölf Sekunden auf 200 km/h. Bisher einmalig im Segment: Mehrere Beschleunigungssprints sind direkt hintereinander ohne Leistungs­verlust möglich.

Der neue 911 GT3 RS ist der aktuell stärkste Hochleistungssportwagen von Porsche mit Straßenzulassung. Der Saugmotor leistet 383 kW (520 PS) aus vier Liter Hubraum. Das Drehzahlband reicht bis 9.000/min. Wie das Herzstück des neuen GT-Modells stammt auch das auf kompromisslose Präzision abgestimmte Fahrwerk direkt aus dem Motorsport, ergänzt durch eine Hinterachslenkung. Der 911 GT3 RS beschleunigt in 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht 312 km/h Höchstgeschwindigkeit.
 

Mission E Cross Turismo

Safety- und Support-Cars für die FIA WEC
Bei der Sportwagen-Weltmeisterschaft FIA WEC wird der 911 Turbo als Safety-Car ­eingesetzt: Bis zum Jahr 2020 stellt Porsche insgesamt fünf 911 Turbo zur Verfügung. Zwei der Sportwagen begleiten die weltweiten ­Rennen, drei verbleiben permanent in Le Mans. Hinzu kommen elf weitere Porsche-Modelle, die zum Beispiel Rennärzte oder die Streckensicherung nutzen. Insgesamt sind in der FIA WEC 16 Porsche-Sportwagen verschiedener Modellreihen in unterschiedlichen Funktionen im Einsatz.

Die Rennleitung schickt das Safety-Car ­immer dann auf die Strecke, wenn in Gefahren-situationen das Fahrerfeld gesammelt werden muss. Der 911 Turbo bringt dafür ­optimale ­Voraussetzungen mit: Sein 3,8-Liter-Sechs­zylinder lässt das Fahrzeug bis zu 320 km/h schnell werden. Das serienmäßige Sport Chrono-­Paket sorgt für bestmögliche Zwischenbeschleunigung. Der Allrad-Elfer leistet 540 PS (397 kW) und sprintet in drei ­Sekunden von null auf 100 km/h. Technisch verbleibt das ­Safety-Car weitgehend auf ­Serienstand. Rennspezifische Umbauten, wie beispiels­weise die Lichtbrücke auf dem Dach und der Funk zur Rennleitung, wurden ergänzt. ­Bremsen und Fahrwerk sind für den Streckengebrauch optimiert. Das mattschwarze Design mit den roten Glanzstreifen ist dem Porsche-Wappendesign der Werksrennwagen nachempfunden.
 

911 Turbo als Safety-Car

919 Hybrid Evo mit Rekord-Rundenzeiten
Mit einer Evo-Version des Le-Mans-Sieger­autos 919 Hybrid stellte Porsche in Spa-­Francorchamps einen neuen Streckenrekord auf. Porsche-Werksfahrer Neel Jani gelang auf dem 7,004 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs eine Runde in 1:41,770 Minuten. Damit unterbot der Schweizer die bisherige Best­marke von Lewis Hamilton (GB) im Mercedes F1 W07 ­Hybrid um 0,783 Sekunden. Jani erzielte auf seiner Rekordrunde einen Top-Speed von 359 km/h und eine Durchschnitts­geschwindigkeit von 245,61 km/h.

Der 919 wird von einem kompakten Zwei-liter-V4-Turbobenziner in Kombination mit zwei verschiedenen Energierückgewinnungs­systemen angetrieben – eines verwertet die Bremsenergie von der Vorderachse, das andere die Abgasenergie. Während der Verbrenner die Hinterachse antreibt, wirkt beim Boosten zusätzlich ein E-Motor an der Vorderachse und sorgt für Allradantrieb. Gleichzeitig sammelt der 919 unter Last wieder Energie aus dem Abgastrakt ein, die sonst ungenutzt entweichen würde. Als Zwischenspeicher für den aus Brems- und Abgasenergie gewonnenen elektrischen Strom dient eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie.

Das Effizienzreglement der WEC limitierte die Energie aus Kraftstoff pro Runde, indem die Durchflussmenge durch einen „Fuel Flow ­Meter“ begrenzt wird. In Spa durfte der 919 Hybrid in seiner letzten Saison 1,784 Kilo­gramm/2,464 Liter Benzin pro Runde einsetzen. Damit leistete der Vierzylinder-Verbrenner rund 500 PS. Frei von dieser Restriktion – ­ausgestattet mit entsprechenden Software-­Updates, aber unter Verwendung des üblichen Rennkraftstoffs (E20 mit 20 Prozent Bioethanol-Anteil) – bringt die Evo-Variante 720 PS. Die erlaubte einsetzbare Energiemenge aus den beiden Rückgewinnungssystemen betrug 2017 beim WM-Lauf in Spa exakt 6,37 Megajoule pro Runde. Damit blieben die Systeme deutlich unter ihrem Potenzial: Auf seiner ­Rekordrunde stand Jani jetzt der volle Boost von 8,49 Megajoule zur Verfügung – die ­Leistungsausbeute wuchs um zehn Prozent auf 440 PS.

Ende Juni umrundete Timo Bernhard im 919 Hybrid Evo die 20,832 Kilometer lange Nordschleife des Nürburgrings in 5:19,55 Minuten – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 233,8 km/h. Bernhard unterbot damit den ­bisherigen Streckenrekord von Stefan Bellof um 51,58 Sekunden. 35 Jahre und 31 Tage blieb Bellofs Rekordrunde von 6:11,13 Minuten unangefochten. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug damals mehr als 200 km/h.
 

919 Hybrid Evo

Neuer 911 GT3 RS mit Bestzeit durch die grüne Hölle
Eine weitere Bestmarke für straßenzugelassene Porsche-Sportwagen setzte Werksfahrer  Kévin ­Estre, ebenfalls auf der Nürburgring-Nordschleife – der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt: Am Steuer des neuen 520 PS starken GT3 RS gelang ihm eine Rundenzeit von 6:56,4 Minuten. Der Franzose konnte ­damit die Bestzeit des Vorgängermodells um rund 24 Sekunden unterbieten. Abwechselnd mit Estre pilotierte auch Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern den GT3 RS. Nach 918 Spyder und 911 GT2 RS ist der neue GT3 RS bereits der dritte Porsche-Seriensport­wagen mit einer notariell beglaubigten Rundenzeit von unter sieben Minuten in der ­„grünen Hölle“. Gemessen wird auf einer 20,6 Kilometer langen Distanz.
 

GT3 RS

Cayenne als Plug-in-Hybrid
Der neue Cayenne E-Hybrid verbindet in ­seinem Segment beste Fahrdynamik mit höchster Effizienz. Der Dreiliter-V6-Motor (250 kW/340 PS) und ein Elektromotor (100 kW/136 PS) generieren gemeinsam eine Systemleistung von 340 kW (462 PS). Bereits knapp über Leerlaufdrehzahl steht das maximale Drehmoment von 700 Nm zur Ver­fügung. Dabei verfolgt der Cayenne E-Hybrid die gleiche Boost-Strategie wie der Supersportwagen 918 Spyder. Sie sorgt dafür, dass in allen Fahrmodi des serienmäßigen Sport Chrono-Pakets der E-Motor für einen zusätz­lichen Leistungsschub genutzt werden kann. Der Plug-in-Hybridantrieb des Cayenne ­ermöglicht eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in fünf Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 253 km/h. Rein elektrisch fährt der neue Cayenne E-Hybrid bis zu 44 Kilometer weit und bis zu 135 km/h schnell. Mit Einführung der Hybridvariante hat Porsche das Angebot an Komfort- und ­Assistenzsystemen für die gesamte Cayenne-­Baureihe erweitert. So sind etwa das neue Head-up-Display, Massagesitze oder 22 Zoll große Leichtmetallräder optional wählbar.

Während die Leistung des Verbrennungs­motors im Vergleich zum Vorgängermodell um fünf Kilowatt (sieben PS) auf 250 kW (340 PS) moderat angehoben wurde, kommt die E-Maschine mit 100 kW (136 PS) auf über 43 Prozent mehr Leistung. Deutlich verbessert haben sich die Batteriekapazität und damit die elektrische Reichweite sowie die Boost-Reserven: Die Kapazität steigt um rund 30 Prozent von 10,8 kWh auf 14,1 kWh. Die fluidgekühlte Batterie, die unter dem Ladeboden im Heck des Fahrzeugs sitzt, besteht aus acht Zell­modulen mit je 13 prismatischen Lithium-­Ionen-Zellen. Binnen 7,8 Stunden ist die Hochvolt-Batterie über einen 230-V-Anschluss mit 10-Ampere-Absicherung vollständig geladen. Werden alternativ zum serienmäßigen 3,6-kW-­Ladegerät der optionale 7,2-kW-­On-Board-Lader und ein 230-V-Anschluss mit 32 Ampere genutzt, ist die Batterie bereits nach 2,3 Stunden „aufgetankt“.

Der Ladevorgang kann über das Porsche ­Communication Management (PCM) sowie aus der Ferne mittels der Porsche Connect-App gesteuert und überwacht werden. Über Porsche Connect kann der Fahrer zudem ­Ladesäulen suchen, sortieren und direkt als Navigationsziel übernehmen. Der neue Porsche Charging Service ermöglicht den Zugang zu öffentlichen Ladesäulen – ohne zusätzliche ­Anmeldung beim jeweiligen Anbieter. Abgerechnet wird über den Porsche-ID-Account.
 

Cayenne als Plug-in-Hybrid

Porsche übernimmt Areale in Hemmingen und Rutesheim
Im Berichtsjahr hat Porsche die bisher gemieteten Gelände für die beiden Außenstellen des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Hemmingen und Rutesheim übernommen. Beide Standorte werden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Mit den Investitionen rüstet sich Porsche für die Hybridisierung und Elektrifizierung der Fahrzeuge.

In Hemmingen betreibt Porsche bereits seit 20 Jahren die Entwicklungsstätte für Sport Utility Vehicles (SUV). Die wachsende Bedeutung der SUV zeigt sich auch an der Ent­wicklung des Standorts: Gestartet ist die ­Außenstelle mit 200 Mitarbeitern – heute sind dort 600 Menschen auf einer Gesamtfläche von 27.000 Quadratmetern beschäftigt. Die ­vierte Generation des Cayenne spielt in der langfristigen ­E-Mobilitätsstrategie von Porsche eine große Rolle. Neben dem Cayenne wurde in Hemmingen auch der Macan ent­wickelt. Der Standort Rutesheim wurde 2015 erschlossen. Auf rund 7.000 Quadratmetern Werkstatt­fläche werden dort Fahrzeuge aller Modellreihen auf Erprobungsfahrten vorbereitet.

Neuer 911 GT3 R für Kundensport
Für die weltweiten GT3-Serien des Kundensportprogramms hat Porsche einen neuen Rennwagen konzipiert: Ab 2019 geht der 911 GT3 R an den Start. Der Renn-Elfer, der auf Basis des Serienmodells 911 GT3 RS entwickelt wurde, leistet bis zu 404 kW (550 PS). Er zeichnet sich durch eine sehr effiziente ­Aerodynamik, eine bessere Fahrbarkeit sowie nochmals optimierte Sicherheitsaspekte aus. Dach, Frontdeckel und Bugteil, Kotflügel, ­Türen, Seiten- und Heckteil sowie der Heck­deckel und die Interieur-Verkleidungen sind aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK), die Scheiben aus Polycarbonat.

Angetrieben wird der neue 911 GT3 R von ­einem Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor. Dieser ist weitgehend identisch mit dem ­Serienaggregat des 911 GT3 RS. Für einen ­besonders effizienten Umgang mit dem Kraftstoff sorgen die Benzindirekteinspritzung, die mit Drücken bis zu 200 bar arbeitet, sowie eine variable Verstellung der Ein- und Auslassnockenwelle. Der Saugmotor bietet gegenüber dem Vorgängeraggregat eine verbesserte ­Leistungsentfaltung und ein breiter nutzbares Drehzahlband. Das Ansprechen des Motors lässt sich durch die Sechsfach-Einzeldrosselklappenanlage präziser dosieren. Die Kraft des Heckmotors wird mittels eines sequenziellen Porsche-Sechsgang-Klauengetriebes mit elek­trischer Schaltwalzenaktuatorik für besonders schnelle und präzise Schaltwechsel an die 310 Millimeter breiten Hinterräder übertragen. Die Kupplung wird elektrohydraulisch gesteuert. Dadurch entfällt das Kupplungspedal und die Starts werden vereinfacht. Die 911-typische Gewichtsverteilung sorgt für ein her­vorragendes Traktions- und Bremsverhalten. Auch bei der spektakulären Aerodynamik folgt der 911 GT3 R dem Vorbild des 911 GT3 RS.

Das Bremssystem wurde weiter optimiert und bietet nun eine noch bessere Steifigkeit und eine präzisere Regelung des Antiblockier­systems. An der Vorderachse sorgen Sechskolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel in Kombination mit innenbelüfteten, geschlitzten Stahlbremsscheiben mit 390 Millimeter Durchmesser für hervorragende Verzögerungs­werte. An der Hinterachse sind Vierkolben-Sättel und Scheiben mit 370 Millimeter Durchmesser verbaut.

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf der Sicherheitsausstattung. Der 120-Liter-FT3-Sicherheitstank mit geändertem Tankkonzept ermöglicht nun einen streckenindividuellen Umbau von Links- zur Rechtsbetankung, was zu einer Verbesserung der Boxenstopp-Performance beiträgt. Türen sowie Seitenscheiben können entfernt werden. Der neue Renn­schalensitz bietet den Piloten im Falle eines Aufpralls noch besseren Schutz. Der Sitz ist sechsfach fest verschraubt. In Kombination mit der verstellbaren Pedalerie-Box gewährleistet er eine optimale Schwerpunktlage des Fahrers und erhöht zudem die Sicherheit bei einem Aufprall. Zusätzlich wird der Fahrer durch ein Seitenaufprallelement im Bereich der Fahrertür geschützt, das aus einer Kohle­faser-Kevlar-Aluminium-Konstruktion mit energieabsorbierendem Kunststoffschaum ­besteht.

Erstmals verfügt der 911 GT3 R über eine ­Klimaanlage. Diese ist direkt mit Sitz und ­Fahrerhelm verbunden und ermöglicht eine besonders effiziente Kühlung für den Piloten. So können Konzentration und Leistungs­fähigkeit über das Rennen hinweg konstant ­gehalten werden.
 

911 GT3 R

Speedster Concept: offen, puristisch,  mehr als 500 PS
Im Jubiläumsjahr „70 Jahre Porsche Sport­wagen“ machte sich Porsche ein schönes ­Geschenk: Der 911 Speedster Concept ist die fahrbereite Studie eines besonders offenen und aufregenden Sportwagens. Mit seinem puristischen Ansatz spiegelt der 911 Speedster Concept den Porsche-Markenkern in präziser Klarheit wider – und stellt das reine Fahrerlebnis in den Vordergrund. Der 911 Speedster Concept wurde in der Heritage-Version auf der offiziellen Feier zum Jubiläum „70 Jahre Porsche Sportwagen“ in Zuffenhausen vorgestellt. Im Oktober fiel dann die Entscheidung, dass die Studie 2019 in Serie geht – in einer streng ­limitierten Auflage von nur 1.948 Exemplaren.

Der Speedster ist das erste Modell, für das Porsche das neue Heritage-Design-Paket ­anbietet. Die Ausstattungslinie der Porsche ­Exklusive Manufaktur erlaubt einen nochmals höheren Individualisierungsgrad. Zu den charakteristischen Details gehören neben der auffälligen Lackierung auch die an beiden ­Achsen 21 Zoll großen Räder mit Zentralverschluss. Ihr Design im Kreuzspeichen-Look ­erinnert ­optisch an aktuelle Porsche-Rennwagen, wie den 911 RSR oder den GT3 R. Auch die farbigen Tagfahrlichter werden im modernen Rennsport eingesetzt. Passend zur Außenfarbe sind sie hier in Rot ausgeführt. Die beiden „Talbot“-­Außenspiegel und der mittig in der Fronthaube platzierte Tankverschluss präsentieren sich in Schwarzchrom und Platinum. Im Interieur kommt schwarzes Leder mit roten Akzent­nähten und Teilperforation zum Einsatz.

Technik und sämtliche Karosseriebauteile sind bei beiden Versionen des 911 Speedster ­Concept identisch. Dazu gehören der verkürzte Scheibenrahmen mit abgesenktem Windlauf und die entsprechend verkleinerten Seitenscheiben sowie die Heckabdeckung aus ­Kohlefaser mit einer Doppelhutze hinter den Vordersitzen. Beide Fahrzeuge verzichten zugunsten eines leichten Tonneau-Covers mit Tenax-­Befestigungsknöpfen auf ein Verdeck.

Die breite Karosserie der Konzeptfahrzeuge ist dem 911 Carrera 4 Cabriolet entlehnt. Kotflü­gel, Fronthaube und Heckabdeckung bestehen aus leichtem Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Das Fahrwerk entstammt dem 911 GT3. Die ­Auspuffanlage mit Titan-Endrohren und den Antriebsstrang inklusive eines manuellen Sechs­gang-Schaltgetriebes haben ebenfalls die GT-­Entwickler von Porsche beigesteuert. Gleiches gilt für das Herzstück des streng limitierten Sondermodells: Der Sechszylinder-Boxermotor des Speedster Concept leistet über 500 PS und erreicht Drehzahlen von bis zu 9.000/min.
 

911 Speedster Concept

Neuer Macan feiert Weltpremiere
Porsche stellte in Shanghai den neuen Macan vor. Das seit 2014 sehr erfolgreiche Kompakt-SUV wurde in puncto Design, Komfort, Konnek­tivität und Fahrdynamik umfassend aufgewertet. Damit bleibt der Macan das sportliche Aushängeschild im Segment. Im Stil der Porsche-Design-DNA tritt das neue Modell mit einem dreidimensional ausgearbeiteten LED-Heckleuchtenband an. Die LED-Technik ist künftig auch bei den Hauptscheinwerfern serienmäßig. Auffälligste Neuerungen im Innenraum sind der 10,9 Zoll große Touchscreen des neuen Porsche Communication Management (PCM), die neu angeordneten und ­gestalteten Lüftungsdüsen und das aus dem 911 bekannte GT-Sportlenkrad. Das PCM ­erlaubt den Zugang zu neuen digitalen Funk­tionen wie der intelligenten Sprachsteuerung und der serienmäßigen Online-Navigation.

Das Angebot an Komfortausstattungen ­wurde um einen Stauassistenten, einen ­Ionisator und eine beheizbare Frontscheibe ­erweitert. Stauassistent und Abstandsregeltempostat sorgen für komfortableres Fahren im Bereich bis 60 km/h. Das System beschleunigt und bremst nicht nur teilautomatisiert, es assistiert auch im Stau oder im zähfließenden Verkehr beim Lenken. Jeder Macan ist per Connect Plus-Modul serienmäßig voll vernetzt. Dazu gehören die intelligente Sprachsteuerung Voice Pilot, die Echtzeit-­Verkehrsinformationen, die Anbindung an die „Here Cloud“ mit hochaktuellen schwarm­basierten Verkehrs­daten und die neue Offroad Precision-App, um das Offroad-Erlebnis zu ­dokumentieren und zu analysieren.

Mit dem optimierten Fahrwerk untermauert der Macan seine Ausnahmestellung als ­Sportwagen im Segment der Kompakt-SUV. Die Feinabstimmung sorgt für mehr Neutralität bei gleichbleibender Fahrstabilität und ver­bessertem Komfort. Neu entwickelte Reifen mit optimierten Performance-Eigenschaften erhöhen die Querdynamik und bringen somit noch mehr Fahrspaß.
 

Macan

Konzeptstudie: Cayman GT4 Clubsport
Als Vorausfahrzeug vor dem Starterfeld  der ADAC-Rallye Deutschland ließ der  Cayman GT4 Clubsport die Herzen der Fans höherschlagen. Der Einsatz der Konzept­studie für die FIA-R-GT Kategorie auf Basis  des seriennahen GT-Fahrzeugs für die ­Rundstrecke war für Porsche ein Härtetest ­unter Praxisbedingungen.

Der Cayman GT4 Clubsport wird von einem 283 kW (385 PS) starken 3,8-Liter-Sechs­zylinder-Boxermotor angetrieben. Geschaltet wird mit dem Porsche-Doppelkupplungs­getriebe (PDK), das mit Wippen hinter dem Lenkrad betätigt wird. Für den Rallyeeinsatz wurde ein durchgehender Unterfahrschutz montiert. In den Türen kommt ein energie­absorbierendes Schaumelement zum Einsatz, wie es auch bei World Rallye Cars verwendet wird.
 

Cayman GT4 Clubsport

Exklusive Neuauflage des Porsche 935
Im Rahmen der Rennsport Reunion stellte Porsche den neuen 935 vor. Rund 80.000 ­Porsche-Fans besuchten in diesem Jahr die historische Motorsportveranstaltung auf dem Laguna Seca Raceway in den USA – die perfekte Kulisse für den 935. Denn der 515 kW (700 PS) starke Rennwagen erinnert an den ­legendären Porsche 935/78. Da das Fahrzeug nicht homologiert ist, mussten Ingenieure und Designer nicht den üblichen Reglements ­folgen und konnten sich dementsprechend frei entfalten. Der 935 wird in einer Kleinserie von 77 Stück gefertigt.

Die Technik des Rennwagens für Clubsport-Veranstaltungen und private Strecken-­Trainings basiert auf dem Hochleistungs­sportwagen 911 GT2 RS. Wie bereits beim historischen Vorbild wurden große Teile der Karosserie durch Anbauteile aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK) ersetzt beziehungsweise ergänzt. Mit seinem stromlinienförmigen Heck kommt der 935 auf eine Länge von 4,87 Metern. In der Breite misst der exklusive Clubsport-Renner 2,03 Meter.

Die spektakuläre Aerodynamik ist eine komplette Neuentwicklung und eine Hommage an den Le-Mans-Rennwagen Porsche 935/78, der von den Fans aufgrund seiner langgestreckten Form, der massiven Verbreiterungen und der Grundfarbe Weiß „Moby Dick“ genannt wurde. Die markanten Radhausentlüftungen auf den vorderen Kotflügeln, die auch beim GT3-Kundensportfahrzeug 911 GT3 R zu ­finden sind, erhöhen den Abtrieb an der Vorderachse. Der 1.909 Millimeter breite und 400 Millimeter tiefe Heckflügel sorgt für die aerodynamische Balance.

Viele Details des Exterieurs zitieren erfolg­reiche Fahrzeuge aus der hauseigenen Motorsport-Geschichte: Während die aerodynamisch verkleideten Felgen an den 935/78 erinnern, sind die LED-Rückleuchten in den Endplatten des Heckflügels an den LMP1-Renner 919 Hybrid angelehnt. Die Außenspiegel stammen vom aktuellen Le-Mans-Sieger 911 RSR, die exponierten Abgasendrohre aus Titan sind dem Porsche 908 aus dem Jahr 1968 nachempfunden.

Diese Zitate setzen sich im Cockpit fort: Der Wählhebel des Getriebes ist in Schichtholz-Optik gestaltet und erinnert an Rennmodelle wie den 917, den 909 Bergspyder oder den Supersportwagen Carrera GT. Carbon­lenkrad und Farbdisplay übernimmt der 935 vom 911 GT3 R des Modelljahres 2019. Ein massiver Sicherheitskäfig gewährleistet in Verbindung mit einem Rennschalensitz und Sechspunkt-Gurten maximale Sicherheit. Ein zweiter Sitz für die Beifahrerseite ist optional erhältlich. Eine Klimaanlage sorgt für eine ­optimale Kühlung.

Angetrieben wird der neue 935 von einem hochmodernen 3,8-Liter-Sechszylinder-­Boxermotor mit Biturboaufladung, der weit­gehend identisch ist mit dem Hochleistungs-Serienaggregat des straßenzugelassenen 911 GT2 RS. Die Kraft des Heckmotors wird mittels eines Siebengang-Porsche-Doppelkupplungsgetriebes (PDK) mit starrer Aufhängung an die 310 Millimeter breiten Hinterräder übertragen. Wie bei den GT-Straßenmodellen des 911 betätigt der Fahrer zum Schalten der Gänge griffgünstig platzierte Wippen am Lenkrad. Die 911-typische Gewichtsverteilung sorgt für ein hervorragendes Traktions- und Bremsverhalten. An der Vorderachse sorgen Sechskolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel in Kombination mit innenbelüfteten und geschlitzten Stahlbremsscheiben mit 380 Millimeter Durchmesser für exzellente Verzögerungswerte. An der Hinterachse sind Vierkolben-Sättel und 355-Millimeter-­Scheiben verbaut.

Wie der straßenzugelassene 911 GT2 RS ­verfügt der 1.380 Kilogramm leichte 935 über das Fahrstabilitätssystem PSM (Porsche ­Stability Management) inklusive Traktions­kontrolle sowie ein Antiblockiersystem (ABS). Die Fahrassistenzsysteme lassen sich mithilfe eines sogenannten Map-Schalters auf der ­Mittelkonsole in Abhängigkeit von der jeweiligen Fahrsituation separat verstellen oder ­komplett abschalten.
 

Neuauflage Porsche 935

Zwei neue GTS-Modelle: Nachwuchs für die Porsche-Panamera-Familie
Im Berichtsjahr erweiterte Porsche die Panamera-Familie um zwei besonders sport­liche Modelle: den Panamera GTS und erstmals auch den Panamera GTS Sport Turismo – mit großer Heckklappe, niedriger Ladekante, ­vergrößertem Gepäckraumvolumen und einer 4+1-Sitzkonfiguration. Das Herzstück der ­beiden neuen Panamera-GTS-Modelle ist ein Vierliter-V8-Motor mit 338 kW (460 PS) ­Leistung und einem maximalen Drehmoment von 620 Nm. Er sorgt in Kombination mit der serienmäßigen Sportabgasanlage für ein ­emotionales Fahr- und Klangerlebnis. Der mit einem Ottopartikelfilter ausgestattete Biturbo-Motor, der das Vorgängermodell um 15 kW (20 PS) und 100 Nm übertrifft, beschleunigt den Panamera GTS und den Panamera GTS Sport Turismo in Kombination mit dem serienmäßigen Sport Chrono-Paket aus dem Stand in 4,1 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchst­geschwindigkeit ist bei 292 beziehungsweise 289 km/h erreicht. Die Kraftübertragung ­erfolgt ohne Zugkraftunterbrechung über das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe PDK an das Allradsystem Porsche Traction Management (PTM).

Dem sportlichen Charakter der Panamera-GTS-Modelle folgend, sind die Fahrwerk­systeme betont dynamisch ausgelegt. Die ­adaptive Luftfederung mit Dreikammer-­Technologie ist serienmäßig und ermöglicht eine flexible Regelung und optimale Spreizung der Federraten. Das Sportfahrwerk der GTS-Modelle ist um zehn Millimeter tiefergelegt, und das eingesetzte Porsche Active Suspension Management (PASM) verfügt über eine spezi­fische, noch sportlichere Abstimmung. Das ­Ergebnis sind überragende querdynamische Fahreigenschaften. Großzügig dimensionierte Bremsen (390 Millimeter Durchmesser vorn, 365 Millimeter hinten) sorgen für exzellente Verzögerungswerte.

Die neuen Panamera-GTS-Modelle verfügen im Vergleich zum Vorgängermodell über eine deutlich aufgewertete Serienausstattung. Das Sport Design-Paket mit neuem Bug- und Heckunterteil in Schwarz und weitere dunkle Akzente sorgen für einen besonders sportlichen Auftritt. Ab Werk stehen die GTS-Modelle auf 20-Zoll-Panamera-Design-Leichtmetall­rädern. Das Interieur ist von schwarzem ­Alcantara und eloxiertem Aluminium geprägt. Zum Serienumfang zählen das beheizbare Multifunktions-Sportlenkrad mit Schalt-Paddles und Alcantarabezug sowie das Connect ­Plus-Modul für umfangreiche digitale Dienste. Mit dem optionalen Interieur-Paket GTS lassen sich verschiedene Design-Elemente wie zum Beispiel Drehzahlmesser, Nähte und GTS-Schriftzüge, in den Kontrastfarben Karminrot oder Kreide weiter individualisieren.

Als neues Highlight führt der GTS erstmals ein Head-up-Display für die gesamte Panamera-Reihe ein. Es ist individuell konfigurierbar und projiziert vollfarbig alle relevanten Fahrinfor­mationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers.
 

Panamera GTS und Panamera GTS Sport Turismo

Der neue Porsche 911 – stärker, schneller
Im Rahmen einer spektakulären Show prä­sentierte Porsche die neue Generation des 911 in Los Angeles. Die achte Generation der ­Porsche-Ikone setzt auch in Zukunft ­Maßstäbe in Sachen exklusive Sportlichkeit: Unver­kennbar der Porsche-Design-DNA ­verpflichtet, deutlich muskulöser im Auftritt und mit einem komplett neuen, von einem 10,9 Zoll großen Touchscreen-Monitor ­geprägten Interieur gibt sich der neue 911 zeitlos – und modern zugleich. Intelligente ­Bedien- und Fahrwerkelemente sowie innovative ­Assistenzsysteme verbinden die überlegen kompromisslose ­Dynamik des klassischen Heckmotor-Sportwagens mit den Ansprüchen der digitalen Welt.

Weiterentwickelt und mit 331 kW (450 PS) in den S-Modellen leistungsstärker denn je, präsentiert sich die nächste Generation ­auf­geladener Sechszylinder-Boxermotoren. Das ­entspricht einem Plus von 22 kW (30 PS) ­gegenüber dem Vorgängermodell. In der Beschleu­nigung von null auf 100 km/h unterbieten beide 911-Modelle die Vier-­Sekunden-Marke: 3,7 Sekunden benötigt das hinterrad­getriebene Coupé, der 911 Carrera 4S mit Allradantrieb nur 3,6 Sekunden. Damit sind beide Autos 0,4 Sekunden schneller als das jeweilige Vorgängermodell. Mit dem ­optionalen Sport Chrono-Paket erhöht sich der Vorsprung um weitere 0,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen nun 308 km/h (911 Carrera S) und 306 km/h für die Allradvariante.

Das Exterieur ist neu gestaltet und unterstreicht den Performance-Sprung des neuen 911. Über den großen Rädern mit vorn 20 und hinten 21 Zoll Durchmesser wölben sich deutlich breitere Radhäuser. Das jetzt ein­heitlich breite Heck bei allen Modellen unterstreicht die schlanke Mittelsektion. Vorn wuchs die Breite der Karosserie um 45 Millimeter. Die mit den Türen bündige Integration der elektrisch ausfahrenden Griffe betont die taillierte und glatte Seitenlinie. Zwischen den neuen LED-Scheinwerfern nimmt eine Fronthaube mit eingeprägter Vertiefung das Design der ersten 911-Generationen auf. Am Heck dominieren bei allen Modellen der deutlich breitere, variabel ausfahrbare Heckspoiler und das nahtlose feine Leuchtenband. Mit Aus­nahme des Bug- und Heckteils besteht nun die gesamte Außenhaut aus Aluminium.

Das völlig neue Interieur ist geprägt von den klaren und geraden Linien der Armaturentafel mit der zurückversetzten Instrumentenebene. Hier standen die Elfer aus den 1970er Jahren Pate. Neben dem Porsche-typisch mittig ­positionierten Drehzahlmesser informieren zwei dünne, rahmenlose Freiform-Displays den Fahrer. Der jetzt 10,9 Zoll große Centerscreen des Porsche Communication Management (PCM) lässt sich dank der neuen Architektur schnell und sicher bedienen. Darunter befindet sich eine kompakte Schaltereinheit mit fünf Tasten für den direkten Zugriff auf wichtige Fahrzeugfunktionen. In der Digitalisierung macht der 911 mit permanenter Konnektivität sowie neuen Funktionen und Diensten den nächsten Schritt in die Zukunft. Das PCM umfasst unter anderem serienmäßig eine schwarmdatenbasierte Online-Navigation und Porsche Connect Plus.

Als Weltneuheit hat Porsche den serienmäßigen Wet Mode entwickelt. Diese Funktion ­erkennt Wasser auf der Straße, konditioniert die Regelsysteme entsprechend vor und warnt den Fahrer. Dieser kann das Fahrzeug dann auf Tastendruck oder per Mode-Schalter am Lenkrad (Sport Chrono-Paket) besonders sicher abstimmen. Der ebenfalls serienmäßige Warn- und Bremsassistent erkennt kamerabasiert die Gefahr von Kollisionen mit Fahrzeugen, Fußgängern und Radfahrern. Er leitet gegebenenfalls eine Warnung oder Notbremsung ein. Erstmals ist für den 911 ein Nachtsichtassistent mit Wärmebildkamera als Option lieferbar. Der auf Wunsch verfügbare Abstandsregeltempostat umfasst eine automatische Distanz­regelung mit einer Stop-and-go-Funktion und einen reversiblen Insassenschutz.
 

Der neue Porsche 911

Neue digitale Angebote
Mit dem neuen 911 stellt Porsche auch drei exklusive digitale Angebote vor. Porsche Road Trip unterstützt Autofans bei der Planung, ­Organisation und Navigation von besonderen Touren. Die kuratierten Routen beinhalten exklusive Hotel- und Restaurantvorschläge sowie Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte entlang der Strecke.

Porsche 360+ hat das Ziel, das Porsche-­Erlebnis über das Fahrzeug hinaus im Leben des Kunden spürbar zu machen. Der Kern von Porsche 360+ ist ein persönlicher Lifestyle-Assistent, der für den Kunden rund um die Uhr zur Verfügung steht. Er soll den Alltag erleichtern und exklusive Erlebnisse möglich machen.

Bei Porsche Impact handelt es sich um einen Emissionskalkulator. Damit werden die finan­ziellen Beiträge errechnet, die Porsche-Kunden zahlen können, um ihren CO₂-Fußabdruck zu kompensieren. Sie wählen selbstständig, in welche international zertifizierten Klimaprojekte sie investieren wollen. Diese sind über die ­ganze Welt verteilt und konzentrieren sich auf Wind-, Wasser- und Sonnenenergie sowie Waldschutz.
 

Porsche 360+-App

Weltpremiere des Porsche 911 GT2 RS Clubsport
Bei der Los Angeles Auto Show debütierte ­neben dem 911 auch der Porsche 911 GT2 RS Clubsport. Das Fahrzeug ist auf 200 Stück ­limi­tiert und kann bei Clubsport-Veranstaltungen sowie ausgewählten Motorsport-Events eingesetzt werden. Die Technik des 515 kW (700 PS) starken Rennwagens aus Weissach basiert auf dem Hochleistungssportwagen 911 GT2 RS – wie das auch beim einige ­Wochen vorher vorgestellten 935 der Fall ist. Beide Fahrzeuge teilen sich den Antrieb mit dem Straßenpendant: ­einen hochmodernen 3,8-Sechszylinder-­Boxermotor mit Biturbo-Aufladung. Die Kraft des Heckmotors wird mittels eines Siebengang-Porsche-Doppelkupplungsgetriebes (PDK) mit starrer Aufhängung an die 310 Millimeter ­breiten ­Hinterräder über­tragen. Wie bei allen anderen Rennversionen des 911 ­betätigt der Fahrer zum Schalten der Gänge griffgünstig platzierte Wippen am Lenk­rad. Die Position des Motors hinter der Hinterachse gewähr­leistet ein hervorragendes ­Traktions- und Brems­verhalten. An der Vor­derachse ­sorgen Sechskolben-­Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel in Kombination mit innen­belüfteten und geschlitzten Stahl­brems­scheiben mit 390 Millimeter Durch­messer für hervorragende Verzögerungswerte. An der Hinterachse sind Vier-­Kolben-Sättel und 380-Millimeter-Scheiben verbaut.

Genau wie der 911 GT2 RS verfügt die 1.390 Kilogramm leichte Clubsport-Variante über das Fahrstabilitätssystem Porsche Stability Management (PSM) inklusive Traktionskon­trolle sowie ein Antiblockiersystem (ABS). Die Fahrassistenzsysteme lassen sich mithilfe ­eines sogenannten Map-Schalters auf der Mittelkonsole in Abhängigkeit von der jeweiligen Fahrsituation separat verstellen oder komplett abschalten. Das Carbonlenkrad und das ­dahinterliegende Farbdisplay des 911 GT2 RS Clubsport stammt aus dem 911 GT3 R des Modelljahres 2019. Ein massiver Überrollkäfig gewährleistet in Verbindung mit einem Rennschalensitz und Sechspunkt-Gurten maximale Sicherheit. Eine Klimaanlage sorgt für die ­optimale Innenraumkühlung.
 

911 GT2 RS Clubsport

Neuer Macan S
Mit dem leistungsstarken Macan S erweitert Porsche seine Kompakt-SUV-Reihe. Der neu entwickelte Sechszylinder-V-Motor mit drei Liter Hubraum leistet 260 kW (354 PS) und kommt auf ein maximales Drehmoment von 480 Nm. Dies entspricht einem Plus von 10 kW (14 PS) beziehungsweise 20 Nm im Vergleich zum Vorgängermodell. Damit verkürzt sich die Beschleunigungszeit mit dem optionalen Sport Chrono-Paket aus dem Stand auf 100 km/h um 0,1 auf 5,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 254 km/h. Der Abgasturbolader ist gemäß dem sogenannten Central Turbo Layout innen im Zylinder-V angeordnet. Die kurzen Abgaswege zwischen den Brennräumen und dem Turbolader sorgen für ein besonders spontanes Ansprechver­halten. Der neue Twin-Scroll-Turbolader ermöglicht ein hohes Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich. Bei der Twin-Scroll-Technologie werden die Abgasströme dem Turbinenlaufrad durchgehend getrennt zugeführt. ­Hierdurch werden Ladungswechselnachteile deutlich reduziert. Die weiterentwickelte Brennraumgeometrie mit zentralem Injektor kommt einer effizienten Gemischaufbereitung zugute. Neben der Steigerung der Literleistung von 113 auf 118 PS verbessern sich auch die Abgasemissionen. Der Verbrauch notiert mit 8,9 l/100 km nach korreliertem NEFZ.

Das seit jeher Sportwagen-typische Fahrwerk des Macan mit Mischbereifung und Porsche Traction Management (PTM) inklusive intelligentem Allradantrieb wurde zur Modellpflege noch einmal umfassend optimiert. An der ­Vorderachse ersetzen Federgabeln aus ­Aluminium die bisherigen Stahlbauteile. Die neue Leichtmetallkonstruktion ist steifer und reduziert die ungefederten Massen. ­Dadurch lenkt der ­Macan noch präziser und ­federt noch komfortabler. Neu abgestimmte Stabi­lisatoren sorgen darüber hinaus für ein neu­traleres Fahrverhalten.

Viel Feinarbeit steckt auch in den Bremsen des neuen Macan S, was sich vor allem durch ein verändertes Pedalgefühl bemerkbar macht. Der Fahrer betätigt nun ein sogenanntes Organo­blech-Pedal, das rund 300 Gramm ­weniger wiegt als das bisherige Stahlteil und über ­einen verkürzten Hebelarm auf den Hauptbremszylinder wirkt. Die Bremse spricht dadurch nicht nur spontaner an, sondern ­besticht aufgrund der sehr steifen Anbindung auch durch ­einen sehr präzisen Druckpunkt. Der noch sportlichere Ansatz des neuen Macan schlägt sich beim S-Modell in vergrößerten vorderen Bremsscheiben nieder. Sie haben im Durchmesser um zehn auf 360 Millimeter ­zugelegt, die Scheibendicke wächst um zwei auf 36 Millimeter. Die neuen Bremsbeläge sind kupferfrei. Der Macan S kann optional mit der Keramikbremse Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) ausgestattet werden. ­Darüber hinaus profitiert der Macan S von ­allen Neuerungen der Modellreihe: Dazu zählen das ­LED-Leuchtenband am Heck sowie das voll vernetzte Porsche Communication ­Management mit 10,9 Zoll großem Touchscreen im ­Innenraum.
 

Macan S

Puristisches Konzept: 718 T
Mit dem 718 T hat Porsche das puristische Konzept des 911 T von 1968 auf seine ­zweisitzige Sportwagen-Baureihe übertragen. Die neue Modellvariante für Boxster und Cayman vereint den 220 kW (300 PS) starken Turbo-Vierzylinder-Boxermotor mit einem ­besonders emotionalen Porsche-Fahrerlebnis. Zahlreiche Ausstattungselemente betonen den Performance-Charakter der T-Modelle. Dazu gehören 20 Zoll große Leichtmetallräder, das hier erstmals in Verbindung mit dem 2,0-Liter-­Turbomotor angebotene PASM-Sportfahrwerk inklusive 20 Millimeter Tieferlegung, der ­verkürzte Schalthebel mit rotem Schaltschema oder das Sport Chrono-Paket. In Verbindung mit der Basis-Motorisierung sind diese Ausstattungen nur im 718 T zu haben. Porsche bietet den 718 T mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Porsche Torque Vectoring (PTV) inklusive mechanischer Hinterachsquersperre an. Op­tional ist auch das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) erhältlich.

„T“ steht bei Porsche traditionell für Touring und ist gleichbedeutend mit Fahrvergnügen in seiner reinsten Form. Das Revier des 718 T sind kurvenreiche Landstraßen, das Ziel: die Freude am dynamischen Autofahren. Dieser Philosophie kommt der Zweisitzer mit reduzierter Ausstattung entgegen. Hierzu zählen die schwarzen Öffnerschlaufen in den Türtafeln ebenso wie die Sportsitze mit elektrischer 2-Wege-Verstellung, schwarzen Sport-Tex-Mittelbahnen und gesticktem 718-Schrift-zug in den Kopfstützen. Zudem ersetzt ein großes Ablagefach das Porsche Communication Management-Modul (PCM). Wer auf das Entertainmentsystem nicht verzichten möchte, kann es ohne Aufpreis hinzubestellen. In der Summe gleichen diese Maßnahmen das Mehrgewicht aus, das durch den Einbau des Ottopartikelfilters (OPF) entsteht.

Von außen kennzeichnet den Porsche 718 T sein kraftvoller Auftritt: Optisch liegt er dank der hochglänzend in Titangrau lackierten 20-Zoll-Leichtmetallräder in Kombination mit der 20-Millimeter-Tieferlegung durch das ­serienmäßige PASM-Sportfahrwerk noch ­satter auf der Straße. Seitlich weisen achatgraue Außenspiegel-Oberschalen sowie ­718 Boxster T- oder 718 Cayman T-Schrift­züge auf die Modellvariante hin. Im Heckbereich lässt sich diese an der Sportabgasanlage mit schwarz verchromten, mittig angeordneten Doppelendrohren identifizieren. Als Ex­terieur-Farben stehen Schwarz, Indischrot, Racinggelb und Weiß sowie die Metallicfarben Carraraweiß, Tiefschwarz und GT-Silber zur Wahl. ­Lavaorange und Miamiblau bietet Porsche als Sonderfarben an.
 

718 T
Verbrauchsangaben

911 Carrera 4S Cabriolet: Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 207 g/km.
911 GT3: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,9 – 12,7 l/100 km; CO2-Emission 290 – 288 g/km
Macan: Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,1 l/100 km; CO2-Emission 185 g/km