Ausblick

In unseren Planungen gehen wir davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2019 verlangsamen wird. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Zudem werden die Wachstumsaussichten von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet. Wir rechnen deshalb ­sowohl für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch für die Schwellenländer mit einer schwächeren Dynamik als 2018. Die höchsten Zuwachsraten erwarten wir in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen Asiens. Unseren Planungen liegt ein Wachstum der Weltwirtschaft auch in den Jahren 2020 bis 2023 zugrunde.

In Westeuropa wird sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 unseren Prognosen zufolge abschwächen. Große Herausforderungen ­stellen unverändert die Lösung struktureller Probleme sowie die ungewissen Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU dar. In Deutschland rechnen wir 2019 mit einem geringeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als im Jahr 2018. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird nach unseren Erwartungen stabil bleiben und den privaten Konsum stützen.

Für die USA gehen wir in unseren Planungen davon aus, dass die wirtschaftliche Lage 2019 stabil bleibt. Allerdings erwarten wir im Vergleich zum Berichtsjahr ein geringeres Wachstum. Die US-Notenbank wird im Laufe des Jahres 2019 voraussichtlich weitere Zinsanhebungen durchführen. Die brasilianische Wirtschaft wird sich nach unseren Prognosen 2019 weiter stabilisieren und etwas stärker wachsen als im Jahr 2018.

Für die chinesische Wirtschaft rechnen wir 2019 mit weiterem Wachstum auf relativ ­hohem Niveau. Angesichts der handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA ­gehen wir jedoch von einer im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Dynamik aus. Für Indien erwarten wir eine Expansionsrate in der ­Größenordnung der Vorjahre.

Uneinheitliche Automobilmärkte
Für die weltweiten Pkw-Märkte erwarten wir 2019 in den einzelnen Regionen eine uneinheitliche Entwicklung. In unseren Planungen gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach Neufahrzeugen insgesamt in der Größen­ordnung des Berichtsjahres liegen wird. Für die Jahre 2020 bis 2023 rechnen wir weltweit mit einer wachsenden Pkw-Nachfrage. In Westeuropa weisen unsere Prognosen für 2019 ein Marktvolumen auf dem Vorjahres­niveau aus. Die ungewissen Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) werden die ­anhaltende Verunsicherung der Konsumenten ­infolge der Finanz- und Schuldenkrise noch verstärken und die Nachfrage weiter dämpfen. Für den deutschen Pkw-Markt erwarten wir 2019 ein Volumen, das leicht unter dem des Vorjahres liegt. In Italien wird die Nach­frage unseren Prognosen zufolge leicht ­wachsen; in Frankreich und Großbritannien wird sie ­stabil bleiben.

Die Marktentwicklung für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 Tonnen) wird 2019 nach unseren Planungen in Nordamerika ­insgesamt und in den USA leicht unter den Vorjahreswerten liegen. Dabei werden weiterhin überwiegend Modelle aus den SUV- und Pick-up-Segmenten gefragt sein. In Brasilien, dem größten Markt Südamerikas, erwarten wir nach dem Anstieg 2018 auch im aktuellen Jahr eine deutliche Steigerung der Nachfrage. Insgesamt wird Südamerika moderat zulegen.

In der Region Asien-Pazifik wird das Markt­volumen 2019 nach unseren Prognosen das Vorjahr leicht übertreffen. Wir rechnen damit, dass sich die Nachfrage in China 2019 nach dem Rückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder etwas erhöht. Dabei dürften weiterhin vor allem günstige Einstiegsmodelle im ­SUV-Segment sehr gefragt sein. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA wird – sofern sich keine Lösung abzeichnet – das ­Geschäfts- und Verbrauchervertrauen belasten. Für den indischen Markt erwarten wir ein ­etwas stärkeres Wachstum als im Vorjahr.

Voraussichtliche Entwicklung Porsche AG
Die Porsche AG erwartet im Geschäftsjahr 2019, verglichen mit dem Berichtsjahr 2018, eine Steigerung der Auslieferungen – trotz der Herausforderungen durch die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP und den Otto­­partikelfilter sowie den Verzicht auf Modelle mit Dieselantrieb. Auch beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit einem leichten Anstieg. Basis dafür ist die attraktive Produktpalette von Porsche – vor allem die neue Generation des 911, die 2019 weltweit in allen Märkten eingeführt wird, weitere Derivate des 718 und Cayenne sowie der Start des Taycan. Trotz weiterhin sehr hoher Investitionen in die Elektrifizierung der Produktpalette, die digitale Transformation sowie den Ausbau und die ­Erneuerung der Standorte soll sichergestellt werden, dass der hohe Ertragsanspruch der Porsche AG weiterhin erfüllt wird. Dafür sorgen Maßnahmen, die zur Effizienzsteigerung ­beitragen sowie die Erschließung neuer profi­tabler Geschäftsfelder.